Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs

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Pfotenduft

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Hallo zusammen, ich bin hier neu und hoffe nichts falsch zu machen. Ich leg mal gleich los.

Mein bester, treuster, liebster, schönster Hund, Schnauzerterriermix, sieben Jahre alt, noch nie krank gewesen... ausser wegen Flöhen und wegen der Wurmkur u.ä. nie beim Arzt gewesen.
Er ist frech, laut, liebt es viel Aufmerksamkeit zu bekommen, kuschelt gerne, er ist aber auch sehr Ängstlich ... er ist noch nie verreist (Ausland)... Na jedenfalls war in unserer Welt bis vor drei Wochen alles gut.
Er ist einer von den Hunden die schon immer, besonders dann wenn er aufgeregt ist (positiv) immer wieder mal (im Durchschnitt 1-2 x im Monat) dieses Rückwertsniesen hat. Vielleicht habt ihr schon davon gehört - es ist wohl nichts schlimmes. Es machte uns bloß immer etwas Angst. Sehr angespannter Körper, als ob der gleich brechen müsste, mit lautem kurzem Atem.
Ja, und vor drei Wochen fiel mir sowas ähnliches in quasi Miniatur bei ihm auf. Klang halt ähnlich wie ein Husten.
Nach drei -vier Tagen sind wir zum TA.
Der verabreichte ihm Kortison (evtl. Infektion), wenn es in drei Tagen dem Hund damit nicht besser geht, soll ich noch Antibiotika dazu geben. Bis dahin frass mein Hund normal. Als ich aber dann anfing ihm die Medikamente da unterzumischen, wollte er sich von mir nichts mehr geben lassen - er ist nämlich auch klug <3.
Sein Zustand wurde nicht besser, im Gegenteil- er frass jetzt nichts mehr und kam von unter der Couch nicht mehr heraus. Nur zum Gassi gehen. Oder mit wedelndem Schwanz, wenn Besuch vor der Tür stand. Die Antibiotika wollte er dann auch nicht nehmen, so sind wir zum Arzt und er hat dann beides gespritzt bekommen.
Der TA war besorgt weil der Hund bei 11 kg innerhalb der wenigen Tage schon 1000g an Gewicht verloren hat, und weil das Kortison nicht half. Auch mit/in der Kombination von Antibiotika wurde nichts besser. Also Blutbild. Das zeigte wohl hohe Entzündungswerte. Nichts jedoch an den Organen.
Der Arzt glaubte nun es sei kein Infekt, sondern etwas Bakterielles. Zur Sicherheit, gab er ihm Advocat (?) um gegen mögliche Lungenwürmer vorzugehen.
Er war sich aber etwas unsicher und besorgt, und riet uns, sollte der Zustand übers Wochenende nicht besser werden, gar schlechter, in eine Klinik zu fahren, oder sich irgendwo eine Zweitmeinung einzuholen. Ich wartete das Wochenende nicht ab, sondern fuhr nach Empfehlung einer guten Freundin zu einem anderen Tierarzt. Der war leider an dem Freitag nicht in der Praxis, „lediglich“ eine Assistenzärztin. Sie sagte, nach dem sie sich die Blutwerte anschaute, dass er zu wenige rote Blutkörperchen hat, und alleine schon deswegen, zu wenig Sauerstoff bekommt, und dass seine Lümpfknoten sehr dick seien, und sie wünschte sich ein Röntgenbild von der Lunge. Als sie es uns zeigte, sagte sie es wäre katastrophal und es sei Lungenkrebs. Jedoch bevor sie das Todesurteil ausspricht, möchte sie eine Kotprobe am Montag haben um einen vielleicht fiesen Wurmbefall auszuschliessen. Ich war fertig. Mein liebster Freund bekam Vitamin B12 gespritzt, wieder Kortison und noch etwas zum entwässern der Lunge (Wasser in der Lunge).
So,... wir verheult nach Hause... ich hoffte so sehr auf Lungenwürmer... das wäre evtl. noch heilbar. Der Krebs nicht.
Da der Hund kaum noch was frass, machte er auch nicht groß. Als er dann am Sonntag endlich ein Häufchen machte, tanzte mein Herz.
Wir damit am Montag zum Arzt, diesmal war nicht die Assistenzärztin da, sondern der Tierarzt persönlich. Der schaute sich bloß das Röntgenbild an und sagte: “Lungenkrebs im Endstadium, wir sollten ihn noch diese, spätestens nächste Woche verabschieden“. Die Kotprobe blieb unberührt auf dem Schreibtisch liegen.
Ich sterbe! So sehr schockt mich das. Er ist doch zu jung, zu fit. Dieser Husten ist kaum noch da, ich muss sagen, der Hund bellt gerne viel, beim verlassen der Wohnung, beim begegnen seiner Artgenossen, beim Spielen... das blieb bis heute aus... bis auf 1-2 Ausnahmen, aber ich glaube das strengte ihn sehr an.
Nun ja... und so sitzen wir hier. Er frisst 100-200 g Fleisch am Tag... (wiegt mittlerweile wohl 9 kg) er trinkt viel. Er geht noch gerne Gassi, wenn auch nur kurz und sehr, sehr langsam. Seine Augen sind wach. Da ist noch Lebenskraft. Wie soll ich ihn da einschläfern????!! Das geht nicht. Ich denke es könnten doch wirklich Lungenwürmer sein, eine Lungenentzündung vielleicht- oder beides, keine Ahnung...Tuberkulose... es könnte so viel sein, wenn man die Röntgenbilder sieht. 100% weiß man es nicht, dafür müsste man eine Biopsie machen, aber das ist in seinem Zustand zu gefährlich.
Ich wÜrde hier euch gerne das Röntgenbild zeigen, führchte aber das ist gar nicht möglich?!
Waaaaa, ich habe soviel geschrieben- hoffe es hat jemand die Geduld, sich das durchzulesen, und mir vielleicht etwas empfehlen, mir, uns! helfen, .... hilfe :( - das darf doch nicht wahr sein.

