Kater will ständig stiften gehen.

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  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #41
Weil nicht alle Wohnungskatzen gleichermaßen mit den Ersatzmöglichkeiten die ihnen ihre Besitzer anbieten auch zufrieden geben bzw. diese nicht ausreichend Anreiz zur Bewegen bzw. Beschäftigung geben.

Was ja im Umkehrschluss heißt, dass die Katze nicht aus "Charaktereigenschaften" heraus nicht spielt, sondern unzufrieden ist eben weil ihr die Anreize nicht ausreichen usw. usf.
Dann macht es doch erst recht keinen Sinn irgendwann damit aufzugeben die Katze zu eben diesen Tätigkeiten zu motivieren.

"Ok, du spielst nicht, weil es dich langweilt, dann hören wir eben auf."?

Wie gesagt, ich habe mir 1,5 Jahre lang einen abgebrochen bis ich Bonnie dazu bewegen konnte auch nur mal für 5 Sekunden an etwas Interesse zu zeigen, dementsprechend ist es jetzt nicht so, dass ich nur Katzen habe, die halt spielen, weil sie es sowieso tun.

Allerdings wäre das für mich nichtsdestotrotz eben ein Ansporn so lange jegliche Option durchzutesten bis ich genau das gefunden habe was eben dieser Katze etwas bieten kann. Zur Not sitzt man halt mal mehrere Tage ewig lang auf dem Fußboden rum und wirft kleine Papierfetzen rum.

Dass man das Töten von Beute usw. nicht ersetzen kann- keine Frage, steht nicht zur Diskussion.

Aber das drum herum kann man durchaus substituieren.

Einem Hundehalter hätte man übrigens bei einem Problem wie dem von der TE zuerst was geraten?
Richtig.
Richtige Auslastung, im Zweifelsfalle jagdsubstituierende Tätigkeiten.

Warum?
Weil Hunde Jäger sind.

Katzen ebenfalls.

Warum ist es dann so abwegig ihnen eben genau das zu bieten?

Für Hunde stapft der Großteil der Halter stundenlang durch irgendwelche modderigen Sümpfe, macht UO, Dummyarbeit oder weiß der Geier, aber bei einer Katze hört´s dann auf, wenn sie nicht auf gängiges Spielen eingeht?
 
  • Kater will ständig stiften gehen.

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  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #42
Ich spiele mit meinen Katzen. Aber ich bin nicht in der Lage sie mindestens eine Stunde täglich bei Stange zu halten, auch nicht in mehreren Einheiten. Erschwerend kommt dazu, dass meine Katze schwer herzkrank ist und sich nicht zu sehr anstrengen darf. Und ich frage mich, wie ihr es schafft, das täglich zu leisten was ihr hier predigt.
Ich denke, dass meine Katzen mit Freigang mehr Auslastung hätten und ich nicht in der Lage bin, ihnen das zu bieten was sie draussen erleben könnten. Ich glaube allerdings nicht, dass sie vermissen was sie nicht kennen, im Gegensatz zu dem Kater um den es hier geht und der ganz deutlich zeigt was er eigentlich will. Harten Tobak finde ich zu behaupten, dass alle Wohnungskatzen still vor sich hinvegitieren außer die, die eine Stunde täglich bespielt werden.

Gerade Kiwi vertritt ja die Theorie, dass ich das leisten könnte wenn ich mir nur genug Mühe geben würde.

Das Predigen ist die eine Sache. Praxisnahe Beispiele die andere.

Deswegen würde ich von euch gerne konkret wissen wie ihr das bei euren Wohnungskatzen umsetzt. Mit Beispielen aus den letzten Tagen. Wäre bestimmt auch für die TE und andere Wohnungskatzenhalter interessant denen das bisher nicht gelingt.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #43
Du änderst deine Argumentationsgrundlage auch nach jedem Beitrag, kann das sein?

Ich habe mich hier gegen die Aussage gewehrt, dass Katzen nicht grundsätzlich tägliches Spiel mit ihrem Menschen brauchen. Das ist m.E. Inzwischen ausreichend begründet worden.

