- Einzelhaltung im Alter - mache ich alles richtig? Beitrag #1
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CaptainAmazing
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Hallo ihr Lieben,
ich glaube ich benötige nur etwas Zuspruch, aber falls ich falsch liege, natürlich auch gern Kritik.
Es ist so: Ich habe eine sehr alte Katze (hat vor Kurzem ihren 27ten Geburtstag gefeiert), die aber noch ausgesprochen fit und agil ist. Sie spielt noch, oft mehrere Stunden am Tag, ist körperlich vollkommen gesund und hat sonst nur mit einer angeborenen Autoimmunerkrankung zu kämpfen, die wir aber gut im Griff haben und die auch, außer leichten Ausschlag, keinen Einfluss auf ihr tägliches Dasein hat. Über viele Jahre war sie mit einer anderen Katze zusammen, die damals aber schon 8 Jahre älter war. Beide kamen aus dem Tierheim (damals war ich 3 Jahre alt, meine jetzige Katze ebenfalls 3 und ihre Freundin eben schon 12) und waren von Beginn an zusammen.
Nun ist die ältere Katze vor 5 Jahren gestorben, im stolzen Alter von 29 Jahren, kurz vor ihrem 30ten. Das hat mir natürlich das Herz herausgerissen, weil ich mit ihr seit meiner jüngsten Kindheit zusammen war, ebenso aber auch meiner jetzigen Katze, die ja ebenfalls schon immer mit ihr zusammen war.
Das Problem ist, dass meine jetzt 27 Jahre alte Katze allein übrig geblieben ist. Ich habe damals überlegt sie direkt im Anschluss wieder zu vergesellschaften, musste mich allerdings aufgrund finanzieller eigener Belange (Zeit in der Ausbildung etc.) dagegen entscheiden. Mittlerweile ist jedoch alles absolut stabil und damit kommen auch die Gedanken wieder hoch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Prinzessin sehr einsam ist. Sie versucht noch viel mit mir zu raufen, verletzt mich dabei auch teilweise bis hin zu blutigen Wunden - ich mache das mit, weil ich der Meinung bin, dass ich ihr das schulde, weil sie wegen mir keinen Partner hat, mit dem sie raufen kann. Natürlich würde ich es ihr sehr gerne gönnen, wieder jemanden zu haben, allerdings stehe ich vor folgenden Problemen:
- Ganz einfach ist sie nicht, schon immer eine kleine Diva gewesen. Ob sie sich in ihrem Alter überhaupt noch an eine fremde Katze in der Wohnung gewöhnt, ist vermutlich fraglich. Sie genießt es auch im Mittelpunkt zu stehen und ich habe etwas Sorge, dass sie eifersüchtig werden könnte, wenn noch eine zweite Katze dazukommt. Vor einiger Zeit, als noch beide Katzen da waren, habe ich mir noch eine dritte dazugeholt, die jedoch nur ca. ein Jahr bei mir war und dann wegen einer unentdeckten Krankheit von heute auf morgen gestorben ist - mit ihr wurde sie damals nie so richtig warm, es gab für sie immer nur die Freundin, die von Geburt an da war.
- Private Belange: Ich bin als Journalistin tätig und habe mich extra selbstständig gemacht, damit ich die meiste Zeit bei ihr Zuhause sein kann, damit sie wiederrum nicht ganz so einsam ist. Langfristig (heißt: wenn sie mal nicht mehr ist) würde ich aber gerne in den Auslandsjournalismus und dementsprechend viel durch die Welt reisen, was mit einem Haustier generell natürlich nicht geht. Hole ich mir jetzt wieder eine zweite Katze dazu, stehe ich in einigen Jahren im Grunde wieder vor dem selben Problem. Aber: Natürlich will ich nicht, dass meine Katze im Hier und Jetzt unglücklich ist, nur weil ich irgendwann einmal Zukunftspläne habe, die es nicht anders ermöglichen.
Ich bin permanent zwiegespalten und denke wirklich täglich darüber nach, ob ich mir noch eine zweite Katze anschaffen sollte oder ob das für Sie nicht so gut wäre. Denkt ihr, sie kann auch alleine glücklich sein - mit mir, die fast die ganze Zeit bei ihr ist? Genüge ich oder bin ich eine schlechte Katzenmutter, weil ich sie seit nunmehr fünf Jahren allein halte?
