Noch eine Katze?

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  • Noch eine Katze? Beitrag #1
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Flamingobar

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Hallo liebes Tierforum,
mir ist auf die Schnelle leider kein knackiger Titel eingefallen, der meine Fragen schön zusammenfasst.
Ich war vor einigen Jahren hier schon einmal aktiv, aber zwischenzeitlich habe ich sämtliche Anmeldedaten vergessen.
Leider werde ich wohl etwas weiter ausholen müssen, um meine "Problematik" zu erläutern.

Ich wohne seit eingen Jahren (sechs??) in einer WG mit einem Freund. Ursprünglich waren wir auch mal ein Paar und als solches haben wir zwei Katzen aus dem spanischen Tierschutz bei uns einziehen lassen.
Oscar und Lotte. Lotte war leider an FIV erkrankt, was bei ihrem Einzug nicht bekannt war und musste nach wenigen Wochen eingeschläfert werden. Nachdem Oscar zum Glück negativ getestet wurde, konnte eine Woche später ein Kater aus dem Tierheim bei uns einziehen. Bei unserem Besuch im Tierheim war gar nichts von ihm zu sehen, weil er extrem menscheu war, aber er war wie Oscar damals noch kein Jahr alt, sehr sozial zu Katzen, natürlich verspielt... wir haben ihn also sehr zur Freude der Tierheimmitarbeiter direkt mitgenommen.
Auch wenn wir Menschen wochenlang nichts von Wallace zu sehen bekamen, so hörten wir die beiden Kater nachts durch die Wohnung toben. Alles lief erst mal ganz gut.

Mit der Zeit taute Wallace ein wenig auf. Man durfte ihn zumindest mal kurz ansehen, nach Monaten auch kurz streicheln ( allerdings nur im Stehen, wer meint: hey, ich bin doch viel weniger bedrohlich, wenn ich hocke, irrt sich bei Wallace gewaltig :D), die beiden Kater verstanden sich weiterhin gut. Allerdings wurde nach und nach immer klarer, dass es ein Problem gab:
Während Oscar super menschenbezogen war, am liebsten in uns reingekrochen wäre, merkte man Wallace an, dass er zwar auch unglaublich gern kuscheln wollte, aber sich nicht recht traute. Oscar, nicht der feinfühligste Kater der Welt, ließ ihn häufig einfach stehen, ignorierte Schmuseversuche, kuschelte sich zu uns auf die Couch...
Da Wallace uns sehr leid tat, es aber nicht abzusehen war, dass er sich in naher Zukunft ( oder überhaupt irgendwann) zu uns kuscheln würde oder Oscar sich zu einem weniger trampeligen Klotz entwickeln würde, durfte eine weitere Katze einziehen. Nach Rücksprache mit einer spanischen Tierschutzorganisation und Beschreibung der Lage in unserem Katzenhaushalt fiel die Wahl auf Amy.
Amy wurde als sehr sozial beschrieben und klang überhaupt wie der Traum von einer Katze.
Die Vergesellschaftung zog sich allerdings ewig hin. Also die drei konnten sich schon nach wenigen Tagen miteinander arrangieren, aber bis alle einigermaßen cool miteinander waren, verging sicher ein Jahr.

Leider sind Amy und Oscar nun DAS Traumpaar. Die beiden lieben sich abgöttisch, kuscheln ständig, schlafen in einem Katzenknäuel. Mittlerweile leben die drei seit .... gute Frage, vier Jahren bei uns.
Amy und Oscar haben sich, sind beide auch sehr menschenbezogen und kuschelig.
Wallace taut immer noch auf, das ist wunderschön mit anzusehen. Er traut sich kurz auf die Couch, kommt immer vorbei, um sich streicheln zu lassen, zeigt sich sogar den meisten Besuchern. Aber ich habe den Eindruck, dass es einfach zu wenig ist, was wir Menschen ihm geben können.
Amy uns Wallace spielen täglich ein, zwei Runden, Oscar und Wallace kloppen sich allabendlich (scheinen abed beide Freude dran zu haben), aber während Amy und Oscar kuscheln, liegt Wallace allein irgendwo rum. Wenn er sich an die Katzen anschmusen will, bekommt er häufig einen auf den Deckel.
Ich glaube, er kommt schon ganz gut klar und ich habe auch nicht den Eindruck, dass die beiden anderen ihn mobben (Wallace kann auch ganz gut die Initiative beim pöbeln übernehmen) , aber er ist halt immer noch mehr allein als Teil des Teams und ich wünsche ihm wirklich von ganzem Herzen einen Katzenfreund.
Das wäre der erste Teil des Problems, leider muss ich gleich noch was zum WG-Leben schreiben.

Dieses wird in nicht allzu ferner Zukunft ( wahrscheinlich in ein bis zwei Jahren) aufgelöst werden. Mein Mitbewohner plant mit seiner Freundin zusammenzuziehen.
Das bereitet mir sowieso Kopfzerbrechen. Wir lieben die Katzen beide sehr und wollen die katzenfreundlichste Lösung finden. Eventuell würde ich dann auch mit meinem Freund zusammenziehen, vielleicht auch einfach in der jetzigen Wohnung verbleiben. Oscar und besonders Amy sind total in meinen Freund verknallt. Wenn der zu Besuch ist, bin ich erst mal abgemeldet :D
Und natürlich würde ich die Katzen sehr gern behalten. Wenn es sich aber so ergeben sollte, dass sie bei meinem Mitbewohner besser aufgehoben wären, würde ich sie selbstverständlich mitgehen lassen.

