Unerzogener Dackel!

Diskutiere Unerzogener Dackel! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, und zwar geht es um den Langhaardackel Rüden meiner Schwiegereltern. Er wird im Oktober 3 Jahre und ist unkastriert. Um gleich zum...
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #1
Chianti

Chianti

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Hallo,

und zwar geht es um den Langhaardackel Rüden meiner Schwiegereltern.

Er wird im Oktober 3 Jahre und ist unkastriert.

Um gleich zum eigentlichen Problem zu kommen.. der Hund ist null erzogen und kennt absolut keine Grenzen, da mein Schwiegervater der Meinung ist, einen Dackel könnte man nicht erziehen. Gerade so das "Sitz" kann er und auf Kommando bellen - was er aber sowieso von allein schon recht gut kann!

Je nach Schichten der Familie (es gibt noch eine ältere Tochter in der Berufsausbildung im Haushalt) ist der Hund von 6-8 Stunden alleine. Manchmal auch weniger. Meine Schwiegereltern haben eine Werkstatt und einen großen, nicht eingezäunten Hof. Der Rüde läuft grundsätzlich ohne Leine überall herum und haut IMMER ab! Er ist absolut nicht abrufbar und kommt eigentlich nur zurück wenn er fertig gestreunt hat.
Er ist auch täglich bei meinen Eltern (die wohnen zufällig direkt daneben ;)) rumstreunen, klaut den Katzen das Futter weg und kläfft und kläfft und kläfft. Er geht auch hinten rum zu Tür rein und läuft durchs gesamte Haus meiner Eltern. (Irgendwie stört es die nicht.. ich hingegen würde wahnsinnig werden..)

Wenn einpaar Straßen weiter - ja dort fahren ab und an auch Autos vorbei - Hündinnen läufig sind, läuft er noch viel schneller weg und patroulliert vor den Häusern der Hündinnen. Mein Schwiegervater findet das ganze sogar lustig und meint "dann wissen wir wenigstens wo er ist"... und ... "wenn die Hündin trächtig wird, ist das ja ihr Problem".

Der Rüde ist auch ein ganz fantastischer Jäger.. vorallem Motorrädern jagt er hinterher.. das da noch nichts passiert ist verwundert mich sehr. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen, hat er von Nachbars Garten schon 2 ausgebüchste Hühner gefangen und gerupft. Das erste ist wohl gleich an einem Schock gestorben und das zweite hat jämmerlich gelitten!:evil:

Bindet man den Hund im Hof an.. so knabbert er an der Leine rum. Daher wird die Leine lieber ganz weggelassen.

So.. nun zum eigentlichen Problem.

Und zwar haben meine Schwiegereltern z.Z. Bauarbeiter im und am Haus da, so habe ich ihnen angeboten, den Hund tagsüber mit zu uns zu nehmen. Da er zu Hause sonst wohl abends heiser wäre, vom vielen Bellen.

Bei uns ist es so, dass wir einen sehr großen eingezäunten (z.T. auch nur sehr dichte Hecke) Garten haben und er, sobald ich ihn abgeholt habe und er aus dem Auto hüpft ausschließlich damit beschäftigt ist das noch so kleinste Loch im Zaun zu suchen, damit er abhauen kann. Und unser Garten ist wirklich sehr groß, er hätte hier allein genug Platz zum Schnüffeln und Streunen.. nein, er MUSS abhauen! Und es regt mich einfach auf. Da bleibt mir im Prinzip nur die Leine.. ich binde dann immer die Schleppleine mit der Flexi zusammen, damit er wenigstens bei uns sein kann. Da wir vormittags eigentlich immer draußen im Garten oder unten im Haus zutun haben.

Da kommen wir gleich zum nächsten Problem und zwar bellt er - gefühlt - fast durchgängig. Er muss einfach alles kommentieren, manchmal bellt er - so habe ich das Gefühl - einfach die Luft an oder den Baum der gerade steht. Ich kann es mir nicht erklären. Ganz vorbei ist es, wenn jemand an unserem Gartenzaun vorbei geht oder die Nachbarshunde bellen. Oder er ist trotzig, weil er angeleint sein muss?

Was mir auch auffällt (er hat bei uns ein Körbchen, seine Decke und alles), dass er immer in "Hab-Acht" Stellung ist, er ist nur selten richtig tiefenentspannt. Eigentlich nur wenn mein Mann auf dem Sofa liegt und er neben ihn. Aber sonst hört er jede Kleinigkeit. Am liebsten liegt er oben an der Treppe und hat den perfekten Blick zur Haustür. Heute z.B. war ich draußen Wäsche aufhängen und da mein kleiner Sohn seine Mittagsstunde im Kiwa draußen macht, habe ich den Rüden in die Küche gesperrt. Draußen kamen dann noch zufällig die Nachbarn vorbei und ich habe es nur bellen, bellen, bellen drinnen gehört.

Kann es sein, dass es für ihn weniger Stress wäre, ihn in seiner gewohnten Umgebung zu Hause zu lassen? Dort sind aber wie gesagt momentan die Bauarbeiter und "seine" Menschen bei der Arbeit.

