Ereignisreicher Frühling

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  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #1
Elkecita

Elkecita

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Habe mich in letzter Zeit rar gemacht, weil ich privat wie beruflich in den letzten Wochen und Monaten ziemlich belagert war.

Puh, war das ein ereignisreiches Frühjahr. Da trat P., unsere Pflegetochter, in unser Leben. 3 Monate hat sie uns begleitet und hat mir einen kleinen Einblick darin gezeigt, wie es wäre, wenn ich eine Tochter hätte. Mein Sohn hat sie kaum beachtet, dabei war unser Plan doch eigentlich, ihn vom Computer wegzulocken, damit er seiner Pflegeschwester Madrid zeigt, sie zum Kino ausführt, mit ihr weggeht ........ Wie kann man sich nur soooo täuschen. Da das Mädel kaum Interesse an Videlspielen zeigt, war es auch für Junior abgehakt und uninteressant. Seufz. Nur zu Parties, wo beide gemeinsam eingeladen waren, sind sie auch gemeinsam hin. Da lebt ein hübscher, intelligenter und supernetter Teenager bei uns im Haus, und unser Stoffel von Sohn zieht seine Videospiele und Internet-Spielekumpel vor .... ich meine, er sollte sich ja nicht gleich verlieben, aber immerhin bissl flirten in dem Alter wär nicht schlecht. Manchmal mach ich mir Sorgen um meinen Nachwuchs :?

P. war begeistert von der spanischen Küche und fand, dass ich eine supertolle Köchin bin. Hat ihr alles geschmeckt und sie meint, sie hätte auch zugenommen in der Zeit. Mit dem Fleisch kein Problem, habe viele fleischlose Sachen gemacht oder Alternativen für sie, wenns denn mal wirklich Fleisch gab. Hab ihr gezeigt, wie Tortilla gemcht wird, und Pisto, und Salmorejo. Stolz wie ein Schneekönig war sie, als ich ihr den Auftrag gab, selber einen Gazpacho zu machen und der hinterher tatsächlich total gelungen war und allerseits gelobt wurde.

Viel zu schnell gingen die 3 Monate rum. Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Wieder ein Lebensabschnitt hinter uns gebracht.

Im Mai dann Klassentreffen bei uns. 12 Ehemalige kamen aus Deutschland angereist für ein langes Wochenende. Grillparty bei uns, Stadtführung am nächsten Tag. War auch vorzubereiten und gab schon Spannung, wie das alles ablaufen würde. Hat alles wunderbar geklappt, meine Klassenkameraden haben mich fast gesteinigt, als ich sie 15 km zu Fuss kreuz und quer bei sengendem Sonnenschein und Hitze durch die Stadt schleppte, waren aber nur des Lobes über meine Erklärungen und die Anekdoten über Madrid. Ich fühlte mich wie ein Kind zu Weihnachten, bin planlos durch die Altstadt, wo ich glaub ich seit mehr als 15 Jahren nicht mehr war und hab doch die schönsten Ecken und Kanten wiedergefunden.
Ein Paar kam mit ihren beiden Labradoren. Lobo lief ständig Wache vor den Fressnäpfen, auf und ab, egal ob sie voll oder leer waren. Aber ansonsten verstanden sich die 4 ganz wunderbar.

Da hat man jahrelang geplant für dieses Treffen, zuerst aus Alkohollaune heraus geboren und als Jux aufgefasst, hat sich die Idee über Jahre hinaus gefestigt ..... und nun ist es schon vorbei. Seufz.

1 Woche danach kamen P's Eltern, denen ich unser Haus angeboten hatte. Ihr Vater schwerbehindert im Rollstuhl, 2 Pflegerinnen dabei. 50. Geburtstag der Mutter, nett im Dorf gefeiert.

Das ganze bedeutete mehrmals Haus putzen, aufräumen, wieder putzen, wieder aufräumen. Bettwäsche drauf und wieder runter, waschen bügeln, wieder aufziehen, wieder waschen. Und im Büro gleichzeitig mega Stress.

