- 10-jährige, lebenslange Einzelkatze vergesellschaften? Beitrag #1
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FräuleinSchnee
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Hallo, liebe Mitglieder! 
Ich habe eine Frage an die Katzenexperten und -expertinnen unter euch:
Es geht um unsere 10-jährige (bald 11-jährige) Hauskatze, die schon ihr ganzes Leben ohne Katzengesellschaft in (fast) reiner Wohnungshaltung lebt. Zur Vorgeschichte: Wir haben sie damals von einem Bauern als 6 Wochen altes Baby bekommen. Er hat sie uns eines Nachmittags verzweifelt gebracht, weil sein Hund alle Geschwister der Katze getötet und die Mutter wahrscheinlich vertrieben hatte. Durch die frühe Trennung von der Mutter, durch meine damalige Unwissenheit (war damals noch ein Kind), durch die daraus folgende Einzelhaltung und durch verschiedene traumatische Erlebnisse* hat die Katze Angst vor anderen Tieren und reagiert auf sie mit lautem Fauchen und Drohgebärden. Weil sie sich immer so gebärdet hat, haben wir es auch bisher unterlassen, die Katze mit unseren beiden anderen Katzen, die wir mit der Hand vor einigen Jahren aufgezogen haben (sie wurden von einer fremden Katze auf dem kleinen Bauernhof meiner Oma geboren und die Mutter wurde überfahren), zu vergesellschaften. Grund: Ich bin zwar schon seit Jahren über die Nachteile der Einzelhaltung informiert, dachte aber eigentlich immer, es würde mit unserer Katze sowieso nicht funktionieren. Zudem weiß ich, dass manche Katzen zu absoluten Einzelgängern werden können, wenn sie zu lange alleine gelebt haben.
Je mehr ich mich jedoch in das Thema einlese und je mehr ich erkenne, dass die Katze verschiedene Anzeichen aufweist, dass sie insgeheim einsam ist (Stimmungsschwankungen, Aggressionen, schläft teilweise viel), desto mehr wünsche ich mir für sie Gesellschaft. Die jüngeren (5 Jahre) Katzen (auch beide weiblich) wohnen im alten Teil des Hauses, die alte Katze im neuen Zubau, im Moment leben sie also vollkommen getrennt, kennen aber schon seit Jahren den Geruch der anderen. Wenn ich sie sich bei einem Türspalt beschnüffeln lasse, läuft es manchmal recht ruhig ab (trotzdem mit gesträubtem Fell), manchmal werden beide Seiten ängstlich und fauchen.
* Die Katze musste wahrscheinlich mitansehen, wie ihre Geschwister getötet wurden. Sie wurde einige Jahre später vom selben Hund erneut angegriffen (aber erlitt keine Verletzungen, sondern nur einen Schock), als wir gerade gemeinsam mit der Katze im Garten waren (sie darf abends manchmal mit uns hinaus), weil er sich zu Hause losgerissen hat. Einmal wurde sie draußen von einer fremden Katze verfolgt und dermaßen in die Enge getrieben, dass sie sich vor Angst angemacht hat (erneut wurde sie aber nicht körperlich verletzt). Sie hat also schon viel durchgemacht, was andere Tiere betrifft. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die Katze mit dem Alter ruhiger und auch weniger ängstlich geworden ist. Sie zeigt auch Interesse an den anderen Katzen.
Nun meine Frage: Ich habe gerade Sommerferien und nun mindestens einen Monat lang viel Zeit. Schon vor einigen Monaten habe ich mir vorgenommen, die Vergesellschaftung in diesem Sommer anzugehen. Was meint ihr? Ist das eine gute Idee oder nur unnötiger Stress? Ist die Katze mit ihrem Alter und ihrer Vorgeschichte für eine Vergesellschaftung geeignet? Meine Eltern haben Angst, dass eines der drei Tiere anfangen könnte, überall im Haus zu markieren und sind eigentlich von der Idee nicht angetan. Ist das denn wahrscheinlich? Wenn ja, wie kann man dem vorbeugen? Ich finde, dass die Katze Gesellschaft braucht und stelle mir vor, dass sie glücklicher wäre, wenn sie jemanden zum Kuscheln, Putzen und Spielen hätte, der ihre Sprache versteht. Ich bin mir nun nicht sicher, was ich tun soll. Einfach mal versuchen? Oder lieber lassen?
Bin gespannt auf eure Meinungen und wäre sehr dankbar für Tipps und eventuell auch Erfahrungswerte!
Liebe Grüße
Fräulein Schnee
PS: Ich hoffe, dass ich das Thema im richtigen Bereich eingestellt habe, denn ich war schon ewig nicht mehr im Forum aktiv. Wenn nicht, dann entschuldige ich mich dafür.