Oder wie könnte ich dem Rüden sonst helfen? Macht das überhaupt Sinn? Weil mein Schiegervater macht definitiv - außer ihn kuscheln etc. - nichts mit ihm.

Und worum es mir eigentlich geht.. in 6 Wochen soll bei uns eine kleine Bullmastiff Hündin (*juchuuuuuu*) einziehen und ich will absolut nicht dass sie sich diese ganzen Unarten, vorallem die Bellerei, abschaut. Die beiden leben dann natürlich nich dauerthaft zusammen, aber der Rüde ist schon recht oft - aktuell täglich - bei uns.

Was vielleicht noch wichtig wäre..
..er wurde mit 8 Wochen von meinem Schwiegervater vom Züchter geholt und war eigentlich "als Geschenk" für die Eltern meiner Schwiegermutter gedacht. Die kamen aber - was verständlich ist mit Mitte 70 - nicht mit einem so kleinen Welpe zurecht und so kam es dass er bis zur ca. 10/12. Woche noch durch 2 Hände ging und schlussendlich bei meinen Schwiegereltern geblieben ist. Die beide von Anfang an voll beruftstätig sind. Also nicht gerade der beste Start.

Trotz allem - und das wundert mich sehr - ist er rein von der Sozialisierung her betrachtet, ein absolut lieber Hund. Selbst mein kleiner Sohn (1 1/2) kann absolut alles mit ihm machen - was ich versuche weitestgehend zu verhindern, aber er lässt sich einfach alles gefallen. Wirkt dann auch nicht gestresst sondern, so habe ich das Gefühl, ist froh über jede Aufmerksamkeit. Man kann ihn hochnehmen, das beste Leckerlie wegnehmen und und und.. nur irgendwie ist er nicht erzogen und ich hoffe sehr dass meine Schwiegereltern den Hund nicht noch mehr versauen.:?

So, das wars erstmal.. sorry für den Roman.


LG Chianti
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #2
Ich kenne mich mit Dackeln absolut nicht aus, aber es erinnert mich irgendwie an den Terrier-Rüden meiner Nachbarin. Haut auch ab, wenn er kann und bellt unglaublich viel.
Ich bin einmal mit ihr zusammen ans Meer gefahren. Hund bei ihr auf dem Schoss und er hat gebellt und gebellt und gebellt.... Macht er halt so wenn's los geht.
Aber...
Wenn ich ihn ab und zu auflese und zurück bringe - bei mir darf er nur in den Kofferraum und gebellt wird auch nicht.
Das erste Mal versuchte er nach vorne zu kommen und bellte. Ich hab das Auto angehalten, hab ihn zurück gedrängt in den Kofferraum und jedesmal wenn er anfing zu bellen, hab ich laut dagegen gehalten und ihn gestoppt.
So und nun.... Moral meiner Geschichte?
Ich hab ihn vor einigen Wochen mal wieder aufgelesen. Er hopste in den Kofferraum, legte sich hin und gab keinen Mucks von sich :lol:
Es ist Erziehungssache - das möchte ich damit sagen.
Auch der Dackel kann lernen die Klappe zu halten und NICHT abzuhauen, aber das wäre ein ordentliches Stück Arbeit, die für die Katz ist, solange Deine Schwiegereltern nicht an einem Strang ziehen.
Also spar Dir die Mühe, erzieh Deinen Hund so wie Du es für richtig hältst und verlass Dich einfach drauf, dass Dein Hund sich nach Dir richtet und nicht nach dem Dackel.
Meine Hündin liebt Nachbars Pinscher, aber sie bellt trotzdem nicht bei jeder Gelegenheit und ist ruhig im Auto usw. Auch wenn die beiden zusammen durch den Garten toben, richtet meine Hündin sich nach mir und wenn der Rüde abhaut, bleibt meine Hündin bei mir.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #3
Ich kenne mich mit Dackeln absolut nicht aus, aber es erinnert mich irgendwie an den Terrier-Rüden meiner Nachbarin. Haut auch ab, wenn er kann und bellt unglaublich viel.
Ich bin einmal mit ihr zusammen ans Meer gefahren. Hund bei ihr auf dem Schoss und er hat gebellt und gebellt und gebellt.... Macht er halt so wenn's los geht.
Aber...
Wenn ich ihn ab und zu auflese und zurück bringe - bei mir darf er nur in den Kofferraum und gebellt wird auch nicht.
Das erste Mal versuchte er nach vorne zu kommen und bellte. Ich hab das Auto angehalten, hab ihn zurück gedrängt in den Kofferraum und jedesmal wenn er anfing zu bellen, hab ich laut dagegen gehalten und ihn gestoppt.
So und nun.... Moral meiner Geschichte?
Ich hab ihn vor einigen Wochen mal wieder aufgelesen. Er hopste in den Kofferraum, legte sich hin und gab keinen Mucks von sich :lol:
Es ist Erziehungssache - das möchte ich damit sagen.
Auch der Dackel kann lernen die Klappe zu halten und NICHT abzuhauen, aber das wäre ein ordentliches Stück Arbeit, die für die Katz ist, solange Deine Schwiegereltern nicht an einem Strang ziehen.
Also spar Dir die Mühe, erzieh Deinen Hund so wie Du es für richtig hältst und verlass Dich einfach drauf, dass Dein Hund sich nach Dir richtet und nicht nach dem Dackel.
Meine Hündin liebt Nachbars Pinscher, aber sie bellt trotzdem nicht bei jeder Gelegenheit und ist ruhig im Auto usw. Auch wenn die beiden zusammen durch den Garten toben, richtet meine Hündin sich nach mir und wenn der Rüde abhaut, bleibt meine Hündin bei mir.

