- Am Rande der Verzweiflung Beitrag #1
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MourtyVerena
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Guten Morgen,
ich möchte euch gerne kurz unsere Situation schildern und euch anschließend um Rat bitten:
Wir haben einen Kater, Mourty 8 1 /2 Jahre alt. Mourty hatte bis Mai diesen Jahres einen Bruder, Linus. Der ist leider sehr plötzlich gestorben. Wir müssen leider annehmen, dass er Gift gefressen hat. Sein Tod war für uns ein ziemlicher Schock und Mourty war von Geburt an mit seinem Bruder zusammen. Anfangs so eng und nah, dass wir immer dachten, dann wenn einer mal nicht mehr ist, der andere daran regelrecht aus Trauer ebenso eingehen wird. Diese enge Bindung zueinander wurde im Laufe der Zeit allerdings weniger.
Mourty ist eine europäische Hauskatze, etwas dicker, aber gesund. Er ist gemeinsam mit seinem Bruder in einer Scheune groß geworden. Sein Bruder hätte laut Besitzer in den Teich geworfen werden sollen, da haben wir interveniert und gesagt, dass wir ihn aufnehmen. Uns war immer klar, dass wir zwei Katzen haben wollen, damit eine nicht so alleine ist. Das haben die Besitzer mitbekommen und uns angeboten, dass wir den Bruder gleich mit dazu nehmen, mit den Worten: Danach kann unsere Katze ja wieder Kitten bekommen. Ich habe damals eingewilligt unter der Prämisse, dass wir mit allen Tieren, einschließlich der Mutterkatze zum Tierarzt gehen und sie kastrieren lassen. Genau das ist geschehen. Die Mutterkatze wurde früher von den Besitzern nachts immer in der Scheune eingesperrt, das führte dazu, dass die Mutter nachts ununterbrochen geschrien hat, weil sie raus wollte.
Was hat das alles jetzt mit unserer heutigen Situation zu tun:
Ich würde Mourty als einen sehr schwierigen Kater beschreiben. Einerseits ist er sehr anhänglich, lieb, verschmust. Andererseits (und jetzt kommt das große Aber
) miaut er wirklich exzessiv - ständig, tagsüber, nachts, rund um die Uhr. Vor 19 Monaten ist unsere Tochter auf die Welt gekommen. Das muss für ihn ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Er hat daraufhin angefangen alles, einfach alles zu markieren. Ich mein dieses Verhalten hat es immer mal wieder gegeben. Es kam und ging wieder, genau so wie es auch dieses Mal kam und ging (wir mussten nur höllisch aufpassen, dass der Kinderwagen im Sommer nicht in seiner Reichweite war, generell durfte von unserer Tochter nichts in seiner Reichweite sein, da er das alles markiert hätte. Ja, ich habe Verständnis dafür, dass es schwer für ihn ist und ich weiß, dass generell Veränderungen in seinem Leben ihn grundsätzlich aus der Bahn geworfen haben. Aber meine Tochter geht grundsätzlich immer vor. Er verbrachte also den Sommer überwiegend draußen. Rein lassen konnten wir ihn nicht, wie gesagt er hat einfach versucht alles vollzumarkieren - Krabbeldecke, Kinderwagen, Kinderbett usw. usf. Wir hatten zu dem Zeitpunkt einen großen Hof, eine riesige Scheune, er konnte alles zu jeder Tag und Nachtzeit betreten. Es gab also trotz das er die Zeit nicht im Haus verbracht hat reichlich Platz sich auszutoben. Das hat auch gut geklappt. Ja, natürlich unter exzessivem Miauen aber das legt er auch an den Tag, wenn er im Haus ist, man ihn streichelt usw. Mourty kann in sämtlichen Tonlagen miauen, das hat er perfektioniert. Das war also der Sommer 2015. Nun sind wir im Sommer 2016 umgezogen, Linus war zu dem Zeitpunkt verstorben (er hatte übrigens nicht ansatzweise diese Probleme mit unserer Tochter, im Gegenteil er hat mit ihr geschmust, gespielt, die beiden zusammen waren einfach nur toll), Mourty musste jetzt mit umziehen.
