Hund hat Haustür angeknabbert :-(

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  • Hund hat Haustür angeknabbert :-( Beitrag #1
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Hündinpeggy

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Unser kleiner süße Samojedendame (Mischling) ist eigentlich ein ganz liebes Tierchen. aber manchmal eben auch ein kleiner "Schädling". Heute morgen stelle ich fest, sie hat unten in die Haustür gebissen! Da ist der Abruck der Zähne zu sehen. Die Holzleiste ist relativ weich. Wir haben die Kleine schon über 3,5 Jahre, so was hat sie noch nie gemacht. Kann natürlich auch sein, dass es schon 2 oder 3 Tage zurückliegt. Gut, kann man überschleifen und streichen, ist noch zu retten. Aber wie gewöhne ich ihr das jetzt ab? Wenn ich das jetzt zeige und meckere, wird sie es wohl nicht mehr verstehen. Sie will immer draußen sein (ist ja kälter als im Haus), aber andererseits auch mal wieder rein zu uns. Normalerweise wartet sie auch, bis sie reingelassen wird, jammert nicht rum. Manchmal liegt sie auch irgendwo im Garten und muß erst gerufen werden. Nur wenn es draußen Feuerwerk gibt, kommt sie gleich angeflitzt und versteckt sich hinter mir oder unter dem Schreibtisch. Vielleicht ist es auch da passiert. Sie steht dann vor der Tür und guckt die an, bis sie endlich aufgeht.

Einmal sind wir mit der Maus nicht rausgegangen, da hat sie doch tatächlich den Gartenschlauch durchgebissen, der schon Jahre auf der Wiese liegt und den sie sonst nie beachtet. Hab ihr die Enden gezeigt und laut geschimpft. Sie schien schuldbewußt wegzusehen. Ist bis jetzt auch nichts wieder passiert.

Auch mit dem Buddeln im Garten war das so eine Sache. Da wurden anfangs Löcher gegraben, einen halben Meter breit und 30cm tief! Unser Garten ist klein und soll ordentlich aussehen. Legte mich auf die Lauer, bis ich sie in flagranti erwischte. Da war ich wirklich böse, habe sie im Genick geriffen und kurz geschüttelt. Sie warf sich gleich flach auf den Boden. Und der Zeigefinger tanzte vor ihrer Nase. Das hat sie sich gemerkt, seit dem war Ruhe. Weiß nicht, ob das jetzt richtig war, aber sie hat es mir nicht übelgenommen. Nur einmal, als ich beim Unkrautjäten war, kamm sie hinzu, als ich gerade ein Grasbüschel aus der Erde riß. Sie sah mich völlig erstaunt mit schiefen Kopf an, als wollte sie sagen: "Aber das ist doch verboten!"
Naja, am nächten Tag hatte sie dann noch mal gebuddelt. Gab wieder kräftig Mecker, seit dem war es gut. Nur manchmal versucht sie es unterm Gebüsch, wo sie denkt, ich sehe es nicht. Wundere mich dann, warum sie mich so verkrampft begrüßt und fast erstaunt ist, dass sie trotzdem ihr Leckerli bekommt. Manchmal entdecke ich den Schaden dann erst ein paar Stunden später. Dann zeige ich ihr das Loch, schimpfe laut und der Zeigefinger tanzt wieder vor ihrer Nase. Irgendwie weiß sie schon, dass sie Mist gemacht hat.

Aber bei der Haustüre kann ich mich ja nicht die ganze Nacht auf die Lauer legen. Sie hat es sicher gemacht, als wir drin waren und die Türe zu. Habt Ihr vielleicht eine Idee?
 
  • Hund hat Haustür angeknabbert :-( Beitrag #2
Hallo du!

