Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen

Diskutiere Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen im Katzen Haltung Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo:D es geht um Folgendes: Wir haben zwei Kater aus dem hiesigen Tierheim. Nun haben wir uns für einen Kater aus dem Auslandstierschutz...
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Sani28

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Hallo:D

es geht um Folgendes:

Wir haben zwei Kater aus dem hiesigen Tierheim.
Nun haben wir uns für einen Kater aus dem Auslandstierschutz entschieden. Er hat uns auf Anhieb gefallen.
Das Tier kommt aus Bulgarien. Es steht kein Verein dahinter, allerdings sind es private Tierschützer, die eine kleine Auffangstation betreiben. Hier in Deutschland haben wir einen Ansprechpartner, der ebenfalls Tiere von ihnen hat. Der Kater kommt gechippt, kastriert und geimpft mit legalen Papieren. Die Kosten werden sich auf 185,-€ belaufen (Transport alleine 80,-€). Momentan befindet er sich in Quarantäne. Ich habe jetzt noch nichts Negatives über diese Tierschützer gehört, hätte aber gerne hier Erfahrungsberichte. Die Unsicherheit ist da, da wir unsere Tierheimkatzen auf Probe hier wohnen lassen konnten.

Bitte berichtet mal
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #2
Als Tierschützer kann sich jeder bezeichnen. Und deswegen gibt es im Namen des Tierschutz auch ganz viele gut oder weniger gute Taten.

Im schlimmsten Fall werden im Ausland extra Tiere für den Tierschutz produziert, unter üblen Bedingungen nach Deutschland verbracht, Auflagen vom Veterinäramt werden nicht eingehalten und Papiere sind gefälscht, Impfungen wurden nicht oder nicht fristgerecht durchgeführt.

Die neuen Tiere können krank oder von Parasiten befallen sein, wenn es blöd läuft wird das dann auch noch auf die vorhandenen Tiere übertragen.

Erfahrungsberichte nützen dir wenig, es gibt ja von deiner Seite aus nicht mal einen Namen nach dem man recherchieren könnte. Nur spricht genau das, natürlich nicht gerade für Seriosität.

Offensichtlich habt ihr euch doch sowieso schon für eine Katze entschieden, da bleibt nur noch Daumen drücken dass alles glatt läuft.

Und für Mitleser die sich überlegen, ein Tier aus dem Ausland zu holen, meine Bitte, sehr genau zu recherchieren was es mit dem Verein, der Nachhaltigkeit der Arbeit vor Ort und mit der Transparanz auf sich hat.

Der Gesetzgeber unterscheidet übrigens nicht, ob ein Tier für den Handel oder im Namen des Tierschutzes ins Land verbracht wird. (Geld fließt, egal ob als Gewinn oder als "Schutzgebühr" deklariert...). Jedenfalls müssen Vorschriften eingehalten werden, zum Beispiel ist es verboten, einfach Transportboxen in einem Lieferwagen zu stapeln, die Ankunft der Tiere muß beim Veterinäramt angemeldet sein und die Tiere dürfen nach der Ankunft nicht einfach an die Käufer verteilt werden sondern müssen erst einmal beim Verkäufer verbleiben und der Gesundheitszustand muß überprüft werden.

Nur drei Punket die eigentlich dem Schutz von Tieren dienen, aber im Namen des Tierschutzes gerne missachtet werden. Natürlich definiert jeder etwas anders als Tierschutzarbeit.

Manche Katzen wie z.B. junge Pointkatzen sind in Deutschland nur selten oder recht teuer zu bekommen. Da ist es einfach, sich eine aus dem Ausland zu importieren wenn man so eine Optik gerne haben möchte. Und um so weniger genau man bei den Anbietern hinschaut, um so schneller lässt sich so ein Wunschtier beschaffen.

Und für´s Gewissen ist es auch noch gut, wenn man sich dann damit beruhigen kann, ja mit dem Kauf eine gute Tat im Namen des Tierschutz geleistet zu haben ;)
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #3
Als Tierschützer kann sich jeder bezeichnen. Und deswegen gibt es im Namen des Tierschutz auch ganz viele gut oder weniger gute Taten.