Und jetzt heißt es plötzlich, dass ich von dir verlange - nein, ich predige, dass du mit einem herzkranken Kater 1h täglich spielst.
Was ist eigentlich dein Standpunkt?
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #44
Off-Topic
Naja mit 0 Jahren bzw. im Säuglings-/ Babyalter hält man ja nicht wirklich Tiere geschweige denn nimmt die groß wahr... Angeblich hatten wir ein Kaninchen bis ich ca. 3 Jahre war. Fragt mich heute jemand muss ich ehrlich sagen das ich es gar nicht weiß weil ich es eben nie wahrgenommen habe.


Ich denke wenn so viele Leute aus Erfahrung sprechen das ihre Katze kein Interesse an Jagdspielen hat, sollte man das auch so hinnehmen. Ich hab ja die letzten Jahre immer mal PS Katzen gehabt und auch bei den eigenen Katzen... Manche Katzen brauch ich nicht zu begeistern, die stehen schon hier parat sobald ich nur an die Angel denke und bei manchen kann ich mit dem Ding rumschwenken wie ich will, das hinter Dingen wie eine Maus vorblitzen lassen, außer einen bescheidenen "Was willst du jetzt genau von mir? Wenn du meinst ich spring dahinter her hast du dich geschnitten..." Blick kann ich da auch nicht mehr erwarten. Ich denke das hat auch viel damit zu tun, wie sehr der Jagdtrieb ausgebildet ist. Ich hab das Gefühl das Katzen die vor mir Freigänger waren oder mal draußen waren eher auf die Angeln und Jagdspiele abgehen als meine Sesselpupser die warscheinlich noch nie im Leben eine Maus gejagd haben und immer brav ihr Essen serviert bekommen haben.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #45
Kiwi, ich erkenne keine Wiedersprüche in meiner Argumentation. Falls du da was klären willst solltest du sie benennen.

Was die Stunde Beschäftigung angeht- ich würde das Leben meiner Katzen gerne bereichern in dem ich sie eine Stunde am Tag interaktiv beschäftige. Es gelingt mir nur nicht.
Lt. euch, weil ich und alle denen das nicht gelingt, sich einfach nicht genug Mühe geben, bzw. es nicht versucht haben.

Da es euch offensichtlich gelingt würde ich gerne mal lesen wie so etwas in der Praxis aussieht.

Auf die Stunde komme ich, weil ich mich auf deine Behauptung in einer vergangenen Diskussion erinnere, dass man absolut jede Katze in Wohnungshaltung glücklich machen kann wenn man sich mindestens eine Stunde am Tag interaktiv mit ihr beschäftigt und auch sonst ausreichend Möglichkeiten zur Beschäftigung bietet.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #46
Luna, ich empfehle dir wirklich die oben geposteten Links durchzulesen.
Würdest du denn auch jemanden, der ein Kaninchen in einem Mini-Käfig hält, weil es eh nicht von allein raus kommt, verteidigen und sagen, das müsse man dann so hinnehmen?
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #47
Aye, eine herzkranke Katze ist ein durchaus legitimer Grund es mit der körperlichen Belastung nicht zu übertreiben. Würde ich nie in Abrede stellen.

Im Großen und Ganzen nebenbei.
Alles was ich in der Wohnung aktiv tue ist in der Regel begleitet mit irgendeiner Beschäftigung für die Katzen.

Da ich momentan umziehe gibt´s da ganz gar fürchterlich viele Dinge, die schon per se spannend sind und es mir dann natürlich nochmal leichter machen.
Clyde und Ronja haben sich heute in einer Kartonburg amüsiert, dadurch, dass jetzt einige "Hindernisse" fehlen kann man aktuell hervorragend einen kleinen Ball quer durch die Wohnung schießen (das geht auch während mal Kram in Kartons einsortiert), der Papiermüll ist im Moment Raschelkiste (will heißen ein großer Karton mit allem was der Schreibtisch hergab mit ner Handvoll Leckerchen drin- da kramt Ronja wohl noch 2 Tage drin rum), beim Wäschemachen kriegt Clyde im Normalfall die Flusen aus dem Trockner um damit zu spielen, die dann auch mal auf dem Schreibtisch herumgepustet werden, weil er das witzig findet, Bonnie spielt inzwischen auch damit.

