Nachwuchs trotz befristeter Jobs - geht das?

Diskutiere Nachwuchs trotz befristeter Jobs - geht das? im Schule & Beruf Forum im Bereich Smalltalk; Ganau da liegt sehr wahrscheinlich der Punkt. Wie in so vielen Situationen im Leben. Gerade was das Thema "Armut" angeht, so sprechen wir in DE...
Die Ente :)

Die Ente :)

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Ich denke: Wo ein Wille, da ein Weg. Es muss ja nicht gleich ein halbes Dutzend Kinder sein, aber ich denke schon, dass man es, wenn man wirklich will, durchaus schaffen kann, zumindest ein Kind zu versorgen.
Ganau da liegt sehr wahrscheinlich der Punkt. Wie in so vielen Situationen im Leben.
Gerade was das Thema "Armut" angeht, so sprechen wir in DE eher von einer Armut, die nicht aus materiellen Mängeln resultiert, sondern von einer Armut welche sich die Leute selbst zugestehen weil sie zB von Sozialgeldern leben. In unserer Gesellschaft gelten diese Leute schließlich als schlecht angesehen bis hin zu gescheiterten Existenzen. Obwohl mir durchaus
bewusst ist, dass dies ein gesellschaftliches Phänomän ist, bin ich dennoch zB heilfroh, endlich keine Sozialgelder zu bekommen, sondern meine "eigene Kohle" verdiene. Ebenso hatte ich, wenn dies aus welchem Grund auch immer zur Sprache kam das Bedürfnis mich dafür zu rechtfertigen und zu betonen, dass ich zwar vom Staat lebe, aber ich mach ja eine schulische Ausbildung, sitze also nicht auf der "faulen Haut" etc. Sicher geht es anderen ganz ähnlich.
Viele Leute resignieren dadurch einfach und nehmen unterbewusst hin, was aus ihnen gemacht wird. So entstehen diese "gescheiterten Existenzen", das hat nichts mit wenig Gelt zu tun, sondern mit der eigenen Einstellung dazu. Man kann sagen, man sei arm und sich damit abfinden. Man kann aber genauso sagen, man habe einfach nur wenig Geld und muss damit gut haushalten.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Edit: Mit meinem Beitrag möchte ich jedoch ebenso nicht darauf plädieren, dass man unter den be***issensten Bedingungen Kinder in die Welt setzten sollte. Aber in der Regel merken das die Leute auch selbst, dass ihre eigene Lage gerade nicht rosig ist. Wer sich erst mal noch im größeren Maße einfach viel um sich selbst kümmern muss, sollte dies erst mal tun, bevor bei der Verhütung gespart wird.

Wie so oft im Leben ist das gesündeste wieder das Mittelmaß
 
lucian

lucian

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Ich habe in meinem Freundes und Bekanntenkreis viele unterschiedliche Familienkonzepte miterleben dürfen. Von der alleinerziehenden Mama, über sorglose Leute, die sich durch unüberlegte Entscheidungen in den finanziellen Ruin treiben und dazu dann direkt noch Kinder nachlegen bis hin zu Leuten im Beamtenverhältnis, die also wirklich einen sicheren Job haben.

Dabei hab ich folgendes Phänomen beobachten können:

Die Leute die Arbeiten gehen und vor allen Dingen auch gehen wollen, hadern am meisten mit der Frage nach Kindern und wie man sie durchbekommt. Es mangelt einfach an Unterstützung seites des Staates.

Kitaplätze sind rar, zumindes bei uns in der Gegend. Geht man aber mit einem Hartz 4 Bescheid zur Kita sind plötzlich Plätze da.Während die arbeitende Familie weite Umwege für einen Kitaplatz fahren muss, der auch noch tierisch teuer ist. In der Grundschule geht es dann weiter. Alle Nase lang teure neue Bücher, Klassenausflüge etc. pp.. Das alles wird Hartz 4 Empfängern bezahlt (was ja grundsätzlich überhaupt nicht verkehrt ist, die Kinder können ja nichts für, dass ihre Eltern - gewollt oder ungewollt - nicht arbeiten gehen), während aber die arbeitenden Muttis und Papas das Geld komplett alleine zusammen kratzen müssen. Da fragt niemand nach, ob sie das schaffen oder nicht. Und das zieht sich dann alles so weiter.

Von den organisatorischen Problemen für arbeitende Muttis und Vatis, beim Abholen und Bringen der Kinder etc. pp. möchte ich da gar nicht erst anfangen. Zumal viele heutzutage nicht mehr auf Großeltern zurrückgreifen können als Unterstützung weil die ja selbst noch Arbeiten gehen.