Im schlimmsten Fall werden im Ausland extra Tiere für den Tierschutz produziert, unter üblen Bedingungen nach Deutschland verbracht, Auflagen vom Veterinäramt werden nicht eingehalten und Papiere sind gefälscht, Impfungen wurden nicht oder nicht fristgerecht durchgeführt.

Die neuen Tiere können krank oder von Parasiten befallen sein, wenn es blöd läuft wird das dann auch noch auf die vorhandenen Tiere übertragen.

Erfahrungsberichte nützen dir wenig, es gibt ja von deiner Seite aus nicht mal einen Namen nach dem man recherchieren könnte. Nur spricht genau das, natürlich nicht gerade für Seriosität.

Offensichtlich habt ihr euch doch sowieso schon für eine Katze entschieden, da bleibt nur noch Daumen drücken dass alles glatt läuft.

Und für Mitleser die sich überlegen, ein Tier aus dem Ausland zu holen, meine Bitte, sehr genau zu recherchieren was es mit dem Verein, der Nachhaltigkeit der Arbeit vor Ort und mit der Trnsparanz auf sich hat.
Der Gesetzgeber unterscheidet übrigens nicht, ob ein Tier für den Handel oder im Namen des Tierschutzes ins Land verbracht wird. (Geld fließt, egal ob als Gewinn oder als "Schutzgebühr" deklariert...). Jedenfalls müssen Vorschriften eingehalten werden, zum Beispiel ist es verboten, einfach Transportboxen in einem Lieferwagen zu stapeln, die Ankunft der Tiere muß beim Veterinäramt angemeldet sein und die Tiere dürfen nach der Ankunft nicht einfach an die Käufer verteilt werden sondern müssen erst einmal beim Verkäufer verbleiben und der Gesundheitszustand muß überprüft werden.

Nur drei Punkt die eigentlich dem Schutz von Tieren dienen, aber im Namen des Tierschutzes gerne missachtet werden. Natürlich definiert jeder etwas anders als Tierschutzarbeit. Manche Katzen wie z.B. junge Pointkatzen sind in Deutschland nur selten oder sehr teuer zu bekommen. Da ist es einfach, sich eine aus dem Ausland zu importieren wenn man so eine Optik gerne haben möchte. Und um so weniger genau man bei den Anbietern hinschaut, um so schneller lässt sich so ein Wunschtier beschaffen.

Und für´s Gewissen ist es auch noch gut, wenn man sich dann damit beruhigen kann, ja mit dem Kauf eine gute Tat im Namen des Tierschutz geleistet zu haben ;)

Ich habe die Namen der Tierschützer (Cvety und Iva, RespekTiere Leben macht für die beiden Werbung). Sie lieben ihre Tiere und kümmern sich aufopferungsvoll um sie.
Es wird so ablaufen, dass wir uns mit dem Fahrer des Transporters auf einem Parkplatz treffen und den Kater dann gleich mit nach Hause nehmen.
Dein Bericht macht mir etwas Angst, aber ich möchte auch nicht, dass der Kater wegen mir in Bulgarien bleiben muss, wo er keine Chance hat
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #4
Dann verstoßen dieser Verein der Tiere angeblich so sehr liebt schon mit der Übergabepraktik gegen gültiges Gesetz. Würde mich schon extrem misstrauisch machen.

Mitleid mit dem Tier aus dem Ausland ist die eine Sache, du solltest dich aber auch hinterfragen wie verantwortlich du gegenüber deinen vorhandenen Katzen handelst.

Eine richtige Quarantäne durchzuführen ist für einen Laien nur schwer umsetzbar. Erkundige dich doch mal (telefonisch) bei deinem Haustierarzt, welche Parasiten und Krankheiten aus dem Ausland eingeschleppt werden können und wie er die Gefahren aus medizienischer Sicht bewertet.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #5
Dann verstoßen dieser Verein der Tiere angeblich so sehr liebt schon mit der Übergabepraktik gegen gültiges Gesetz. Würde mich schon extrem misstrauisch machen.

Mitleid mit dem Tier aus dem Ausland ist die eine Sache, du solltest dich aber auch hinterfragen wie verantwortlich du gegenüber deinen vorhandenen Katzen handelst.

Eine richtige Quarantäne durchzuführen ist für einen Laien nur schwer umsetzbar. Erkundige dich doch mal (telefonisch) bei deinem Haustierarzt, welche Parasiten und Krankheiten aus dem Ausland eingeschleppt werden können und wie er die Gefahren aus medizienischer Sicht bewertet.