Danke. :D
Das hilft mir sehr.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #4
Hallo,
ich sehe das fast genau so, der Halter muß mit seinem Hund klar kommen und mit seinen "Marotten" leben und auch nur "ER" kann was ändern wenn er das will.
Das geht nicht mal eben ne APP draufspielen und gut ist ... :mrgreen:
Wenn die Schwiegereltern da nicht mit machen ist es eh für die Katz und ja..... vlt. findet deine Schwiegermutter deine Küche nicht ordentlich genug und fragt in einem Ordentlichkeitsforum nach HILFE, auch da kannst nur Du etwas ändern wenn DU das willst hehehe :004::mrgreen:

LG HM
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #5
Generell denke ich auch, dass es das Problem des Halters ist, aber in dem Fall kann es auch zu Unfällen kommen (Autos, Fahrräder, Motorräder, andere Tiere, trächtige Hündinnen,...).
Meinst du, bei deinem Schwiegervater zieht das Thema Geld? Ich mein, dass kann ja durchaus ins Geld gehen, wenn was passiert. Nicht erziehen ist ja eine Sache, aber gesichert werden sollte er schon (vielleicht tuts schon ein Geschirr und eine sehr lange, stabile Leine, damit er sich im Hof bewegen kann, man muss den ja nicht an einer 2 m Leine befestigen).
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #6
Streunen ist (genau wie Jagen) ein selbstbelohnendes Verhalten und ein Hund der einmal Gefallen daran gefunden hat wird es immer und immer wieder tun. Dagegen ist in der Regel kein Kraut gewachsen.
Da das Streunen aber sowohl dem Hund als auch der Umgebung zur Gefahr werden kann sollte man Gegenmaßnahmen ergreifen. Ich sehe eigentlich nur zwei Möglichkeiten, entweder das Grundstück hundesicher einzäunen, oder den Hund niemals ohne Aufsicht allein im Hof lassen. Sobald der Hund unbeaufsichtigt ist wird er eigene Entscheidungen treffen und wenn ihn kein Zaun aufhält dann eben lustig durch die Gegend stöbern.

Eine Leine statt eines Zaunes würde ich nicht empfehlen. Wenn es nicht gerade eine Kette ist wird der Hund sie früher oder später durchbeißen wenn ihn keiner beaufsichtigt. Zudem ist die Verletzungsgefahr für den Hund sehr hoch, sowohl wenn er sich alleine in der Leine verheddert, als auch wenn er mit einer durchgebissenen, halben Leine streunen geht.
An die lange Laufleine kann man den Hund hängen wenn man prinzipiell in der Nähe ist, nicht wenn der Hund stundenlang alleine angeleint sein soll.

Was das Bellen angeht so muss man hier nach Situation entscheiden. Hat der Hund nie in kleinen Schritten gelernt in einem Haus oder Raum allein zu bleiben wird er natürlich lautstark protestieren wenn plötzlich genau dies geschieht. Ob allgemeines Kleffen ein Ausdruck von Nervosität ist, oder ob der Hund einfach einen "losen Hals" hat und eben gerne und ausgiebig bellt ist sicher seinem individuellen Charakter geschuldet. Wenn der Hund auf Kommando bellen kann kann man dies Nutzen um ein "Still" Signal aufzubauen, dass man dann in Zukunft verwenden kann wenn der Hund mal wieder bellt.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #7
Danke für eure Antworten.

Ich denke das Thema Geld - falls der Hund einen Unfall baut - zieht bei meinem Schwiegervater eher nicht. Dann wird es halt bezahlt und gut ist bzw auch selbst repariert (er hat eine Werkstatt). Der Rüde selbst ist ja auch versichert. Allerdings kann dass ganze Streunen ja auch mal richtig dumm ausgehen wenn sich z.B. ein Motorradfahrer erschrickt, ihm ausweicht und dabei am Ende doof stürzt.. ich finde es einfach völlig fahrlässig und auch verantwortungslos gegenüber den Mitmenschen.

Das Thema "Zaun bauen" habe ich schonmal angesprochen, da meinte er nur dass das keinen Sinn macht, da er ohnehin überall durch passt.