Jetzt ebbt alles ab. Mir kommt es vor, als hätt das Jahr grad angefangen, und schon sind wir fast Ende Juni.

Und im September zieht meine Abteilung um in unser Werk im Süden der Stadt: 44 KM EINFACH VON ZU HAUS BIS ZUR ARBEIT = FAST 90 KM TÄGLICH AUF AUTOBAHN. Shit. Ich hadere mit meinem Schicksal, aber entweder wechsel ich die Abteilung oder es bleibt mir nichts andres übrig :evil:
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #2
Da lebt ein hübscher, intelligenter und supernetter Teenager bei uns im Haus, und unser Stoffel von Sohn zieht seine Videospiele und Internet-Spielekumpel vor .... ich meine, er sollte sich ja nicht gleich verlieben, aber immerhin bissl flirten in dem Alter wär nicht schlecht. Manchmal mach ich mir Sorgen um meinen Nachwuchs :?

Mach dir keine Sorgen. ;) Mein Freund ist auch so ein "Kellerkind", das am liebsten nur in virtuellen Welten lebt.
Trotzdem hat er mich gefunden, wir sind seit 5,5 Jahren zusammen und werden bald zusammenziehen. Er hat ein super Abitur gemacht, studiert und hat sein Leben absolut im Griff.
Das muss nichts heißen. :)
Wie alt ist dein Sohn denn?
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #3
16. Im November 17.
Braucht Bewegung, müsste Sport treiben, weil etliche Kilos zuviel auf dem Rippen. Aber zB mit Hunden raus und über die Hügel ........ neeeee
Nur Radfahren brächte ihn aus den Sielen, oder Tennis. Problem: Radfahren bei uns ziemlich unmöglich (geht entweder gleich bergrauf oder bergrunter), müssten uns also am Wochenende vornehmen, Rädern ins Auto, zu einem Radwanderweg und los. Und das machen wir nie, weil wir am Wochenende immer zu Hause am Rödeln sind. Tennis: idem. Keine Zeit, noch dazu, wo die nächsten Tennisplätze erst im Nachbarort sind und dort auch ständig besetzt. Ergo: es gibt kaum was, was ihn hinterm Bildschirm hervorlockt. EIN ELEND
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #4
Ein zufällig kaputter Computer :lol:
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #5
Bring mich nicht auf Ideen :mrgreen::mrgreen::mrgreen:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach ja, Skifahren ist sein anderes Lieblingshobby.
Zu den Einschränkungen für diese Sportart brauch ich wohl nix dazusagen :(
Meine Pflegetochter war da ganz anders. Die ging täglich mit mir und den Hunden raus (falls sie nicht was andres vorhatte), ging dann anschliessend nochmal joggen und machte täglich ihre Workouts, half mir beim Kochen. Verabredete sich mit Freundinnen im Zentrum, besuchte Museen, verabredete sich zum Abendessen weiss der Himmel wo, die hatte immer Pläne, war aktiv. Himmel herrgottnochmal, wie verschieden können Teenager sein????
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #6
Denke mal, es ist wie bei jedem Teenie: Je mehr du drängst, desto sturrer ist man - man will das machen, was die Eltern nicht mögen und wütend macht :evil:
Wenn Mutter sagt: Geh raus und mache Sport - dann ist man doch so trotzig und macht allein deshalb keinen :lol:

Ich würde mal sagen, solange er noch andere Beschäftigungen hat (z.B. war er ja wohl auf Partys...?) und nicht total ausklinkt, wenn der PC mal aus ist (oder kaputt...) ist das ein Teenie, der halt Spiele etc. mag :D
Gibbet bei euch in Spanien denn nicht auch sowas wie Messen o.ä.? Vielleicht kommt er dann mal etwas raus, lernt tatsächlich echte Menschen kennen, die ähnliche Interessen haben...?
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #7
Das sind Teenies. Die meisten zumindest:mrgreen:
Mein Freund hockte auch nur am PC ;)

Das ist doch schön, dass es stressig aber gleichzeitig so schön war :)
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #8
Da das Mädel kaum Interesse an Videlspielen zeigt, war es auch für Junior abgehakt und uninteressant.