Ok, danke:|
Wie gesagt, es handelt sich nicht um einen Verein, sondern um Privatpersonen. Vielleicht hat noch jemand Erfahrung mit den Tieren von Iva und Cvety (Cvetys und Ivas Hunde- und Katzenglück Bulgarien)
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #6
Hallo,
auch ich halte nichts von dem Verfahren, Haustiere im Ausland gegen Gebühr retten zulassen. :roll:

Natürlich kann und soll sich jeder eine Katze kaufen, wenn diese ihm besonders gut gefällt. :angel:

Tierschutz ist es aber nach meinen Vorstellungen nicht, wenn immer mehr dieser Tiere aus Bulgarien,
oder egal woher, nach Deutschland verbracht werden. :eusa_doh:

Um die schlechten Bedingungen für Katzen in einem Land zu ändern, muß sich dort etwas ändern, sonst ist es wohl sinnlos. :eusa_think:
Die Vermehrungsrate der Hauskatze ist so gewaltig, ein Pärchen kann nach 7 Jahren über 70000 Nachkommen bekommen,
wenn da einzelne Tiere entnommen werden und von mitleidigen Menschen in Deutschland gepflegt werden, gibt es immer schon neue,
denen auch geholfen werden kann. :shock:

Ob die Menschen, die solche Tiere nach Deutschland bringen, dieses in selbstloser Absicht machen,
oder mit dem Wunsch damit auch Gewinne erzielen, ist dabei noch eine andere Frage. :?:

Auch in Deutschland gibt es Katzen genug, wer also meint ein gutes Werk zu machen,
wenn er sich einer möglichst verwilderte und kranke Katze annimmt,
findet auch bei uns bestimmt eine große Auswahl hilfsbedürftiger Tiere. :?

Fritz.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #7
Kann leider auch nicht mit Erfahrungsberichten dienen, aber ich halte allgemein nicht so viel von Auslandstierschutz.
Klar Engagement ist immer schön und will mich auch nicht zu sehr beschweren, aber in unseren deutschen Tierheimen warten so viele tolle Katzen und Hunde und auch hier gibt es so viele Organisationen. Ich finde man sollte zuerst in Deutschland nach einem passenden Tier schauen, und wenn es wirklich gaaaar kein passendes Tier gibt, kann man immernoch im Ausland schauen.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #8
Ich habe bereits zwei Katzen aus einem deutschen Tierheim, also brauche ich mir diesbezüglich nichts vorzuwerfen
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #9
Ich weiß nicht wie es bei den Katzen ist, aber einen gesunden Hundewelpen wird man in einem deutschen Tierheim wohl eher nur in Ausnahmefällen finden. Im Ausland hingegen sind Hundewelpen häufig wortwörtlich Wegwerfware und ihre Vermittlung über die Landesgrenzen überhaupt ihre einzige Chance zu überleben. Von daher kennt Tierschutz was das angeht für mich keine Grenzen.

Es stimmt allerdings, dass es häufig nicht überschaubar ist, ob eine Organisation seriös arbeitet oder nicht, hier würde ich einfach sehr viele Rückfragen stellen und dann auf mein Bauchgefühl hören. Eine seriöse Organisation kennt ihre Tiere und kann Fragen zu Verhalten und Charakter beantworten, gibt auch Verhaltensprobleme, körperliche Besonderheiten des Tieres oder Erkrankungen ehrlich an und zeigt ernsthaftes Interesse daran für einen Interessenten das passende Tier zu finden. Auch Vor- und/oder Nachkontrollen, sowie vorherige Aufklärung über den Vermittlungsablauf gehören zu einer seriösen Organisation.

Letztendlich sollte man natürlich so sorgfältig prüfen wie irgendmöglich, allerdings muss man dies natürlich auch wenn man ein Tier im Inland aufnimmt, oder sogar eines vom Züchter holt. Das Auslandsorganisationen von vorne herein unseriös und welche im Inland grundsätzlich seriös (oder zumindest seriöser) sind würde ich also so nicht sagen.

