Was kostet ein Hund aus zweiter Hand?

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  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #1
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Schweinemama

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gibt es hier richtwerte? Wir sind am überlegen wegen eines zweithundes. ECKDATEN: Fci papiere, kastriert, 6 jahre, ausbildung begleithund, fährte. Nun ist es leider so, wie so oft, die lebensumstände ändern sich, das tier ist arm und bevor dem tier fad ist, bzw. Es unerzogen wird, wird es abgegeben. Hund folgt aufs wort, hat jede menge power und würde dementsprechend gut ins familienleben passen. Beschöftigung ist bei uns immer gegeben- kleinere sachen richte ich mir selber, die erziehungseckdaten passen super (nur dran bleiben muss ich natprlich), nur ist nun die preisfrage, laut Inserat ueber 3t anbieter 100 euro schutzgebühr, laut gespräch mit hundebesitzer- wir waren schon eine Runde... etwa das 20 fache. Das eine kommt mir zu billig vor, das andere zu teuer.

Hund gesehen und verliebt, tja, ich weiss schon das die anschaffungskosten nicht alles sind, und andererseits weiss ich was der tierarzt verlangt, bisswunde rauferei, spritzeb, Impfungen ohrenentzündung. Bei meiner jetzigen chronisch kranken hündin zahle ich spottpreise (weil der tierarzt will dass ich lieber 3x umsonst hinlaufe wie 1x akut), aber mit einem zweiten hund wirds teuer. Ich kann mit fci papieren wenig anfangen...ein hund kann so und so gesund oder krank sein.
 
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  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #2
Hallo,

bitte den Halter doch einfach drum, dass er ihn vom Tierarzt durchchecken lässt und du den Impfpass durchsehen darfst oder frag nach ob der Hund eine Nacht probeschlafen darf bei euch, um zu schauen ob es mit eurem vorhandenen Hund passt. Bei der Gelegenheit könntest du ihn dann zum Tierarzt deines Vertrauens bringen.

Es ist aber auch Gefühlssache... Wenn du ein durchweg gutes Gefühl hast, dann nimm den und wenn nicht, nimm Abstand davon denn meisten ist es berechtigt wenn innerlich sämtliche Sirenen laut heulen und einem vor mieses Gefühl schon richtig schlecht wird....

Ich würde aber auch nochmal in dich selbst gehen bezüglich deines vorhandenen Hundes und dem seiner Tierarztkosten.
Gestemt bekommst du sie, aber was wenn der andere auch krank wird? Geht das auch noch oder bekommst du dann Probleme? Spezialfutter, dauermedikamente, geht das da dann auch noch gut?

Überstürz einfach nichts und lass dich nicht bedrängen. Schau dir evtl. den Hund auch öfters an in dem du ihn eine gewisse Zeit besuchst beim Halter, wenn möglich und entscheide dann mit einem durchweg guten Bauchgefühl.
Alles andere hat keinen Sinn...

Wegen dem Preis kann ich nichts zu schreiben, hab selber aber schon ein Kaninchen aus dem Tierheim um sonst bekommen, weil den keiner haben wollte (Die eigentliche Schutzgebühr hab ich dann als Spende da gelassen) und es ist doch auch eigentlich gar nicht so unüblich, dass einfach nur eine Schutzgebühr verlangt wird die mit dem Kaufwert eines Züchters nicht ansatzweise heran kommt.
Möchte der Halter den denn mit Schutzvertrag vermitteln, in dem er idealerweise das Tier auch wieder zurück nimmt?
Ohne Schutzvertrag- und Gebühr würde ich deine Skepsis über den Hund durchaus teilen.


Liebe Grüße
Amber
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #3
Wenn der Hund aus privater Hand kommt gibt es keine Richtlinien wie teuer ein Hund sein sollte. Blöd gesagt ist es wie mit einem Bücherregal bei eBay, der eine will 100€ für seins und der andere 500€. Mit Hunden ist das nichts anderes, einige geben die Hunde günstig ab mit Schutzvertrag weil die schnell weg müssen und andere verlangen den Zuchtpreis oder bei entsprechender Ausbildung auch mehr. Als wir damals unsere Hündin gesucht haben gab es zwei Labradore die für uns ins Frage kamen. Beide waren gleich alt, beide schwarz, beide aus Familien mit Grunderziehung, also fast gleiche Voraussetzungen, nur der Abgabegrund war bei den Familien unterschiedlich. Die eine Familie wollte 1000€ für ihren Hund haben, die andere 650€ also fast die Hälfte obwohl die Hunde auf einem ähnlichen Stand waren.
Achte bei Hunden von privat immer drauf wo der Hund herkommt, wie er dort lebt usw und prüfe genau ob ihr mir dem Hund harmoniert und klar kommt, wir wurden damals ziemlich belogen, das war ne Wundertüte auf 4 Pfoten.

