Gut, Thema ist hier geklärt. Auf meine Frage, ob man die beiden gut vergesellschaften kann, weiß ich nun als Antwort, dass ich alles falsch mache und lieber eine 5 Jahre alte Katze aus dem Tierheim hätte nehmen sollen. Danke für die Hilfe.
Hier kann geschlossen werden.
Warum gleich so patzig und wer hat was von einer 5 Jahre alten Katze geschrieben, dass wäre in der Tat auch wieder falsch, weil je jünger das Kitten desto geringer sollte der Altersunterschied sein und ich hatte ja auch von Kitten aus dem Tierheim oder von einem seriösen Züchter geschrieben.
Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, warum wir von diesen Vermehrern und Schwarzzüchtern abraten? Nicht weil wir dir etwas vorschreiben wollen oder dir deine Katzen nicht gönnen, sondern rein aus Tierschutzgründen und Tierliebe hast du ja auch, sonst würdest du dir keine Tiere ins Haus holen wollen.
Hier nur ein paar Gründe die gegen Vermehrer und Schwarzzüchter sprechen:
- die Tiere werden nicht auf Erbkrankheiten untersucht, der Vermehrer hat keine ausreichende Genetikkenntnisse, so werden Krankheiten und Gendefekte munter weiter vererbt und breiten sich entsprechend aus
- Katzinnen werden als Gebärmaschinen mißbraucht und haben keine ausreichende Zuchtpausen zwischen den Würfen
- Kitten werden billig produziert und da wird an allem gespart vor allem an der tierärztlichen Versorgung, da wird gar nicht oder nicht ausreichend entwurmt und geimpft, nur billigstes Katzenfutter und Streu benützt, die Kitten werden viel zu früh von der Katzenmutter und den Geschwistern getrennt und und und nur um Kosten zu sparen
- Kater werden in Einzelhaft gehalten
- die Katzen leben nicht frei im Haushalt integriert und werden dort liebevoll aufgezogen, sondern werden leider nicht ausreichend auf den Menschen sozialisiert
- Inzucht kann nicht verhindert werden, weil mangels Stammbaum kein Inzuchtindikator ermittelt werden kann
- die interessiert auch nicht wohin und zu wem die Kitten kommen und ob sie dort einzeln aufwachsen und leben müssen oder nicht
und und und
Wie gesagt so etwas würde ich aus Liebe zu den Tieren nicht unterstützen wollen. Die Ausmaße sind gewaltig, weil Angebot die Nachfrage bestimmt und mit jedem Kitten was man da abnimmt, kauft, rausholt und wenn es nur aus Mitleid ist, schafft man Platz für neue Kitten und weiteres Katzenelend.
Glaub mir viele haben schon vor dir einen sehr hohen Preis dafür gezahlt und haben dann letztendlich für ihre anfängliche Preisersparnis, letztendlich durch Tierarztkosten weitaus mehr bezahlt, als ein Kitten von einem seriösen und verantwortungsvollen Züchter gekostet hätte. Ich drück dir die Daumen, dass du und deine Katzen kein Lehrgeld bezahlen müssen, aber wie gesagt du wärst nicht die erste, der es so ergeht.
Z
u der Zusammenführung wurde doch schon alles gesagt, in dem Alter sollte es überhaupt kein Problem sein und eine Sache von Stunden höchstens wenigen Tagen, einfach zusammensetzen und machen lassen, dass wird schon. Wenn ich auch eher zu gleichgeschlechtlich geraten hätte.
Dadurch, dass ich schon oft gelesen habe, dass die Rassen lieber unter sich bleiben und sich da auch besser verstehen, habe ich mich eben auf die Suche nach einem Maine Coon Mix begeben.
Kann man machen, muss man aber nicht. Natürlich passen Tiere der gleichen Rasse oft sehr gut zusammen, weil die sich vom Wesen und Temperament meist sehr ähnlich sind. Ich habe auch drei BKHs und bin bei einer Rasse geblieben, hatte mich aus Platzgründen und wegen der reinen Wohnungshaltung für die BKH entschieden.
Aber es muss nicht die gleiche Rasse sein, bei der Partnerkatze sollte man grundsätzlich folgendes beachten:
- die Katzen sollten vom Alter zueinander passen, damit sie ähnliche Bedürfnisse haben, sei es das Ruhebedürfnis einer älteren Katze oder der Spieltrieb eines Kitten z.B. Grundsätzlich aber je jünger das Kitten, desto geringer sollte der Altersunterschied sein, bei erwachsenen Katzen dürfen es dann ruhig auch ein paar Jahre älter oder jünger sein je nachdem.
- Die meisten Kater sind im Umgang miteinander deutlich ruppiger und körperbetonter und lieben es nach Katerart zu raufen und balgen und dass nicht nur in den ersten Monaten. Viele Kätzinnen hingegen raufen und balgen nur in den ersten Wochen mit ihren Geschwistern und stehen danach überhaupt nicht mehr auf solche Raufereien und bevorzugen eher Jagdspiele. Aber es gibt auch zurückhaltende Kater und weibliche Raufbolde.
- am wichtigsten ist, dass die Zweitkatze vom Wesen, Charakter und Temperament zur vorhandenen Katze passt
- die Sozialisierung spielt bei der Zusammenführung auch immer eine große Rolle, je schlechter die eine Katze sozialisiert ist, desto besser sollte es die andere sein.
Wenn eine Katze schlecht oder gar nicht sozialisiert ist und/oder länger in Einzelhaltung gelebt hat und/oder schon gescheiterte Zusammenführungen hinter sich hat und/oder man zwei nicht ausreichend sozialisierte Katzen zusammenbringen will und/oder die Tiere schon etwas älter sind, empfiehlt sich oft auch eine langsame Zusammenführung. Bei gut sozialisierten Katzen, bei Kitten und sehr jungen Katzen würde ich aber doch eher die Hauruck-Methode vorziehen und sie einfach zusammensetzen.
Bei Kitten sollte es bei guter Sozialisierung eine Sache von wenigen Stunden höchstens 2-3 Tage sein. Bei 1-3 jährigen Katzen kann es dann auch schon mal Tage bis wenige Wochen dauern, bei älteren Katzen dann auch Wochen bis Monate.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Es gibt jedoch eine Ausnahme, bei Rassen mit orientalischen Einschlag, da würde auch ich dazu raten entweder in der gleichen Rasse zu bleiben oder zu mindestens eine Katze mit ebenfalls orientalischen Einschlag zu wählen. Orientalen können sehr eigen sein und ihr spezielles Wesen kann zu Konflikten mit Katzen anderer Rassen bzw. ohne orientalischen Einschlag führen.