Nun mal endlich zu den Fragen:
Ist es völlig hirnrissig in der momentanen Situation über eine vierte Katze nachzudenken?
Glaubt ihr, es wäre generell für Wallace sinnvoll einen Gefährten zu finden? Oder mache ich mir zu viele Gedanken?
Wäre es, bei einem Umzug/ Auszug des Mitbewohners eine Option, die Katzen zu trennen? Dann würde Wallace ja ohnehin einen Gefährten brauchen.
Ist jetzt nichts wirklich akutes, aber ich mache mir da schon länger Gedanken drüber und komme einfach auf keine Lösung. Vielleicht fällt euch ja was ein? :D
 
  • Noch eine Katze? Beitrag #2
Also, erstmal herzlich Willkommen im Forum! ;)
Und dann gleich ein Lob, dass Du bzw. Ihr Dir/Euch so viele Gedanken um die Katzen macht, das finde ich sehr gut, und da kann man dann sicher auch rechtzeitig eine Lösung finden.

Wie alt genau sind die einzelnen Katzen?

Ich kann jetzt nur nach meinem Gefühl gehen, aber wenn ich so auf 1-2 Jahre peile, wie Du schreibst, dann würde ich auf jeden Fall schauen, dass jetzt schon ein viertes Katzentier einzieht und vergesellschaftet wird.
Entgegen der meisten Aussagen, die man so findet, haben sich bei Dir offenbar ein Kater und eine Katze als "Dreamteam" gefunden - die würde ich auch nicht auseinanderreißen wollen.
Ist jetzt die Frage, was passt am besten zu Wallace? Man könnte jetzt natürlich zu einem weiteren Kater raten - dann könnte es passieren, dass die 3 Jungs das Mädel etwas in Bedrängnis bringen. Man könnte zu einer weiteren Katze raten - kann aber sein, dass Wallace das nicht passt und dass zwischen den Mädels Zickenkrieg ausbricht.
Schwierig...
Ich persönlich (! - ich warte schon auf den Protest ;) ) würde zu einem zweiten Mädel tendieren. In etwa im gleichen Alter wie die bisherigen Katzen, plusminus 1-2 Jahren je nach Alter.
Du hast ja jetzt noch mindestens ein Jahr Zeit, dass die Konstellation sich aneinander gewöhnen kann - möglicherweise schließen sich dann die Mädels zusammen, möglicherweise bilden sich zwei Kater/Katzen-Teams, möglicherweise läuft es auch noch wieder ganz anders...
Fazit meines Sermons: Ich würde auf jeden Fall eine vierte Katze dazugewöhnen - wenn da nicht wirklich ein absoluter Einzelgänger drunter ist, lassen die sich später deutlich besser "halbieren", als wenn man eine Katze aus ihrem vertrauten Rudel rausreißen muss...
(Alternative natürlich, auch wenn´s noch so schwer fällt, was ich herzlich gut verstehen kann: Alle 3 Katzen erstmal zusammen lassen und auch weiterhin, und der/diejenige, der auszieht, lässt halt genau die Katzen zusammen und legt sich ggf. dann neue Katzen zu... dass der Gedanke schwerfällt, ist klar, sollte aber auch nicht ganz außer Acht gelassen werden)

LG seven
 
  • Noch eine Katze? Beitrag #3
Vielen Dank ;)

Die Katzen sind alle im August 2011 geboren - lustiger Zufall, da ja alle aus unterschiedlichen Tierschutzorgas zu uns kamen. Ich würde auf jeden Fall auch in dieser Altersspanne suchen.
Mein Plan für Wallace ist ja schon einmal nicht aufgegangen, daher bin ich natürlich darauf vorbereitet, dass das wieder gaaaanz anders wird, als ich mir das so gedacht habe.
Der Wallace spielt gerne, also durch die Bude fetzen, verstecken, erschrecken usw..
Amy ist da - sofern sie in Spiellaune ist - voll dabei, wenn es ihr mal zu wild wird, faucht sie ihn an.
Oscar guckt meist nur interessiert zu, aber es widerspricht seinem faulen Lifestyle sich allzu häufig mit ins Getümmel zu stürzen.
Einerseits lese ich häufig, dass Kater wilder miteinander spielen, andererseits erlebe ich hier ja auch, dass es auch einfach son Charakterding ist.
Ich würde dann mal schauen, dass Katze Nummer Vier möglichst ähnlich drauf ist. Ich schaue mich immer mal wieder auf Tierschutzseiten um und haben da auch schon ein paar Beschreibungen gelesen, die stark nach seinem Seelenverwandten klangen. Allerdings waren das oft auch eher welche der menschenscheuen Sorte. Ich schaue mich mal um.

Ja, bei diesem auseinanderziehen gibt es keine "Gewinner". Die Katzen sind alle so toll, ich mag mir gar nicht vorstellen auch nur eine abzugeben. Bei meinem Mitbewohner sieht es ähnlich aus. Wir werden die Katzen natürlich dennoch oft genug sehen, aber es ist ja etwas anderes, ob man zu Besuch ist oder zusammen lebt. Wir kriegen das schon irgendwie hin, da bin ich mal optimistisch.
 
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