:lol::lol:

Wie kann ein Mensch nur keine Videospiele mögen? *nachdenklich am Kopf kratz*:mrgreen:
In dem Alter sah das bei mir nicht anders aus. Da habe ich auch den lieben langen Tag am PC oder der Konsole verbracht, andere Menschen gingen mir eigentlich nur auf die nerven. Menschen gehen mir zwar immernoch viel zu oft auf den Keks, aber immerhin bin auch ich da rausgewachsen und nehme regelmäßig Kontakt mit Artgenossen auf:mrgreen: Mit 16 würde ich mir da noch keinen Kopf machen, solange sein einziger Lebensinhalt nicht aus Videospielen besteht. Und besser er ist so, als dass er dir jede Woche ein anderes Mädchen mit nach Hause bringt und du Angst haben musst, womöglich schon 5-fache Oma zu sein, mal überspitzt gesagt^^
Das Kind wächst noch! Keine Sorge:lol:
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #9
Kind ist gut, hahahaha :mrgreen::mrgreen:
Da hab ich einen Riesen, der fast 2 Kopf grösser ist als ich und schon über 80 kg wiegt, als Kind würde ich sowas nicht mehr so ganz bezeichnen.
Aber nee, es nervt wirklich, dass er, sobald er den Teller leergegessen hat, sofort verschwindet, keine 5 Minuten bei uns sitzen kann. Selbst wenn er aufm Klo sitzt, hat er Handy mit Kopfhörer dabei - die Klo-Sessions dauern dann dementsprechend lang (wenn ich nicht weiss, wo Junior steckt, schau ich im Klo nach).

ES GIBT DEFINITIV EINE WELT AUSSERHALB INTERNET UND BILDSCHIRMEN !!!!!!!!!!!!!!!!! Kinners, geht raus an die frische Luft, nehmt ein Buch zur Hand, Himmelkreuzdonnerwetternochmal, ihr werdet alle mit 30 Jahren oder eher noch blind sein oder mit Brillen so dick wie Glasbausteine rumlaufen.

Ich kann verstehen, dass einem so etwas in den Bann zieht - ABER DOCH NICHT DEN LIEBEN LANGEN TAG. Am Wochenende gibts nichts anderes. Wollen wir, dass er uns bei was hilft, kommt er runter, macht schnell, was ihm aufgetragen und eh man sich versieht, schwupps, isser wieder verschwunden.

Kein WUnder, dass P. nicht das geringste Interesse hatte, sich Gabriel mehr als nötig aufzudrängen, die hat das selber mit grossem Kopfschütteln beobachtet und meinte halt nur "so sind halt viele Jungs heutzutage, schade, aber kann man nix machen".

Wenn mein Sohn mal gross ist, an was wird er sich erinnern, wenn er an Kindheit und Jugend denkt??????
In meinem Kopf sind Bilder von Radtouren, Sich-Verlieren in Wald, Wiese und Feld, viel Sport (Tennis, Leichtathletik, Gymnastik, Tanzgruppe, Volleyball), viel Musik (in zwei Orchestern, mit regelmässigen Konzerten), Ausflüge in alle umliegenden Ortschaften zur Kirmes und ab einem bestimmten Alter Flirten ohne Ende, mit oder ohne Erfolg.
Mein Sohn wird einen Bildschirm sehen ......................................... TRAURIG.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #10
Ja, es gibt eine Welt außerhalb von Internet und Bildschirmen... Eine Welt, in der man meist nicht so angenommen wird, wie man ist. Weil man nicht der ideale Jugendliche ist, nicht schlank, nicht sportlich, vielleicht nicht so gut in der Schule... Dann ist man irgendwie weniger wert, oder wird zumindest so behandelt.
Und in der virtuellen Welt wird man akzeptiert, man bekommt Anerkennung, z.B. wenn man gut in dem Spiel ist.
Ich verstehe deinen Sohn, vollkommen. Mir ging und geht es oft nicht anders.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #11
Und ich sehe, dass er viele Dinge verpasst im Leben, dass das Leben an ihm vorbeigeht. Dass er Talente hat, die er nie einsetzt, dass er für die Schule weitaus mehr tun könnte, als er tut.
Jetzt kommt er in die Oberstufe, das wird kein Zuckerschlecken. Da muss er sich reinknien. Da geht dieses stundenlange Gezocke nicht mehr. Jedenfalls nicht während der Woche. Drastischer Internetentzug ist dann wohl die einzige Methode, sowohl für ihn als auch für uns, will heissen, Stecker vom WIFI raus und unter Verschluss.