Vielleicht kann ich jemanden privat das Röntgenbild schicken? Vielleicht hat jemand eine Idee. Man liest so viel im Internet... Ärzte können sich irren.

Schlaflose, müde und erschüpfte Grüsse
Wauzi und ich ... ich liebe seinen Pfotenduft
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #2
Hallo Pfotenduft,

Willkommen im Forum.

Erstmal tut es mir leid, was ihr beide gerade durch macht. So etwas ist nie schön.

Was mir dazu nun einfällt, du könntest nun natürlich mit dem Röntgenbild zu deinem Tierarzt gehen und ihn Fragen, was er dazu sagt. Oder du schaust mal wirklich in eine Klinik und lässt dir da noch eine Meinung geben. Evtl. gibt es in deiner Umgebung spezialisten, welche auf Krebs aus sind.
Woher kommt ihr? Evtl. hat da hier ja jemand einen Tipp.

Das er nun vermehrt Trinkt, das kommt vom Cortison. Auch das er nun mehr pinkeln muss.
Allerdings sollte er auch durch das Coritson vermehrt Hunger haben.
Hast du ihm mal besonderes Angeboten? Also so richtig feine sachen, die er eher selten kriegt?
Besonders Fleischhaltiges Dosenfutter ?
Was bekommt er normal?

Ich kann dir anbieten, das Röntgenbild meinem Mann mal zu Zeigen. Schick es mir am besten einfach mal per Pn zu, wenn das klappt.

Ansonsten kann ich dir gerade nur viel viel viel Kraft wünschen und dir sagen, du bist mit so etwas nicht alleine.
Viele haben hier ihre geliebten Tiere bzw.Freunde und Familienmitglieder gehen lassen müssen.

Auch ich musste dieses Jahr meinen geliebten nach fast 16 Jahren an meiner Seite, gehen lassen.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #3
Hallo Knopfstern,
vielen Dank für deinen Willkommesgruss und dein Interesse.
Natürlich bekommt Scooby nur das was er Normalerweise sofort verschlingen würde. Heute frisst er es nur Häppchenweise, trotz des Cortison.
Ich bin hier bisher nur über mein Handy unterwegs gewesen und hab bisher noch keine Möglichkeit gefunden, eine PN an dich zu schicken, geschweige denn ein Bild ☹️- ich versuche es später mal übern Rechner.