Er streunt leider nicht nur wenn er unbeaufsichtigt ist, sondern er streunt immer. Heute z.B. hatte ich für meine Kiddies einen kleinen Pool aufgebaut. Da es sehr warm war und der Rüde auch gern badet, habe ich es gewagt die Leine abzumachen. Er hat vielleicht eine Minute im Wasser verbracht, danach hat er sich auf der Wiese gewälzt und ist dann wie ein Flitzebogen ab durch die Hecke. Er rennt richtig weg und macht sich einen Spaß draus. Ich war stocksauer und dachte keine Sekunde daran ihn im Dorf zu suchen. Keine 5 Minuten später kam unsere Nachbarin mit ihm an. Er - Kopf weit nach unten - wurde von mir gleich in den Waschraum gesperrt. Er hat dort ein kleines Körbchen, ich war stocksauer, hab ihn reingesetzt.. im strengen Ton "Sitz!" und "Du bleibst hier!" gesagt und die Tür zugemacht. Und er hat keinen Mucks mehr gesagt und dass obwohl er uns draußen gehört hat. Kurze Zeit später saß er immernoch im Korb, durfte aber - immernoch mit gesenktem Kopf - und wieder an der Leine wieder mit raus.

Auf Kommando bellen kann er sehr gut. Ich glaube er bellt allgemein sehr gern. Wenn man streng "Schluss jetzt" oder sowas sagt hört er auf. Das hat er aber keine 2 Minuten später wieder vergessen. Was ich auch vermute, dass er das Alleinsein nie richtig gelernt hat und Allein total unsicher ist.

Aber gut, ich werde es mal ertragen und weiss gleich wie ich es mit meinem Hund besser machen werde.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #8
Er - Kopf weit nach unten - wurde von mir gleich in den Waschraum gesperrt. Er hat dort ein kleines Körbchen, ich war stocksauer, hab ihn reingesetzt.. im strengen Ton "Sitz!" und "Du bleibst hier!" gesagt und die Tür zugemacht. Und er hat keinen Mucks mehr gesagt und dass obwohl er uns draußen gehört hat.

Joa, mach das bitte nicht mit deinem Hund.
Daraus lernen die Hunde rein gar nichts außer, dass es sich 0 lohnt in deiner Nähe zu sein.

Davon aber mal ganz abgesehen:

Bestünde die Chance deine Schwiegereltern zur Abgabe zu bewegen?
Scheinbar ist der Hund halt da, weil Pech und ist weder sonderlich erwünscht geschweige denn wird aktiv vermieden, dass der Hund mal irgendwann tot auf der Straße liegt.

Wer so wenig Interesse daran hat, dass sein Haustier am Leben bleibt sollte es einfach abgeben...

An deiner Stelle würde ich ihnen da auch keine Arbeit abnehmen, sondern würde sie voll auflaufen lassen.
Aber das sagt sich immer leichter mit Distanz^^
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #9
Was ich auch vermute, dass er das Alleinsein nie richtig gelernt hat und Allein total unsicher ist.
wurde von mir gleich in den Waschraum gesperrt. Er hat dort ein kleines Körbchen, ich war stocksauer, hab ihn reingesetzt.. im strengen Ton "Sitz!" und "Du bleibst hier!" gesagt und die Tür zugemacht.
Durch solche Aktionen verknüpft der Hund das Alleinbleiben als extrem negativ, anstatt zu lernen, dass es überhaupt nicht schlimm ist.

Zudem ist es so wie Midoriyuki schon angesprochen hat: der Hund kommt zu dir zurück (auch wenn er gebracht wird) und dafür, dass er nun wieder da ist wird er bestraft. Warum sollte er in Zukunft überhaupt wiederkommen? Du darfst nicht vergessen, dass ein Hund eine Bestrafung oder Belohnung immer nur mit dem verknüpft was unmittelbar davor passiert ist und nicht mit einer Aktion die bereits einige Zeit zurückliegt (in eurem Fall das Weglaufen).

Wenn man streng "Schluss jetzt" oder sowas sagt hört er auf. Das hat er aber keine 2 Minuten später wieder vergessen.
Man muss bei sowas konsequenter sein als der Hund und unerwünschtes Verhalten jedes Mal unterbinden wenn der Hund es zeigt. Wenn der Hund das Fehlverhalten 100x hintereinander zeigt muss man eben 101x dagegensteuern. Natürlich nicht vergessen, dann ausgiebig zu loben wenn der Hund das erwünschte Verhalten zeigt, sonst kann er ja nicht wissen was von ihm erwartet wird.