In Spanien sagt man: wenn der Hund tod ist, hat sich die Krätze erledigt. So isses.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #12
Hm, ich weiß nicht, aber für mich klingt das schon fast so, als würdest Du Deinem Sohn DEINE Interessen mit aller Macht aufdrücken wollen. Nur weil er Dein Sohn ist heißt dies noch lange nicht, dass er genau die gleichen Interessen haben muss wie Du.
Soweit ich das richtig verstanden habe, dann geht er auf Partys und so, er igelt sich also nicht zu 100% ein und er hat ja auch Interesse an der ein oder anderen Sache, die außerhalb der virtuellen Welt liegt. Dass er diesen Interessen nicht nachgehen kann, das ist ja nun auch nicht seine Schuld (wenn ich Deine Erklärungen bezüglich Fahrrad/Tennis) richtig verstanden habe.
Und wenn Ihr wollt, dass er was am Haus hilft, dann scheint er dies ja auch zu machen (wahrscheinlich murrend, aber welcher Teenager murrt nicht, wenn er was im/am Haus machen soll?). Da kenn ich echt ganz andere Kaliber.

Natürlich musst Du darauf achten, dass er z.B. was für die Schule macht oder sonstiges, aber ansonsten lass ihm doch seine Interessen.

Ich war und bin auch ein Stubenhocker (zu meiner jungen Zeit war das mit der virtuellen Welt aber noch nicht vorhanden) und weißt Du was? Ich habe nicht das Gefühl, dass ich irgendwas verpasst habe bzw. verpasse. Denn ich lebe und agiere so wie es mir gefällt und nicht wie irgendwer anders (egal ob Eltern, Nachbarn oder sonstwer) es sich vorstellt. Wäre was anderes, wenn Du ihn daheim einsperren würdest und er gern raus möchte, dann würde er was verpassen, aber so lebt er so wie es ihm gefällt, wie er sich wohl fühlt.
Dass der Internetzeit Grenzen gesetzt werden müssen, dies sehe ich natürlich durchaus ein. Aber ich würde auch nicht übertreiben. Ich weiß noch, dass meine Ma mich damals vor die Tür gesetzt hat. "Du musst an die frische Luft/Du musst unter Leute. Mindestens 2 Stunden, vorher brauchst Du nicht wieder nach Hause zu kommen" Und was habe ich gemacht? Ich habe mich in den Keller verzogen und meine 2 Stunden dort abgesessen und in den 2 Stunden hab ich wahrscheinlich mehr verpasst, als wenn ich daheim das hätte tun dürfen, was ich gern gewollt hätte.

Ach und Du solltest nicht nur das in Deinen Augen negative sehen, sondern auch das Positive. Ich hab das mal irgendwann meiner Ma vor den Latz geknallt, als sie wieder "jammerte", dass ich so ein Stubenhocker bin. Ich hab nur gesagt: "Ja okay, Du findest dies nicht gut, aber wäre es Dir wirklich lieber, wenn ich wie die anderen wäre? Wenn ich mit 16 heimlich abgetrieben hätte? Wenn ich Alkoholikerin wäre? Wenn ich kiffen würde?...."
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #13
Ich sehe hier eine Mutter die ihren Sohn nicht so annimmt wie er ist, dafür die Austauschschülerin die jetzt zur Pflegetochter geworden ist in den Himmel lobt.

