Du brauchst dir keine Gedanken machen, Frank. Ivy ist nun bei ihrer Phrusi und ihrem Pimsi über der Regenbogenbrücke.
Pims war zwei, als sein Matti (zwei Männchen) ging und seine Ivy zu ihm kam. Die beiden verstanden sich gut, machten aber nichts zusammen. Jeder ging seiner eigenen Wege. Sie schnäbelten nie o.ä. obwohl ein gegengeschlechtliches Paar.
Als Ivy 8 Jahre war und allein, holten wir Phrusi. Eigentlich ein Männchen...Tja, ihre Nasenhaut verfärbte sich und sie wurde ein Mädel. Sie waren mein drittes Pärchen und keines hat sich so gut verstanden wie die beiden. Sie teilten alles! Ohne Ausnahme! Putzen, spielen, fressen, fliegen...alles machten sie gemeinsam. Sie kuschelten sogar und jeder der beiden orientierte sich am anderen. Ivy wurde zahmer und Phrusi lernte, dass auch Staubsauger toll sein können. Ja, es waren zwei Weiber, aber ich denke, sie "liebten" sich auf ihre Art. Ivy hatte ihrem Pimsi früher Avancen gemacht und er sie immer abgewiesen.
Leider starb Phrusi plötzlich und unerwartet mit etwas mehr als einem Jahr. Ivy hatte nun zwei Todesfälle hinter sich, doch im Gegensatz zum ersten Mal trauerte sie nicht mehr. Im Gegenteil, sie wurde fröhlicher, trillierte, schloss sich dem Menschen an. So munter wie sie die letzten zwei Jahre war, war sie vorher nie. Sie brauchte eben mehr aufmerksamkeit und forderte sie auch ein. Sie war fröhlich und gesund, bis Anfang Juli, als ihre Zeit kam.
Vielleicht hätten wir ihr besser einen neuen Partner holen sollen. Aber ein junger kam nicht mehr in Frage. Sie war ja schon fast 10... und ein Welli im passenden Alter fand sich nicht. Zudem blühte sie merklich auf. Wir beschäftigten uns sehr intensiv mit ihr. Ich glaube nicht, dass ihr das Alleinsein zuwider war. Auch hat es ihr meiner Meinung nach nicht geschadet, dass Phrusi kein Männchen war, zumal sie nicht mehr allzu jung war. Auch im Nachhinein würde ich es wieder so machen...