Wenn du lieber preislich vorher wissen willst was auf dich zu kommt schau im Tierheim oder bei Organisationen, da gibt es meistens ne Preisliste wie viel die Hunde kosten und einen Schutzvertrag.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #4
Ich nehme mal aufgrund deines Textes an, dass es dir rein um die Anschaffung, bzw. Schutzgebühr geht.

Also im Tierschutz hat man oft eine Schutzgebühr von 250€, die man pro Tier bezahlt, bzw. pro Hund. Zumindest ist das die Zahl, die ich in den meisten fällen lese. Im Prinzip kann der Besitzer oder die Organisation jedoch verlangen, was sie will.
Ansprechen würde ich allerdings diese doch recht große Diskrepanz, die der Drittanbieter nennt und was die Besitzer tatsächlich wollen.
Und auch, wie sie diese Schutzgebühr begründen?
Kommt der Hund aus einer sehr besonderen Zucht, bzw. Linie? Besondere sportliche Erfolge? Bekommt er 10 Körbchen und 50 Halsbänder+Leinen dazu?
Denn die Ausbildung alleine rechtfertigt meiner Meinung nach nicht eine hohe Schutzgebühr :eusa_shhh:.

Natürlich verstehe ich es, dass man seinen Hund nicht für einen Appel und ein Ei abgeben möchte und am Ende befürchtet, dass er im neuen Heim nur noch billiges "Müllfutter" bekommt und das Geld für eine entsprechende tierärztliche Versorgung auch nicht da ist. Dann lieber eine etwas höhere Schutzgebühr, denn wer sich die leisten kann, der hat auch das Geld für eine "gute" Versorgung des Tieres.
Off-Topic
Das "gute" schreibe ich bewusst in Anführungszeichen, da gutes Futter und eine gute tierärztliche Versorgung natürlich noch lange keinen guten Hundehalter versprechen. Auch mit weniger Geld kann man einen Hund liebevoll umsorgen und das beste Zuhause bieten. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema.


Jedenfalls würden mich die oben genannten Fragen doch sehr interessieren, denn 1.000€ Schutzgebühr finde ich dann doch relativ hoch. Wenn die aktuellen Besitzer es dir aber gut begründen (vielleicht wollen sie auch einfach den "Welpenpreis" wieder haben?) dann ist das ja ok.
Problematisch sehe ich wirklich hier am ehesten noch, dass der Drittanbieter eine deutlich geringere Schutzgebühr nennt.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #5
Das Problem ist, es ist eine Arbeitslinie, bzw hat der Hund gute Ansätze. Der Besitzer ist nun 10 Stunden ausser Haus, der Hund hat 5t cm schulterhöhe und mittags geht die betagte nachvarin mit ihm. Sowas ist halt für so einen hund, der 1 ansprechperson vraucht gift. Die Prüfungen sind ein paar Jahre her, es scheint so, als ob die Prüfung erledigt wurdr, sie vei einem Hundetrainer waren wegen feinschliff, aber an der weiteren Förderung so eines gut veranlagten Tieres nicht viel gemacht wurde. Der Hund selbst performt wie ein Luxuscomputer- 1 pfiff und nach 2 sekunden liegt der Hund abgelegt neven dem Besitzer. nur da ist noch Potential nach oben. Der will arbeiten unf der kann arbeiten. Bei mir vielleicht nicht im extemrenbereich, aber da macht es Spass den Hund was beizubringen und den Status zu erhalten. Ist halt ein Ferrari, und kein 2 Cv.

Vom Preis her werde ich nochmals nachfragen... Der Besitzer wird wahrscheinluch Schutzvertrag wollen, es luegt ihm das Wohl des Hundes am Herzen, andererseits weiss er, der Hund ist nicht für jedermann und bei unterbelastung gefährlich.