Danke!
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #4
Hallo!
Mir tut es auch leid was ihr durchmachen müsst, ich wünsch euch viel Kraft.
Könnte es nicht auch eine Lungenentzündung sein, wäre mir jetzt eingefallen?
Ich würde mir sicherheitshalber eine zweite Meinung einholen, gerade wenn es um so etwas Ernstes geht.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #5
Hi Rolli 2190,
das ist es halt - nur Anhand von Röntgenbildern, kann man nicht mit 100% sagen, dass es Krebs ist. Dafür müsste es eine Biopsie geben. Kommt aber mit der kranken Lunge nicht in Frage. Und es könnte so viel sein... Lungenentzündung (hätte aber nach dem Antibiotika eigentlich zurück gehen müssen) . Dann eine Herzinsuffizienz eventuell. Oder halt Lungenwürmer. Oder alles zusammen.

Sagt mir, wie merke ich, dass der Hund nicht mehr will?
Wie soll ich es schaffen ihn einzuschläfern - der Befund ist für mich schwammig, er frisst noch etwas, er geht noch gassi... läuft zur Tür wenn es klingelt... Wie lange soll ich warten? Wann gebe ich ihn auf, wann erlöse ich ihn?
Mein Herz blutet.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #6
So etwas kann man nicht pauschal sagen, ich denke wenn der Hund zB nicht mehr gehen kann, zwangsernährt werden muss, und man ihm einfach ansieht, dass er nicht mehr kann oder möchte, sollte man an eine Erlösung denken bzw. dem Hund gegenüber auch so fair sein und sie durchführen lassen, auch wenn es sehr weh tut. Ich möchte allerdings keinem raten, seinen Hund einzuschläfern, ohne ihn persönlich zu kennen, und so etwas kann der Halter am besten entscheiden, da er seinen Hund auch am Besten kennt, auch wenn es ihm mitunter gleichzeitig am schwersten fällt. Und bei deinem Hund hört es sich für mich noch nicht so an, als hätte er sich schon aufgegeben, wenn er noch frisst (auch wenn es vielleicht etwas weniger ist, aber auch hier muss man rechtzeitig erkennen, wann es eben zu viel wenig ist oder auch gar nicht mehr geht), zur tür rennt und noch Gassi geht.

Du solltest in vielleicht etwas schonen und keinen zu großen Anstrengungen aussetzen, aber ihn auch nicht "bemitleiden" oder dich gegenüber komplett anders verhalten, das würde ihn denke ich verunsichern. Genieß noch so viel Zeit wie dir möglich mit ihm, das schadet auch nicht wenn er wieder gesund wird, was ich sehr für euch hoffe. Du kannst ihn natürlich jetzt auch mehr verwöhnen (eben mit gutem Futter, extra Kuscheleinheiten oder ähnlichem), aber er sollte trotzdem noch sein gewohntes Regelwerk haben, soweit es ihm eben möglich ist und unter Berücksichtigung gewisser Umstände, weil er eben im Moment nicht gesund ist. Ich würde mich freuen zu hören, wie es bei euch weitergeht und wünsche euch alles Gute!
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #7
Ja, sehe ich auch so. Vor allem, dass er noch zu vital ist.
Letzte Nacht war schlimm. Ich dachte das wars. Ich dachte wir sterben. Er hatte so schlimm Atemnot, dass ich Angst hatte, sein Herz versagt gleich.
Wir haben den Notarzt angerufen und sin zu ihm hin. 30 min. Autofahrt. Während ich mich auf der Rückbank echt hinlegen musste, weil ich dachte, ich kollabiere gleich, breche, sterbe... saß mein liebster, kranker Hund die ganze Fahrt durch lieb im Kofferraum.
Beim Arzt angekommen- riet er ihn einzuschläfern. Ich bat ihn aber um etwas, was ihm das Atmen erleichtert. So spritzte er ihm, voll verschlafen, unsensibel- so dass mein Wauzi voll schlimm aufheulte, Kortison. Zu Hause angekommen, schlief mein Freund 6 Std. durch. Der Tag verlief gut. Er hat gegessen. Kam gelegentlich zum kuscheln raus, trank viel, und ging mehrmals (zwar nur kurz) Gassi. Wenn er Gassi geht, steckt er immer noch seine Nase in alle Laubhäufchen rein. Nur ist sein letztes Häufchen leider schon fast eine Woche her :(. Nun ja, und so schauen wir von Stunde zu Stunde, vom Tag zu Tag. Nachts hat er, aus irgendeinem Grund mehr Atemprobleme, als Tagsüber.
Danke Roli2190! 🐾🙏🏾🐾
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #8
Hallo Pfotenduft,

das tut mir sehr leid, was ihr heute nacht durchmachen musstet.