Dann verstoßen dieser Verein der Tiere angeblich so sehr liebt schon mit der Übergabepraktik gegen gültiges Gesetz. Würde mich schon extrem misstrauisch machen.
Warum verstößt es gegen gültiges Gesetz Tiere von einem Transporter (oder vom Flughafen) abzuholen, ich denke die wenigsten Organisationen haben über ganz Deutschland verteilt Zwischenstationen und Pflegestellen wo die Tiere "zwischengeparkt" werden können, bevor sie von ihren endgültigen Besitzern abgeholt werden (und es würde aus meiner Sicht auch nicht sonderlich viel Sinn machen, sondern nur noch mehr Stress für das Tier bedeuten).
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #10
Ich denke, niemand hat sich hier irgendwas vorzuwerfen (es sei denn, er holt sich seine Tiere aus irgendeiner fragwürdigen Vermehrung - und das mag natürlich manchmal bei Auslandskatzen ein Risikofaktor sein, aber das kann einem bei Katzen aus deutscher Herkunft leider genauso passieren...).
Ich bin grundsätzlich auch dafür, erstmal vor der eigenen Haustür zu kehren und Katzen aus dem heimischen Tierschutz zu adoptieren - was ich auch getan habe.
Man darf aber auch nicht alle ausländischen Vermittlungs-Orgas über einen Kamm scheren - ANAA z. B. ist sehr seriös, es gibt hier viele UserInnen, die Katzen von dort haben.

Meine Meinung also kurz zusammengefasst: Erstmal vor der eigenen Haustür kehren - dabei auf Schwarze Schafe achten - und dann aber auch nicht gleich alle ausländischen Orgas zum Teufel wünschen, sondern da auch erstmal auf Seriosität überprüfen...

LG seven
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #11
Momentan befindet er sich in Quarantäne.

Es wird so ablaufen, dass wir uns mit dem Fahrer des Transporters auf einem Parkplatz treffen und den Kater dann gleich mit nach Hause nehmen.

Hallo Sani28,
du widersprichst dir in den beiden oben zitierten Stellen selber.
Einmal sagst du, dass das Tier bereits in Quarantäne sitzt und danach sagst du, dass du das Tier direkt am Transporter abholst und dann direkt mit nach Hause holst...

Das wirkt alles nicht sehr seriös.

Ich persönlich halte nicht viel vom Auslandstierschutz. Wie viele andere auch.
Hier werden Tiere "produziert" um sie als Tiere aus der Tötung nach Deutschland zu vermitteln. - Alles nur um durch die "Vermittlungsgebühr" Geld zu verdienen.
Es ist traurige Wahrheit - das gilt nicht nur für Hunde- sondern immer mehr auch für Katzenwelpen.
Gerade seltene Rassekatzen bzw. seltene Farbschläge von Rassekatzen werden für wenig Geld an den nächst Besten verkauft.
Nein - nicht vermittelt - einfach nur verkauft. Es werden keine Vor- oder Nachkontrollen durchgeführt. Es geht dabei ausschließlich ums Geld verdienen.
Wenn man aus solche Menschen hereinfällt kann man nur hoffen, dass das Tier nicht schwer krank ist und man ein Vielfaches des Kaufpreises beim TA lässt.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #12
Ich persönlich halte nicht viel vom Auslandstierschutz. Wie viele andere auch.
Hier werden Tiere "produziert" um sie als Tiere aus der Tötung nach Deutschland zu vermitteln. - Alles nur um durch die "Vermittlungsgebühr" Geld zu verdienen.
Aber das klingt als würden die Pererras eigentlich nicht existieren.

In vielen europäischen Ländern landen Tiere in der Tötung weil sei vom -Tierfänger aufgegriffen wurden, weil ihre Besitzer keine Lust mehr auf sie hatten, oder weil sie einfach irgendwo "über" waren (hat ja da auch keiner Lust sein Tier kastrieren zu lassen). Nach 2-3 Wochen in der Perrera werden sie getötet (und das heißt viel zu oft, nicht, dass sie fachgerecht eingeschläfert werden) und zwar egal wie hübsch, jung oder lieb sie sind.
Das dort deutsche Tierschutzorganisationen kommen und ständig versuchen ein paar Tiere zu befreien sorgt auch sicher nicht dafür, dass dann extra mehr Tiere produziert werden weil ja jemand kommt und den "Dreck wegräumt". Viel wahrscheinlicher ist es, dass man dort eher verwundert den Kopf schüttelt über die bekloppten Tierschützer, denn ich wette den meisten Menschen dort ist es absolut egal ob die Tiere nur durch Tötung beseitigt werden oder durch Vermittlung. Hauptsache es kostet nichts.

