Wechselschichten

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  • Wechselschichten Beitrag #1
Amber

Amber

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Guten Morgen,

ich arbeite in Wechselschichten (Spät und Nacht) und merke, dass ich den Wechsel nicht hinbekomme...

Die letzten 2 Wochen hatte ich Nachtschicht.
Wenn ich um 7 Uhr am Samstag Heim komme, schlafe ich in wenigen Minuten ein. Durchlafen kann ich meist aber nicht.... Ich war am Samstag z.B. um 13, um 15:30 und dann wieder um 17 Uhr, jeweils für ca. 1Minute, wenn überhaupt, wach.
Aufstehen kann ich nicht, ich bin hundemüde und um 17 Uhr musste ich mich regelrecht zwingen jetzt auch aufzustehen.
Ich bin dann runter zu meinen Eltern und fühle mich aber jedesmal vom schlafen hundemüde. Ich setzte mich auf die Couch, kuckte ins Fernsehr und dachte, dass es nicht geht, dass ich jetzt einfach weiter schlafen muss, weil ich todmüde bin.
Ich bin dann auch wieder eingeschlafen (war keine halbe Stunde wach) und schlief bis 19 Uhr, ich wurde wieder wach und zwang mich aufzustehen und was zu essen. Ab da fühlte ich mich allmählich ausgeschlafen und war auch nach einer Weile wirklich richtig wach.

Nachts bin ich dann natürlich wach und Sonntags stehe ich zwar um 12 Uhr auf, obwohl ich müde bin, doch spätestens um 15 oder 16 Uhr geht bei mir gar nichts mehr und ich muss mich hinlegen und schlafe dann meist auch bis 19, 20 oder einmal war es auch 21:30 Uhr durch...

Dann wieder die Nacht, wie normal, zu schlafen ist fast unmöglich....
Gestern war ich bis 19 Uhr am schlafen, hielt mich bis 23 Uhr wach (war nach ca. 2 Stunden wieder total müde) und schlief dann jetzt aber auch nur bis 3:30 Uhr und bin seither wach... Ich merke jedoch auch schon wieder, dass ich allmählich wieder müde werde....:roll:

Arbeitskollegen von mir kommen damit recht gut klar. Sie stellen sich den Wecker, stehen auf und schaffen es wach zu bleiben... ich wüsste jedoch nicht, wie ich das hinkommen sollte. Bei mir ist es irgendwie, als würde jemand nur ein Knopf drücken und jeglicher Gedanke trotzdem wach zu bleiben kommt mir als unmöglich vor.:?

Hat von euch noch jemand auch diese Wechselschichten? Wie macht ihr es und wie kommt ihr damit zurecht?


Liebe Grüße
 
  • Wechselschichten Beitrag #2
Ich habe wochenweise Wechselschicht
1. 6:00-14:12
2. 14:45- 22:57

Dazu fahre ich gut 1 1/2 Stunden pro Strecke zur Arbeit. Muss morgens also um 4 Uhr aufstehen und um 4:30 losfahren. Um 6 arbeite ich bis 14:12 und komme um 16 Uhr zuhause an. Das ganze eine Woche lang. Dazu 2 Hunde, 12 Meerschweinchen, 2 Kaninchen, eigener Haushalt und 30 rpgs + 2 FFs an denen ich schreibe.
In der zweiten Woche kann ich bis 8 Uhr ausschlafen, um 12:50 fahre ich los und beginne um 14:12 mit der Arbeit. Fahre um 22:57 los und bin kurz nach 00 Uhr daheim.

Ich komme eigentlich gut mit klar. In der frühen Schicht zwar schlechter wie in der späten. Aber ich schlafe sehr gut.
 
  • Wechselschichten Beitrag #3
Ich arbeite im Schichtdienst und erlaube mir den Luxus nur 6Std am Tag zu arbeiten.
Wohne in der Hamburger Mitte und arbeite in Norderstedt.
Bahn/Busfahrt einfache Strecke 50/55 Min.
Bis vor kurzem hatte ich noch täglich unterschiedliche Schichten von 08:00 - 21:00, Montags bis Samstag.
Jetzt gibt es die Schichten Wochenweise, wobei auch das anstrengend ist da der Biorythmus einfach mal im Po ist.

Ich kann dich verstehen, mich haut es auch immer um.
Zudem muß man ja nich etwas Haushalt, Hundm Katzen, Pferd, Sport und Sozialkontakte pflegen.
Mittlerweile nutze ich jede freie Minute, nachdem sich um alles gekümmert wurde, um zu schlafen.