Er hat vielleicht eine Minute im Wasser verbracht, danach hat er sich auf der Wiese gewälzt und ist dann wie ein Flitzebogen ab durch die Hecke. Er rennt richtig weg und macht sich einen Spaß draus.
Na klar, ihr und euer Garten seid halt ziemlich öde gegen das Entertainment und die Abenteuer die beim Streunen in der Nachbarschaft auf ihn warten. Ich würde ihn erstmal nur noch an einer langen Leine mit in den Garten nehmen.
Ansonsten wäre es wichtig, dass man eine Bindung zu dem Hund aufbaut, er einen gut sitzenden Rückruf erlernt und man generell interessanter für ihn ist als das Streunen. Das ist sehr viel Arbeit und da es sich um selbstbelohnendes Verhalten handelt muss die nichtmal zwangsweise von Erfolg gekrönt sein. Das ist aber auch nicht deine Aufgabe, sondern die deiner Schwiegereltern.
Hat man einen unbelehrbaren Vollblutstreuner ist der hundesichere Zaun (und ja, den gibt es auch für Dackel) ums Grundstück leider die einzige sinnvolle Lösung. Das ist ungefähr so, wie ein Hund mit starkem Jagdtrieb unter Umständen trotz Antijagdtraining sein Leben lang nicht ohne Leine am Feld spazieren gehen kann, sowas muss man einfach auch akzeptieren und dann die Konsequenzen Zaun/Leine ziehen und nicht einfach den Hund laufen lassen auf dass er sich und andere in Gefahr bringt. Leider wirst du deine Schwiegereltern zu dieser Vernunfteinsicht aber wohl kaum zwingen können.

Eine Abgabe wäre vielleicht wirklich eine Lösung, so wie du die Situation beschreibst wäre es sowohl für deine Schwiegereltern als auch für die Nachbarschaft eine Erleichterung wenn der Hund weg wäre. Du schreibst ja, er hat auch seine Vorzüge (verträglich mit Kindern und Artgenossen) und ich bin sicher, wenn man ein bisschen sucht findet man auch jemanden mit eingezäuntem Garten (oder eben ohne Garten) bei dem der Dackel gut aufgehoben wäre, ohne dass er ständig durch die Gegend streunen kann.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #10
Geht es dir wirklich um den Hund oder eher darum sich hier mal auszukotzen? Letzteres ist ja nicht verwerflich, aber dann doch bitte nicht unter dem Deckmantel der Fürsorge.

Warum hast du den Hund abgeleint, wenn du weißt, dass er streunt, nicht abrufbar ist und ihr auch nur eine Hecke habt!? Mal ehrlich, so richtig Mühe gibt sich keiner mit dem Hund, oder? Habe ja selber einen Dackel und ich finde, das sind harte Nüsse, aber das ist ja kein Grund den Hund ohne Rücksicht auf alles und jeden laufen zu lassen wie er will.

Aber mal ganz ehrlich: Lies mal noch ein bisschen über Hundeerziehung. Du holst dir einen Bullmastiff, damit bist du schon rein optisch erstmal der Arsch. Wenn das Tier dann noch verzogen ist, möchte ich nicht tauschen. Die Leute da draußen denken nicht wie hier im Forum, da wird das schlicht ein Kampfhund sein.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #11
@Midoryiku: Eine Abgabe kommt leider nicht in Frage. Die beste Entscheidung wäre bereits vor 2 1/2 Jahren den gewesen, den Hund wieder zum Züchter zurück zu bringen. Leider hat sich mein Schwiegervater damals wie ein 8 jähriger verhalten und regelrecht geweint um den Welpen, daher hat meine Schwiegermutter den Hund akzeptiert. So wirklich anfangen kann keiner etwas mit ihm und mein Schwiegervater selbst sagt er wollte eigentlich niemals einen Dackel. Aber er liebt ihn halt abgöttisch.

@Kompassqualle: du glaubst es kaum, aber all deine Erziehungsratschläge kenne ich und habe ich zu genüge auch in Büchern schonmal gelesen. Daher danke für die Tipps nochmal und ja - so werde ich es mit MEINER Hündin auch machen. Zu dem Dackel möchte ich ehrlich gesagt keine feste Bindung, da er nicht mit uns in einem Haushalt llebt. Und er noch nicht mal die Bindung zu seinen Besitzern hat..

@Choupette: Ehrlich gesagt beides. Aber irgendwie kommt die Einsicht dass das ganze Wohl so richtig keinen Sinn macht und ich den Hund in Zukunft ganz einfach nicht mehr nehmen werde. Und mich auf meine Hündin konzentriere. Die Leine habe ich abgemacht weil sie schlicht "zu Ende" war und ich wollte dass er ohne Leine (Das Ding trocknet immer so schlecht) im Pool planschen kann. Weit gefehlt.. der Drang nach absoluter Freiheit war größer.
Woher willst du wissen dass man in unserem 500 Seelendorf mit einem Bullmastiff der Arsch ist? Der fällt hier kaum auf, da hier - wenn jemand Hunde hat - meistens Molosser und Berghunde sind. Sogar zwei Sokas sind dabei und der Kleinste ist ein Mops. Und sollte ich mal, warum auch immer, in die Stadt müssen, bleibt der Hund zu Hause.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich nochmal. Ich würde dem Hund schon ganz gern irgendwie helfen, aber eben nur in dem mir möglichen Maß, da er wie gesagt nicht mir gehört und auch nicht - zumindest nicht über Nacht - dauerhaft bei uns im Haushalt lebt.