Ich habe eine Frage an die Katzenexperten und -expertinnen unter euch:
Es geht um unsere 10-jährige (bald 11-jährige) Hauskatze, die schon ihr ganzes Leben ohne Katzengesellschaft in (fast) reiner Wohnungshaltung lebt. Zur Vorgeschichte: Wir haben sie damals von einem Bauern als 6 Wochen altes Baby bekommen. Er hat sie uns eines Nachmittags verzweifelt gebracht, weil sein Hund alle Geschwister der Katze getötet und die Mutter wahrscheinlich vertrieben hatte. Durch die frühe Trennung von der Mutter, durch meine damalige Unwissenheit (war damals noch ein Kind), durch die daraus folgende Einzelhaltung und durch verschiedene traumatische Erlebnisse* hat die Katze Angst vor anderen Tieren und reagiert auf sie mit lautem Fauchen und Drohgebärden. Weil sie sich immer so gebärdet hat, haben wir es auch bisher unterlassen, die Katze mit unseren beiden anderen Katzen, die wir mit der Hand vor einigen Jahren aufgezogen haben (sie wurden von einer fremden Katze auf dem kleinen Bauernhof meiner Oma geboren und die Mutter wurde überfahren), zu vergesellschaften. Grund: Ich bin zwar schon seit Jahren über die Nachteile der Einzelhaltung informiert, dachte aber eigentlich immer, es würde mit unserer Katze sowieso nicht funktionieren. Zudem weiß ich, dass manche Katzen zu absoluten Einzelgängern werden können, wenn sie zu lange alleine gelebt haben.
Je mehr ich mich jedoch in das Thema einlese und je mehr ich erkenne, dass die Katze verschiedene Anzeichen aufweist, dass sie insgeheim einsam ist (Stimmungsschwankungen, Aggressionen, schläft teilweise viel), desto mehr wünsche ich mir für sie Gesellschaft. Die jüngeren (5 Jahre) Katzen (auch beide weiblich) wohnen im alten Teil des Hauses, die alte Katze im neuen Zubau, im Moment leben sie also vollkommen getrennt, kennen aber schon seit Jahren den Geruch der anderen. Wenn ich sie sich bei einem Türspalt beschnüffeln lasse, läuft es manchmal recht ruhig ab (trotzdem mit gesträubtem Fell), manchmal werden beide Seiten ängstlich und fauchen.
* Die Katze musste wahrscheinlich mitansehen, wie ihre Geschwister getötet wurden. Sie wurde einige Jahre später vom selben Hund erneut angegriffen (aber erlitt keine Verletzungen, sondern nur einen Schock), als wir gerade gemeinsam mit der Katze im Garten waren (sie darf abends manchmal mit uns hinaus), weil er sich zu Hause losgerissen hat. Einmal wurde sie draußen von einer fremden Katze verfolgt und dermaßen in die Enge getrieben, dass sie sich vor Angst angemacht hat (erneut wurde sie aber nicht körperlich verletzt). Sie hat also schon viel durchgemacht, was andere Tiere betrifft. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die Katze mit dem Alter ruhiger und auch weniger ängstlich geworden ist. Sie zeigt auch Interesse an den anderen Katzen.
Nun meine Frage: Ich habe gerade Sommerferien und nun mindestens einen Monat lang viel Zeit. Schon vor einigen Monaten habe ich mir vorgenommen, die Vergesellschaftung in diesem Sommer anzugehen. Was meint ihr? Ist das eine gute Idee oder nur unnötiger Stress? Ist die Katze mit ihrem Alter und ihrer Vorgeschichte für eine Vergesellschaftung geeignet? Meine Eltern haben Angst, dass eines der drei Tiere anfangen könnte, überall im Haus zu markieren und sind eigentlich von der Idee nicht angetan. Ist das denn wahrscheinlich? Wenn ja, wie kann man dem vorbeugen? Ich finde, dass die Katze Gesellschaft braucht und stelle mir vor, dass sie glücklicher wäre, wenn sie jemanden zum Kuscheln, Putzen und Spielen hätte, der ihre Sprache versteht. Ich bin mir nun nicht sicher, was ich tun soll. Einfach mal versuchen? Oder lieber lassen?
Bin gespannt auf eure Meinungen und wäre sehr dankbar für Tipps und eventuell auch Erfahrungswerte!
Liebe Grüße
Fräulein Schnee
PS: Ich hoffe, dass ich das Thema im richtigen Bereich eingestellt habe, denn ich war schon ewig nicht mehr im Forum aktiv. Wenn nicht, dann entschuldige ich mich dafür.
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