- Unerzogener Dackel! Beitrag #1
Chianti
- Beiträge
- 1.932
- Punkte Reaktionen
- 16
Hallo,
und zwar geht es um den Langhaardackel Rüden meiner Schwiegereltern.
Er wird im Oktober 3 Jahre und ist unkastriert.
Um gleich zum eigentlichen Problem zu kommen.. der Hund ist null erzogen und kennt absolut keine Grenzen, da mein Schwiegervater der Meinung ist, einen Dackel könnte man nicht erziehen. Gerade so das "Sitz" kann er und auf Kommando bellen - was er aber sowieso von allein schon recht gut kann!
Je nach Schichten der Familie (es gibt noch eine ältere Tochter in der Berufsausbildung im Haushalt) ist der Hund von 6-8 Stunden alleine. Manchmal auch weniger. Meine Schwiegereltern haben eine Werkstatt und einen großen, nicht eingezäunten Hof. Der Rüde läuft grundsätzlich ohne Leine überall herum und haut IMMER ab! Er ist absolut nicht abrufbar und kommt eigentlich nur zurück wenn er fertig gestreunt hat.
Er ist auch täglich bei meinen Eltern (die wohnen zufällig direkt daneben
) rumstreunen, klaut den Katzen das Futter weg und kläfft und kläfft und kläfft. Er geht auch hinten rum zu Tür rein und läuft durchs gesamte Haus meiner Eltern. (Irgendwie stört es die nicht.. ich hingegen würde wahnsinnig werden..)
Wenn einpaar Straßen weiter - ja dort fahren ab und an auch Autos vorbei - Hündinnen läufig sind, läuft er noch viel schneller weg und patroulliert vor den Häusern der Hündinnen. Mein Schwiegervater findet das ganze sogar lustig und meint "dann wissen wir wenigstens wo er ist"... und ... "wenn die Hündin trächtig wird, ist das ja ihr Problem".
Der Rüde ist auch ein ganz fantastischer Jäger.. vorallem Motorrädern jagt er hinterher.. das da noch nichts passiert ist verwundert mich sehr. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat er von Nachbars Garten schon 2 ausgebüchste Hühner gefangen und gerupft. Das erste ist wohl gleich an einem Schock gestorben und das zweite hat jämmerlich gelitten!:evil:
Bindet man den Hund im Hof an.. so knabbert er an der Leine rum. Daher wird die Leine lieber ganz weggelassen.
So.. nun zum eigentlichen Problem.
Und zwar haben meine Schwiegereltern z.Z. Bauarbeiter im und am Haus da, so habe ich ihnen angeboten, den Hund tagsüber mit zu uns zu nehmen. Da er zu Hause sonst wohl abends heiser wäre, vom vielen Bellen.
Bei uns ist es so, dass wir einen sehr großen eingezäunten (z.T. auch nur sehr dichte Hecke) Garten haben und er, sobald ich ihn abgeholt habe und er aus dem Auto hüpft ausschließlich damit beschäftigt ist das noch so kleinste Loch im Zaun zu suchen, damit er abhauen kann. Und unser Garten ist wirklich sehr groß, er hätte hier allein genug Platz zum Schnüffeln und Streunen.. nein, er MUSS abhauen! Und es regt mich einfach auf. Da bleibt mir im Prinzip nur die Leine.. ich binde dann immer die Schleppleine mit der Flexi zusammen, damit er wenigstens bei uns sein kann. Da wir vormittags eigentlich immer draußen im Garten oder unten im Haus zutun haben.
Da kommen wir gleich zum nächsten Problem und zwar bellt er - gefühlt - fast durchgängig. Er muss einfach alles kommentieren, manchmal bellt er - so habe ich das Gefühl - einfach die Luft an oder den Baum der gerade steht. Ich kann es mir nicht erklären. Ganz vorbei ist es, wenn jemand an unserem Gartenzaun vorbei geht oder die Nachbarshunde bellen. Oder er ist trotzig, weil er angeleint sein muss?
Was mir auch auffällt (er hat bei uns ein Körbchen, seine Decke und alles), dass er immer in "Hab-Acht" Stellung ist, er ist nur selten richtig tiefenentspannt. Eigentlich nur wenn mein Mann auf dem Sofa liegt und er neben ihn. Aber sonst hört er jede Kleinigkeit. Am liebsten liegt er oben an der Treppe und hat den perfekten Blick zur Haustür. Heute z.B. war ich draußen Wäsche aufhängen und da mein kleiner Sohn seine Mittagsstunde im Kiwa draußen macht, habe ich den Rüden in die Küche gesperrt. Draußen kamen dann noch zufällig die Nachbarn vorbei und ich habe es nur bellen, bellen, bellen drinnen gehört.
