Was kostet ein Hund aus zweiter Hand?

Diskutiere Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Ich muss hier mal Partei für die Jäger ergreifen. Ich glaube nicht, dass es in Österreich so viel anders läuft, wie in Dt. und wie bei anderen...
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #21
@Sini: Fakt ist, dass die Jäger hierzulande, also die die das Gewerbsmässig machen (Mantrailing, Tiersuche, Tiere von Auto angefahren - läuft nach zusammenstoss verletzt weg) diese Tiere sind ja keine "Hunde" mehr in dem Sinne eines Familienhundes, sondern die Leben für ihre Arbeit... (kleine Monster: wir haben auch so einen Bekannten, der im halben Land rumfährt, der verdient sehr gut damit (Leichensuchhund, etc)), nur die Hunde sitzen 10 Stunden pro Tag im Auto, suchen 4-5 Stunden und den Rest ihres Alltags sitzen sie im Zwinger, also meine Kinder lasse ich nicht in die Nähe der Hunde - der Hundebesitzer auch nicht - die Hunde sind soziale Bestien, die Hunde gehen teilweise Fährten die älter wie 3-4 Tage sind, haben Preise erhalten, er geht damit auf Wettbewerbe und alles. Geistig ausgefördert - jein, die haben ein geistiges Level erreicht das nur noch gehalten werden kann, aber dafür fehlt das Verhalten in der Basis (wie gehe ich mit anderen Hunden um, wie gehe ich mit anderen Menschen um, Kinder - was ist das?).



Andere jäger die das Hobbymässig machen - müssen um das Hobby ausführen zu können - arbeiten. Mitunter darf man Hund mitnehmen in die Arbeit (dort sitzt der Hund dann 8 Stunden), oder der Hund sitzt zu Hause (auch 8-10 Stunden). Geistige Arbeit für Hund gleich 0. Ob die Jäger dann nach 8 Stunden Arbeit wirklich noch 3-4 Stunden täglich mit dem Hund auf Fährte trainieren ist fraglich. wieder nichts für die tägliche auslastung, sondern vielleicht mal fürs Wochenende - damit es nicht verloren geht - das Riechvermögen.

Ich muss hier mal Partei für die Jäger ergreifen. Ich glaube nicht, dass es in Österreich so viel anders läuft, wie in Dt. und wie bei anderen Hundehaltern auch, gibt es bei den Jägern solche und solche.
Ich bin in einem Jägerhaushalt mit immer zwei Jagdhunden (Zwingerhaltung) aufgewachsen. Von dem was du da beschreibst, ist das meilenweit entfernt. Ich habe keine Ahnung, wo du deine Erkenntnisse her hast.
Meist hatten wir einen ca. 5 Jahre alten, fertig ausgebildeten Hund und dann wieder einen Welpen, der viel von dem "Großen" lernen konnte. Alle Hunde hatten vollen Familienanschluss, waren immer mit uns Kindern zusammen und haben uns voll akzeptiert. Darauf hat mein Vater von Anfang an großen Wert gelegt. Jagdlich geführt wurden sie natürlich nicht jeden Tag - nicht immer ist Jagdsaison.... Futter wurde versteckt, als ganz kleiner Welpe wurde als erstes Führerfährte trainiert. Es ist toll zu sehen, wie so ein Zwerg mit 10 Wochen mit Spurlaut auf der eigenen Fährte arbeitet. Bei der Ausbildung der Hunde war ich als Kind immer mit eingebunden. Tagsüber haben die Hunde gemeinsam in der großen Zwingeranlage geschlafen, meist zusammen in einer Hütte.... Waren wir dann zu Hause, waren die Hunde immer mit dabei.
Ein Hund braucht nicht immer ein Beschäftigungsprogramm um ausgelastet zu sein.

Spurensuche ist für Hunde eine extrem anstrengende Arbeit und geht mit Sicherheit nicht über Stunden.
Ich glaube, du hast aus irgendwelchen Gründen ein völlig verschobenes Bild vom "Arbeitsalltag" und Leben eines Jagdhundes.

Ich drücke dir die Daumen, dass sich für euch noch der passende Familienhund findet.
Der beschriebene Weimaraner wird es sicher nicht sein.
Viel Erfolg noch bei der Hundesuche!
 
  • Was kostet ein Hund aus zweiter Hand? Beitrag #22
Wir haben nun weiter Kontakt. Der Hund ist sehr brav, gut erzogen hat einen netten Umgang mit Kindern (weder aufdringlich noch abwertend), sondern ist einfach nur froh wenn mit jemanden rumtollen darf. Er akzeptiert sogar ein aus von meinem 7 jährigen Kind. Etwas was natürlich ständig und dauernd weitertrainiert werden muss, aber ich muss sagen - es hat mich sehr beeindruckt, dass der Hund sich mitten im Spiel plötzlich neben sie gelegt hat und auf weitere Befehle gewartet hat (Stöckchenwerfen). Er ist sich seiner Größe bewusst, läuft nicht auf Kinder "drauf" sondern immer schön vorbei mit Sicherheitsabstand - es wird nicht angestriffen noch angebongt noch unabsichtlich direkt über das Kind abgebremst...

Ich habe ein wenig mit ihm gearbeitet, dh. nonverbal ablegen - fuss gehen - kommen - sitzen auf eine Entfernung von 20-30 Meter.. Das funktioniert einwandfrei, der Besitzer ist sehr entgegenkommend und zeigt mir auch das was der Hund kann. Wir haben somit noch einige Zeit Zeit, uns mit dem Hund auseinanderzusetzen, ihn besser kennenzulernen ihn grob abzuklopfen und vor allem auch seine Schattenseiten kennenzulernen. Auch diese müssen kennengelernt werden. Für einen Besitzer ist es wichtig zu wissen was Angst, Sorge oder Nervosität bei einem Hund auslöst. Nur so kann ich dem Hund helfen - eine Gefahrensituation entweder zu umgehen oder gemeinsam mit ihm zu bewältigen. Wir sind uns einig dass wir weiter daran arbeiten und auch ganz ehrlich damit umgehen was wir uns denken. Niemanden ist geholfen, wenn der Besitzer mit Bauchweh den Hund weggibt, genauso wie ich ihn mit Bauchweh entgegennehme und hoffe das alles gut wird. Damit tun wir dem Hund nix gutes - und eben - darum geht es - der Hund soll hinübergleiten in die Neue Familie, kennenlernen, auspowern - ruhe empfangen können, und immer wieder das Feedback erhalten, wie geht es dem Hund in der alten Umgebung - wirkt er übernervös, ist er entspannt ist er voll Vorfreude wenn er die Kinder sieht - die so toll mit ihm über die Wiese gejagt haben.

Wir werden sehen ob das der Hund ist mit dem wir aufwachsen wollen, der hineinwachsen kann in die Familie. Die Rasse gilt grundsätzlich als "hyperaktiv" - wichtig wäre jedoch, dass er auch die Ruhe findet damit er sich auch bei uns "fallen lassen kann", "entspannen kann" und das nicht nur ein paar Stunden sondern so - dass es tendentiell für ein gesundes Hundeleben reicht.
 
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