Kannst du dir mit deinen Bildern keine zweite Meinung einholen?
Du köntest mir die Bilder auch per Mail schicken ansonsten.

Weisst du, manchmal weiss man nicht wann und ob es richtig ist, einen Freund gehen zu lassen. Jedoch ist es manchmal der Punkt, das man seinen Freund gehen lassen sollte, ehe er beginnt, sich zu quälen. Auch wenn es einem schwer fällt.

Genauso erging es mir erst dieses Jahr. Ich habe meinen Senior gehen lassen, der fast 16 Jahre an meiner Seite war.
Binnen einer Woche hat der so abgebaut, das es für uns keinen Sinn mehr machte, obwohl er noch gefressen hatte, obwohl er sich noch bewegte. Der Schritt war nicht leicht, aber es war für ihn das beste.

Es fing auf einen Samstag an, meine Schwester ist mit uns zum Tierarzt gefahren. Er konnte sich ohne schmerzen nicht mehr hinlegen oder aufstehen. Der Doc Diagnostizierte dann was an der Halswirbelsäule. Fragte, ob wir in dem alter noch Operieren würden. Es schoss direkt aus mir raus"nein, auf gar keinen Fall." Er sagte mir dann, das die Entscheidung die richtige ist und er dies auch nicht mehr tun würde in dem alter. Wir probierten es mit starken Schmerzmitteln und Cortison. Er durfte nicht mehr raus, nur zum pinkeln vor die Tür. Mehr nicht. Wir sind dennoch einmal am Tag ein kleines Stück im weg gegangen. Mittwochs lief er dann total verwirrt in der Wohnung rum. Könne vom Cortison kommen. Wir setzten dieses also Tag für Tag ab. Man merkte, das es ihm wieder schlechter ging.
Sonntags morgens wurde ich durch einen Markerschütternden schrei geweckt. Zeus lag krampfend und zitternd in seinem Korb. Konnte nicht mehr hoch kommen und war fix und fertig.Er hatte sich seinen Hals überstreckt an der Wand, so wie er es so häufig tat...Kam aber nicht mehr alleine zurück.
Panisch rief ich meinen Mann an, dieser sagte mir, das die Zeit gekommen ist. Ich wollte es aber nicht wahr haben. Meine Schwester und ihr Mann kamen dann zu uns. Das war ca 2 Stunden später. Er wollte einfach nicht mehr aufstehen. Irgendwann bekam mein Schwager ihn dennoch dazu, und was wir dann sahen, war einfach traurig. Zeus hat sich komplett eingepinkelt gehabt. Alles war Nass. Er war komplett nass.
Wir riefen bei unserem Tierarzt an. Einige Stunden später kamen sie. Alle um mich rum sagten "es ist das beste." Irgendwann stand er auf, er frass noch etwas, auch wenn es ihm sichtlich schwerer gefallen war.
Aber das war der Moment, der Tag, an dem mein Freund gehen durfte. Die Tierärztin hätte noch probiert mit Medikamenten was zu machen. Jedoch hätte dies alles nach hinten los gehen können. Da er schon so heftig auf das Absetzen des Cortisons reagierte, muss bei ihm an der Niere und am Herzen evtl. auch was gewesen sein. Die Augen waren auch relativ leer bei ihm. Und am ende war es das einzig richtige, das er in frieden Zuhause gehen durfte.

Ich will dir ebenfalls keinen Rat geben, wann und wie du deinen Freund erlösen lässt.
Ih will dir damit sagen, nur weil ein Hund,ein Tier, noch kein Wrack ist, heisst es nicht, das es nicht doch der richtige Weg ist. Bevor das leiden wirklich schlimm wird.
Bevor eines meiner Tiere leidet, leide lieber ich.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #9
Ich wünschte, ich hätte 16 Jahre mit ihm.
Er ist doch erst 7 Jahre jung. Viele Passanten und Hundefreunde hielten ihn für einen Welpen- immerwieder, noch vor drei Wochen ...“ohhh, ein Welpe“ sagten sie. Weil er einfach der hübscheste ist.