Für Bonnie hab ich gestern einen geschliffenen Glas"kristall" ins Fenster gehängt- sie jagt unheimlich gern die dabei entstehenden Lichtpunkte, die sich ja nun auch noch bewegen.

Und sobald sich hier irgendein Mensch aufs Sofa setzt wird da gespielt. Sprich mit der Angel, dem Laserpointer und per Hand.
Das ist schlicht und ergreifend jeden Abend so.
Bei Clyde schaue ich das er dabei aber auch noch rennt- Kratzbaum hoch und runter, übers Sofa, unterm Tisch entlang usw.

Je nach Katze wird da aber auch die Angel gewechselt.

Wenn ich noch was im TV bzw. auf dem PC schaue hab ich mind. eine Hand frei um noch irgendwas mit den Katzen zu spielen und sei es nur "Fang die Pfote" oder das Werfen von Knisterbällen o.ä.- wobei da durchaus Katzen von Vorteil sind, die einem die Dinger auch zurück bringen;)

Bei Ronja ist das aktuell mit der größten Arbeit verbunden, da sie eben oft nachts in Spiellaune ist bzw. weit vor meiner eigentlichen Aufstehzeit:roll:
Aber sie wird dann halt vor dem Schlafengehen animiert dann zu spielen, wenn ich eben noch wach bin;)

Von Ausnahmen abgesehen klappt das inzwischen auch sehr gut, dass sie dann nachts für sich spielt und nicht zwingend Publikum braucht.

Wenn man so will gibt es zumindest bei uns ein Pflichtprogramm und darauf aufbauend kommt eig. jeden Tag irgendeine zusätzliche Bespaßung dazu.
Durchaus auch nicht immer was total Neues, aber schon so, dass es eben immer etwas gibt, was nicht alltäglich ist.
Morgen gibts im Übrigen eine Heukiste.

Karton nehmen, Löcher rund herum rein, Heu rein, Leckerchen rein, Karton zu, hinstellen- óle.
Neben dem normalen Spielen und Beschäftigen eben.

Und ja, ich sitze nicht nur zuhause und denke über sowas nach, sondern habe auch noch andere Tiere und einen Job;)
Und es geht trotzdem.

Freigang komplett zu 100% zu ersetzen ist übrigens nicht möglich, das stimmt.
Aber das Maximum an Ausgleichsprogramm sollte schon durchaus das Ziel sein.

Gerade wenn man die Haltung im Freigang eig. als Optimum erscheint sollte einem doch daran gelegen sein.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #48
Sini, ich verstehe dein Problem nicht. Bevor ich so frei bin Konrad Adenauer zu zitieren, die Stunde ist ein wünschenswertes Pensum, an das man sich herantasten muss, wenn man Katzen hat, die grundsätzlich nicht so sehr spielfreudig sind. An manchen Tagen schaffe ich es gerade mal, die Aufmerksamkeit meiner beiden für 10minuten aufrecht zu erhalten.
Nachdem du ja alle Links gelesen hast und da nichts Neues für dich dabei war, wird es dir vermutlich auch nicht neu sein, dass man solche Spielstunden nicht zäh werden lassen sollte.

