Problem mit bockigem Pferd

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  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #1
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rimalda

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Hallo,

bin neu hier und bedanke mich für die Aufnahme.

Hab seit anfang dezember Probleme beim reiten. Zur Erklärung es handelt sich um ein 20 jähriges Schulpferd (Stute) bin vorher gut mit ivr zurecht gekommen aber seit anfang Dezember buckelt sie in jeder Stunde. Schmerzen hat sie sicher keine da sie bei anderen das nicht macht.
Ich hab auch nicht das Gefühl dass sie mir schaden wilm weim sobald sie merkt dass ich schief im sattel häng und mir die kraft ausgeht hört sie auf. Ich würd sagen sie hat einfach spass mich zu ärgern.
Das Problem ist jetzt dass ich das Vertrauen zu ihr verloren habe und das langsam auch bei anderen pferden die lieb sind anfängt dass ich innerlich zitternde oben sitze.
Ich muss also daran arbeiten das Vertrauen zu ihr wieder aufbauen. Sobald die Reitlehrerin sagt lass die Zügel ganz locker (im Trab oder Galopp) versteifen sich meine Armmuskeln und hab keine Chance die Zügel zu lockern weil ich ihr nicht mehr vertraue. Ich hab deshalb totale Probleme mit dem galoppieren bin da mega nervös und würd am liebsten gar nicht galoppieren vor lauter panik dass sie wieder buckelt. Wobei sie auch beim traben buckelt.

Wie oder was kann ich machen damit sie mit der buckelei aufhört und wie kann ich wieder vertrauen aufbauen.��

Danke und lg rimi
 
  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #2
Hallo,

das Verhalten kann viele Gründe haben und muss nicht zwangsläufig an dir liegen. Aus meinem Bekanntenkreis kann ich dir einige Ideen nennen, die eventuell auch ein Grund für das Buckeln sein könnten, da Freundinnen von mir solche Fälle hatten:

- Vielleicht verspannst du dich zu sehr und dann merkt sie deine Anspannung (zum Beispiel deine Schenkel zu stramm an ihr etc.)
- Eventuell verlagerst du dein Gewicht falsch? Manche Pferde reagieren ja sehr sensibel auf Gewichtshilfen und wenn sie schon 20 ist kann es ja sein, dass sie jetzt durch das "Alter" eben langsam empfindlicher wird.
- Gibt es etwas, was sich bei dir vielleicht unbewusst seit Dezember verändert hat (Familiär, Beruf, Studium etc.)? Oftmals hat man Sorgen und ist dann beim Reiten nicht ganz bei der Sache. Sensible Pferde merken das dann auch.

Hast du mit deiner Reilehrerin mal intensiver drüber gesprochen? Die kennt das Pferd ja auch und sollte eigentlich ne Idee haben, woher das kommt.
 
  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #3
Hallo!

Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Pferd es nicht ganz persönlich auf dich abgesehen hat und dich ärgern will. Bestenfalls hat das Pferd einfach Spaß daran, sich etwas "ausschweifender zu gymnastizieren". Schmerzen oder Unmut lassen sich ebenfalls nicht ausschließen, zumal du da ja nicht jeden Tag kontrollieren gehst ;) Außerdem sind Pferde Tiere, die man mit ein bisschen Wissen und entsprechenden Fähigkeiten unterdrücken kann. Pferde lassen sich ja z.B. auch starken Zügelzug oder Rollkur gefallen, obwohl es weh tut.

Wenn du darauf bestehst dieses Pferd zu reiten, wären ein paar mehr Informationen gut um dir für die konkrete Situaion Tips geben zu können. Wann genau fängt das Pferd an zu buckeln? Bleibt es stehen und setzt richtig zum Rodeo an oder rennt es los und macht Bocksprünge?

Wenn du das Pferd nicht zwingend reiten willst, würde ich dir empfehlen dich erstmal auf ein anderes zu setzen und dort an deinem Vertrauen, deinem Sitz und deiner Hilfengebung zu arbeiten, bis du "sattelfester" bist und es auf diesem Pferd erneut wagen möchtest.