Wir haben nun die Ferndiagnose von der Tierklinik Hofheim. Die bestätigen nun, dass mein liebster Freund voll mit Metastasen ist.
Ich sterbe vor Traurigkeit.
Ich spüre seine Angst. Ich will nicht weinen, um ihn nicht mehr zu ängstigen. Aber ich scheitere.
Wir sind nun vom TA mit Tabletten versorgt, die ihm das Atmen erleichtern.
Seine wunderschönen Augen leuchten noch, er ist so aufmerksam.
Dennoch denke ich, werde ich mich zusammenreißen müssen und ihn am Montag verabschieden, bevor er elendig erstickt.

Leider sagt der TA, ist es bei solchen Lungengeschichten, etwas schwierig mit dem Einschläfern. Und mein Hund ist einfach noch sehr wach.
Er wird ihn mit einem Maulkorb erst sidieren müssen und ihm dann etwas in die Wehne setzen oder direkt ins Herz. Es zerreißt mich. Alles das zerreißt mich.
Ich muss etwas zu Beruhigung nehmen - sonst pack ich es nicht. Aber ich möchte bis zu seinem letzten Atemzug für ihn da sein.

Deine letzten Worte stärken mich etwas, ja, bevor er leidet, will lieber ich leiden.

Danke, vielen Dank - auch für deine Geschichte.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #10
Liebe Pfotenduft,

Ich mag deinen Namen übrigens. Ich mochte Zeus süssen Pfotengeruch auch immer sehr. Ich habe ihn geliebt und konnte stunden lang neben seinen Pfoten liegen.

Es tut mir unfassbar leid, das du von der Klinik nun ebenfalls die Diagnose bekommen hast. Hofheim ist eine gute Klinik. Dort haben wir hier einige, welche dort erfahrungen gemacht haben.

Es ist schwer, für dich nun die treffenden und tröstenden Worte zufinden, die deinen schmerz nehmen. Weil...diese gibt es nicht.
Ich kann dir aber sagen, viele von uns, haben ihren besten Freund gehen lassen. Vielen ging dieses nicht leicht von der Hand, wie dir. Es ist eine schwere und endgültige Entscheidung. Und das macht es so schwer. 7 ist für einen Hund eigentlich kein alter. Nein, da hast du absolut recht. Nur stecken wir alle nicht drin. Wir wissen nicht was in unseren Körpern passiert und was aus ihnen wird.

Ich kann dir nur mein Worte bieten. Dir zuhören und dir sagen, das ich an dich denke in der schweren Zeit.

Geniesse die letzten Stunden. Egal ob du weinen wirst. Weine sein Fell voll. Kuschel ihn. Esst zusammen Burger. Einfach zusammen sein. Jede sekunde.
Und dann, sei am Montag für ihn da.

Ich weiss nicht, wie es dir geht bzw.ob dies was für dich ist, mir hat es sehr geholfen. Ich habe meine beiden Hunde einäschern lassen. War beide male bis zum ende dabei. Auch als wir Zeus gehen lassen mussten, war ich Hochschwanger mit dabei und wurde wunderbar betreut.
Falls du daran Interesse hast, dann melde dich doch bei mir, ich kann dir gerne Kontakte nennen. Du musst mir dann nur sagen, woher du kommst.
Beide sind sie zuhause, bei mir. Hier wo sie hin gehören.
Und wenn du deine trauer dir von der Seele schreiben willst, dann lass sie raus. Lass deinen Gedanken freien lauf.
Wir haben hier alle dafür verständnis und ein offenes Ohr findest du hier immer. Oft ist es ja leider so, das irgendwann das Verständnis um die trauer im Freundes und Familienkreis zu ende ist.