Die Sache mit dem Graben im Garten ist für dich zwar eine unangenehme Sache, allerdings ist es ein ganz normales Bedürfniss von Hunden, welches schwierig ist, vollends zu unterbinden. Ihn dafür zu tadeln ist da kein erfolgversprechender Ansatz. Ein Hund kann nicht verstehen, dass für uns Menschen ein schön gepflegter Garten wichtig ist. Für ihn bedeutet ein Garten/Wiese etwas anderes, zum Beispiel graben, Erde fressen, sich darin wälzen etc. Natürlich gibt es auch Hunde, die weniger Befriedigung darin finden. Allerdings kann ich dir garantieren, dass du wenige Hundehalter finden wirst, die einen Garten haben indem sich nicht irgendwo ein Buddelloch des Vierbeiners findet.

Das Thema mit der Tür ist da schon etwas ganz anderes.
Zunächst einmal ist in Fällen des Zerknabberns von Gegenständen der Gesundheitszustand der Zähne abchecken zu lassen.
Allerdings tendiere ich nach deiner Beschreibung eher zu Langeweile Seitens des Hundes.
Ist er öfters alleine, bspw. wenn du oder ihr arbeiten geht?
Wie gestaltet ihr den Alltag mit dem Hund und wie sind die Rituale bevor ihr ohne Hund das Haus für längeren Zeitraum verlasst (geht ihr davor Spazieren, wenn ja, wie gestaltet ihr die Spaziergänge und von welcher dauer sind sie?)? Wird der Hund nervös, wenn er merkt, dass ihr ohne ihn weggeht?
Hat der Hund wärend eurer Abwesenheit Zugang zu allen Räumen im Haus und zum Garten?

Liebe Grüße
 
  • Hund hat Haustür angeknabbert :-( Beitrag #3
Hey,

irgendwie scheint der Thread leider übersehen worden zu sein: Sorry dafür!

Als erstes solltest du mal mit den Bestrafungen aufhören. Die sind für deinen Hund einfach sinnlos und unvorhergesehen.

Er hat den Kopf nicht schuldbewusst weggedreht, er hat beschwichtigt. Er hat in dem Moment null verstanden, warum du ihn ausschimpfst und bedrängst, also hat er versucht dich zu beruhigen. Er KANN einfach nicht seine Tat, den kaputten Gartenschlauch und dein Geschimpfe verknüpfen, dazu ist ein Hund schlichtweg nicht in der Lage.

Auch den Nackengriff, Zeigefinger vor der Nase und unnötiges Schreien würde ich lassen. Du merkst doch selbst, dass das nicht bringt. Vor allem für sensible Hunde ist so ein Verhalten einfach mist.

Du verunsicherst deinen Hund mit deinen - für ihn unvorhersehbaren und unlogischen - Bestrafungen einfach. Er versteht in den meisten Fällen schlicht nicht, warum du jetzt sauer wirst - und dann lernt er natürlich nichts. Versuch' dich mal in den Hund hineinzuversetzen. Ich bin ja Fan vom Alternativverhalten, aber da ist glaube ich auch jeder HH anders. :lol:

Auf der anderen Seite sollte man aber auch beleuchten, warum der Hund dieses Verhalten zeigt, vor allem das Tür knabbern kann auf Langeweile oder Stress hindeuten - deshalb schließe ich mich den Fragen von Oliver an.
Mich würde auch interessieren, wie euer Tagesablauf so ist. Wie oft und wann geht ihr Gassi? Was arbeitet ihr sonst noch so mit dem Tier? Wie habt ihr das allein sein geübt?