Schulpferde sind teils ganz eingefahrene Muster gewöhnt. Wenn man als Reiter dann anfängt dagegen aufzubegehren z.B. weil man doch jetzt auf den Zirkel abbiegen will und nicht die ganze Stunde hinter einem anderen Pferd kleben möchte, kann das durchaus grenzwertig werden, weil das Pferd lieber bei seiner einstudierten Gewohnheit bleiben und dir einfach nicht das Kommando anvertrauen mag und das auch mal bockender Weise verteidigt. Wenn da aber Jemand draufsitzt, der sein Vorhaben gekonnt durchsetzt und die richtigen Hilfen gibt, tut das Pferd plötzlich ganz brav seinen Dienst...
 
  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #4
Das ist auch so ein Problem von mir beim durchsetzen tu ich mich schwer.

Zum buckeln:

Beim ersten mal wollt ich antraben was wenn sie ihre zickige phase hat auch schon mal länger dauert dann hab ichs mit der gerte versucht und schwubs trabt sie zwar aber im nächsten augenblick zieht sie nach rechts und startet mit dem buckeln. Seither ist es das gleiche nur nicht mehr beim trab sondern beim galopp.

Im Dezember war nur anderst dass wir intensiv fürs Weihnachtsshowreiren geübt haben aber das machen wir jedes jahr und 2015 bin ich auch sie oh e probleme geritten. Diesmal war halt anderst dass meine freundin und ich nicht nur das pas de deux sondern auch bei der quadrille mitgeritten sind. Da waren noch zwei jungpferde dabei die das nicht kannten. Der bub hatte noch dazu vor meiner stute und der anderen jungen stute schiss. Das hat sich aber seit dem auftritt gelegt. Die andere stute ist auch ne zicke und es hat mich schon nervös gemacht dass die beiden des öfteren um mich rum gezickt haben und dazu noch der druck vor den gästen zu reiten mit den beiden und dann fing auch meine an zu buckeln da wars dann ganz aus. Musste auf unsere "oma" ausweichen die wirklich das bravste und liebste anfängerpferd ist.

Meine freundin ist dann mit meiner geritten anfangs hats bei ihr a gebuckelt aber dann war sie bei ihr super brav. ��

Ja ich bin momentan verspannt/angespannt. Mein sitz leidet sicher darunter. Aber das dürfte ihr nicht viel ausmachen da teilweise anfänger viel schlimmer auf ihr sitzen da macht sie auch nix.

An anderen pferden klebt sie auch nicht dran. Sie mag kein anderes pferd. In der halle und beim ausritt toleriert sie die anderen pferde aber weide bzw freilauf in der halle geht nur mit unserer o.a weil die nicht zurück zickt wie die anderen.

Ich hab jetzt nal ne pause eingelegt vielleicht war das intensiv training zu viel für mich. 9 Stunden in einer woche und dann beim auftritt auch noch verkühlt.
 
  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #5
Mach dir nichts draus. Ich finde es gut, wenn du das ganze langsam angehst. Mit der Zeit kommt ja auch erst das richtige Gefühl dafür, welche Hilfe, wann notwendig ist, wie sie dosiert sein muss und vor allen Dingen hast du irgendwann auch die Erfahrung sie dann korrekt umzusetzen.

Da es erst beim Trab und dann beim Galopp vorkam, dass sie bockt, würde ich erstmal davon ausgehen, dass sie das tut, weil sie sich an oben beschriebenen Plan hält: Du willst etwas von ihr, dass sie gerade aber nicht will und das zeigt sie dir dann auch.
Ich habe dich nun nicht gesehen, aber ich sehe es bei Reitschülern häufig, dass der Einsatz der Gerte so viel Koordination kostet, dass alle anderen Hilfen plötzlich Totalausfall haben. Bedenke das Zügel, "Kreuz" und Bein dranbleiben müssen. Auch die Galopphilfe ist so etwas, wo sich viele Reiter schwer tun, sie fallen nach vorne, verspannen in den Oberschenkeln, können ihre Bauchmuskeln nicht mehr richtig anspannen und so haben sie gar keine Chance mehr sanft schräg vorwärts mit der inneren "Pobacke abrollen" und rhythmisch ihre Bauchmuskeln anzuspannen. Beides hat einmal seine Gründe darin, das entsprechende Muskulatur noch nicht aufgebaut ist, die man nunmal im "normalen Leben" eher selten benutzt, zum anderen, dass der Kopf eine gewisse Erwartungshaltung hat - nämlich "schneller" - und sich davor schützen möchte und somit diverse Abwehrmechanismen startet um erwartete Geschwindigkeit aufzufangen und außerdem noch, dass die erwähnte notwendige Koordination aller Hilfe noch nicht richtig gefestigt ist.

