Überlegungen zum Zweithund

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  • Überlegungen zum Zweithund Beitrag #1
Flusi

Flusi

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Hallo Zusammen,

ich hätte da auch mal eine Frage... Beziehungsweise die Bitte, mal Vor- und Nachteile der Doppelhundehaltung aufzuzeigen (mal abgesehen davon, dass alles teurer wird. ;) ) und wie man das am besten koordiniert, wenn zum Ersthund noch ein Welpe einzieht. :mrgreen:

Also, wir haben unsere Paula (Dalmatiner) jetzt zwei Jahre. Sie selbst ist 3 Jahre alt und mitlerweile kastriert. Immer mal wieder kam das Gespräch darauf, dass wir gerne noch einen zweiten Hund hätten. Für uns und für Paula wäre es sicherlich auch ganz nett, da sie sehr sozial ist. Sie findet generell alle Hunde toll und wenn wir im Urlaub sind und sie nicht mit nehmen können, macht sie Urlaub in einem Rudel von 2 Dalmatinern, 2 Gebirgsschweißhunden und 2 Dackeln und fühlt sich dort pudelwohl.

Jetzt soll es dieses Mal ein Welpe sein, mit der Rasse sind wir uns noch nicht ganz einig, zweiter Dalmi oder doch was anderes. Uns ist klar, dass da eine ganze Menge Arbeit wartet. Aber wie ist das generell: Muss man am Anfang immer mit jedem Hund extra raus, bis der Welpe einigermaßen Grundgehorsam draußen drauf hat? Was muss man ganz konkret im Umgang mit zwei Hunden beachten, damit es nicht zu Streitigkeiten kommt? Und welche Konstellation inntst da konfliktfreier, w/w oder w/m?

Ich bin mal gespannt, was die Mehrhundehalter so aus ihrem Alltag erzählen und bedanke mich jetzt schon für eure Hilfe! :)
Liebe Grüße
 
  • Überlegungen zum Zweithund Beitrag #2
Hallo Flusi,:)

also erstmal bin ich wohl ganz gut im Thema drin, glaube ich, weil ich hier selber eine knapp 4 Jahre alte Sheltie-Hündin und einen 10 Monate alten Collie-Rüden sitzen habe, wobei natürlich jede Lebenssituation und jeder Hund individuell ist.
Generell ist es natürlich schon mal schön, dass Paula so "hundefreundlich" ist, allerdings ist es natürlich nochmal ein großer Unterschied, ob man Hunde nur mal zu Besuch hat, sie besucht, sie auf dem Spaziergang trifft oder ein anderer Hund eben wirklich bei einem einzieht und das Ding bleibt dann auch da und verschwindet nicht einfach wieder!:lol:
zu 1: Mit einem Welpen ist man ja gefühlt immer draußen:lol:, zumindest ging es mir so. Man geht ja nach jedem Fressen, Schlafen, Spielen etc. raus und da kommen dann ja schon einige Male zusammen. Da Welpen eben ja noch Babies sind, geht man aber natürlich jetzt keine langen Runden, sondern es gibt diese Regel 5 Minuten pro Lebensmonat reine Gassi-Geh-an-der-Leine-Zeit. Natürlich kannst Du Paula auch mal mitnehmen, aber was hat sie davon? Ich glaube, meine Hündin hätte wenig Spaß daran gehabt, 30 oder 40 mal täglich für 3 Minuten raus zu gehen, aber natürlich kannst Du das auch so handhaben, wie Du es für euch für richtig hältst.
Generell gehe ich häufig getrennt raus, weil der Erziehungsaspekt bei einem Welpen oder Junghund natürlich ein ganz anderer ist und beim Trainieren konzentriere ich mich lieber völlig auf 1 Hund, aber das ist natürlich Geschmackssache. In Abhängigkeit davon, wie schnell der Welpe allein bleiben lernt, kann es aber natürlich sein, dass Du ihn für Spaziergänge mit Paula mitnehmen musst, da ist bei längeren Spaziergängen dann tragen angesagt, was je nach Gewicht des Hundes gar nicht so unanstrengend sein kann. :lol:

zu 2.: Auch das ist natürlich irgendwie personen- und hundeabhängig. Ich finde es besonders wichtig, dass der Welpe erstmal lernt, dass in der Wohnung Ruhe zu halten ist. Ob man dafür nach einer Gewöhnung eine Box benutzt oder Ähnliches bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen.
Generell lasse ich kein Spielzeug, Kauzeug etc. liegen, sondern ich teile das zu, ich habe das Zeug schließlich auch bezahlt. :mrgreen: Bei uns hat zudem jeder den Schlafplatz des anderen zu respektieren und beim Fressen bleibt die Nase auch gefälligst im eigenen Napf.:lol: Ich finde, dass das man das irgendwie auch von den jeweiligen Hunden abhängig machen muss, nervt der Welpe viel den Alt-Hund, muss der Welpe halt in seine Schranken gewiesen werden oder eben andersherum. Ich halte nicht viel davon, die Hunde das alles allein regeln zu lassen, schließlich wohne ich auch hier, ich habe ihnen das eingebrockt und es herrschen meine Regeln!
Du solltest generell davon ausgehen, dass Paula zuerst eventuell weniger begeistert sein könnte, wobei es natürlich auch ganz anders kommen kann. Bei uns ist die große Liebe bisher noch nicht ausgebrochen, aber so langsam wird es deutlich entspannter.

zu 3. Auch das ist irgendwie ja vom Hund abhängig. Bruni, meine Ersthündin, mochte immer lieber Rüden und daher kam für uns nur ein Rüde in Frage. Ich kenne sämtliche Konstellationen und manchmal klappt es eben und manchmal nicht.

Generell sind 2 Hunde schon ne Menge Arbeit von den Kosten mal ganz abgesehen. Mir war nicht bewusst, dass gerade Urlaube sich schwierig gestalten, weil viele Hotels oder Ferienwohnungen 2 Hunde einfach nicht akzeptieren oder dafür horrende Preise verlangen. Außerdem muss man natürlich auch den Transport via Auto, Bahn etc. beachten. Wir hatten noch einigen Kram vom ersten Hund und daher waren die Anschaffungskosten für Spielzeug etc. sehr viel geringer als bei unserer Hündin. Ich finde, dass man beim 2. Hund deutlich gelassener und entspannter ist und Fehler, die man vorher beim 1. gemacht hat, deutlicher erkennt und beachten kann.
 
  • Überlegungen zum Zweithund Beitrag #3
Also,

bei uns ist vor 12 Wochen ein Yorki Welpe eingezogen, unsere erste Hündin ist genau wie deine 3 und kastriert. Kniehoch
Im Umgang mit beiden gibt es schon einige Dinge, auf die wir achten. Wir lassen sie beim füttern nicht mehr alleine, jeder hat seinen eigenen Napf. Die Ersthündin sollte nicht weniger Aufmerksamkeit bekommen, auch nicht wenn Welpi frisch einzieht.
Gleichermaßen schützen wir die Ersthündin auch immer mal wieder, wenn ihr der Welpe zu sehr auf die Nerven geht.

Ansonsten hat sich innerhalb der Wohnung nicht viel verändert. Mal schlafen beide in einem Korb, mal jeder in seinem. Mal klaut der eine den Knochen vom andren, dann wieder andersrum. Kleine Marotten der Großen werden jetzt noch ein wenig konsequenter korrigiert, damit die Kleine es sich nicht abschaut.

Gassi gehen wir nur aus dem Grund nicht oft mit beiden, weil die Kleine 'meine' Strecken mit der Großen gar nicht schaffen würde und auch nicht soll. Anfangs musst du immer öfter Gassi, weil es grade mal 5 - 10 Minuten sind, die so ein Welpe laufen darf und deine Große aber sicher mehr Auslauf braucht. Unsere Kleine läuft jetzt noch nicht viel, was aber nicht schlimm ist. Ist der Hund meiner Schwester, sie geht mit ihr, ich mit der Großen.

Ansonsten ist zusammen laufen später mal gar kein Problem, nur in der 'Übungszeit' bietet es sich halt an, mehr getrennt zu machen, damit du dich nicht immer auf beide Hunde konzentrieren musst. Aber ein normaler Spaziergang an der Leine sollte von Anfang an kein Problem sein. Wenn sich Problemchen einschleichen, einfach wieder getrennt laufen eine Zeit und gut.


Ach und ja, wir haben Hündin + Hündin, was aber eine (so wie ich immer höre) eher ungünstige Konstellation sein soll. Mal sehen. Maja ist jetzt 5 Monate alt, bislang gibt es keine Streitereien bei den beiden. Zwei Rüden fungieren wohl gut oder eben in deinem Fall ein 'Pärchen', deine Hündin ist ja kastriert, wäre somit optimal und du hast auch kein Managementproblem mehr was Läufigkeit angeht.
 
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