Dagegen wird es Hartz 4 Empfängern in der Hinsicht ziemlich leicht gemacht. Sie bekommen alles bezahlt (wie gesagt, grundsätzlich absolut in Ordnung), haben Kita-Plätze in der Nähe und müssen gefühlt (!) nur mal eben sagen "Ich hab aber eine Anspruch auf dies und auf das" und bekommen das dann auch. Da hält sich das Verständnis für dies Eltern sehr in Grenzen, wenn die es nicht schaffen, ihre Kinder püntklich zur Schule oder Kita zu bringen oder die Frage nach der Ganztagsbetreuung in der Kita.

Wenn man dann ständig mit solchen Dingen konfrontiert ist und sieht, wie schwer es dagegen der arbeitenden Bevölkerung bei der Familienplanung gemacht wird, dann überlegt man sich das drei mal, ob man sich das antun möchte.

Wie gesagt finde ich es grundsätzlich in Ordnung, dass der Staat den Kindern sozial schwacher Familien diese Möglichkeiten bieten, aber meiner Meinung nach wird viel zu wenig Unterstützung für die übrigen Familien gegeben. Und das sich die Leute dann über ihre finanzielle und berufliche Sicherheit mehr Gedanken machen, ist für mich unter den aktuellen Umständen nur logisch.

Ich mag Kinder, ich spiele gerne die Tante für diverse Kinder in meinem Umfeld und springen ein, wenn Mama und Papa mal gar nicht können. Aber ich selbst möchte mir das in der heutigen Zeit, trotz sicheren und vergeichsweise gut bezahlten Job, nicht antun (zumindest nach meiner momentanen Einstellung, kann sich ja alles noch ändern).

Das ist aber interessanterweise eine Einstellung, die viele Leute in meinem Umfeld haben, die selbst zu DDR-Zeiten Kinder bekommen haben. Ich kann gar nicht zählen wie oft ich in den letzten Jahren von älteren Kollegen gehört habe, dass sie heutzutage keine Kinder bekommen würden und das sie selbst ihren eigenen Kinder davon abraten, heute noch Kinder in die Welt zu setzen.
 
Cerridwen

Cerridwen

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Du hast ja jetzt den gleichen Job wie ich - leider, leider sind da ganz oft Kinder, die vernachlässigt werden, die ohne Frühstück zur Schule kommen, die zu spät kommen, weil die Eltern verschlafen, die ihre Hausaufgaben nicht machen, weil sich zu Hause keiner kümmert, die ihre Arbeitsmaterialien nicht beisammen haben, weil niemand danach guckt etc. pp...
Und das sind - leider - in der Regel Kinder aus sozial schwachen Familien, nicht selten Alleinerziehende ohne Job.
Das ist leider wirklich Tatsache.
Die Auswirkungen eines niedrigen sozio-ökonomischen Status auf Leben und Entwicklung von Kindern ist wahrscheinlich immer noch einer der am meisten unterschätzten Faktoren. Es ist ja nicht nur so, dass diese Kinder, wie von dir beobachtet, ohne Butterbrot und Socken zu spät zum Unterricht kommen. Ein niedriger SÖS (SES) wirkt sich direkt oder indirekt bis hin zur Intelligenz und Resilienz eines Kindes aus, damit verbunden höchster erreichter Schulabschluss, mittleres Einkommen, Gesundheitsstatus, usw etc. Es gibt unzählige Studien zum kausalen Zusammenhang SES und Entwicklung. Man muss sie nur mal lesen. Danach überlegt man sich tatsächlich 2x, ob man mit einem Einkommen am Existenzminimum unbedingt ein Kind zeugen will. :roll:

Ja, es geht. Auch in Armut aufgewachsene Kinder werden u.U. groß und erfolgreich.
Aber der Preis, den ich unwillentlich dafür bezahlt habe, mute ich keinem Kind freiwillig zu.