Ich wünsche dir für die nächsten Tage ganz viel kraft!
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #11
Bald ist es ein Jahr ohne mein liebsten Hund. Ich vermisse ihn sooo schmerzhaft. Sagt mir bitte, wie habt ihr den Tod eures geliebten Hundes überwunden? Ich habe meinen eingeäschert. Eigentlich war der Plan die Asche zu verstreuen (ja ich weiß, ist nicht erlaubt - mir egal). Aber ich konnte mich nicht trennen. Bis heute nicht. Die Urne musste ich aber in eine Vitine vor einigen... mittlerweile Monaten,stellen, weil ich täglich dran war und weinte. Ich weine immer noch fast täglich. Ich komme mir so lächerlich vor, wenn ich es Menschen erzähle, weil es doch „nur“ ein Hund war. Viele raten mir, mir einfach einen neuen zu holen („beste Therapie“ bla) - und ja, ich sehe Tag täglich im Internet auf unterschiedlichen Seiten wunderbare, vom Tod bedrohte Hunde - aber ich kann nicht. Ich weiß nicht ob ich es je wieder schaffe. Sagt mir, dass ich nicht völlig verrückt geworden bin, oder depressiv... na ja, das wohl schon, sagt mein Arzt 😞... Aber wie soll man das bei diesem Verlust,Schmerz und der Trauer auch nicht werden?! Ich will ihn einfach zurück! Ich streichle manchmal die Luft, und bilde mir ein er wäre da, ich könnte ihn fühlen und riechen. Ich pfeife nach ihm. Sage laut „ komm wir gehen schlafen“... Wahnsinn. Ich glaube ich bin wahnsinnig geworden. Den Wald meide ich,... weil ich ihn dann überall schwanzwedelnd sehe. Ich bin im letzten Jahr, gefühlt 10 Jahre älter geworden. Und mir fehlt es nicht an Freunden oder Familie. Aber nach dem 20sten mal, will man die auch nicht mehr voll heulen. Wann hört das auf??? Ich kann nicht mehr.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #12
Sagt mir bitte, wie habt ihr den Tod eures geliebten Hundes überwunden?

Ich war froh und erleichtert als mein Hund starb, denn sie war schwer krank und eine ständige Belastung. Spazierengehen war zum Todeszeitpunkt schon seit 2 Jahren kaum möglich.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #13
Ich weiß wie du dich fühlst. Unser erster Hund ist auch mit gerade mal 7 Jahren an dem doofen Krebs gestorben. Viel zu früh. Er war auch sonst nie krank und dann kam das. Bis wir ihn erlösten, verging jedoch ein dreiviertel Jahr. Wir wußten aber von Anfang an, dass wir ihn nur noch begleiten werden, eine Therapie war zwecklos.
Er ist dann bei uns Zuhause friedlich eingeschlafen. Unser Tierarzt war so toll. Und der Moment war schön... sehr friedlich und das ich ihm das als letzten Liebesbeweis ermöglichen konnte, ihn gehen zu lassen, bevor er sich quält. Das ist jetzt 4 Jahre her und er fehlt immer noch sehr! Also deine Trauer ist nicht verrückt und du bist nicht allein. Sowas können jedoch nur Tierhalter nachvollziehen. Kurz nach dem unser Rüde gegangen war, hatten sowohl mein Mann als auch ich unabhängig voneinander das Gefühl, dass er noch da war. Wenn man nachts aufgewacht war, dann hatte man das Gefühl, er wäre da gewesen...auf dem Bett...im Wohnzimmer.

Wenn du nicht bereit bist für einen neuen Hund, dann ist es so. Irgendwann wird dir der richtige von ganz allein über den Weg laufen.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #14
Dass man sehr lange trauert, ist völlig normal, wenn man ein geliebtes Lebewesen verloren hat. Die Trauer muss auch nach Jahren nicht ganz verschwunden sein.
Allerdings kann das tatsächlich auch in eine Depression übergehen. Und bei dir, Pfotenduft, klingt manches schon besorgniserregend, finde ich.
Es kann täuschen, aber deine Trauer klingt sehr omnipresent, als könntest du in deinem Leben nichts mehr genießen, weil du immer an deinen verstorbenen Hund denkst. Auch dass du Angst hast, verrückt zu werden, und so verzweifelt bist und massiv darunter leidest, klingt nach mehr als "normaler" Trauer.
Ich kann natürlich nur beurteilen, was du hier schreibst, wenn es nur Phasen sind, in denen du dich so fühlst, würde ich das als "normal" einstufen, aber dein Schreiben klingt, als würdest du dich konstant so fühlen.

Auch wenn die Trauer um ein verstorbenes Tier sehr lange anhalten kann, sollte doch eine gewisse Entwicklung spürbar sein - die natürlich bei jeden unterschiedlich vorgeht. Aber nach einem Jahr sollte es sich doch etwas anders anfühlen als kurz nach dem Tod.

Wenn man tatsächlich in eine Depression abrutscht, sollte man sich auf jeden Fall Hilfe suchen. Und selbst wenn es (noch) keine Depression ist, aber man große Schwierigkeiten hat, den Tod zu verarbeiten, und sehr darunter leidet, kann eine Psychotherapie helfen. Auch wenn viele Leute es nicht nachvollziehen können, kann der Tod eines Haustieres ein traumatisches Erlebnis sein, das nicht so einfach verarbeitet werden kann.