Ich will ganz und gar nicht ausschließen, dass es auch bei den Organisationen genügend schwarze Schafe gibt, aber es gibt sicher auch genau so viele die sich aufopferungsvoll um die Tiere kümmern und versuchen so viele zu retten wie möglich und denen gilt durchaus mein Respekt und meine Anerkennung.

Gerade habe ich wieder das Vereinsheft der Orga bekommen von der mein Ringo damals war (ja, kann man jetzt drüber streiten, ob das Geld für das Heft nicht lieber direkt für die Tiere ausgegeben werden sollte, aber so betreiben sie halt auch Öffentlichkeitsarbeit) und ganz ehrlich, es ist wirklich sehr schrecklich wie in vielen Ländern mit Hunden und Katzen umgegangen wird, die sind da wirklich zum Teil nur Müll und werden auch so behandelt.

Natürlich muss man auch 'vor der eigenen Tür kehren', aber dieses Ausmaß von Tierleid und Tierquälerei haben wir hier nicht in Deutschland, hier werden Tiere im Tierheim nicht einfach irgendwann getötet, hier sitzt nicht an jeder Straßenecke ein Hund oder eine Katze und verreckt langsam vor sich hin ohne das es wen interessiert.

Ich will nicht sagen, man sollte sich ein Tier aus dem Ausland holen, um Gottes Willen, natürlich brauchen wir auch jede helfende Hand im Inlands-Tierschutz, aber man darf auch nicht übersehen, dass ein Ticket nach z.B. Deutschland für viele Hunde und Katzen im Ausland wirklich die einzige Chance ist überhaupt zu überleben.

Bisher sehe ich nichts was die TE schreibt als Beweis dafür an, dass es sich hierbei um unseriöse Leute handeln sollte (was natürlich nicht automatisch heißt, dass sie seriös sind), aber wenn nichts eindeutiges dagegenspricht und diese Katze zur TE passen würde, warum denn nicht.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #13
Warum verstößt es gegen gültiges Gesetz Tiere von einem Transporter (oder vom Flughafen) abzuholen, ich denke die wenigsten Organisationen haben über ganz Deutschland verteilt Zwischenstationen und Pflegestellen wo die Tiere "zwischengeparkt" werden können, bevor sie von ihren endgültigen Besitzern abgeholt werden (und es würde aus meiner Sicht auch nicht sonderlich viel Sinn machen, sondern nur noch mehr Stress für das Tier bedeuten).
Man sah zum Glück die Problematik unter anderem mit unseriösen Händlern die Tiere aus dem Ausland in Deutschland verschachert haben und damit viel Leid bei Tieren verursacht haben (Stichwort Welpen aus dem Kofferraum).
Deswegen wurde 2014 die Gesetze verschäft. Tierschutzorgas und Pflegestellen müssen sich beim Veterinäramt anmelden und stehen unter Aufsicht. Jeglicher Handel mit Tieren aus dem Ausland muß ebenfalls vom Veterinäramt genehmigt und beaufsichtigt werden.

Glücklicherweise wird dabei nicht unterschieden ob man sich als Händler oder Tierschutzorga versteht, für alle Tiere gelten die gleichen Richtlinien die sie und andere Tiere schützen sollen vor unzumutbaren Transportbedingungen und Krankheiten bzw. Ansteckung.

Ich bin der Meinung, wer nichts zu verbergen hat und Wert auf anständige Arbeit legt, hat auch kein Problem damit, mit dem Veterinärmt zusammen zu arbeiten...

Was dabei unter anderem vorgeschrieben ist habe ich oben schon erklärt.
Mir wiederum ist es unverständlich, dass man nicht verstehen kann, wozu eine Quarantäne dienen soll und warum das Veterinäramt ein Auge auf das Ganze werfen will.

Wie du selbst schreibst kann man schlecht überprüfen wie die Leute im Ausland arbeiten und genau so wenig weiß man, wie die dort ihre Quarantäne durchführen (ein Laie mit begrenzten Mitteln kann da auch bei gutem Willen eine Menge Fehler machen) und ob sie überhaupt eine Quarantäne durchführen und welche Krankenheiten getestet werden. Es scheitert eben oft auch am Geld...