Dein Sitz ist das wichtigste! Wenn der leidet, weil du angespannt bist - was dir ja nun auch nicht zu verübeln ist - dann merkt das Pferd das. Deine Hilfengebung ist dann nicht korrekt und du öffnest dem Pferd alle Türen dazu Mätzchen zu machen.

Dass das Pferd bei Anfängern und deiner Freundin brav ist, erkläre ich mir so:
Ein Anfänger fordert von der Stute viel weniger als du. Er ist viel plumper bei der Hilfengebung und verzichtet, wenn es hart auf hart kommt, auch auf den/das Galopp/Trab/Linksabbiegen, sollte es dem Pferd gerade nicht in den Kram passen. Das Pferd entscheidet hier noch überwiegend, nicht der Reiter, somit ist das Pferd zufrieden und hat keinen Grund zu bocken.
Deine Freundin wiederum, ist entweder starrsinniger als du und reitet über die Buckelei einfach hinweg, sodass das Pferd einfach aufgibt, oder sie ist gefestigter in ihrer Hilfengebung und hat das Pferd dadurch besser unter Kontrolle.

Das Problem löst du mit Übung. Ich würde dir wirklich raten, dich vielleicht eine Zeit lang einfach auf ein braves Pferd zu setzen und dort ganz ungehemmt an Koordination, deinem Sitz und deiner Hilfengebung zu arbeiten. Wenn das erstmal richtig flutscht, ist es viel einfacher, dass auch auf ein Pferd zu übertragen, dass seinen eigenen Willen durchsetzen möchte. Natürlich kann man das Problem auch gewaltsam und schnell lösen, aber da bin ich kein Freund von und werde deswegen dazu keine Tips geben.
Was bei einer Stute noch dazu kommt sind natürlich die Hormone, je nach dem kann sich das Problem auch von alleine lösen ;)

Eine Pause ist grundsätzlich nicht verkehrt, gerade wenn du gestresst bist. Aus Erfahrung weiß ich allerdings, dass tägliches Reiten natürlich besser trainiert als einmaliges Reiten in der Woche. Man wird schnell viel beweglicher.
 
  • Problem mit bockigem Pferd Beitrag #6
Hallo,

also kleines update:

Meine reitlehrerin hat mit mir klein angefangen das vertrauen wieder aufzubauen und zeitgleich an meinem sitz zu arbeiten.
Mittlerweile harmonieren wir zwei fast wieder mit einander. Es war für mich eine neue Erfahrung so komplett der Stute quasi die Führung zu überlassen also sprich nur am langen Zügel sie vor wärts abwärts zu reiten. Schritt und Trab fand ich nicht so schlimm. Galopp am langen Zügel war besonders am Anfang schwierig da sie im Galopp so oder so eher eine flotte Maus ist. Beim ersten Mal war ich noch recht unsicher aber beim zweiten mal gings viel besser und mittlerweile reiten die Maus und ich wieder ganz normal it Zügel und paraden und machen auch wieder ganz normal seitwärtsgänge etc. ������ ich bin so froh dass es wieder hinhaut und sie hat seither auch nicht mehr gebuckelt. Ich versuche auch sie aktiv vorwärts zu reiten was im trab und schritt andtrengend ist da sie da ein kleines faultier ist nur im galopp ost sie flott da muss ich noch auf meine arme aufpassen dass sie nicht instinktiv verkrampfen und ich wieder unbewusst bremsen anfange sondern die maus gehen lasse. Irgendwann werd ich sie schritt für schritt mit der stimme daran zu gewöhnen langsamer zu galoppieren und nicht mit den zügeln.
Mittlerweile missbraucht mich die maus nach dem absteigen wieder als kratzbaum das hat sie in der bockigenphase nicht mehr gemacht.
Ich vermute mal dass die maus damals auch den schnee gespührt hat der dauernd angesagt war aber dann dich nie kam. Erst kurz nach weihnachten hata dann geschneit und seit dem speziellen training ist der frühling im anmarsch. Sie ist was schnee angeht sehr enpfindlich. Sie spührt den schon früh und nutzt das dann halt dann richtig aus das grosse schwarze teufelchen.

Danke für eure tipps und hilfen.
 
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