Mir tut der Sohn leid.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #14
Und wer bestimmt bitte, dass er viele Dinge verpasst? Seine Talente nicht einsetzt?

Vielleicht will er ja gar nicht anders, schonmal daran gedacht?
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #15
Irgendwie muss ich mich da leider anschließen, auch, wenn ich nicht denke, dass du das böse meinst.
Es kommt so rüber, als würdest du kein gutes Haar an deinem Kind lassen (was ich, im Übringen, nicht hier öffentlich in Forum tun würde. Was, wenn er es sieht? Wenn er sich mal in das Forum verirrt und dich erkennt?).
Er ist ein Stubenhocker, aber daran ist nichts verwerflich. Besser, er erinnert sich an eine Jugend vor dem Rechner, die ihm Spaß gemacht hat, als dass er sich daran erinnert, wie er mit aller Kraft von seiner Mutter rausgescheucht wurde und draußen von Gleichaltrigen ausgeschlossen wurde oÄ.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #16
Ich muss auch nochmal was dazu sagen ;)
Mir ist klar, dass das für eine Mutter nicht einfach ist und dass du sicherlich nur das Beste für deinen Sohn möchtest, keine Frage!
Aber ich befürchte, so wie du das angehen willst, geht das absolut nach hinten los. Einem 17 Jährigen den Stecker fürs Internet zu ziehen... Nein.
Er ist fast erwachsen, behandle ihn auch so.
Ich habe von meiner Mutter immer Verständnis bekommen, und sie hat mir immer vertraut, dass ich schon weiß, was ich tue. Und nun hab ich mein Abitur geschafft, obwohl ich erst auf der Hauptschule war (weil ich eben auch immer, in anderen Welten gelebt habe. Erst Bücher (das ist auch nicht das Wahre, wenn man da garnicht mehr raus kommt) und dann eben das Internet. Was sich bis heute nicht geändert hat. Durch ihr Verständnis musste ich keine trotzigen Aktionen starten und mich komplett verkriechen. Ich werde sicher nie der "ideale" Jugendliche sein, und auch nicht die ideale Erwachsene, die nach Karriere strebt und immer super aussieht. Trotzdem habe ich nichts verpasst, auch wenn ich noch nie auf einer "Party" war und niemals auf eine gehen werde.
Er wird seinen Weg finden, vertrau ihm und hab Verständnis für ihn. Ich glaub so kommst du weiter mit ihm.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #17
Einerseits kann ich dich verstehen - hatte die Diskussionen zu Hauf mit meinen Eltern ;)

Aber trotzdem: Solange die Schule nicht leidet und er auch tatsächlich mal zu Partys geht (hab ich z.B. nicht gemacht) finde ich das nicht schlimm...
Klar, eine Auszeit für Hausaufgaben und Co ist sinnvoll - aber besprich es mit ihm. Dass er sich drauf einstellen kann: In einer Stunde ist der Rechner aus, ich muss noch lernen. Und erkläre ihm, WARUM er lernen MUSS: Für ihn, für seine Zukunft. Nicht für dich.
Du glaubst nicht, was für Deppen ich jahrelang in der Schule hatte - faule Säue wie sonst was - und im letzten Jahr? Alles mindestens 3; manche Fächer sogar 1 oder 2, weil so ganz doof sind Teenies auch nicht ;)

Du musst es nicht verstehen. Ja, es ist richtig ein Auge darauf zu haben - was er da macht, wie lange er das tut, dass er nicht ganz versinkt in der Welt.
Aber ansonsten solltest du ihn einfach machen lassen.