Da das ganze wohl auch hauptsächlich nur mit guter Bindung (was ja verständlich ist) zu erzielen ist, werde ich das ganze wohl einfach hinnehmen, da der Dackel auf eine "gute Bindung" pfeift. Er ist eher zu allen Menschen freundlich, wirklich gebunden ist er aber noch nichtmals an seinen Besitzer. Selbst Leckerlies findet er nicht sonderlich spannend.


Muss auch ehrlich sagen, dass ich so einen akribischen Ausreißer noch nie erlebt habe. Wir hatten immer Hunde (eben immer Molosser :055:) und meine Eltern haben noch nichtmals ein Tor im Zaun und nie ist einer in irgendeiner Art und Weise ausgebüxt. Und ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, dass meine Eltern diesbezüglich erziehungstechnisch irgendwas dazu beigetragen haben. :eusa_think:

Daher bin ich völlig verstutzt, das ein Hund alles spannend findet, außer seine eigene Umgebung.

Bin mir eben auch nicht sicher, ob wir ihn überhaupt einen Gefallen damit tun, wenn wir ihn tagsüber mit zu uns nehmen. Oder ob es nur zusätzlicher Stress ist.. obwohl er unsere Umgebung ja auch sehr gut kennt.

Ist schwierig.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #12
Ich hab hier diverse Streuner in der Gegend. Bei allen ist das Problem dasselbe: Die Besitzer kümmern sich nicht. Die Hunde kennen keine Kommandos, niemand geht mit ihnen Gassi - die Hunde werden morgens raus gelassen und sich selbst überlassen bis abends. Also sorgen die Hunde selber für Abwechslung.
Meine Hündin ist auch frei auf dem Grundstück und könnte jederzeit weg. Macht sie aber nicht, da sie weiss, sie kriegt ihre Beschäftigung und ihre Bewegung.
Bei dem Dackel hat es sich offensichtlich verselbständigt und könnte nur mit viel Arbeit und Mühe evtl. wieder gerade gebogen werden, aber so wie Du Deinen Schwiegervater beschreibst, wird da nichts passieren, also bleibe ich bei meiner Meinung - kümmere Dich um Deinen Hund wenn er da ist und lass den Dackel, Dackel sein. Die Konsequenzen musst Du ja nicht ausbaden.
Man kann nur denen helfen, die Hilfe wollen und Dein Schwiegervater will offensichtlich nichts ändern. Spar Dir die Energie.

Ich glaube nicht, dass es Stress ist für den Dackel, wenn er bei euch ist. Ihm ist es ja offensichtlich egal wo er ist, solange er ausreissen kann.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #13
Bei allen ist das Problem dasselbe: Die Besitzer kümmern sich nicht.
Wobei ich auch Hunde kenne denen es einfach im Blut liegt. Unter den Pudeln meiner Großeltern war auch mal ein Exemplar das gerne durch den Ort streunte (obwohl er nicht anders behandelt wurde als die anderen die alle nicht wegliefen).
Mein alter Rüde ist in jungen Jahren auch für sein Leben gerne abgehauen, teilweise selbst auf Spaziergängen und egal mit wie vielen Bällen, Super-Leckerchen und Clickermotivation ich versucht habe mich interessant zu machen. Stöbern hat ihm eben in vielen Situationen immer noch einen Tick mehr Spaß gemacht als alles was ich ihm anbieten konnte. Es hat Jahre gedauert bis er bedenkenlos ableinbar war und es ging auch immer nur in wildarmen Gebieten.

Ich will nicht in Frage stellen, dass bei euch viele Leute sind, die es gar nicht erst versuchen mit ihren Hunden und das fehlende Bindung und Beschäftigung natürlich ein Grund ist warum viele Hunde weglaufen. Ich wollte nur sagen, dass es auch einfach Hunde gibt die vom Wesen her sehr selbstständig sind und die trotz vieler Bemühungen immer wieder versuchen auszureißen.

Da das ganze wohl auch hauptsächlich nur mit guter Bindung (was ja verständlich ist) zu erzielen ist, werde ich das ganze wohl einfach hinnehmen, da der Dackel auf eine "gute Bindung" pfeift. Er ist eher zu allen Menschen freundlich, wirklich gebunden ist er aber noch nichtmals an seinen Besitzer. Selbst Leckerlies findet er nicht sonderlich spannend.
Ich würde es mit einem Clicker und richtig guten Leckerchen (Käse, Kochschinken, Fleischwurst etc) versuchen. Wenn der Hund den Clicker verstanden hat würde ich einfach nur ein wenig Grundgehorsam trainieren (daran fehlts dem Dackel ja sicher eh). So könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, der Dackel lernt was nützliches und man stärkt die Bindung durch Spaß und gemeinsame Aktivität. Wenn der Dackel jemanden findet der sich auf diese Weise um ihn bemüht kann es durchaus auch sein, dass er zu dieser Person eine stärkere Bindung aufbaut. Die Frage ist natürlich, ob du das überhaupt möchtest, denn ich denke es besteht die Gefahr, dass du ihn dann ständig am Rockzipfel hast.