Und die Situation jetzt ist einfach sehr, sehr schwierig. Wir sind in ein Reihenhaus mit Garten gezogen. Er hat hier weiterhin viel Platz. Aber es ist alles einfach viel hellhöriger als früher. Sobald er im Haus ist und miaut,hört man es im gesamten Haus. Das ist sehr schwierig, weil dadurch abends unsere Tochter wieder wach wird, wenn sie erst einmal eingeschlafen ist. Lassen wir ihn nicht rein, steht er draußen und leidet, miaut ununterbrochen, weil er rein will. Drinnen haben wir ihm zwar auch einen Bereich für ihn eingerichtet, damit er eben auch rein kann, auch wenn unsere Tochter schläft. Nur miaut er da natürlich auch, wenn er da alleine ist (er hat da ein Sofa, eine Eckbank, Futter, Wasser, Katzenklo, nur können wir uns eben nicht ununterbrochen zu ihm setzen und ihn streicheln, die Zeit haben wir nicht). Inzwischen haben die Nachbarn auch angefangen sich zu beschweren - was ich kurzum leider auch verstehen kann. Irgendwann nach zig Stunden miauen reißt bei mir auch der Geduldsfaden und ich motze Mourty an. Es ist leider für alle eine sehr unbefriedigende Situation. Es gab oft genug Situationen, in denen ich einfach die Rollos runter gemacht habe, um ihn draußen nicht mehr zu hören. Hört sich blöd an, nur drinnen schreit er genauso. Und es ist nicht möglich ihn im Haus zu lassen, wenn wir das Haus verlassen, weil er dann wieder anfängt zu markieren. Er miaut auch, wenn er auf dem Sofa neben uns sitzt ,er miaut einfach 24 Stunden am Tag (zumindest kommt es einem so vor). Es ist einfach sehr schwierig für alle Beteiligten diese Situation länger durchzustehen. Früher habe ich immer gesagt, dass ich ihn auf keinen Fall abgebe, egal was kommt. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher. Wir tun uns mit dieser Entscheidung sehr schwer und schieben sie ständig vor uns her. Aber wir wissen auch langsam nicht mehr weiter. Mourty ist kastriert und physische Probleme können ausgeschlossen werden. Es ist zum einen einfach sein Naturell so zu sein, vermutlich aufgrund der Situation mit der Mutterkatze auch igendwo anerzogen, möglicherweise auch durchaus von uns irgendwo ungewollt mit unterstützt und letztlich leidet er auch unter der jetztigen Situation.
Nun meine Frage an euch: Was können wir tun? Was haben wir für Möglichkeiten (außer ihn abzugeben
)?
Ziel sollte es sein, dass ein Zusammenleben so stattfinden kann, dass wir uns nicht am helligsten Tag verbarrikadieren müssen (Rollos runter) um einfach mal Ruhe zu haben, Ziel sollte es auch sein, dass die Nachbarn keinen Grund haben sich zu beschweren und, dass es Mourty mit der Gesamtsituation besser geht.
Liebe Grüße
Verena
ich möchte euch gerne kurz unsere Situation schildern und euch anschließend um Rat bitten:
Wir haben einen Kater, Mourty 8 1 /2 Jahre alt. Mourty hatte bis Mai diesen Jahres einen Bruder, Linus. Der ist leider sehr plötzlich gestorben. Wir müssen leider annehmen, dass er Gift gefressen hat. Sein Tod war für uns ein ziemlicher Schock und Mourty war von Geburt an mit seinem Bruder zusammen. Anfangs so eng und nah, dass wir immer dachten, dann wenn einer mal nicht mehr ist, der andere daran regelrecht aus Trauer ebenso eingehen wird. Diese enge Bindung zueinander wurde im Laufe der Zeit allerdings weniger.