Liebe Grüße
 
  • Hund hat Haustür angeknabbert :-( Beitrag #4
Sorry, hatte das Thema ganz vergessen. Vielen Dank für die Antworten. Hund hat die Haustür zum Glück nicht mehr angeknabbert. Dafür den Wasserschlauch im Garten noch mal durchgebissen und ein paar Mal am Stromkabel geknabbert, zum Glück nichts passiert. Die letzten Monate war sie aber brav, die Mecker hat scheinbar gefruchtet. Sie ist jetzt viel braver als früher, im Garten buddelt sie auch nicht mehr.
Ich meine fast, daß sie es verstanden hat - hat kurz nachdem das damals passiert war im Wald angfangen ein Loch zu graben, plötzlich zuckte sie zusammen und schaute mich ganz erschrocken mit großen Augen an. Ich tat dann so, als würde ich es nicht sehen. Wie soll ich es ihr auch beibringen, daß sie draußen buddeln darf und im Garten nicht? Sie scheint es aber verstanden zu haben. Manchmal scharrt sie kurz, kaum 5cm tief, da springe ich hin, der Zeigefinger tanzt vor der Nase und ich hebe die Stimme. Das reicht schon, schreien muß ich nicht. Die Abstände werden immer größer, ist jetzt schon über 2 Monate nichts mehr passiert.
Hatte ja in erster Linie Angst um die Tür, weil das dann doch schon ein größerer Schaden ist. Vielleicht hatte sie damals wirklich Stress wegen dem Feuerwerk und wollte schnell rein? Sie kann immer 3x am Tag raus, früh eine halbe, dreiviertel Stunde, Mittags auch, nur am Wochenende auch mal 1- 1,5h und abends dann auch etwa eine Stunde. Die restliche Zeit ist sie in der Woche im Büro, im Auto mit unterwegs oder eben im Garten. Das sollte eigentlich reichen, trotzdem langweilt sie sich. Sie merkt recht deutlich, wenn ihre Zeit ran ist und drängelt dann. Manchmal ist sie dann bockig, weil sie sich ignoriert fühlt wenn man zu tun hat und es mal etwas später wird.
Aber Wenn wir Haus und Garten verlassen, wird sie eigentlich immer mitgenommen (Freundin hat die Kleine mit im Büro). Sie bleibt höchstens mal 10 Minuten allein. Wenn wir kurz weggehen, schaut sie uns traurig und fragend an, wartet dann aber geduldig, bis wir wiederkommen. Und als sie geknabbert oder damals gebuddllt hat, waren wir immer im Haus! Nur eben mit anderen Dingen beschäftigt und haben uns gerade mal nicht um sie gekümmert. Und wenn wir kurz weg sind, ist sie entweder im Haus oder im Garten. Dort kann sie dann eigentlich auch überall hin. Aber Haustür wird geschlossen, wenn wir nicht da sind. Also bleibt sie entweder draußen oder drin.
Böse ist mir die Kleine nicht. Bringt sich um vor Freude, wenn ich komme. Kommt sofort mit dem Ball und will spielen. Zwickt mich in die Ferse, hält mit den Pflötchen mein Bein fest, versucht mich an Ohr oder Nase zu lecken. Auch wenn wir länger zu Hause sind, versucht sie im Vorbeigehen öfter mal meinen Fuß festzuhalten. Sie weiß schon, das wir sie sehr lieb haben. Wenn sie Mecker bekommt, muß sie etwas falsch gemacht haben. Nur was, erkennt sie vielleicht nicht immer gleich. Naja, irgendwie neige ich manchmal dazu, mit dem Hund umzugehen wie mit einem Kind ;-) Aber er verhält sich dann auch so...
 
  • Hund hat Haustür angeknabbert :-( Beitrag #5
Hallo,
Dein Hund scheint leicht beeindruckbar zu sein , doch kann ein Hund nur Dinge miteinander verknüpfen,
welche sich sehr zeitnahe zusammen zugetragen haben. Wenn Du Deinen Hund nicht unmittelbar bei seinem unerlaubtem Verhalten erwischen kannst , ist eine Maßregelung nicht mehr zielführend.

Du mußt also deinen Hund auch unmittelbar beim Knabbern an der Tür erwischen,
wenn eine Erziehungsmaßname erfolgreich werden kann .
Aber da dieses wohl schwierig werden wird und Du nicht ständig auf der Lauer liegen kannst,
solltest Du den Hund irgendwie dazu animieren, damit er voraussehbar in die Tür beißt ,
so kannst Du dann darauf unmittelbar reagieren.
Vielleicht gibt es ja eine mobile Überwachungskamera, welche Du dabei zu Deiner Hilfe benutzen kannst ?
Wie ich gesehen habe, gibt es so eine mobile Überwachungskamera zur Hundeerziehung schon für kleines Geld.

Fritz.
 
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