Bin mir eben auch nicht sicher, ob wir ihn überhaupt einen Gefallen damit tun, wenn wir ihn tagsüber mit zu uns nehmen. Oder ob es nur zusätzlicher Stress ist.. obwohl er unsere Umgebung ja auch sehr gut kennt.
Ich denke nicht, dass er Stress hat, im Gegenteil er wird sich an euch gewöhnen und sich wahrscheinlich sogar auf dich fixieren, wenn du dich mit ihm beschäftigst.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #14
.....

Das Thema "Zaun bauen" habe ich schonmal angesprochen, da meinte er nur dass das keinen Sinn macht, da er ohnehin überall durch passt.
.....

.

Das stimmt definitiv nicht!
Ich habe einen Rauhaardackel - und leider geht er auf die Hühner.
War mein Fehler - er hat die Hühner nie beachtet und von Klein auf an gut gehorcht.
Dann, einmal, ich war abgelenkt - habe ich nicht gemerkt, dass er wie elektrisiert war, als der Hahn eine Henne trat, die dies nicht wollte und schrie.
So schnell konnte ich nicht aufspringen, wie der Dackel bei den beiden war (Hanh flüchtete) und die Henne von hinten packte.

Er hatte also richtig Erfolg.
Seither steht er immer sofort im Jagdfieber parat, wenn sich lautstarke Auseinandersetzungen zwischen den Hühnern gibt.
Da ich nicht den ganzen Tag nur auf den Hund konzentriert sein kann und ihn auch nicht "an die Kette" legen will, habe ich mich für einen Zaun entschieden.
Weil er einen Holzzaun in null komma nichts durchgenagt hätte, gab es einen Gawronzaun (Doppelstabgittermatten).
Dieser Zaun ist absolut Dackelsicher - und der Kleine kann jetzt rein und raus, soviel er will, auch, wenn die Hühner draussen sind.

LG
Sowi
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #15
Ich denke, das mit dem Zaun ist einfach eine faule Ausrede.
Es gibt so viele verschiedene Arten, auch fuer noch kleinere Hunde, da wirds auch einen fuer Dackel geben.
Wo ein Wille, da ein Weg.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #16
Danke für eure Antworten.

Ich denke das Thema Geld - falls der Hund einen Unfall baut - zieht bei meinem Schwiegervater eher nicht. Dann wird es halt bezahlt und gut ist bzw auch selbst repariert (er hat eine Werkstatt). Der Rüde selbst ist ja auch versichert.

....es gibt Dinge, die kann man weder mit Geld bezahlen, noch reparieren!

Vielleicht solltest Du ihm dann man folgende Szene "ausmalen":
Dackel rennt über Strasse, Autofahrer verreisst Lenkrad und rast auf Bürgersteig, wo es Mutter und Kind unter sich begräbt.
Einer tot, anderer lebenslänglich schwerstbehindert...........

LG
Sowi
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #17
Was ist denn das für eine Argumentation? Ich hab die Leine abgemacht, weil sie “zu Ende“ war (die kann man auch in die Hand nehmen!) und schlecht trocknet. Eh sorry, aber veralbern kann ich mich selber. Der Dackel ist euch allen wurscht - es interessiert keinen ob er lebt oder nicht. Aber dann sorgt doch bitte wenigstens dafür, dass eure Umwelt geschützt wird. Es gibt auch Leute, die Angst vor kleinen Hunden haben und des Weiteren kann das von Sowi beschriebene auch passieren, wenn es ganz dumm läuft.

Dass in deinem 500-Seelen-Dorf jeder einen Molosser hat und es deshalb ok ist, wenn 60 bis 100 Kilo Hund lustig abgehen, wusste ich nicht. Mein Fehler.

Doppelstabmattenzäune sind engmaschig genug für Dackel und man kann sie auch einbetoniert in den Boden einlassen, dann gräbt sich keiner unten durch. Haben selber so einen Zaun, da kommt kein Dackel durch, noch nicht mal ein Chihuahua. Selbst den billigen Maschendraht kann man ein Stück einbuddeln und durch den Draht kommt auch kein Dackel. Notfalls könnte man mit Hasendraht den unteren Bereich verstärken, wenn der Dackel so zart ist, dass er durch 5x5 cm passt. Allein der Ausspruch es gäbe für kleine Hunde keine Zäune ist an Dummheit nicht zu überbieten. Oder an Frechheit, denn scheinbar denk Schwiegervattern alle anderen sind so dämlich und glauben ihm das.

Aber ich schätze, Tipps sind vergebens. Erziehungsratschläge hast du alle schon gelesen, die Schwiegereltern sind zu geizig für einen Zaun (man ist ja versichert, wenns knallt), der Dackel interessiert eh keinen und wenn die Leine zu kurz ist, wird sie abgemacht. Joar. Also doch ein Auskotzfaden zur Stimmungsmache.:102: Und ich weiß wieder, warum ich lange nicht hier war. Bin damit dann auch wieder raus.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #18
Vielen Dank nochmal für all eure Bemühungen.
Wenn mein Schwiegervater sich auch nur mal halb so viel Gedanken um seinen Hund machen würde, wie ihr es hier tut..