Wechselschichtdienst habe ich nun seit 9,5 Jahren und ich bin noch nicht sicher, ob ich den Beruf bis
zur Rente ausüben werde.
 
  • Wechselschichten Beitrag #4
Grundsätzlich ist es schwer für den Körper sich an wechselnde Schichten (vor allem mit Nachtschichten) gewöhnen.
Selbst Schichten die nur die Tageszeit (früh/spät wie bei Smoothie) wechseln können irgendwann sehr anstrengend werden.
Ich hatte jahrelang wechselnde Früh/Spätschichten (entweder von 8:30 - 15:00 oder von 14:00 - 20:30), bei mir haben die Schichten teilweise täglich gewechselt, inklusive Samstagsarbeit, das heißt mein Körper musste 6 Tage die Woche jeden Tag zwischen 8 und 21 Uhr arbeitsbereit sein. Viele Spätschichten machen einem noch dazu das Sozialleben langsam aber sicher kaputt (denn alle andern arbeiten meistens vormittags).

Mir ging es damit immer schlechter, ich wurde müder und müder, wollte es aber erst lange nicht wahrhaben (schließlich bekamen es die anderen ja auch irgendwie hin), am Ende hatte ich den allerschönsten Burn-Out und habe aufgehört.

Mein Fazit: Menschen sind unterschiedlich und womit der eine gut klarkommt ist für den andern unter Umständen nahezu unmöglich. Einigen fällt es leicht ihren Schlafrhythmus umzustellen anderen nicht, erzwingen kann man eine Anpassung des Bio-Rhythmus nicht.

Versuche dich einzufinden, gibt dir und deinem Körper Zeit, akzeptiere aber auch, wenn es für dich nicht auf Dauer so nicht geht, denn wer seine Grenzen nicht kennt oder diese ständig überschreitet wird ansonsten über kurz oder lang krank werden.
 
  • Wechselschichten Beitrag #5
Hallöchen :)

Ich arbeite auch im Schichtdienst jedoch tagsüber und da habe ich 3 Schichten die je nach Dienstplan teilweise täglich wechseln. Feste "Freie" Tage gibt es nicht, da ich 2 Wochenenden im Monat arbeite und dann als ausgleich unter der Woche frei habe.
Ich persönlich habe mich auch mal an die Nachtschicht (ist bei mir ein extra Bereich) herangewagt, aber innerhalb kurzer Zeit habe ich festgestellt das ich mit der Nachtschicht nicht klar komme. Ich kann einfach Tagsüber nicht schlafen, so war ich dann von 20.00 Uhr bis 7.00 Uhr in der Arbeit um 8.00 Uhr war ich im Bett und um 10.00 Uhr war Feierabend mit schlafen. Ich war dann irgendwann auch nur noch müde und blieb bei den Tagdiensten mit denen ich hervorragend zurecht komme.

Meine Schwester hat 3 Jahre immer von 3.00 Uhr bis 12.00 Uhr gearbeitet. Sie hat dann später auch gewechselt weil sie irgendwann auch nur noch müde war. Sie konnte sich trotz "geregelter" Arbeitszeit nicht daran gewöhnen.

Liebe Grüße
 
  • Wechselschichten Beitrag #6
Das mit den Schichtdiensten ist echt ´ne schwierige Geschichte. Hilfreich ist mein Kommentar jetzt wahrscheinlich auch nicht wirklich, zumal ich selbst zum Glück dieses "Vergnügen" noch nicht hatte...
Aber meine Frau hat 10 Jahre auf Intensivstation im Schichtdienst gearbeitet, und sie hat gesagt, zum Schluss konnte sie echt nicht mehr.... Dieses ständige Wechseln (waren 3 Schichten), und dann noch mit Partnerin, die ebenfalls im Schichtdienst gearbeitet hat, so dass sie sich unter Umständen tatsächlich ´ne Woche lang nicht gesehen haben...
Ihr hat das mächtig zugesetzt und sie hat sich dann versetzen lassen in die Endoskopie - da hat sie zwar noch Rufbereitschaften, die auch mal nachts über sie hereinbrechen können (natürlich sind die Rufbereitschaften vorher terminiert) - aber das ist was ganz anderes, seither ist sie viel ruhiger und entspannter...

Für mich wäre so ein Wechseldienst auch absolut gar nix. Wenn, dann was Konstantes - aber ob ich damit klarkäme, z. B. nur Nachtschichten zu schieben, wie es ein guter Freund von uns eine ganze Weile gemacht hat, weil er nebenher auch noch studiert hat - ich glaube nicht, dass ich das könnte...