Ich sehe es wie Conrad Lorenz: das schlimnste was einer Hunderasse passieren kann ist, dass sie in Mode kommt.

der Hundebesitzer hat ihn jedoch nicht als Modehund zugelegt sondern für seine Anwendungen entsprechend. Das wären auch sehr ähnliche Anforderungen wie ich sie stelle, und ich will mich in 3 Stunden spaziergang pro Tag beschäftigen, das tut uns beiden sehr gut, und nein Ersthund braucht einen Motivator (sie ist auch bei der Sache, aber mit 14 ein Professor- wir verstehen uns wortlos, vertragen tun sie sich).
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #6
Off-Topic
Kannst du bitte etwas auf deine Rechtschreibung achten? Deine Beiträge sind leider doch sehr schwer zu lesen :?.


Um welche Rasse geht es denn? Konnte das deinen Texten bisher nicht entnehmen.
Wenn du bereit bist, diese Schutzgebühr zu bezahlen, dann klingt das doch grundlegend mal gut und selbst wenn sie dir zu hoch ist: sollte der aktuelle Besitzer bei dir ein gutes Gefühl haben, dann wird das Geld sicher nicht der Grund sein, dass du den Hund am Ende nicht bekommst.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #7
Eine Frage...was ist denn genau die Schutzgebühr und wem wird sie gezahlt und für welche Leistung? Ich habe zwar 2 Hunde aber die sind von meiner Freundin und die wurden adoptiert. Sie hat nichts für das adoptieren gezahlt. Wieso adoptiert man nicht einfach einen Hund, der es auch nötig hat ein Zuhause zu finden?
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #8
Hey

Darf man fragen, um welche Rasse es sich handelt?

Und was du mit dem Hund vorhast?
Für die Zucht ist er ja nicht mehr zu gebrauchen (ist ja kastriert), aber wenn der Hund 2000 Euro kosten soll, muss er ja mehr Nutzen haben in den Augen des aktuellen Besitzers als wenn er nur als Gefährte gehalten wird. Da kommt ja fast nur ein wirklicher Arbeitseinsatz in Frage oder man will richtig wettkampfmässig Sport machen (dafür könnten die Papiere dann wieder nützlich sein).
Oder ist es eine sehr seltene, spezielle Rasse?

Ähnlich würde ich dann auch beim Preis argumentieren. Es kann schlussendlich auch nicht sein, dass du am Ende den Welpenpreis zahlen musst. Schliesslich ist der Hund schon 6-jährig und kastriert (ganz klar eine Wertminderung bei reinrassigen Tieren, weil sie eben nicht mehr zu Zucht gebraucht werden können - selbst wenn du das vermutlich gar nicht willst). Klar, er ist ausgebildet. Aber die Ausbildung hat der Besitzer nicht gemacht, um den Wert des Hundes zu steigern (um es mal nüchtern auszudrücken), sondern in erster Linie auch für sich.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #9
Wenn die Arbeitslinie die Begründung ist wäre ich stutzig über den Preis denn unsere Labbi Hündin ist auch aus der Arbeitslinie und wir haben nicht so eine Summe gezahlt.
Ich finde 2000€ schon wahnsinnig teuer, da bekommt man Hunde aus seriöser Zucht teilweise günstiger.
Ich persönlich finde es schon okay wenn jemand einen jungen Hund abgibt und den Welpenpreis zurück möchte (meistens ja rund 1000-1500€) ansonsten finde ich Preise bis 600€ angemessen, es sei denn der Hund wäre besonders ausgebildet worden (Rettungshund, Blindenhund etc). Die meisten Tierheime und Organisationen nehmen zwischen 200-400€, da hängt aber auch kein emotionaler Wert an den Hunden wie es ja meistens bei Privatpersonen ist und wodurch der Preis da höher ausfällt.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #10
Die meisten Tierheime und Organisationen nehmen zwischen 200-400€, da hängt aber auch kein emotionaler Wert an den Hunden wie es ja meistens bei Privatpersonen ist und wodurch der Preis da höher ausfällt.
Interessant, wie unterschiedlich man das bewerten kann.
Für mich sind Schutzgebüren ein Begriff aus dem Tierschutz. In der Regel stellt das die Summe dar, die so ungefähr die entstandenen Kosten deckt die dem Verein oder der Pflegestelle entstanden sind.

Der Fall von dem Schweinemama berichtet ist für mich ein Verkaufsgeschäft. Da hat jemand die Lust an seinem Tier verloren und versucht jetzt, möglichst viel Geld einzukassieren.