Ich will hier Trauer um den Tod eines Haustieres nicht pauschal patologisieren, nur weil sie etwas länger andauert, aber es kann eben auch mehr dahinter stecken und das sollte man nicht ignorieren.
Lieber einmal zu viel Hilfe suchen als einmal zu wenig :)
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #15
Also ich finde es jetzt nicht normal wegen einem Hund nach 1 Jahr noch zu trauern.
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #16
Hey,

ich kann ShiGi nur zustimmen.

Es ist okay, noch zu trauern und traurig zu sein. Es ist okay, keinen zweiten Hund zu wollen. Das alles ist in Ordnung, so lange es im Rahmen bleibt.

Ich werde dir jetzt ganz sicher keine Depression o.ä. übers Forum diagnostizieren, aber wenn dein Arzt da den Verdacht hat, solltest du dem vielleicht mal nachgehen. Soetwas geht in den seltensten Fällen einfach von alleine weg.

So ätzend und abgedroschen es auch klingt, aber dein Leben geht weiter. Wenn du aufgrund deiner Trauer kaum noch dein Leben leben kannst, dann solltest du da mal mit deinem Arzt drüber sprechen.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Wie man richtig trauert kann dir keiner sagen. Da ist jeder Mensch einfach verschieden und anders.

LG
 
  • Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs Beitrag #17
Hallo Pfotenduft,
Vielleicht liest du meinen Beitrag ja noch. Ich bin eben auf deine Geschichte gestoßen und ich hab letztes Jahr, nur 2 Wochen später meinen pointerrüden wegen lungenkrebs einschläfern lassen müssen. Ich bin immer noch so traurig, dass er nicht mehr da ist. Heute fiel mir bei meinem anderen Hund ebenfalls eine komische / unregelmäßige Atmung und niedriger Puls auf, deswegen mach ich mir arg Sorgen, morgen geht es zum TA. Ich bin wie gesagt vorgeschädigt und einfach ängstlich...
Ich möchte dir meine Geschichte erzählen. Mein Hank war 7 Jahre alt und topfit. Eines Tages hustete er ein, zwei Mal und es kam minimal Blut zum Vorschein, TA gab mir Antibiotika und Schmerzmittel mit, Verdacht auf infekt. Dann war einige Zeit, ich glaub 2, 3 Wochen alles okay, dann erneut minimal Blut bei einmaligem Husten, ein Tag später schnelle Atmung, er wirkte außerdem müder als sonst. Als ich dann wieder beim TA war, wurde ein röntgenbild gemacht und es sah grausam aus. Überall weiße Flecken in der Lunge. Nun war Verdacht auf lungenkrebs, Lungenentzündung oder lungenwürmer. Mein Hund bekam Medikamente, ich weiß nicht mehr genau welche ( Schmerzmittel, Cortison?) abends bin ich in die Klinik, um nochmal ein röntgenbild zu machen. Ich dachte, vielleicht sind die Geräte dort genauer. Auch da das gleiche schreckliche Bild. Die TÄ dort hat mir geraten ihn möglichst bald einschläfern zu lassen. Ich war komplett am Boden. Er stand wedelnd neben mir, außer dass es schnell atmete und inzwischen auch noch etwas schlapper war, war er noch immer fröhlich. Ich bin dann wieder zu meinem TA. Erstmal abwarten, beobachten, bei Verschlechterung sofort kommen. Er hatte vitamin b12 bekommen und Antibiotikum, falls es eine lungenentzündung war.
Genau eine Woche lang probierten wir alles. Blutbild, Kotprobe wg. Lungenwürmern, herzwürmern usw. Das Antibiotika wirkte nicht. Hank wurde immer dünner, schlapper und fraß auch nicht mehr. Nach 7 Tagen erneut ein röntgenbild, um nochmal alles auszuprobieren. Dann war die Diagnose klar. Fast gesamte Lunge war nun weiß. Noch abends musste ich ihn gehen lassen. Er hat kaum noch Luft bekommen, wedelte aber noch fröhlich und sah mich immer mit seinen treuen Augen an. Wir sind bis zuletzt jede Sekunde zusammen gewesen. Ich vermisse ihn so schrecklich.
Ich wollte dir gern schreiben, weil ich so mit dir fühlen kann. Ich hoffe dir geht es inzwischen etwas besser!
 
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