- Wenn die eventuelle Wunscherfüllung Panik auslöst Beitrag #1
Barcelos
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Ich sitz hier grad und in meinem Kopf dreht sich alles. Da wünscht man sich jahrelang nichts sehnlicher als hier endlich wegzukommen und wenn es so aussieht als wäre es nun so weit, da wird man unsicher, fast panisch.
Ich wohne hier nun 9 Jahre und habe es vom ersten Tag an gehasst. Doch mit Bella gab es einen fetten Grund hierzubleiben, egal wie sehr ich unter den Lebensumständen litt und langsam aber sicher immer mehr vereinsamte und kaputt ging. Dann starb Bella letztes Jahr im Januar und die Welt brach zusammen. Erste Reaktion war natürlich dann, sich sofort nach einer andren Wohngegend umzuschauen. Doch dann hieß es, dass mein Freund eventuell nen Vertrag bekommen könnte und na ja, wer ignoriert heutzutage schon die Möglichkeit einen Vertrag zu bekommen, gerade wenn man ansonsten von Zeitarbeit zu Zeitarbeit tingelt. Das hat sich dann aber im Oktober letzten Jahres erledigt und so schauen wir seit Oktober nun verstärkt nach einem anderen Wohnort. Wir wusste, dass hier viele Leute jahrelang ein Miethaus gesucht haben, teilweise 7 Jahre lang, also haben wir nicht damit gerechnet, dass wir in nächster Zeit was finden könnten.
Dann kam nun gestern die email, man hat uns für ein Haus "gewählt". Gut, am Freitag gibt es jetzt erstmal ein Gespräch, dann werden unsere Unterlagen geprüft und sind die für die Wohngesellschaft in Ordnung, dann gibt es einen Termin im Haus zur Besichtigung und Übernahmebesprechung und so. Also sicher ist noch lange nichts, aber so nah waren wir noch nie an einem Umzug und so kommen jetzt die Gedanken. Meine erste Reaktion auf die email war ja Party, aber dann kam die Unsicherheit und dann fast die Panik.
Unsicherheit wegen kleinerer Dinge, die man definitiv lösen kann. Wobei ein Umzug mit 4 Meerschweinchen, 5 Hamstern und einem Hund nun auch nicht soooo gemütlich wird. Meerschweinchen sind kein Problem, die kommen einfach zurück in die Auffangstation (also übergangsweise, selbstverständlich holen wir die wieder), aber die 5 Hamster könnten zum Problem werden. Hauptsächlich weil wir ein Gehege hier haben, welches kein Aqua ist, welches wir auseinanderschlagen und wieder zusammenbauen mussten, um es überhaupt nach oben zu bekommen. Was, wenn wir es nicht wieder zusammengebaut bekommen (also wenn es ein erneutes auseinandernehmen nicht überlebt), dann stehen wir da mit einem Hamster ohne Gehege. Wir haben ja so früh gar nicht mit einem Angebot gerechnet und wollten jetzt nach und nach ein wenig aussterben lassen, aber nun sieht es so aus, als dass wir dazu nicht mehr kommen. Na ja, auch das wäre ja alles zu lösen, dann müsste der Hamster erstmal im Auslauf leben und wir schnell nach einem gebrauchten Aqua Ausschau halten, übergangsweise geht das ja.
Und was ist mit dem Hund? Marley ist mir verdammt ähnlich, eben ein Gewohnheitstier und genau wie ich in neuer Situation sehr unsicher. Hoffentlich kommt er mit dem Umzug klar, aber hey, auch das wird mit der Zeit werden.
Und wo man dort am Besten Streu, Heu etc. pp. kauft, das kriegt man ja auch raus, nimmt man halt anfangs nen kleinen Vorrat mit.
Aber die Panik kam auf als die Gedanken in die Richtigung gingen: Was, wenn ich da auch so unglücklich bin, was wenn der Umzug, die Kosten (vor denen ich auch Angst hab), der Streß für uns und die Tiere und alles ganz umsonst ist? Vor allem, weil ich die erste Zeit dort allein da stehen werde, da mein Freund hier zur Zeit grad via Zeitarbeit nen Job hat und so lange hier bleibt, bis er dort was gefunden hat (sein Wohnproblem für die Zeit ist wenigstens gelöst).
Außerdem haben wir hier niemanden, wie sollen wir das allein nur stemmen? Okay, auf meinen Vater kann ich mich verlassen, der wird wohl helfen kommen oder jemanden schicken oder wie auch immer, aber sonst ist hier niemand, außer die Person, wo mein Freund in der Übergangszeit unterkommt. Der wird uns hoffentlich das Hamstergehege retten und auch sonst bei einigen handwerklichen Dingen helfen können (da sind wir nämlich totale Idioten).
Es ist komisch, wie sehr man sich was wünschen kann und wenn es dann so weit ist, dass man dann gar nicht mehr weiß, ob man den Wunsch noch hat. Definitiv war es viel zu lang hier auszuhalten. 9 Jahre mit fast gar keinen Kontakten, man vereinsamt, zieht sich zurück und ergibt sich irgendwie seinem Schicksal. Ich komm mir vor wie ein Kaninchen, welches jahrelang in Einzelhaltung in einem Knast gehalten wurde und auf einmal ein riesiges Gehege mit Gesellschaft bekommt. Ich steh da und bin erstmal geschockt, aber wie wohl die meisten Kaninchen werd auch ich mich nach dem ersten Schock, dann wohl freuen. Hoffentlich.