Wie gesagt - extrem hilfreiche Antwort... aber zumindest ein Zeichen, dass Du nicht allein bist mit der Problematik, und dass ich Dich da voll und ganz verstehen kann!

LG, seven
 
  • Wechselschichten Beitrag #7
Hey,

ich arbeite nicht in Schichten, sondern dann wenn es sein (Selbstständigkeit ist ja so wunderbar) muss inkl. 1 Nachtschicht + Wochenendarbeit.
Die Nachtschicht arbeite ich allerdings im Schlaflabor und wenn man schon selbst diese ständige Müdigkeit mit einem gewissen Leidensdruck wahrnimmt ist es allerhöchste Eisenbahn etwas zu unternehmen.

WENN man dann schläft bzw. schlafen könnte sollte man auch mal schauen wie es mit der Schlafhygiene aussieht- unabhängig davon "wie man immer" geschlafen hat.
Zu viel Licht stört den Schlaf genau so wie laute Geräusche usw. usf.
Hat man also zusätzlich zur generellen Belastung durch Schichtdienste auch noch mehr als suboptimale Möglichkeiten überhaupt halbwegs vernünftig zu schlafen potenziert sich das Problem immer weiter.

Berufsgruppen, die auch noch entweder mit hoher körperlicher und/oder psychischer Belastung klar kommen müssen sind da nochmal besonders "gestraft" und man sollte das wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Schlafmangel kann langfristig wirklich böse ins Auge gehen.
 
  • Wechselschichten Beitrag #8
Ich habe jahrelang im 3-Schicht-Dienst gearbeitet, inkl. 48 Stunden Ruf- und Alarmbereitschaften. Das war sehr anstrengend. Am besten bin ich allerdings mit der Nachtschicht klargekommen. Aber ich bin auch eher ein Nachtmensch. Am schlimmsten waren die Frühschichten (6.00 - 14.30). Früh aufstehen ist gar nicht mein Ding...

Was bei mir immer gut geklappt hat: Nach der Nachtschicht nicht gleich ins Bett. Nach Hause kommen, duschen, frühstücken, noch ein bisschen was machen und dann erst ins Bett, wenn man richtig erledigt ist. Dann konnte ich immer gut durchpennen und wurde erst vom Wecker geweckt.

Man muss da so ein bisschen ausprobieren. Manche gewöhnen sich aber nie daran. Schichtdienst ist nicht jedermanns Sache.
 
  • Wechselschichten Beitrag #9
Es scheint wirklich nicht einfach zu sein und so wie manche die Schichten haben, würde ich wohl nach kurzer Zeit schon gar nichts mehr hinbekommen... Hut ab.

Es beruhigt mich allerdings, dass es den meisten nicht anders geht.
Bei mir erzählen die Kollegen ständig, was sie noch alles vor der Nachtschicht noch erledigen und vor allem was sie an den Wochenenden alles unternehmen, obwohl diese die Wochen davor Nachtschicht hatten. Von langen Rhein Spaziergängen, Fahrradtouren, Auto waschen bis zu zahlreichen Familien- oder Geburtstagsbesuchen ist da alles bei.
Die Leute sind überwiegend Ende 30, Anfang 40, der eine ist sogar über 50 und ich bin die jüngste dort und bin einfach nur noch "platt" und kann im Grunde gar nichts mehr richtig machen, bis auf das notwendigste...
Da kam ich mir auch schon fast als nicht mehr normal vor...:roll:

Mit der Nachtschicht komm ich eigentlich ganz gut klar. Ich fahre ebenfalls 1 1/2 Stunden zur Arbeit und bis auf, dass ich während des Schlagens am Tag zwischendrin immer wieder wach werde, geht es. Nachts bin ich z.B. hell wach, erst wenn ich dann hier ankomme, kann ich nur dann nicht mehr lange wach bleiben und muss mich einfach hinlegen.
Problematisch wird es eigentlich nur an den Wochenenden, wo man frei hat.
Ich finds schwierig, weil man sieht andere schon kaum unter der Woche und wenn man an freien Tagen dann auch noch kaum jemanden sieht, weil man schläft und dann aber nachts alleine wach ist, ist es richtig blöd.

Natürlich kommt dann auch noch die Spätschicht hinzu.
Die Woche hab ich von 12 bis 20:30, letztendlich kommt man dort jedoch auch nie pünktlich raus und es zieht sich ins spätere hinaus.

Ich werd wohl schauen müssen, wie es läuft.


Liebe Grüße
 
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