Kann es sein, dass es für ihn weniger Stress wäre, ihn in seiner gewohnten Umgebung zu Hause zu lassen? Dort sind aber wie gesagt momentan die Bauarbeiter und "seine" Menschen bei der Arbeit.
Oder wie könnte ich dem Rüden sonst helfen? Macht das überhaupt Sinn? Weil mein Schiegervater macht definitiv - außer ihn kuscheln etc. - nichts mit ihm.
Und worum es mir eigentlich geht.. in 6 Wochen soll bei uns eine kleine Bullmastiff Hündin (*juchuuuuuu*) einziehen und ich will absolut nicht dass sie sich diese ganzen Unarten, vorallem die Bellerei, abschaut. Die beiden leben dann natürlich nich dauerthaft zusammen, aber der Rüde ist schon recht oft - aktuell täglich - bei uns.
Was vielleicht noch wichtig wäre..
..er wurde mit 8 Wochen von meinem Schwiegervater vom Züchter geholt und war eigentlich "als Geschenk" für die Eltern meiner Schwiegermutter gedacht. Die kamen aber - was verständlich ist mit Mitte 70 - nicht mit einem so kleinen Welpe zurecht und so kam es dass er bis zur ca. 10/12. Woche noch durch 2 Hände ging und schlussendlich bei meinen Schwiegereltern geblieben ist. Die beide von Anfang an voll beruftstätig sind. Also nicht gerade der beste Start.
Trotz allem - und das wundert mich sehr - ist er rein von der Sozialisierung her betrachtet, ein absolut lieber Hund. Selbst mein kleiner Sohn (1 1/2) kann absolut alles mit ihm machen - was ich versuche weitestgehend zu verhindern, aber er lässt sich einfach alles gefallen. Wirkt dann auch nicht gestresst sondern, so habe ich das Gefühl, ist froh über jede Aufmerksamkeit. Man kann ihn hochnehmen, das beste Leckerlie wegnehmen und und und.. nur irgendwie ist er nicht erzogen und ich hoffe sehr dass meine Schwiegereltern den Hund nicht noch mehr versauen.:?
So, das wars erstmal.. sorry für den Roman.
LG Chianti
und zwar geht es um den Langhaardackel Rüden meiner Schwiegereltern.
Er wird im Oktober 3 Jahre und ist unkastriert.
Um gleich zum eigentlichen Problem zu kommen.. der Hund ist null erzogen und kennt absolut keine Grenzen, da mein Schwiegervater der Meinung ist, einen Dackel könnte man nicht erziehen. Gerade so das "Sitz" kann er und auf Kommando bellen - was er aber sowieso von allein schon recht gut kann!
Je nach Schichten der Familie (es gibt noch eine ältere Tochter in der Berufsausbildung im Haushalt) ist der Hund von 6-8 Stunden alleine. Manchmal auch weniger. Meine Schwiegereltern haben eine Werkstatt und einen großen, nicht eingezäunten Hof. Der Rüde läuft grundsätzlich ohne Leine überall herum und haut IMMER ab! Er ist absolut nicht abrufbar und kommt eigentlich nur zurück wenn er fertig gestreunt hat.
Er ist auch täglich bei meinen Eltern (die wohnen zufällig direkt daneben
Wenn einpaar Straßen weiter - ja dort fahren ab und an auch Autos vorbei - Hündinnen läufig sind, läuft er noch viel schneller weg und patroulliert vor den Häusern der Hündinnen. Mein Schwiegervater findet das ganze sogar lustig und meint "dann wissen wir wenigstens wo er ist"... und ... "wenn die Hündin trächtig wird, ist das ja ihr Problem".
Der Rüde ist auch ein ganz fantastischer Jäger.. vorallem Motorrädern jagt er hinterher.. das da noch nichts passiert ist verwundert mich sehr. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat er von Nachbars Garten schon 2 ausgebüchste Hühner gefangen und gerupft. Das erste ist wohl gleich an einem Schock gestorben und das zweite hat jämmerlich gelitten!:evil:
Bindet man den Hund im Hof an.. so knabbert er an der Leine rum. Daher wird die Leine lieber ganz weggelassen.
So.. nun zum eigentlichen Problem.