Da ich ebe niemanden hab, wollt ich mir das einfach mal von der Seele schreiben, Reaktionen erwarte ich nicht mal, denn was soll man dazu auch schon groß sagen? Ich panike grad halt vor mich hin und manchmal hilft ja schreiben schon ein wenig.
Ich wohne hier nun 9 Jahre und habe es vom ersten Tag an gehasst. Doch mit Bella gab es einen fetten Grund hierzubleiben, egal wie sehr ich unter den Lebensumständen litt und langsam aber sicher immer mehr vereinsamte und kaputt ging. Dann starb Bella letztes Jahr im Januar und die Welt brach zusammen. Erste Reaktion war natürlich dann, sich sofort nach einer andren Wohngegend umzuschauen. Doch dann hieß es, dass mein Freund eventuell nen Vertrag bekommen könnte und na ja, wer ignoriert heutzutage schon die Möglichkeit einen Vertrag zu bekommen, gerade wenn man ansonsten von Zeitarbeit zu Zeitarbeit tingelt. Das hat sich dann aber im Oktober letzten Jahres erledigt und so schauen wir seit Oktober nun verstärkt nach einem anderen Wohnort. Wir wusste, dass hier viele Leute jahrelang ein Miethaus gesucht haben, teilweise 7 Jahre lang, also haben wir nicht damit gerechnet, dass wir in nächster Zeit was finden könnten.
Dann kam nun gestern die email, man hat uns für ein Haus "gewählt". Gut, am Freitag gibt es jetzt erstmal ein Gespräch, dann werden unsere Unterlagen geprüft und sind die für die Wohngesellschaft in Ordnung, dann gibt es einen Termin im Haus zur Besichtigung und Übernahmebesprechung und so. Also sicher ist noch lange nichts, aber so nah waren wir noch nie an einem Umzug und so kommen jetzt die Gedanken. Meine erste Reaktion auf die email war ja Party, aber dann kam die Unsicherheit und dann fast die Panik.
Unsicherheit wegen kleinerer Dinge, die man definitiv lösen kann. Wobei ein Umzug mit 4 Meerschweinchen, 5 Hamstern und einem Hund nun auch nicht soooo gemütlich wird. Meerschweinchen sind kein Problem, die kommen einfach zurück in die Auffangstation (also übergangsweise, selbstverständlich holen wir die wieder), aber die 5 Hamster könnten zum Problem werden. Hauptsächlich weil wir ein Gehege hier haben, welches kein Aqua ist, welches wir auseinanderschlagen und wieder zusammenbauen mussten, um es überhaupt nach oben zu bekommen. Was, wenn wir es nicht wieder zusammengebaut bekommen (also wenn es ein erneutes auseinandernehmen nicht überlebt), dann stehen wir da mit einem Hamster ohne Gehege. Wir haben ja so früh gar nicht mit einem Angebot gerechnet und wollten jetzt nach und nach ein wenig aussterben lassen, aber nun sieht es so aus, als dass wir dazu nicht mehr kommen. Na ja, auch das wäre ja alles zu lösen, dann müsste der Hamster erstmal im Auslauf leben und wir schnell nach einem gebrauchten Aqua Ausschau halten, übergangsweise geht das ja.
Und was ist mit dem Hund? Marley ist mir verdammt ähnlich, eben ein Gewohnheitstier und genau wie ich in neuer Situation sehr unsicher. Hoffentlich kommt er mit dem Umzug klar, aber hey, auch das wird mit der Zeit werden.
Und wo man dort am Besten Streu, Heu etc. pp. kauft, das kriegt man ja auch raus, nimmt man halt anfangs nen kleinen Vorrat mit.
Aber die Panik kam auf als die Gedanken in die Richtigung gingen: Was, wenn ich da auch so unglücklich bin, was wenn der Umzug, die Kosten (vor denen ich auch Angst hab), der Streß für uns und die Tiere und alles ganz umsonst ist? Vor allem, weil ich die erste Zeit dort allein da stehen werde, da mein Freund hier zur Zeit grad via Zeitarbeit nen Job hat und so lange hier bleibt, bis er dort was gefunden hat (sein Wohnproblem für die Zeit ist wenigstens gelöst).
Außerdem haben wir hier niemanden, wie sollen wir das allein nur stemmen? Okay, auf meinen Vater kann ich mich verlassen, der wird wohl helfen kommen oder jemanden schicken oder wie auch immer, aber sonst ist hier niemand, außer die Person, wo mein Freund in der Übergangszeit unterkommt. Der wird uns hoffentlich das Hamstergehege retten und auch sonst bei einigen handwerklichen Dingen helfen können (da sind wir nämlich totale Idioten).
Es ist komisch, wie sehr man sich was wünschen kann und wenn es dann so weit ist, dass man dann gar nicht mehr weiß, ob man den Wunsch noch hat. Definitiv war es viel zu lang hier auszuhalten. 9 Jahre mit fast gar keinen Kontakten, man vereinsamt, zieht sich zurück und ergibt sich irgendwie seinem Schicksal. Ich komm mir vor wie ein Kaninchen, welches jahrelang in Einzelhaltung in einem Knast gehalten wurde und auf einmal ein riesiges Gehege mit Gesellschaft bekommt. Ich steh da und bin erstmal geschockt, aber wie wohl die meisten Kaninchen werd auch ich mich nach dem ersten Schock, dann wohl freuen. Hoffentlich.
Da ich ebe niemanden hab, wollt ich mir das einfach mal von der Seele schreiben, Reaktionen erwarte ich nicht mal, denn was soll man dazu auch schon groß sagen? Ich panike grad halt vor mich hin und manchmal hilft ja schreiben schon ein wenig.