Wenn ich es mir so recht überlege... Jetzt wäre für mich der richtige Zeitpunkt, ein Kind zu bekommen. Ich bin 30, ich habe einen krisensicheren Job, und auch wenn gemeinhin gesagt wird, meine Berufssparte würde nicht das bekommen, was sie verdient, stehe ich doch materiell inzwischen recht gut da. Mann, Job, alles wunderbar.
Und nun? Fühle ich mich immer noch nicht reif für ein Kind. Ich gucke in einen Kinderwagen und kriege statt spontanem Milcheinschuss eher Aggressionen und Ekelgefühle. Wahrscheinlich sitzt mir ein Gen schief. Vielleicht auch das, was mir gesundheitlich einen Strich durch die Rechnung macht. Familiäre Erbkrankheiten ersticken jeden noch so latent vorhandenen Kinderwunsch im Keim. Ich kriege kein Kind, wenn ich genau weiß, dass ich in 10-15 Jahren 100% schwerbehindert sein werde, und dabei weiß, mein Kind erwartet einmal dasselbe. Nein danke... dann doch lieber ein Hund.
 
Seraph

Seraph

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Ich überlege gerade ob ich noch was dazu schreibe... immer denken alle, Kinder würden so viel kosten, dabei brauchen Kinder nicht das 500ste Spielzeug oder die teuren markenklamotten. Das ist ganz allein die Einstellung der Eltern. Man muss also keine 2000€ im Monat verdienen um Kinder zu bekommen.
wenn jemand ein Kind bekommen möchte, dann soll er das tun, egal ob er Geld verdient oder nicht. Dieses Recht sollte man keinem entziehen. Bei Eltern die es nicht schaffen, ihr Kind vernünftig in die Schule zu schicken, sollte man mal gucken, ob dieses Kind wirklich geplant war, oder ob es einfach bekommen wurde, weil die Verhütung gerade versagt hat oder es einem schlicht egal war.
keiner plant freiwillig allein mit Kind dazustehen. Und das Leben mit Kind ist manchmal schwerer als man glaubt. Aber glaubt mir, wenn ich euch sage, es liegt nicht am Geld, ob ein Kind "gut" aufwächst bzw. ob man ein Kind groß bekommt.
es gibt Sachen, die sieht man erst (anders), wenn man selber Kinder hat. Da rückt Geld plötzlich in den Hintergrund.

genau so legitim ist es, wenn eine Frau kein Kind bekommen will. Die Gesellschaft sollte endlich mal aufhören zu "wissen" was das beste für jeden einzelnen ist.

steht doch bitte zu eurer Entscheidung, keine Kinder zu wollen, wenn das so ist, anstatt um den Brei zu reden. Wie soll es denn sonst jemals akzeptiert werden? Sagt den Leuten, das es ganz allein eure Entscheidung ist und sie diese akzeptieren sollen.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Man kann deen Kindern auch sehr gut erklaere, dass jenes grade nicht geht.
Meine Eltern verdienten wenig, wir HAETTEN staatliche Hilfe bekommen, haben es nicht in Anspruch genommen.
Ich hatte trotzdem eine glueckliche Kindheit voller Spass, Dreck und Liebe von meinen Eltern!
Oft sind es die verzogenen Baelger der Reichen, die aus der Reihe tanzen, nur mal am Rande!!
 
Midoriyuki

Midoriyuki

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Ich schließe mich Cerridwen da mal an.

Nur um es nochmal erwähnt zu haben:
Es geht um das geplante Zeugen von Kindern, keine "Ups-Schwangerschaft" um mal im Foren-Jargon zu bleiben:p

Bezüglich des Kostenfaktors Kind:

Natürlich brauchen Kinder kein 500stes Spielzeug, aber es geht um den Stress der Eltern, den finanzielle Probleme auslösen können.
Mal ein Plüschtier nicht kaufen zu können, ja pfff... Aber wenn die Waschmaschine kaputt ist, eine Reparatur oder eine neue nicht drin sind und Mama kurz vorm Durchdrehen ist, weil sie von Hand waschen muss, DAS sind Faktoren, die im Zweifelsfalle belasten können.
Dann braucht das Kind noch neue Schuhe (und da zieht man ja nu auch nicht die 5,-Treter von KiK an, wenn man Wert darauf legt, dass sich keine Fehlstellungen entwickeln usw.), dann dies, dann das...

Alles für sich genommen nicht schlimm, aber bei ernsthaften Geldproblemen (nicht wenig, sondern eben wirklich richtig miese Zustände) kann man den Zusammenhang zwischen Kindesentwicklung und SÖS einfach nicht vom Tisch diskutieren.

Davon abgesehen: Bälger der Reichen?
Aha.
Interessante Wortwahl.

Nicht jedes Kind von wohlhabenden oder gut situierten Eltern ist ein verwöhntes Balg.
Genau so wenig wie jedes Kind von Hartz 4 -Empfängern eine unerzogene und verwahrloste Blage ist.

