- Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #21
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Kiwi
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Viele Wohnungskatzen gewöhnen sich an den geringen Beschäftigungsgrad. Sie schlafen die meiste Zeit, werden ruhig und man denkt, es geht Ihnen wunderbar, weil sie sich still vor sich hin langweilen. Andere, so wie die der TE, kommen auf jede Menge Unfug.
Meine Katzen sind 6. Eine alte Katze, die evtl schon Probleme mit den Gelenken etc. hat, sollte natürlich nicht bis an ihr Limit gespielt werden.
Ich bin der Meinung, man sollte versuchen sein Tier artgerechte Beschäftigung bieten, so natürlich wie möglich. Wenn wir uns Katzen ansehen, die ungesicherten Freigang haben, sehen wir, dass sie viel Zeit mit Jagen verbringen. Auch noch im Alter. Die meisten Katzen, die ich gekannt habe, die ungesichert Freigang hatten, wurden irgendwann ab 12 Jahren ruhiger und sind nicht mehr besonders weit gegangen. Gejagt wurde dann auch nicht mehr so richtig.
Als Alltagsbeispiel: Meine Findus brachte höchstens mal noch etwas heim, was sie ganz offensichtlich tot gefunden hatte.
Man kann bei ihrer Herkunft und Verhalten unter Bedingungen, in denen sie sich ihre Beschäftigung selbst suchen also sehr sicher sagen, dass die Jagt einen großen Bestandteil des Katzenlebens ausmacht.
Allein die Tatsache, dass die Katze sich durchaus Objekte zum Jagen sucht, seien es Fliegen, Fussel, Korken, Artgenossen oder Füße, bestätigt das für mein Verständnis auch.
So ein Korken oder Fussel ist nur leider nicht sehr interaktiv und kann nicht lange gejagt werden. Fliegen sind schnell außer Reichweite und werden dann langsam. Füße jagen ist eine sehr unangenehme Eigenschaft bei Katzen, die man nicht ermutigen möchte. Also muss etwas anderes her.
Viele Katzen müssen motiviert werden, mit künstlicher Beute zu spielen. Meine beiden haben zunächst an keinem Spielzeug Interesse gezeigt, also habe ich angefangen zu basteln. Gut ist alles, was einen langen Stiel hat, denn so hat man viel Freiheit, die Beute langsam oder schnell zu bewegen.
Denn auch die Bewegungen spielen eine Große Rolle. Dabei hat jede Katze einen anderen Geschmack. Meistens macht es eine Mischung aus schnellen Bewegungen, die von der Katze weg geschehen, manchmal ein "tanzen" auf der Stelle oder langsames Verschwinden hinter einer Ecke, einem Kissen oder auf dem Kratzbaum.
Was der Katze gefällt merkt man schnell. Wedelt der Schwanz, ist sie erregt und bereit zum Jagen. Wenn die Pupillen sich weiten, hat man sie in den Bann des Spielzeugs gezogen und muss nur noch richtig reagieren.
Smokie liebt es, wenn ein Spielzeug schnell von rechts nach links flitzt. Auch das Beobachten allein gehört hier schon zum Jagtverhalten, es muss nicht immer herumgesaust oder gesprungen werden. Dem Spielzeug nachrennen tut sie vor allem, wenn es irgendwo verschwindet.
Sam geht ab, wenn es sich im Schrittempo von ihm wegbewegt oder plötzlich in die Luft geht.
Es ist jedes Mal wieder ein Spiel von Motivation und Feingefühl. Ein bisschen zu lang mit dem gleichen Köder und es wird langweilig. Ich wechsle oft auch noch während dem Spiel das Spielzeug. Eins kommt selten länger als ein paar Minuten zum Einsatz.
Meine Katzen lieben vor allem Spielzeuge mit Federn oder Bast. Sam hat dazu noch eine Vorliebe für große Sachen, die man ordentlich verprügeln kann, Sookie dagegen fährt total auf ganz kleine Sachen ab, wie einfach nur das andere Ende der Spielangel oder den Laserpointer.
Richtig spielen ist eine Frage des "Wie"s und "Womit"s. Man muss sich eine Weile damit auseinandersetzen, um die Vorlieben der eigenen Katzen herauszufinden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass derartige Beschäftigung die Lebensqualität jeder gesunden Katze erhöht.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Miteinander spielen ist gut und schön. Sollte aber niemals die einzige Beschäftigungsmöglichkeit für Katzen sein. Es muss nicht sein, dass eine Katze ihre Energie an einer auslässt, die da gerade vielleicht gar keinen Bock drauf hat.