Da gibt es ganz andere Halter. Die können ihr Tier nicht mehr behalten und versuchen, das Beste für ihr Tier zu erreichen. Kennt man ja den Spruch: "Platz vor Preis". Das spiegelt für mich wieder, dass das Tier für den Halter wirklich einen emotionalen Wert hat.

Eine hoher Verkauspreis garantiert lediglich dass der Geldbeutel des Verkäufers gut gefüllt ist. Aber das sagt über die Eignung des zukünftigen Halters überhaupt nichts aus.
 
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  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #11
Weimaraner
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #12
der Hundebesitzer hat ihn jedoch nicht als Modehund zugelegt sondern für seine Anwendungen entsprechend.
Also wurde der jagdlich geführt? Und du meinst, dass du eine täglicher dreistündigen Spaziergang auch "seinen "Anwendungen entsprechend" wäre?
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #13
Ein grosser grauer mit Bernsteinaugen.

Wenn ich mich entscheifen würde, ich nehme mir da für mich noch Zeit, muss es eben passen für uns alle. Kinder brauche ich gar nicht fragen, da hätten wir einen bauernhof, aber-das ist ein Hund über den man drüberstolpert und er quietscht maximal und geht...das vertrauen muss da sein, dass dieser hund eben auch fehler von kleinen lebewesen verzeiht. Den rest wie - kinder sind kleine Menschen und lustig, funny und können kaputtgehen, aber frauli/herrli vertraue ich über alles, an dem wird gearbeitet werden müssen. Und das ist eben im Alltag wichtig, meine jetzige ist für jeden blödsinn zu haben, liegen im puppenwagen, fussballern mit einer ballführung wie ein halbgott, aber es kann sie niemand, weder kinder noch fremde nicht mal mit einem leckerli auf den öffentlichen weg locken... da weiss sie genau- nur mit herrli/frauli/opa, aber sonst, nicht mal wegtragen könnte man sie, die wprde sich nicht hochnehmen lassen. (Bei der zweitrasse besteht die gefahr des wegtragens weniger).

Kinderverträglichkeit ist bekannt, trotzdem muss man achtsamer sein, weil klar, ein kind reisst die arme hoch und der hund.

Gearbeitet würde auch werden, papa ist jäger, also die variante gäbe es auch. Der besitzer möchte ihn nicht an jäger vergeben wo er keinen familienanschluss hätte, dazu ist er nicht geboren, er lebt und stirbt für seinen besitzer, da darf er auch im haus ein Platzerl haben.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #14
Es ist rechtschreibtechnisch extrem schwierig zu lesen....
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es ein jagdlich ausgebildeter Weimaraner mit jagdlichen Prüfungen?
Je nachdem welche und mit welchem Ergebnis die abgeschlossen wurden und welche Formbewertung der Hund hat, ist ein Preis von 2000 € nicht unrealistisch.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #15
Sini du hast meinen Post falsch verstanden. Ich habe nie gesagt das jemand mit viel Geld auch automatisch ein guter Hundehalter ist, das wäre utopisch das glauben.
Private Verkaufsanzeigen sind immer ein Verkaufsgeschäft, egal ob Tier oder sonst was, ich wollte nur deutlich machen das Organisationen oder Tierheime oft weniger Geld nehmen, dafür die Tiere mit Schutzvertrag abgeben. Private Tiere sind oft teurer als Tiere aus Heimen oder Organisationen, das sollte man im Kopf haben wenn es jemandem um die Anschaffungskosten geht.
Leider decken die Schutzgebühren nicht mal ansatzweise die Kosten der Tierheime für das Tier, ich spreche da aus Erfahrung weil ich selbst mal als Pflegestelle tätig war, diese Gebühr ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Würden Heime und Orgas das verlangen was sie ausgeben müssen würden da ähnliche Beträge rauskommen wie bei privaten Anzeigen, wenn nicht sogar noch mehr denn meistens sprengt allein die medizinische Versorgung, Kastration usw die Schutzgebühr.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #16
So, auf allgemeinen Wunsch - schreibe ich nur auf dem PC. Mit meiner Minitastatur und mit Minibildschirm auf dem Handy gehts nicht so einfach.