Drei mal am Tag spielen und füttern ist mir momentan auch nur aufgrund des Schichtens möglich und auch da schaffe ich es nicht jedes Mal, das Pensum zu erreichen, dass ich mir als Ziel setze. Aber ich stelle mich deswegen nicht hin und behaupte, dass meine Katzen es nicht nötig hätten. Was im Grunde mein Einziges Problem an dieser Diskussion war. Wenn du doch immer noch daran arbeitest, versteh ich nicht, wie du dich hier angegriffen fühlen kannst.
Wenn du dran bleibst wirst du sicherlich die Ziele erreichen können die du dir setzt. In deinem individuellen Fall aber freilich nicht ohne Absprache mit dem Tierarzt.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #49
Midoriyuki, unter diesem Gesichtpunkt kann ich nachvollziehen was du unter der täglichen Beschäftigung verstehst. Dass die Katzen bei allem dabei sind, ist für mich eigentlich so selbstverständlich, dass ich dies tatsächlich nicht unter Beschäftigung verstanden habe. Schneide ich zum Beispiel das Plastikband um einen Karton herum ab, wedle ich natürlich erst noch damit herum und lasse es die Katzen erbeuten, das sind aber halt immer nur ganz kleine Sequenzen im Alltagsgeschehen. Ich gehe davon aus, dass sowas bei den meisten Katzenhaushalten nebenher abläuft?
Spielen fordern meine Zwei eigentlich nie ein. Sobald ich die Hände oder den Schoß frei habe werde ich deutlich zum Kuscheln aufgefordert. Und das wird auch ausgiebig gemacht. :D Wobei ich sagen muß, das Jagdspiele mit der Hand oder den Fingern sowieso tabu wären. Dafür ist mir meine Haut zu schade ;)
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #50
Der Vergleich hinkt zwischen dem Kaninchen im Käfig und der Katze die sich nicht für Jagdspiele begeistern lassen. Was soll man denn machen? Die Katzen der Maus hinterherwerfen?
Mein Leo kann überhaupt nix mit Mäusen anfangen bzw. mit Jagdspielen. Der vermöbelt die Maus höchstens an Ort und Stelle und lässt die dann liegen, Leo möchte aber unheimlich vom Kopf her gefordert werden, am besten mit selbstgebauten Sachen. Die Fummelbretter die es im Handel gibt sind eher lästig, weil er das System versteht. Wo er nur stupide was rausfummeln muss (z.B. aus Gläsern oder eben durch einen graden Kurs) ist ihm auch zu blöd und er lässt es liegen. Alles was er nicht sieht und erschnüffelt werden muss ist auch unheimlich spannend. Leo hat auch das stiften geh Problem, aber er kann auch in den Flur, weil hier eben so wenige Leute wohnen und die wissen, das sie Leo nicht raus lassen dürfen. Meist ist ihm dann doch irgendwann langweilig und er kommt zurück.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #51
Der Vergleich hinkt zwischen dem Kaninchen im Käfig und der Katze die sich nicht für Jagdspiele begeistern lassen. Was soll man denn machen? Die Katzen der Maus hinterherwerfen?

Nein, das tut er ganz und gar nicht. Die Tatsache, dass du das so siehst, zeigt, wie sehr das Spiel und Jagtbedürfnis von Katzen unterschätzt wird. Und deine Fragen habe ich im Thread schon mehrfach beantwortet unter anderem durch das posten besagter Links. Auch die von Midoriyuki sind ganz interessant.
Es ist nett, dass du deine Erfahrungen teilst, es ging mir hier aber wirklich ausschließlich um Wohnungskatzen.

Off-Topic
Und nur ganz nebenbei um auf die Metapher zurückzukommen: Schmeißt du das Kaninchen aus dem Stall heraus oder sorgst du viel eher dafür, dass die Umgebung so ansprechend für es ist, dass es von selbst herauskommt?
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #52
:roll: Gut, nochmal in kurz zusammengefasst:

Alles was ich in der Wohnung tue wird für die Katzen parallel zu irgendeiner Beschäftigung. Packe ich Kartons, wird der Rest zur Burg für die Katzen aufgebaut.
Zusätzlich gibt es noch mind. 1 Sache wie besagte Heukiste oder was mir sonst noch spontan einfällt.
Und dann gibts grundsätzlich noch abends entsprechendes ausschließlich für die Katzen bestimmtes Programm, dass dann auch für gezieltes gemeinsames Spiel von Bonnie und Clyde, Distanzabbau zu Ronja usw. usf. genutzt wird.

"Nur dabei" wäre meinen Katzen zu langweilig.
Knackpunkt sind einfach die Jagdspiele.