Und zwar haben meine Schwiegereltern z.Z. Bauarbeiter im und am Haus da, so habe ich ihnen angeboten, den Hund tagsüber mit zu uns zu nehmen. Da er zu Hause sonst wohl abends heiser wäre, vom vielen Bellen.
Bei uns ist es so, dass wir einen sehr großen eingezäunten (z.T. auch nur sehr dichte Hecke) Garten haben und er, sobald ich ihn abgeholt habe und er aus dem Auto hüpft ausschließlich damit beschäftigt ist das noch so kleinste Loch im Zaun zu suchen, damit er abhauen kann. Und unser Garten ist wirklich sehr groß, er hätte hier allein genug Platz zum Schnüffeln und Streunen.. nein, er MUSS abhauen! Und es regt mich einfach auf. Da bleibt mir im Prinzip nur die Leine.. ich binde dann immer die Schleppleine mit der Flexi zusammen, damit er wenigstens bei uns sein kann. Da wir vormittags eigentlich immer draußen im Garten oder unten im Haus zutun haben.
Da kommen wir gleich zum nächsten Problem und zwar bellt er - gefühlt - fast durchgängig. Er muss einfach alles kommentieren, manchmal bellt er - so habe ich das Gefühl - einfach die Luft an oder den Baum der gerade steht. Ich kann es mir nicht erklären. Ganz vorbei ist es, wenn jemand an unserem Gartenzaun vorbei geht oder die Nachbarshunde bellen. Oder er ist trotzig, weil er angeleint sein muss?
Was mir auch auffällt (er hat bei uns ein Körbchen, seine Decke und alles), dass er immer in "Hab-Acht" Stellung ist, er ist nur selten richtig tiefenentspannt. Eigentlich nur wenn mein Mann auf dem Sofa liegt und er neben ihn. Aber sonst hört er jede Kleinigkeit. Am liebsten liegt er oben an der Treppe und hat den perfekten Blick zur Haustür. Heute z.B. war ich draußen Wäsche aufhängen und da mein kleiner Sohn seine Mittagsstunde im Kiwa draußen macht, habe ich den Rüden in die Küche gesperrt. Draußen kamen dann noch zufällig die Nachbarn vorbei und ich habe es nur bellen, bellen, bellen drinnen gehört.
Kann es sein, dass es für ihn weniger Stress wäre, ihn in seiner gewohnten Umgebung zu Hause zu lassen? Dort sind aber wie gesagt momentan die Bauarbeiter und "seine" Menschen bei der Arbeit.
Oder wie könnte ich dem Rüden sonst helfen? Macht das überhaupt Sinn? Weil mein Schiegervater macht definitiv - außer ihn kuscheln etc. - nichts mit ihm.
Und worum es mir eigentlich geht.. in 6 Wochen soll bei uns eine kleine Bullmastiff Hündin (*juchuuuuuu*) einziehen und ich will absolut nicht dass sie sich diese ganzen Unarten, vorallem die Bellerei, abschaut. Die beiden leben dann natürlich nich dauerthaft zusammen, aber der Rüde ist schon recht oft - aktuell täglich - bei uns.
Was vielleicht noch wichtig wäre..
..er wurde mit 8 Wochen von meinem Schwiegervater vom Züchter geholt und war eigentlich "als Geschenk" für die Eltern meiner Schwiegermutter gedacht. Die kamen aber - was verständlich ist mit Mitte 70 - nicht mit einem so kleinen Welpe zurecht und so kam es dass er bis zur ca. 10/12. Woche noch durch 2 Hände ging und schlussendlich bei meinen Schwiegereltern geblieben ist. Die beide von Anfang an voll beruftstätig sind. Also nicht gerade der beste Start.
Trotz allem - und das wundert mich sehr - ist er rein von der Sozialisierung her betrachtet, ein absolut lieber Hund. Selbst mein kleiner Sohn (1 1/2) kann absolut alles mit ihm machen - was ich versuche weitestgehend zu verhindern, aber er lässt sich einfach alles gefallen. Wirkt dann auch nicht gestresst sondern, so habe ich das Gefühl, ist froh über jede Aufmerksamkeit. Man kann ihn hochnehmen, das beste Leckerlie wegnehmen und und und.. nur irgendwie ist er nicht erzogen und ich hoffe sehr dass meine Schwiegereltern den Hund nicht noch mehr versauen.:?
So, das wars erstmal.. sorry für den Roman.
LG Chianti