Deswegen verlangt das Veterinäramt das die Tiere nach Ankunft in Deutschland bei einer Person oder Einrichtung mit Sachkundenachweis gehalten und beobachtet werden und die Weitervermittlung nachvollziehbar dokumentiert wird. Dadurch sollen die bereits vorhandenen Heimtiere vor Ansteckung gechützt werden und wenn doch eine Krankheit/ Seuche auftritt ist man in der Lage rasch zu handeln und alle Betroffenen zu informieren.

Das alles kann man im Tierschutzgesetz nachlesen (§11) und ganz ausführlich und informativ wurde sich im Zergportal damit befasst. Unter anderem in diesem Artikel
In meinen Augen nicht nur Pflichtlektüre für alle die im Auslandstierschutz aktiv sind sonder auch für die, die Wert auf eine seriöse Orga legen denn nur mit Hintergrundwissen kann man auch die richtigen Fragen stellen.

Ich habe schon die übelsten Erfahrungsberichte gelesen was solche Transporte aus entfernten EU-Ländern angeht:
Die Tiere werden ungesichert in Transportboxen in Transporter gestapelt, Hunde und Katzen gemischt, darunter auch schwache und kranke Tiere. Da fährt auch keine geschulte Person sondern einfach irgendein Fahrer. Die Tiere sitzen in ihren Exkrementen, in Hitze oder Kälte je nach Jahreszeit, die Transporte gehen teilweise über Tage.
Dann trifft man sich mit den Adoptanten auf Parkplätzen, die Treffpunkte werden erst kurz vorher bekannt gegeben weil man Kontrollen möglichst umgehen will. (Mit der Begründung das Vet.-Amt würde nur Ärger machen und die armen Tiere zusätzlich stressen).
Vor Ort gibt es keinen Ansprechpartner, wenn ein Tier nicht abgeholt wird- Pech? Wenn man dann doch Probleme mit dem Tier hat weil es krank ist- Pech...? Rückgabe ist ja kaum möglich.

Wenn man so einen Transport dokumentieren würde weil er von einem vorgenommen wird der sich als Händler versteht- da wäre die Entrüstung groß.
Interessanterweise rechtfertigt eine "Tierrettung" wohl für die Retter alles andere, auch illegales Handeln...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #14
Off-Topic
Danke, ich wusste nicht, dass da die Bestimmungen geändert wurden (ist ja auch noch nicht so lange her). Werde mich da jetzt mal schlau machen. Ich frage mich allerdings wie das so richtig funktionieren soll mit der Quarantäne nach Einreise, denn das würde ja tatsächlich bedeuten, man hätte für jedes Tier eine professionell ausgerüstete (Pflege-)Stelle :eusa_think:

Edit:
Habe nun diverse Links gelesen und finde nichts darüber, dass eine Quarantänezeit nach der Einbringung nach Deutschland vorgeschrieben ist. Hundewelpen müssen mindestens 13 Wochen alt sein, ihre Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage her sein, sie brauchen einen Heimtierpass und müssen tierärztlich untersucht sein. Ich sehe nicht, wieso es verboten sein sollte Tiere direkt nach der Einbringung nach Deutschland ihren neuen Besitzern zu übergeben.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #15
Ich lese ja auch in einem großen Katzenforum mit- deswegen bleibe ich bei der Tierart. Und ja, es gibt private Pflegestellen für Auslandsorgas die sich als die Thematik damals aufkam gleich Gedanken gemacht haben, ausgetauscht haben, den Sachkundenachweis gemacht haben und die ganz offiziell bei ihren Vet.-Ämtern vor Ort gemeldet sind.

Es gibt aber auch sehr viele Orgas die das nicht für nötig halten, sich durch diese Auflage in ihrer ehrenhaften Arbeit belästigt oder behindert fühlen und das Tierschutzgesetz dann schlichtweg ignorieren. Übrigens haben sie oft trotzdem eine große Anzahl von Fans und Verteidigern. Wer Tiere liebt und sich für sie "aufopfert" dem darf man doch nichts schlechtes unterstellen...