Vielen Dank für eure Antworten!
ich glaube ich benötige nur etwas Zuspruch, aber falls ich falsch liege, natürlich auch gern Kritik.
Es ist so: Ich habe eine sehr alte Katze (hat vor Kurzem ihren 27ten Geburtstag gefeiert), die aber noch ausgesprochen fit und agil ist. Sie spielt noch, oft mehrere Stunden am Tag, ist körperlich vollkommen gesund und hat sonst nur mit einer angeborenen Autoimmunerkrankung zu kämpfen, die wir aber gut im Griff haben und die auch, außer leichten Ausschlag, keinen Einfluss auf ihr tägliches Dasein hat. Über viele Jahre war sie mit einer anderen Katze zusammen, die damals aber schon 8 Jahre älter war. Beide kamen aus dem Tierheim (damals war ich 3 Jahre alt, meine jetzige Katze ebenfalls 3 und ihre Freundin eben schon 12) und waren von Beginn an zusammen.
Nun ist die ältere Katze vor 5 Jahren gestorben, im stolzen Alter von 29 Jahren, kurz vor ihrem 30ten. Das hat mir natürlich das Herz herausgerissen, weil ich mit ihr seit meiner jüngsten Kindheit zusammen war, ebenso aber auch meiner jetzigen Katze, die ja ebenfalls schon immer mit ihr zusammen war.
Das Problem ist, dass meine jetzt 27 Jahre alte Katze allein übrig geblieben ist. Ich habe damals überlegt sie direkt im Anschluss wieder zu vergesellschaften, musste mich allerdings aufgrund finanzieller eigener Belange (Zeit in der Ausbildung etc.) dagegen entscheiden. Mittlerweile ist jedoch alles absolut stabil und damit kommen auch die Gedanken wieder hoch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Prinzessin sehr einsam ist. Sie versucht noch viel mit mir zu raufen, verletzt mich dabei auch teilweise bis hin zu blutigen Wunden - ich mache das mit, weil ich der Meinung bin, dass ich ihr das schulde, weil sie wegen mir keinen Partner hat, mit dem sie raufen kann. Natürlich würde ich es ihr sehr gerne gönnen, wieder jemanden zu haben, allerdings stehe ich vor folgenden Problemen:
- Ganz einfach ist sie nicht, schon immer eine kleine Diva gewesen. Ob sie sich in ihrem Alter überhaupt noch an eine fremde Katze in der Wohnung gewöhnt, ist vermutlich fraglich. Sie genießt es auch im Mittelpunkt zu stehen und ich habe etwas Sorge, dass sie eifersüchtig werden könnte, wenn noch eine zweite Katze dazukommt. Vor einiger Zeit, als noch beide Katzen da waren, habe ich mir noch eine dritte dazugeholt, die jedoch nur ca. ein Jahr bei mir war und dann wegen einer unentdeckten Krankheit von heute auf morgen gestorben ist - mit ihr wurde sie damals nie so richtig warm, es gab für sie immer nur die Freundin, die von Geburt an da war.
- Private Belange: Ich bin als Journalistin tätig und habe mich extra selbstständig gemacht, damit ich die meiste Zeit bei ihr Zuhause sein kann, damit sie wiederrum nicht ganz so einsam ist. Langfristig (heißt: wenn sie mal nicht mehr ist) würde ich aber gerne in den Auslandsjournalismus und dementsprechend viel durch die Welt reisen, was mit einem Haustier generell natürlich nicht geht. Hole ich mir jetzt wieder eine zweite Katze dazu, stehe ich in einigen Jahren im Grunde wieder vor dem selben Problem. Aber: Natürlich will ich nicht, dass meine Katze im Hier und Jetzt unglücklich ist, nur weil ich irgendwann einmal Zukunftspläne habe, die es nicht anders ermöglichen.
Ich bin permanent zwiegespalten und denke wirklich täglich darüber nach, ob ich mir noch eine zweite Katze anschaffen sollte oder ob das für Sie nicht so gut wäre. Denkt ihr, sie kann auch alleine glücklich sein - mit mir, die fast die ganze Zeit bei ihr ist? Genüge ich oder bin ich eine schlechte Katzenmutter, weil ich sie seit nunmehr fünf Jahren allein halte?
Vielen Dank für eure Antworten!