Es sind noch ein paar Überlegungen offen. Was mich schreckt ist auch die Größe des Hundes in Verbindung mit meinen Kindern. Er dürfte sehr gut erzogen sein, sehr vorsichtig, trotz allem ist so ein Hund auch oft überfordert wenn die Kinder Liebe geben und schenken wollen. Meine Kinder den Umgang mit Hunden gut erzogen, meine kleine Hündin zeigt auch offen und resolut die Grenzen, wenn es zu viel wird, wenn zu viele Kinder da sind die sich auf sie stürzen. So sieht der Weimaraner sehr robust aus, er strahlt die Bereitwilligkeit zu arbeiten aus, gleichzeitig war er natürlich im Kontakt mit mir noch unsicher (neuer Mensch - mit Hund, was tut die, wie ist die - was macht die etc). Man lernt sich eben erst einmal kennen.

Ein Weimaraner und die Ausgelastbarkeit. Nachdem der Besitzer ihn nicht als "Arbeitshund" abgeben will, da der Hund den Kontakt mit der Familie gewohnt ist, denke ich dass es machbar ist den Hund als Familienhund mit Begleitarbeit (noch stecken wir in der Kennenlernphase was sich danach herauskristallisiert ist fraglich: Fährte, Jagdhund, Suchhund, Therapiehund, Pilzsuchhund (ach sowas wollte ich meinen Hunden immer schon beibringen) führen zu können. Für mich und das Familienleben ist es sehr wichtig, einen ausgeglichenen Hund zu haben, der geistig Topfit ist, der aber auch nach der Arbeit mal 2 Stunden auf seinen Platz verschwindet und mal schlafen kann und darf. Wenn mein Hund ständig um mich rum zappelt, weiss ich, dass ich etwas falsch mache, bzw. ich die Zeit und Arbeitsressourcen falsch einsetze, weil der Hund entweder seine Aufgaben noch nicht verstanden hat (Unsicherheit), oder aber eben - weil dem Hund die Auslastung seines Hirns fehlt (fad im Kopf, und als nächstes gehen wir Frau Hollemässig Kopfpolsterschütteln). Nachdem ich Hausfrau bin und vormittags Zeit habe, hätte ich auch an die 4 Stunden Zeit mit ausschliesslich mit den Hunden zu beschäftigen zu können, am Nachmittag haben die Kinder Vorrang (Hausaufgaben, lernen etc) - das Ritual habe ich auch mit meiner jetzigen Hündin so verinnerlicht, dass sie wenn die Schultaschen wieder eingepackt und weggetragen werden aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und was tun will, und nach den Hausaufgaben sind wir dann meistens noch unterwegs - wald, Bach, Radfahren etc, dann gibt es Abendessen, die Kinder wandern ins Bett, und für mich und die Hunde ist es Zeit für eine kleine Gute Nacht Runde (wobei wir hier asphaltiert gehen - tagsüber vorzugsweise Wald und felder) . An der Zeitressource scheitert es wohl nicht (es sei denn ich würde mich entschließen vereinsmässig jeden Nachmittag und Abend (denn Vormittags wird es da kaum etwas geben) mit dem Hund z.b. Suchtraining zu machen unter Aufsicht, Tageweise wäre es unproblematisch - wenn das über Monate gehen würde - müsste ich entweder auf den Hund oder auf die Kinder verzichten :- () ) , das große Fragezeichen ist: schaffe ich es mit 2 Hunden und Kindern und kann ich alle dabei am Ende des Tages alle glücklich machen, ohne dass ich mir sehr viel externe Hilfe (vereinmässige Arbeit mit Hund, oder Kindersitter durch bekannte und Freunde) holen muss. Nur wenn ich das nicht schaffe einen solchen Hund auslasten zu können - wer soll es dann schaffen?
 