Mir scheint, dass traurigerweise bei solchen emotionalen Themen wie dem Tierschutz die Vernunft manchmal völlig ausgeschaltet wird. :( Paradox, wenn man bedenkt, dass die neuen Gesetze gerade zum Schutz von Tieren gemacht wurden.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #16
Danke, das wußte ich auch nicht, hab mich aber mit Auslandstieren bisher nicht wirklich beschäftigt. Ich hab bisher immer nur gesehen, daß Begleitpersonen gesucht wurden für Flüge.... aber da waren meine Urlaubsorte bis vor kurzem nicht interessant...
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #17
Ich lese ja auch in einem großen Katzenforum mit- deswegen bleibe ich bei der Tierart. Und ja, es gibt private Pflegestellen für Auslandsorgas die sich als die Thematik damals aufkam gleich Gedanken gemacht haben, ausgetauscht haben, den Sachkundenachweis gemacht haben und die ganz offiziell bei ihren Vet.-Ämtern vor Ort gemeldet sind.
Richtig, Pflegestellen die regelmäßig Tiere aufnehmen brauchen diesen Nachweis und sollten ihn daher auch machen.

Es gibt aber auch sehr viele Orgas die das nicht für nötig halten, sich durch diese Auflage in ihrer ehrenhaften Arbeit belästigt oder behindert fühlen und das Tierschutzgesetz dann schlichtweg ignorieren.
Wird ein Tier aber gleich an den Endbesitzer vermittelt wird das Gesetzt nicht ignoriert oder umgangen, weil für Endbesitzer kein Sachkundenachweis gefordert wird. Ebenso lese ich nirgendwo, dass ein Tier nachdem es nach Deutschland kommt nochmals eine Quarantänezeit wahren müsste, es müssen nur die Einreisebestimmungen gewahrt werden. Wieso sollte es also illegal sein ein Tier ab Transporter/Flugzeug dem Endbesitzer zu übergeben?

Mir scheint, dass traurigerweise bei solchen emotionalen Themen wie dem Tierschutz die Vernunft manchmal völlig ausgeschaltet wird. :( Paradox, wenn man bedenkt, dass die neuen Gesetze gerade zum Schutz von Tieren gemacht wurden.
Wessen Verstand meinst du genau?
Natürlich gibt es auch Organisationen die es gut meinen und schlecht machen, aber solche Leute gibt es ebenfalls im In- und Ausland.
Aus meiner Sicht sind Pauschalurteile hier absolut fehl am Platz, 'alle Orgas sind gut' ist ebenso undifferenziert wie 'alle Orgas sind schlecht'.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #18
Off-Topic

Edit:
Habe nun diverse Links gelesen und finde nichts darüber, dass eine Quarantänezeit nach der Einbringung nach Deutschland vorgeschrieben ist. Hundewelpen müssen mindestens 13 Wochen alt sein, ihre Tollwutimpfung muss mindestens 21 Tage her sein, sie brauchen einen Heimtierpass und müssen tierärztlich untersucht sein. Ich sehe nicht, wieso es verboten sein sollte Tiere direkt nach der Einbringung nach Deutschland ihren neuen Besitzern zu übergeben.
Danke für deinen Einwand.
Ich habe zu diesem Thema vor zwei Jahren viel recherchiert und geschrieben.
Für meine heutigen Beiträge habe ich zugegebenermaßen nicht mehr neu recherchiert sondern das meiste aus dem Gedächtnis wieder gegeben. Ich war mir sicher, daß die Direktvermittlung aus dem Transporter über Parkplätze nicht mehr möglich ist, mit den Einzeltransporten über Flugzeuge habe ich mich auch damals nicht beschäftigt.

Leider konnte ich spontan beim Zergportal keinen entsprechenden Artikel darüber finden, was nicht heißt, dass es keinen gibt, viele Infos dort werden über Newsletter verbreitet und ich finde die Suchfunktion sehr unübersichtlich. Auch habe ich den Austausch der Pflegestellen damals interessiert verfolgt und kann leider nicht mehr nachvollziehen woher ich meine Infos hatte.

