- Vorurteile zum Thema Katzenfutter und was lässt sich wirklich belegen? Beitrag #1
Sini
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Ich möchte euch erzählen wie es mir ging:
Im Lauf der Jahre habe ich im Internet und vor allem in Katzenforen viele Informationen zu allen möglichen Themen bekommen. Oft zeigt sich eine deutliche Tendenz, was die Fütterung betrifft war das zum Beispiel:
-Trockenfutter ist schädlich, das wird nur von Haltern gefüttert die keine Ahnung haben und gerne von Tierärzten angepriesen die von der Futtermittelindustrie beeinflusst wurden und sich nicht ordentlich informiert haben.
-Bei Feuchtfutter gibt es hoch- und minderwertiges Futter, hochwertiges Futter zeichnet sich durch eine gute Deklaration aus, ist oft teurer und darf keinen Zucker oder Getreide enthalten.
-BARF ist die Königsklasse, es ist natürlich und am gesündesten
Viel von dem was dazu geschrieben wurde, erschien mir völlig logisch und schon der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass rohes Fleisch am ehesten dem ähnelt was die Katze sich auch selbst fangen würde, darauf folgt gekochtes Fleisch und die Wertigkeit endet wieder beim Trockenfutter das nun mal gar keine äußerliche Ähnlichkeit zur Maus mehr aufweist.
Was natürlich ist ist gut, was unnatürlich ist, eher als schlecht einzustufen.
Soweit meine eher emotionale Sichtweise.
Verschiedene Gründe brachten mich dazu, diese Einstellung zu hinterfragen.
Bei Ratschlägen auf privaten Hompages oder in Foren ist es kaum möglich, abzuschätzen, worauf die Aussagen schlußendlich beruhen.
Alles wird als Tatsache verkauft, ob es belegbar ist, eine Vermutung, eine Schlußfolgerung, Erfahrungswerte usw. wissen wir nicht. Also begann ich nach Belegen für verschiedene Aussagen zu suchen. Das sind dann Studien oder Veröffentlichungen (meist aus Fachzeitschriften) die sich mit Zitaten und Quellenangaben auf verschiedene Studien beziehen. Auf meinem vorigen Laptop habe ich dazu eine große Linksammlung angelegt auf die ich leider nicht mehr zugreifen kann. Ich habe versucht, mich neutral zu informieren und alles gleich kritisch zu hinterfragen. Also nicht nur das was meiner bisherigen Meinung wiedersprach, sondern auch die Informationsquellen die ihr entsprachen.
Mein Fazit: Ich weiß, dass ich nichts weiß. :mrgreen:
Aber ich sehe das Thema Katzenernährung weitaus lockerer als früher und denke, dass sie einen viel geringeren Einfluss auf Krankheiten und Lebenserwartung hat als erhofft. Obwohl es eine schöne Vorstellung ist, dass ich als gewissenhafter Halter meinen Katzen zu einem gesunden, langen Leben verhelfen kann wenn ich mir nur genug Mühe mit dem Füttern gebe und bereit bin, genug Geld zu investieren.
Ich finde es sehr mühsam, sich durch die wissenschaftlichen Texte zu kämpfen, insbesonders wenn sie auch noch auf englisch verfasst sind. Deswegen möchte ich euch auch nicht mit Links zu verschiedenen Studien zuballern sondern beginne jetzt mal mit einer Publikation. Sie wurde ins deutsche übersetzt und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Zucker und Kohlenhydraten im Katzenfutter:
https://de.scribd.com/document/1743...keyword=&source=impactradius&medium=affiliate
Zitat:
Vielleicht regt euch dieser Thread ja dazu an, euch mal selbst zu hinterfragen, worauf eure Meinung zum Thema Futter beruht und selbst nach Belegen zu forschen die diese Meinung bestärken oder ihr auch widersprechen?
Im Lauf der Jahre habe ich im Internet und vor allem in Katzenforen viele Informationen zu allen möglichen Themen bekommen. Oft zeigt sich eine deutliche Tendenz, was die Fütterung betrifft war das zum Beispiel:
-Trockenfutter ist schädlich, das wird nur von Haltern gefüttert die keine Ahnung haben und gerne von Tierärzten angepriesen die von der Futtermittelindustrie beeinflusst wurden und sich nicht ordentlich informiert haben.