Wir reden hier von Kindern sprich Menschen, oder?

Dann könnte man sich auch durchaus um einen angemessenen Tonfall bemühen.
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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ich korrigiere mich, tut mir Leid fuer die Wortwahl, war nicht richtig.
(Mir ist eben dieses "mein Dad ist Besitzer von der Firma XY" Gerede der Ober Schnäpfen der Schule eingefallen, da rutscht dann sowas raus, aber ist natuerlich nicht zu verallgemeinern, daher meine Entschuldigung!)

Meine Eltern hatten damals Geldprobleme, aber wir hatten auch materiell alles..
Das Entscheidende ist wohl wirklich, wie die Eltern damit klar kommen und es den Kindern übermitteln.

Naja, sehr heikles Thema hier..
 
seven

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Danach überlegt man sich tatsächlich 2x, ob man mit einem Einkommen am Existenzminimum unbedingt ein Kind zeugen will. :roll:
WENN man es sich überlegt...
Cerridwen, das tut mir sehr Leid, und ich kann sehr gut verstehen, dass Du unter diesen Umständen von der Kinderplanung Abstand nimmst. (Und auch, wenn Du es aus anderen Gründen tätest, denn:
@Seraph: Ich stehe schon seit Kindertagen dazu, dass ich keine Kinder will und da muss ich auch um keinen Brei reden ;) Das muss nun wirklich jede(r) für sich selbst entscheiden.
Aber das ist nochmal ein ganz anderer Fall ;) )

@Hundefreundin: Danke! ;)
Staatliche Hilfe hätten meine Eltern zwar nicht bekommen. Aber mein Vater war Alleinverdiener und hatte es auch nicht wirklich dicke, um eine vierköpfige Familie zu ernähren... Trotzdem hatten wir den Luxus, dass wir alle 2 Jahre mal für 14 Tage an die Nordsee in Urlaub fahren konnten. Ansonsten haben wir - im Vergleich, was ich so von meinen Klassenkameradinnen erlebt habe - ziemlich bescheiden gelebt. Restaurantbesuche kannte ich gar nicht. Neue Klamotten gab´s selten mal außer der Reihe, sondern meist als Teil von Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenken. Taschengeld... 15 DM im Monat mit 15 Jahren (so als Beispiel...) Im Kino war ich vor meinem 20. Lebensjahr vielleicht insgesamt 2 oder 3x...
Ab dem 14. Lebensjahr hab´ ich mein Taschengeld mit Nachhilfe aufgebessert und es so geschafft, mir mit knapp 19 Jahren den Führerschein zu finanzieren.
Wo ein Wille, da ein Weg.
Während meiner Ausbildung hab´ ich gespart ohne Ende, während meines Studiums hab´ ich nebenher gejobbt ohne Ende - und konnte mir dann zum Beginn meines Referendariats ein eigenes Auto kaufen (auf das ich auch dringend angewiesen war)...
Ich glaube, wir kommen grad´ ziemlich vom Thema ab ;)
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Was du, Seven, glaube ich sagen moechtest: Wir wissen Geld zu schaetzen.

Und genau das moechte ich meinem Sohn auch beibringen.
Bewusst mit Geld umzugehen, sich auch MAL was goennen, aber nicht rum zu heulen, wenn DadDY einem grade nicht das neue Handy gekauft hat, weils ja DIE Sensation ist, und 3 Monate spaeter wieder von vorne:D
 
seven

seven

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Was du, Seven, glaube ich sagen moechtest: Wir wissen Geld zu schaetzen.
Genau, Hundefreundin, danke!!! Ich bin einerseits neidisch gewesen, wenn Klassenkameradinnen 100DM Taschengeld bekamen, zum 18. Geburtstag Führerschein plus erstes Auto geschenkt bekamen... Andererseits war (und bin es bis heute) ich verdammt stolz auf mich, dass ich das aus eigener Kraft geschafft habe ;)

Und wie kriegen wir jetzt die Kurve zum eigentlichen Thema zurück? ;)
Ach so - ich hab´ vorhin mal "just for fun" den Thread hier nochmal gelesen: https://www.tierforum.de/t202392-p2-wann-ist-ein-guter-zeitpunkt-sich-einen-hund-anzuschaffen-studium-oder-arbeit.html#post3176378
und mich ganz interessiert gefragt: Machen sich alle Leute, die Kinder haben wollen, auch solche Gedanken wie die, die sich einen Hund anschaffen wollen? Oder umgekehrt? Holen sich Leute genauso unbedarft Hunde, wie sie Kinder in die Welt setzen? Oder wie auch immer man sich dazu fragen mag ;)