Ich denke, die meisten Eltern sind unzufrieden mit dem Leben ihres Pubertiers. Da gibt's auch Mütter, die es nicht gut finden, dass ihre Tochter andauernd unterwegs ist, fast nie zuhause ist und was für Klamotten die wieder trägt...! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #18
Ich seh das auch wie die meisten hier. Ihn zu zwingen bringt gar nichts. Ich weiss, Elke, du meinst das gar nicht boese und machst dir Sorgen um deinen Jungen. Aber wenn das etwas ist, was ihm gefaellt, dann denke ich, solltest du ihn lassen. Solange er nicht voellig abtriftet, finde ichs okay.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #19
Es kam vielleicht so rüber, ist aber nicht so, dass ich alles negativ an meinem Sohn finde. Klar bin ich froh, dass er nicht abhängt, sich mit anderen in sinnlosen Botellones vollaufen lässt (im Gegenteil, er darf sogar ab und zu mal ein Bier trinken, er soll eine normale Beziehung zum Alkohol haben und es soll ihm nicht kategorisch verboten werden - nur halt in einer Kneipe darf er es noch nicht, logisch). Er murrt zwar manchmal, wenn er uns helfen muss, aber im Grossen und Ganzen ist er hilfsbereit und nicht zickig. Er weiss sich zu benehmen, wird von vielen Leuten gelobt wegen seiner netten Art.
Und vor allem: er ist ABSOLUT verantwortungsbewusst, mit allem. Er verliert nichts, er ist gewissenhaft beim Abschliessen des Hauses und mit allen Dingen, die ihm anvertraut werden.
Also werdet Ihr sagen, warum beschwert die sich?
Klar ist es schwer, von aussen etwas zu beurteilen, aber die Internetzeiten MÜSSEN grade in Hinsicht auf die Oberstufe reduziert werden. An Wochenenden kommt er noch nicht mal aus dem Schlafanzug raus und verlässt den Computer nur zum Essen und für aufs Klo zu gehen.

Schule: seine Leistungen gehen ganz langsam aber stetig nach unten. Nur in Mathe und in Physik hält er mehr oder weniger den Standard. Aber in Deutsch gibts dieses Jahr eine 4. Schlimm, wo er doch eine deutsche Mutter hat. Aber es fehlt ihm an Ausdruck, an Vokabeln, obwohl er fliessend Deutsch spricht, fehlen ihm viele muttersprachliche Feinheiten, die man wiederum nur durch LESEN, LESEN, LESEN, LESEN erhält.

Ordung: da bin ich schuld - krieg ich jeden Tag zu hören von seinem Vater. Da ich die Mutter bin, hätte ich ihm schon zu rechten Zeiten Ordnung beibringen müssen, und jetzt ist er so unordentlich wie seine Mutter. OK, ich gebe zu, ich bin nicht das beste Beispiel für Ordnung. Aber mein Sohn ist ein Desaster. Bett machen???? Nie. Klamotten werden ausgezogen und links irgendwo auf ein Möbel geknallt oder hinter die Tür gehängt. Die Schuhe stehen bunt gemischt rum. Seine Schultasche ist wie New York im Film Armageddon: EIN CHAOS. Für seinen Vater, der absolut pedantisch ist, was Ordnung angeht (ich darf noch nicht mal den Schlüssel auf der Ablage lassen, ohne ihn aufzuhängen, wenn ich nach Hause kommen, geschweige denn, eine Flasche aus dem Kühlschrank holen und nicht mehr reintun :roll:) ist das der Horror.

Ob das jetzt an der Computersucht liegt oder ganz einfach so ist bei Jugendlichen (nein, sein Vater war nicht so, und mir wurde das als Kind unter gar keinen Umständen erlaubt, da musste ich selber Hand anlegen und aufräumen) heutzutage, keine Ahnung.

Übrigens danke fürs Mitlesen und Eure Argumente. Tut gut.
 
  • Ereignisreicher Frühling Beitrag #20
Ich hatte auch Kriesen in meiner Jugend, unter anderem hat es angefangen mit:

"1 Stunde Internet am Tag"- danach wars weg.
Und irgendwann war es komplett weg.

Lasst bloß diesen Quatsch sein, man zerstört damit eventuell das Verhältnis zu dem Kind.
Kaum reale Freunde+kein Internet+zerstörtes Verhältnis zu den Eltern= nicht gut!!

Und Ordnung ist für Jungs meist eh überflüssig.
 
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