-Bei Feuchtfutter gibt es hoch- und minderwertiges Futter, hochwertiges Futter zeichnet sich durch eine gute Deklaration aus, ist oft teurer und darf keinen Zucker oder Getreide enthalten.
-BARF ist die Königsklasse, es ist natürlich und am gesündesten
Viel von dem was dazu geschrieben wurde, erschien mir völlig logisch und schon der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass rohes Fleisch am ehesten dem ähnelt was die Katze sich auch selbst fangen würde, darauf folgt gekochtes Fleisch und die Wertigkeit endet wieder beim Trockenfutter das nun mal gar keine äußerliche Ähnlichkeit zur Maus mehr aufweist.
Was natürlich ist ist gut, was unnatürlich ist, eher als schlecht einzustufen.
Soweit meine eher emotionale Sichtweise.
Verschiedene Gründe brachten mich dazu, diese Einstellung zu hinterfragen.
Bei Ratschlägen auf privaten Hompages oder in Foren ist es kaum möglich, abzuschätzen, worauf die Aussagen schlußendlich beruhen.
Alles wird als Tatsache verkauft, ob es belegbar ist, eine Vermutung, eine Schlußfolgerung, Erfahrungswerte usw. wissen wir nicht. Also begann ich nach Belegen für verschiedene Aussagen zu suchen. Das sind dann Studien oder Veröffentlichungen (meist aus Fachzeitschriften) die sich mit Zitaten und Quellenangaben auf verschiedene Studien beziehen. Auf meinem vorigen Laptop habe ich dazu eine große Linksammlung angelegt auf die ich leider nicht mehr zugreifen kann. Ich habe versucht, mich neutral zu informieren und alles gleich kritisch zu hinterfragen. Also nicht nur das was meiner bisherigen Meinung wiedersprach, sondern auch die Informationsquellen die ihr entsprachen.
Mein Fazit: Ich weiß, dass ich nichts weiß. :mrgreen:
Aber ich sehe das Thema Katzenernährung weitaus lockerer als früher und denke, dass sie einen viel geringeren Einfluss auf Krankheiten und Lebenserwartung hat als erhofft. Obwohl es eine schöne Vorstellung ist, dass ich als gewissenhafter Halter meinen Katzen zu einem gesunden, langen Leben verhelfen kann wenn ich mir nur genug Mühe mit dem Füttern gebe und bereit bin, genug Geld zu investieren.
Ich finde es sehr mühsam, sich durch die wissenschaftlichen Texte zu kämpfen, insbesonders wenn sie auch noch auf englisch verfasst sind. Deswegen möchte ich euch auch nicht mit Links zu verschiedenen Studien zuballern sondern beginne jetzt mal mit einer Publikation. Sie wurde ins deutsche übersetzt und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Zucker und Kohlenhydraten im Katzenfutter:
https://de.scribd.com/document/1743...keyword=&source=impactradius&medium=affiliate
Zitat:
Obwohl sich Katzen zu Karnivoren mit einer ausgeprägten Anpassung an eine Ernährung auf tierischer Basis entwickelt haben, sind sie in der Lage, in kommerziellen Feucht- undTrockennahrungen enthalte Mengen an Zucker und Kohlenhydraten zu verdauen und zuverstoffwechseln. Als strikte Karnivoren sind Katzen jedoch nicht in der Lage, dieGeschmacksrichtung „süß“ zu schmecken. Aus diesem Grund spielen Zucker für die Katzekeine Rolle bei der Entwicklung von Nahrungspräferenzen oder der Auswahl der Nahrung.Die Akzeptanz (Schmackhaftigkeit) eines Futtermittels für Katzen lässt sich folglich nichtdurch den Zusatz von Zucker verbessern. Bedenken, dass zucker- oder kohlenhydratreicheFuttermittel bei der Katze eine Prädisposition für Adipositas oder Diabetes mellitusdarstellen, sind unbegründet.
Vielleicht regt euch dieser Thread ja dazu an, euch mal selbst zu hinterfragen, worauf eure Meinung zum Thema Futter beruht und selbst nach Belegen zu forschen die diese Meinung bestärken oder ihr auch widersprechen?