LG seven
 
Cerridwen

Cerridwen

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Ich überlege gerade ob ich noch was dazu schreibe... immer denken alle, Kinder würden so viel kosten, dabei brauchen Kinder nicht das 500ste Spielzeug oder die teuren markenklamotten. Das ist ganz allein die Einstellung der Eltern. Man muss also keine 2000€ im Monat verdienen um Kinder zu bekommen.
Nein, Kinder kosten nicht viel Geld. Bis zum 18. Lebensjahr im Durchschnitt nur etwa 150.000 Euro. Das nimmt man sich aus der Portokasse. :roll:
 
Hundefreundin12

Hundefreundin12

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Naja, nicht ganz..:p
wobei, vielleicht SOLLTE man es, damit man noch Kinder bekommen DARF???:D
 
Seraph

Seraph

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Aber das kosten Kinder doch nicht auf einen Schlag.
und klar, hat man mit Kind mehr Ausgaben als ohne, damit wollte ich sagen, das man die Kosten aber selbst etwas steuern kann, indem man sich nur das kauft, was man braucht, oder gebraucht kauft. Zumindest kann man da im baby und Kleinkindalter viel Geld sparen.
und wenn die Waschmaschine kaputt ist, hab ich das Problem mit Kind genau so wie ohne. Für große Anschaffungen wie Kindersitz kann man sparen oder Geburtstage und Weihnachten nutzen. Oft wollen Verwandte den Kindern gutes tun und ihnen etwas kaufen, kann ja auch mal was nützliches sein.

Aber ich sehe es wie Seven, wir sind voll vom Thema ab gekommen.
wir hatten als 6 köpfige Familie mit 1 Verdiener auch nicht viel, wir sind selten in den Urlaub gefahren. An Weihnachten und Geburtstagen gab es nicht wie bei meinem Kumpel 200€ Geschenke sondern 50DM/€. Es hat gereicht und hätte auch gereicht wenn es 20€ gewesen wären oder 10€.
ich hab das hundethema jetzt nicht komplett gelesen aber ich denke gut geplant kommen da ähnliche Gedanken auf. Habe ich die Zeit, das Geld die Nerven...

aber wie gesagt, hier ging es um befristete Verträge, nicht um Arbeitslose, nicht um Großverdiener.
das man einen befristeten Vertrag hat, bedeutet nicht, das man schlecht verdient. Ich konnte mich zumindest nie beschweren in den insgesamt 5 Jahren Befristung. Ich konnte Geld an die Seite legen, meinen Führerschein machen, mir ohne Pump ein fast neues Auto kaufen als ich den Arbeitgeber wechselte uns hab kurz darauf den Vertrag zum Hausbau unterschrieben. Obwohl ich bis zu dem Zeitpunkt immer nur befristet angestellt war. Und nur weil man Kinder bekommt, heißt es ja nicht, das man dann kein Geld mehr verdient. Man kann genau so arbeiten gehen wie vorher, wenn man die Betreuung und den Willen dazu hat. Wenn der Vertrag ausläuft, kann man sich etwas Neues suchen. Man bekommt Elterngeld, Kindergeld, in Bayern noch betreuungsgeld. Man kann, wenn man wirklich nix oder wenig Geld hat, Zuschüsse beantragen, Vergünstigungen bekommen und und und... ich denke in Deutschland muss man sich wirklich keine Gedanken machen, das man mit Kind plötzlich auf der Straße sitzt.
ich bin weiterhin der Meinung, ein befristeter Vertrag sollte nicht meine Familienplanung beeinflussen, wenn ich das nicht selber möchte. (Ja, ich habe meinen Kinderwunsch knapp 5 Jahre zurück gestellt weil es "nie passte". Für mich war es echt hart, mit vielen Tränen verbunden und ich würde es nicht wieder so machen)

anderer Gedanke, zu einem Kind gehören immer 2 Elternteile. Wenn nur einer einen befristeten Vertrag hat, ist die Situation ja anders, als wenn beide eine unsichere Anstellung haben. meine Schwester hat immer gesagt sie kann sich kein Kind leisten, inzwischen hat sie trotzdem ein Kind. Man muss halt gucken was einem wichtig ist und als Elternteil zurück stecken, wenn das Kind neue Schuhe braucht.
 
Thema:

Nachwuchs trotz befristeter Jobs - geht das?