..irgendwie ist er fest davon überzeugt, dass dem Hund nie etwas passieren wird und ich kann es aber nicht erklären warum.

Könnte es dem Hund eigentlich helfen, wenn er kastriert wäre? Ich bin schon der Meinung dass die ganze Abhauerei, neben dem Jagdtrieb - womit er ja auch schon 2x Erfolg hatte - auch sexuell motiviert ist. Er patroulliert nämlich regelrecht vor den Häusern, wo Hündinnen wohnen, markiert unheimlich viel und scharrt mit allen vier Pfoten nach jeder Markierung. Er rennt auch immer wie ein stolzer Gockel hin und her.

Das "lustige" an der Sache ist ja, dass sie morgens vor der Arbeit und auch abends nach der Arbeit eine große Rude mit ihm Spazieren gehen. Gut, von geistiger Beschäftigung, geschweige Clickern haben beide mit Sicherheit noch nie etwas gehört.. ich werde es ihnen aber mal Nahe legen. Ich denke, es macht mehr Sinn wenn die richtigen Besitzer sich intensiver mit ihm beschäftigen, als ich.

Was den Zaun betrifft.. ja na sicher war das eine faule Ausrede. Mein Schwiegervater baut keinen Zaun, weil der Hund dann in dem Sinne eingesperrt wäre. Er möchte ihn ja auch um sich und in seiner Werkstatt rumflizen haben und da öfters am Tag dort Autos ein- und ausfahren (und somit ein Tor geöffnet werden müsste) ist es schlicht auch Faulheit, was das ganze antreibt. Einen anderen Grund hat das ganze nicht.

Vielleicht solltest Du ihm dann man folgende Szene "ausmalen":
Dackel rennt über Strasse, Autofahrer verreisst Lenkrad und rast auf Bürgersteig, wo es Mutter und Kind unter sich begräbt.
Einer tot, anderer lebenslänglich schwerstbehindert...........

Ja, genau das meine ich ja auch! Und genau um das geht es mir auch hauptsächlich. Das im endefekt die ANDEREN darunter leiden und seinen Fehler ausbaden müssen. Was ich nicht hoffe, dass es soweit kommt.

Wobei eigentlich nur so ein Vorfall - und sei es nur, dass der Dackel leicht verletzt wäre, meinen Schwiegereltern die Augen öffnen würde.


Ohje, Choupette, es war nicht meine Absicht dich damit zu provozieren. Aber eventuell hilft dir ja die regelmäßige Einnahme von Magnesium - das ist gut für Muskeln und Nerven. Und das meine ich keineswegs ironisch oder in irgendeiner Art und Weise böse, sondern ist ein gut gemeiner Ratschlag.

LG Chianti
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #19
Die Kastration wird nichts an der mangelnden Motivation den Hund vernünftig zu halten ändern- außer vllt. wenn sie beim Schwiegervater in Erwägung gezogen wird;)

Nein, ernsthaft, das wird nichts ändern.

Nur ganz kurz hierzu:
Woher willst du wissen dass man in unserem 500 Seelendorf mit einem Bullmastiff der Arsch ist? Der fällt hier kaum auf, da hier - wenn jemand Hunde hat - meistens Molosser und Berghunde sind. Sogar zwei Sokas sind dabei und der Kleinste ist ein Mops. Und sollte ich mal, warum auch immer, in die Stadt müssen, bleibt der Hund zu Hause.

Ich kenne eine eigentlich wirklich sehr nette Bullmastiff-Hündin, die jeden kleineren Hund, der sich ihrem Grundstück nähert zum Frühstück vernascht.
Und damit ist man ganz sicherlich auch im 500-Seelendorf am Arsch, ja ;)

Sind Hunde mit entsprechender Masse nicht vernünftig erzogen ist das einfach nochmal eine andere Hausnummer als ein verzogener Dackel.
Und sei es nur, weil der Dackel den Bullmastiff "nur" beißen kann- andersherum ist das Spielchen recht schnell beendet.
 
  • Unerzogener Dackel! Beitrag #20
@Midoriyuki: Das die Hunde "Eindringlinge" bzw andere Hunde melden, sobald er sich dem Grundstück nähert, ist bei uns tatsächlich genauso. Der eine mehr, der andere weniger energisch. Trotz allem ist man deshalb hier nicht gleich der Buh-Mann, da ich das Glück habe in einem sehr Hunde- und allgemein Tierfreundlichen Dorf zu wohnen. Aber ich verstehe, was du damit sagen willst. Deine Äußerung sollte aber nicht nur, den i.d.R. sehr friedfertigen (welchen trotz allem ein gewisser Schutzinstinkt angezüchtet wurde, gerade die Hündinnen nehmen diese Aufgabe sehr ernst) Bullmastiff gelten, sondern allgemein für alle Hunde, hier sind ja meistens die Kleinen, mit der kürzeren Zündschnur.
 
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Unerzogener Dackel!

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