Meine Katzen sind 6. Eine alte Katze, die evtl schon Probleme mit den Gelenken etc. hat, sollte natürlich nicht bis an ihr Limit gespielt werden.
Ich bin der Meinung, man sollte versuchen sein Tier artgerechte Beschäftigung bieten, so natürlich wie möglich. Wenn wir uns Katzen ansehen, die ungesicherten Freigang haben, sehen wir, dass sie viel Zeit mit Jagen verbringen. Auch noch im Alter. Die meisten Katzen, die ich gekannt habe, die ungesichert Freigang hatten, wurden irgendwann ab 12 Jahren ruhiger und sind nicht mehr besonders weit gegangen. Gejagt wurde dann auch nicht mehr so richtig.
Als Alltagsbeispiel: Meine Findus brachte höchstens mal noch etwas heim, was sie ganz offensichtlich tot gefunden hatte.
Man kann bei ihrer Herkunft und Verhalten unter Bedingungen, in denen sie sich ihre Beschäftigung selbst suchen also sehr sicher sagen, dass die Jagt einen großen Bestandteil des Katzenlebens ausmacht.
Allein die Tatsache, dass die Katze sich durchaus Objekte zum Jagen sucht, seien es Fliegen, Fussel, Korken, Artgenossen oder Füße, bestätigt das für mein Verständnis auch.
So ein Korken oder Fussel ist nur leider nicht sehr interaktiv und kann nicht lange gejagt werden. Fliegen sind schnell außer Reichweite und werden dann langsam. Füße jagen ist eine sehr unangenehme Eigenschaft bei Katzen, die man nicht ermutigen möchte. Also muss etwas anderes her.
Viele Katzen müssen motiviert werden, mit künstlicher Beute zu spielen. Meine beiden haben zunächst an keinem Spielzeug Interesse gezeigt, also habe ich angefangen zu basteln. Gut ist alles, was einen langen Stiel hat, denn so hat man viel Freiheit, die Beute langsam oder schnell zu bewegen.
Denn auch die Bewegungen spielen eine Große Rolle. Dabei hat jede Katze einen anderen Geschmack. Meistens macht es eine Mischung aus schnellen Bewegungen, die von der Katze weg geschehen, manchmal ein "tanzen" auf der Stelle oder langsames Verschwinden hinter einer Ecke, einem Kissen oder auf dem Kratzbaum.
Was der Katze gefällt merkt man schnell. Wedelt der Schwanz, ist sie erregt und bereit zum Jagen. Wenn die Pupillen sich weiten, hat man sie in den Bann des Spielzeugs gezogen und muss nur noch richtig reagieren.
Smokie liebt es, wenn ein Spielzeug schnell von rechts nach links flitzt. Auch das Beobachten allein gehört hier schon zum Jagtverhalten, es muss nicht immer herumgesaust oder gesprungen werden. Dem Spielzeug nachrennen tut sie vor allem, wenn es irgendwo verschwindet.
Sam geht ab, wenn es sich im Schrittempo von ihm wegbewegt oder plötzlich in die Luft geht.
Es ist jedes Mal wieder ein Spiel von Motivation und Feingefühl. Ein bisschen zu lang mit dem gleichen Köder und es wird langweilig. Ich wechsle oft auch noch während dem Spiel das Spielzeug. Eins kommt selten länger als ein paar Minuten zum Einsatz.
Meine Katzen lieben vor allem Spielzeuge mit Federn oder Bast. Sam hat dazu noch eine Vorliebe für große Sachen, die man ordentlich verprügeln kann, Sookie dagegen fährt total auf ganz kleine Sachen ab, wie einfach nur das andere Ende der Spielangel oder den Laserpointer.
Richtig spielen ist eine Frage des "Wie"s und "Womit"s. Man muss sich eine Weile damit auseinandersetzen, um die Vorlieben der eigenen Katzen herauszufinden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass derartige Beschäftigung die Lebensqualität jeder gesunden Katze erhöht.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Miteinander spielen ist gut und schön. Sollte aber niemals die einzige Beschäftigungsmöglichkeit für Katzen sein. Es muss nicht sein, dass eine Katze ihre Energie an einer auslässt, die da gerade vielleicht gar keinen Bock drauf hat.