Mal einem Band hinterher watschen ist ja nett, aber hat noch nicht viel mit konzentrierten "Jagdnachahmungsbeschäftigungen" zu tun, die auch mal länger als 2 Minuten dauern und im Optimalfall auch ans Futter geknüpft sind.


Schmusen wird genau so eingefordert wie das Spielen, eher noch um einiges mehr;)

Ich denke übrigens, dass wir uns hier etwas im Kreis drehen.
Finde es nur schade, dass es scheinbar so unglaublich viele Katzen gibt, die es entweder nie gelernt haben zu spielen oder die vor lauter Frust durch die Wohnungshaltung schon gar keinen Bock mehr aufs Spielen haben.

Da bin ich dann ehrlich gesagt erleichtert, dass ich zufällig 3 erwischt habe, die sowohl Spielen können als auch ausreichend Motivation selbiges zu tun.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #53
Midoriyuki, unter diesem Gesichtpunkt kann ich nachvollziehen was du unter der täglichen Beschäftigung verstehst. Dass die Katzen bei allem dabei sind, ist für mich eigentlich so selbstverständlich, dass ich dies tatsächlich nicht unter Beschäftigung verstanden habe. Schneide ich zum Beispiel das Plastikband um einen Karton herum ab, wedle ich natürlich erst noch damit herum und lasse es die Katzen erbeuten, das sind aber halt immer nur ganz kleine Sequenzen im Alltagsgeschehen. Ich gehe davon aus, dass sowas bei den meisten Katzenhaushalten nebenher abläuft?

Das wollte ich nochmal schnell unterschreiben. Manchmal steht eine Kette Kartons wochenlang im Wohnzimmer, weil's die Katzis grad so toll finden da rein und raus zu hüpfen und die zu zerlegen. Das mit den Plastikbändern kenn ich freilich auch :) Räum ich den Schrank ein hab ich das gleiche Spiel wie beim Reisetasche packen: Schranktür auf. Ferdl rein. Wäsche rein. Ferdl raus. Schranktür zu. Schranktür auf, Ferdl rein, Wäsche rein, Ferdl raus..... etc. Beim Bett beziehen hab ich immer "tatkräftige" Unterstützung. Und jagen - jagen tun sie sich halt gegenseitig. Also es ist nicht so, daß meine Katzen nur neben mir her leben und zum Schmusen da sind, falls das so rübergekommen sein sollte.
 
  • Kater will ständig stiften gehen. Beitrag #54
Katzen sind zwar ganz klar Raubtiere und der Jagdtrieb ist bei allen mehr oder weniger stark ausgeprägt, aber hinzu kommt auch noch, das Katzen ganz klar Individualisten sind, jede Katze ist anders. Die meisten Katzen lassen sich für Jagdspiele bgegeistern vor allem die Sachen mit Federn kommen meist sehr gut an, leere Kartons sind auch bei fast allen Katzen ein Renner, dann machen auch viele gerne beim Clickern mit oder lieben Fummelbretter.......... aber eben nicht alle Katzen und bei manchen muss man wirklich lang probieren und austesten was bei ihnen ankommt und was nicht.

Ich habe hier z.B. drei BKHs denen man ja eigentlich nachsagt, dass die sehr ruhige Vertreter der Rassekatzen sind, meine sind es nicht die spielen und toben sehr gerne und sind auch mit 5-6 Jahren noch sehr verspielt. Was auch an der Rasse liegen könnte, alle drei sind von Wasser fasziniert und wenn ich mich morgens wasche und Zähne putze, sind da immer 2-3 Katzen mit im Bad und schauen zu oder spielen auch mal mit dem Wasser oder schmeißen auch schon mal den Zahnputzbecher um.......

Wenn ich ein Paket bekomme, wird der Karton nicht gleich vernichtet, sonder immer so 2-3 Tage den Katzen zur Verfügung gestellt, leere Kartons kommt bei allen dreien gut an. Dann bringe ich auch mal von Spaziergängen ein paar Kastanien mit, dass ist dann auch sehr interessant.

