Hallo,
das Futter hatten wir durch geschälte Sonnenblumenkerne und Fettfutter etwas aufgemischt, die Traumeel Dosis hatten wir erhöht und doch mit beiden Behandlungen gegen die Harwurmeier und Kokzidien begonnen und seit her ging es dem Täubchen immer besser, bis sie dann komplett ohne Traumeel auskam und wieder normal gewichtig und munter war. Auch verheilten beide Füße wieder komplett, so dass eine Amputation nicht mehr in betracht kam.
Eigentlich hätte sie auch schon viel, viel eher nach Frankfurt gekonnt, doch etwa passte es Zeitlich nicht, oder eines meiner Tiere wurde schwer krank und letztendlich ging das Auto meiner Eltern kaputt, so dass mein alter Polo selbstverständlich einsprang und ein Ersatz war, bis ein neuer PKW gefunden war.
Dafür war es dann aber Gott sei Dank gestern endlich soweit und trotz, dass ich noch bis kurz vor 12 nicht sicher war, ging es dann doch endlich los:
Um 12 Uhr Mittags ging es etwas hektisch und nervös auf die Autobahn und nachdem wir uns erst 2 mal kurz vor Frankfurt und wir uns dann nochmal 3 mal innerhalb Frankfurts, trotz Navi, verfuhren, kamen wir um 15:30 Uhr an dem Ort an, wo sich der Gnadenhof befindet.
Die Taube selber verkraftete die Fahrt dem Umständen entsprechend gut, sie sah natürlich nur ziemlich müde und verschreckt aus...:?
Am Gnadenhof angekommen Empfang uns auch sogleich Frau St. und führte uns in den Hof in ein kleines Häuschen wo lauter Kaninchenkäfige waren, die mit Tauben besetzt waren.
Dort unterhielten wir uns erstmal, wir berichteten nochmal was mit der Taube war und uns erzählte sie auch etwas von sich und dem Gnadenhof und stellte uns die Tauben in den Käfigen vor, die bis zur völligen Genesung in diesen blieben, vor:
Zwei hatten völlig weg gestreckte Beine, für den einen hatten sie ganze 2 Jahre gebraucht, um den endlich gefangen zu bekommen... Eines hatte ein erblindetes Auge, der nach Weihnachten auch in den Op kommt. Ein anderes hing der Flügel herunter und wiederum ein anderes hatte eine größere, verkrustete Stelle am Flügel.
Total rührend war es, dass sich erst dort aber auch paare gefunden hatten und einem Pärchen durften wir auch zuschauen, wie die Henne dem einäugigen Hahn liebevoll das Kopfgefieder putzte.
Unser Täubchen hat sich Frau St. zunächst angesehen und sie meinte, dass sie schon älter ist. Danach kam sie in einen freies Kaninchenkäfig und es wurde geschaut ob sie sich auf den Holzbalken halten kann mit ihren gehandicapten Füßen. Was auch gut klappte ( wir waren uns da nicht so sicher, weil sie hier nie auf Äste, die wir ihr anboten, drauf stieg).
Was das Geschlecht betraf, konnte sie nicht sagen, was es wohl sein könnte. Hier war sie ja auch schon immer ganz still, wir hörten sie nur einmal gurren, aber dort war sie wohl auch einfach noch zu müde und gestresst von der fahrt, als das sie groß auf die dort lebenden Artgenossen reagieren hätte können....
Außen waren dann noch so einige große Volieren, die mit Tauben besetzt waren. In zwei Volieren waren auch Hühner und in einer anderen waren ein paar Beos beheimatet. Einige Volieren waren verschlossen, einige hatten aber auch Lucken, die es den Tauben ermöglicht hinaus zu fliegen. Die meisten bleiben allerdings am Gnadenhof und fliegen nicht weg, auch suchen sie immer wieder von sich aus ihre Voliere auf und übernachten auch in dieser.
Dann kamen wir zu der Voliere, in der unser Täubchen hinziehen soll.
Diese Voliere war die neuste. Bauarbeiter hatten bei einer Haus Sanierung 2 Jungtauben gefunden und diese zu Fra. St. gebracht. Als dank bauten sie diese Voliere, die auch am Boden Betoniert ist und mit Sand bedenkt ist. Ideal für unsere Fuß gehandicapte Taube, die am Boden, dank des weicheren Untergrundes, ihre Füße etwas entlasten kann..
Andere Volieren standen noch völlig leer, bei einer anderen fehlte noch das Gitter und nur die Betonierung des Bodens, ließ die mehrere qm große Voliere erahnen, die dort noch im aufbau steht.
Nach dem Rundgang, ging es dann wieder in das Häuschen und dort hieß es dann abschied nehmen....
In ein paar Tagen, zieht die süße in ihre neue Voliere und wir sind uns sicher, dass sie es dort sehr gut haben wird. Die Tauben in den Außenvolieren sahen sehr gepflegt, munter und auch glücklich aus, die Volieren waren riesig und sehr sauber und auch Futter und Wasser gab es in sehr großer Menge.
Sonntags ist der Gnadenhof geöffnet und wir dürfen wann immer dann vorbei schauen und zu besuch kommen. Fragen, wie es ihr ergeht, dürfen wir ebenfalls immer wann uns danach ist.
Um 17 Uhr war es dann soweit und der Rückweg stand an, um 19:30 Uhr waren wir dann wieder zuhause.
Ist schon komisch jetzt ohne sie... aber man ist auch froh, dass sie jetzt wieder gesund ist und ihr Lebensabend ohne das schwere leben in Duisburg verbringen darf.
Fotos haben wir leider keine gemacht.
Einerseits war es schon ziemlich spät und wir kamen ja auch eine halbe Stunde später als ursprünglich vereinbart dort an, andererseits wollten wir aber auch nicht ständig Bilder knipsen, sondern uns auf die Anlage und die Frau konzentrieren, um sicher zu sein, dass es dort auch wirklich in Ordnung ist.
Liebe Grüße
Amber