Ich kann mir vorstellen daß es folgende Erklärung gibt:
Es benötigt eine Erlaubnis vom Vet-Amt wenn man Tiere zu Handelszwecken einführen will. Diese kann nur einer sachkundigen Person erteilt werden. Buchführung ist Pflicht über eingetroffene und weiter verkaufte Tiere. Dazu muß aber ebenfalls eine verantwortliche Person greifbar sein.
Das Vet-Amt muß die Möglichkeit haben, den Gesundheitszustand der eingetroffenen Tiere zu überprüfen, die besteht auf einem Parkplatz nicht. Wenn nötig wird eine Quarantäne angeordnet, sie ist aber nicht grundsätzlich verpflichtend. Für so einen Fall müssen geeignete Räumlichkeiten verfügbar sein.

Evtl. hielten es die (verantwortungsvollen) Pflegestellen selbst für nicht machbar, eine legale Direktvermittlung nur aus dem Ausland ohne Pflegestellen vor Ort durchzuführen.

Ich habe mich noch nie intensiv mit Orgas aus dem Ausland beschäftigt, kenne nur wenige Namen und weiß nichts über die wirklich Arbeit, also wie seriös oder nachhaltig sie sind.
Ich weiß aber, daß die Orgas die beim Zergportal vermitteln und gelistet sind, alle nötigen Nachweise die den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen erst beim Zergportal vorlegen müssen um darüber vermitteln zu dürfen:


Das heißt, man hat schon eine gute Vorauswahl was die Einhaltung von Vorschriften und damit die Seriosität betrifft wenn man über dieses Portal sucht.

Wer Kontakt zu transparent arbeitenden, seriösen Vereinen pflegt, kann dort aber bestimmt auch direkt anfragen, wie das mit der Direktvermittlung funktioniert und das hier vielleicht auch mitteilen- ich bin interessiert.

Was den Vorwurf mit Pauschalurteilen angeht- den Schuh zieh ich mir übrigens nicht an. Von Anfang an habe ich auch in dieser Diskussion betont, dass es überall gute und schlechte Arbeit im Namen des Tierschutz gibt.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #19
Hallo,

gibt es nicht bei manchen Tierviermitlungen auch häufig den Weg,
daß irgendwelche Touristen gebeten werden, Hund oder Katze bei ihrem Rückflug von ihrem ausländischen Feriendomizil mitzunehmen
und beim Eintreffen in Deutschland, werden die Tiere gleich von den neuen Besitzern abgeholt:?::?:

Die neuen deutschen Besitzer sind vorab schon, von der Tierrettungsorganisation mit Bildern
und einer möglichst dramatischen, persönlichen Geschichte des Tieres versorgt worden,
wie Katze im Müll gefunden ,oder sind noch gerade im letzten Augenblick vor der Tötungsstation entführt worden. :shock:

Diese Tiere werden mit einen Chip ausgestattet und haben einen EU-Heimtierausweis,
mir ist nicht bekannt, daß dieses nicht den derzeitigen Bestimmungen genügen sollte. :eusa_think:





Fritz.
 
  • Eine Katze aus dem Auslandstierschutz...bitte um Erfahrungen Beitrag #20
Ich habe eine sehr schlechte Erfahrung mit dieser Organisation: Association of Rescued Paws - Bulgaria, Pepa Stara Zagora.

Ich beobachte ihre Posts seit mehreren Jahren, sie haben viele Tiere, endlose Spenden werden über verschiedene Quellen gesammelt.
Als wir uns schließlich für 2 Katze entschieden und uns viel Mühe gegeben haben, haben sie uns abgelehnt. Sie sagten, dass ihre Katze mit unserer nicht auskommt. Können Sie sich das vorstellen? Erstens wissen sie nicht genau, ob unsere Katze mit anderer auskommt oder nicht. zweitens war es der einzige Grund.
Drittens zeigt das Video, dass arme Katzen unter ziemlich schlechten Bedingungen leben, nicht so wie es bei uns wäre.
Viertens haben sie einen Haufen Tiere. Die Frage ist warum??
Warum kassieren sie Geld von allen, aber halten Katzen unter so schrecklichen Bedingungen?
wohin geht das geld?
Dann ist das Hauptziel jedes Tierheims, den Tieren ein liebevolles Zuhause zu geben. Wenn endlich eine Chance kommt, ja, eine Chance, geben sie sie dem armen Tier nicht.

Im Allgemeinen scheint es mir, dass diese Organisation einfach von diesen armen Tieren "lebt".
 
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