Bei den Spielangeln machen auch alle drei mit, aber die verschiedenen Spielangeln kommen bei den Katzen unterschiedlich gut an und auch insgesamt haben sie da mal mehr oder weniger Lust mitzuspielen.

Kommen wir also zu den Unterschieden, selbst beliebtes Spielzeug ist nicht immer gleich interessant und manchmal haben sie einfach keine oder nur kaum Lust mitzumachen, da ist es wichtig, auch rechtzeitig wieder aufzuhören, solange es noch Spaß nicht, nicht erst wenn schon alle Katzen desinteressiert weggelaufen sind.

Abwechslung ist ohnehin das A und O, alles wird auf Dauer langweilig, daher das Spielzeug nur reduziert anbieten, den Rest immer wegsperren, regelmässig austauschen, abwechseln, durch Neues ergänzen und auch mal mit Gerüchen arbeiten.

Obwohl meine durch Leckerlis gut zu begeistern sind und auch gerne beim Clickertraining mitmachen, mein Murphy steht nicht wirklich auf Fummelbretter (ich habe 3 verschiedene, er mag keines) und überlässt die meist ganz Sue und Felix, er macht da nur sehr selten und wenn dann auch nur sehr kurz mit.

Beim Clickertraining zeigen sich die Unterschiede meiner drei Bärchen am stärksten: Obwohl Felix der eifrigste, man könnte auch sagen der verfressenste ist :silence:, ist seine Ausdauer hier nicht sehr groß, weil seine Frustgrenze sehr niedrig ist, er ist zwar eher übereifrig, aber wenn es nicht gleich klappt, verliert er ganz schnell die Lust, bei ihm muss ich also immer in ganz kleinen Schritten arbeiten. Sue kann am besten den Target folgen und mit ihr kann ich die längsten Slaloms machen, die macht doppelt solange als die beiden Kater und Murphy ist Sprung-Versessen, er mag am liebsten irgendwo rauf und runter springen und wenn ich zwei Stühle hinstelle ist er gar nicht zu bremsen beim hin und her springen und die dürfen bei ihm auch weiter entfernt stehen, da muss ich mit Felix und Sue ganz lange hinarbeiten damit die springen und die Stühle anfangs auch fast nebeneinander stellen.

Ich gebe also euch beiden Recht, Audrey dass manche Katzen wirklich schwer, kaum oder so gut wie gar nicht zu animieren sind mit Spielzeug zu spielen, die finden dann halt anderes interessanter und es gibt in der Tat Katzen die einfach deutlich weniger verspielt sind als andere und auch der Jagdtrieb ist nicht bei allen Katzen gleich stark ausgeprägt. Aber natürlich hat auch Kiwi recht, dass wenn man es lang genug testet, eigentlich für jede Katze etwas findet, was ihr Spaß macht und mit was sie sich animieren lässt, nur wie sehr und wie lange und oft die Katze dann mitspielt ist dann auch wieder sehr individuell.

Bei den meisten Katzen sind es immer nur recht kurze Spieleinheiten und auch beim Clickern, muss man wirklich auf die Zeit achten und darf nicht zu lange machen. Als Kitten ist ihre Ausdauer am größten und da muss man sogar aufpassen, dass die sich nicht überanstrengen, weil die im Spieleifer, dass manchmal gar nicht einschätzen können und sich richtig verausgaben.

Es muss nicht immer die Spielangel oder anderes Katzenspielzeug sein, man kann Katzen auch sehr gut einfach durch ganz normale Dinge im Haushalt beschäftigen und unterhalten, meine Katzen schauen mir gerne zu und sind sehr interessiert an dem was ich mache und da kann schon das Betten beziehen zu einem richtigen Erlebnis werden oder das morgendliche Zähneputzen von großem Interesse sein.

Wenn man mehrere Katzen hat, kommt es auch vor, dass die miteinander sich wirklich viel beschäftigen und spielen und schon allein deswegen dann kaum zum Spielen zu animieren sind.
 
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