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  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #17
Was ich nicht verstehe: Du schreibst immer, als könne der Hund nicht an einen Jäger vermittelt werden weil er dort keinen Familienanschluß hätte. Ich kenne wirklich viele Jagdhunde und die haben alle Familienanschluß. Dieser Hund war doch bisher auch Jagdhund mit Familienanschluß?
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #18
Ich muss ehrlich sagen ich würde mir wohl keinen Hund und Haus holen der es gewohnt ist regelmäßig zu arbeiten und jetzt nur als Familienhund gehalten werden soll. Unsere Hündin ist es nicht anders gewöhnt und ist mit unserem Pensum zufrieden aber ich denke ein Hund der über Jahre regelmäßig jagdlich geführt wurde braucht dieses Pensum auch. Du kannst natürlich versuchen diese Bedürfnisse über Dummyarbeit und Jagdersatz Training zu stillen aber das kostet schon viel Zeit. Für diesen Hund wäre z.b Mantrail auch interessant aber das geht meistens nur in Vereinen, da sagst du ja das fällt für dich zeitlich raus.
Vielleicht kannst du den Hund ja mal übers Wochenende zur Probe nehmen und schauen ob ihr klar kommt.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #19
@Sini: Fakt ist, dass die Jäger hierzulande, also die die das Gewerbsmässig machen (Mantrailing, Tiersuche, Tiere von Auto angefahren - läuft nach zusammenstoss verletzt weg) diese Tiere sind ja keine "Hunde" mehr in dem Sinne eines Familienhundes, sondern die Leben für ihre Arbeit... (kleine Monster: wir haben auch so einen Bekannten, der im halben Land rumfährt, der verdient sehr gut damit (Leichensuchhund, etc)), nur die Hunde sitzen 10 Stunden pro Tag im Auto, suchen 4-5 Stunden und den Rest ihres Alltags sitzen sie im Zwinger, also meine Kinder lasse ich nicht in die Nähe der Hunde - der Hundebesitzer auch nicht - die Hunde sind soziale Bestien, die Hunde gehen teilweise Fährten die älter wie 3-4 Tage sind, haben Preise erhalten, er geht damit auf Wettbewerbe und alles. Geistig ausgefördert - jein, die haben ein geistiges Level erreicht das nur noch gehalten werden kann, aber dafür fehlt das Verhalten in der Basis (wie gehe ich mit anderen Hunden um, wie gehe ich mit anderen Menschen um, Kinder - was ist das?).

Die lieben kleinen Kinder täglich im Wald aufstöbern könnte ich durchaus bieten (derzeit muss ich sie teilweise selber suchen), ball werfen, intelligenzspiele die man beim Spazierengehen einbauen kann - ja täglich kann ich solche Sachen anbieten.

Andere jäger die das Hobbymässig machen - müssen um das Hobby ausführen zu können - arbeiten. Mitunter darf man Hund mitnehmen in die Arbeit (dort sitzt der Hund dann 8 Stunden), oder der Hund sitzt zu Hause (auch 8-10 Stunden). Geistige Arbeit für Hund gleich 0. Ob die Jäger dann nach 8 Stunden Arbeit wirklich noch 3-4 Stunden täglich mit dem Hund auf Fährte trainieren ist fraglich. wieder nichts für die tägliche auslastung, sondern vielleicht mal fürs Wochenende - damit es nicht verloren geht - das Riechvermögen.

Cherrylein: ja ich werde es mir überlegen. Ich schliesse Verein nicht grundsätzlich aus. Aber die Rettungshundestaffel hier - trainiert 4-6 Tage die Woche und das meist mehrere Stunden zusammen. Dass schaffe ich logistisch nicht. 2x die Woche wäre durchaus möglich - aber ab 2 Tage ein paar Stunden im Verein - muss ich gefühlsmässig passen.
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #20
Jagdhunde werden nicht täglich 3-4 Stunden gearbeitet.
Das ist totaler Non-sense.

Gut trainierte Jagdhunde wissen genau wann Arbeit ansteht und wann nicht und brauchen beschäftigungsmäßig kein absolutes Dauerfeuer was sie zu nervösen Hemdchen werden lässt.

Insbesondere wegen deiner Kinder würde ich mir wohl hauptsächlich die Frage stellen wie der Hund ausgebildet wurde.
Mir persönlich sind extrem wenig Jagdhunde (besonders Weimaraner) bekannt, die positiv geschweige denn gewaltfrei ausgebildet wurden- das wäre mir viel wichtiger als die Frage, ob du den Hund 4 Stunden durch den Wald scheuchen kannst.

Das Riechvermögen geht übrigens nicht verloren, sondern maximal die Konzentrationsfähigkeit des Hundes.

Die Jäger, die ich kenne, die mit ihren Hund vernünftig umgehen lassen ihre Hunde übrigens auch ganz gezielt mal eine Weile links liegen (eben nur normale Gassigänge etc.). Die sollen arbeiten wollen und nicht nur stumpf irgendein Pensum abspulen, das sie jeden Tag runterrattern.

Ganz ernsthaft- bevor du weiter über den Hund nachdenkst würde ich mich nochmal sehr eingehend damit befassen was ein Arbeitshund realistisch wirklich braucht und insbesondere was die Ausbildung des Hundes betrifft nachhaken.
Ein Hund, der Kinder nur nett behandelt, weil er kein Droh- und Ausweichverhalten mehr zeigt, weil es ihm aberzogen wurde würde mir nicht ins Haus kommen.
 
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