Mourty ist eine europäische Hauskatze, etwas dicker, aber gesund. Er ist gemeinsam mit seinem Bruder in einer Scheune groß geworden. Sein Bruder hätte laut Besitzer in den Teich geworfen werden sollen, da haben wir interveniert und gesagt, dass wir ihn aufnehmen. Uns war immer klar, dass wir zwei Katzen haben wollen, damit eine nicht so alleine ist. Das haben die Besitzer mitbekommen und uns angeboten, dass wir den Bruder gleich mit dazu nehmen, mit den Worten: Danach kann unsere Katze ja wieder Kitten bekommen. Ich habe damals eingewilligt unter der Prämisse, dass wir mit allen Tieren, einschließlich der Mutterkatze zum Tierarzt gehen und sie kastrieren lassen. Genau das ist geschehen. Die Mutterkatze wurde früher von den Besitzern nachts immer in der Scheune eingesperrt, das führte dazu, dass die Mutter nachts ununterbrochen geschrien hat, weil sie raus wollte.
Was hat das alles jetzt mit unserer heutigen Situation zu tun:
Ich würde Mourty als einen sehr schwierigen Kater beschreiben. Einerseits ist er sehr anhänglich, lieb, verschmust. Andererseits (und jetzt kommt das große Aber
Und die Situation jetzt ist einfach sehr, sehr schwierig. Wir sind in ein Reihenhaus mit Garten gezogen. Er hat hier weiterhin viel Platz. Aber es ist alles einfach viel hellhöriger als früher. Sobald er im Haus ist und miaut,hört man es im gesamten Haus. Das ist sehr schwierig, weil dadurch abends unsere Tochter wieder wach wird, wenn sie erst einmal eingeschlafen ist. Lassen wir ihn nicht rein, steht er draußen und leidet, miaut ununterbrochen, weil er rein will. Drinnen haben wir ihm zwar auch einen Bereich für ihn eingerichtet, damit er eben auch rein kann, auch wenn unsere Tochter schläft. Nur miaut er da natürlich auch, wenn er da alleine ist (er hat da ein Sofa, eine Eckbank, Futter, Wasser, Katzenklo, nur können wir uns eben nicht ununterbrochen zu ihm setzen und ihn streicheln, die Zeit haben wir nicht). Inzwischen haben die Nachbarn auch angefangen sich zu beschweren - was ich kurzum leider auch verstehen kann. Irgendwann nach zig Stunden miauen reißt bei mir auch der Geduldsfaden und ich motze Mourty an. Es ist leider für alle eine sehr unbefriedigende Situation. Es gab oft genug Situationen, in denen ich einfach die Rollos runter gemacht habe, um ihn draußen nicht mehr zu hören. Hört sich blöd an, nur drinnen schreit er genauso. Und es ist nicht möglich ihn im Haus zu lassen, wenn wir das Haus verlassen, weil er dann wieder anfängt zu markieren. Er miaut auch, wenn er auf dem Sofa neben uns sitzt ,er miaut einfach 24 Stunden am Tag (zumindest kommt es einem so vor). Es ist einfach sehr schwierig für alle Beteiligten diese Situation länger durchzustehen. Früher habe ich immer gesagt, dass ich ihn auf keinen Fall abgebe, egal was kommt. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher. Wir tun uns mit dieser Entscheidung sehr schwer und schieben sie ständig vor uns her. Aber wir wissen auch langsam nicht mehr weiter. Mourty ist kastriert und physische Probleme können ausgeschlossen werden. Es ist zum einen einfach sein Naturell so zu sein, vermutlich aufgrund der Situation mit der Mutterkatze auch igendwo anerzogen, möglicherweise auch durchaus von uns irgendwo ungewollt mit unterstützt und letztlich leidet er auch unter der jetztigen Situation.
Nun meine Frage an euch: Was können wir tun? Was haben wir für Möglichkeiten (außer ihn abzugeben
Ziel sollte es sein, dass ein Zusammenleben so stattfinden kann, dass wir uns nicht am helligsten Tag verbarrikadieren müssen (Rollos runter) um einfach mal Ruhe zu haben, Ziel sollte es auch sein, dass die Nachbarn keinen Grund haben sich zu beschweren und, dass es Mourty mit der Gesamtsituation besser geht.
Liebe Grüße
Verena