Ich stimme den anderen absolut zu. Der erste Schritt muss die Abklärung der Schmerzen sein.
Unabhängig davon, ob er Schmerzen hat oder nicht, solltest du dir einen guten Trainer suchen, der mit euch ganz von vorne anfängt (gegebenenfalls natürlich nachdem die Schmerzen behoben wurden).
Das wird mit Sicherheit nicht ganz billig, aber ihr müsst praktisch bei -5 anfangen, statt bei 0 - wenn 0 ein völlig unausgebildetes Pferd ohne gute oder schlechte Erfahrungen ist. Denn es liegt nahe, dass dein Pferd bisher keine besonders guten Erfahrungen mit dem Reiter gemacht hat, wenn es so ein massives Abwehrverhalten zeigt.
Und selbst wenn er bisher einfach keinen Reiter kannte und deshalb so reagiert hat, hat er nach deinen 4 Reitversuchen nun die Assoziationen "Reiter = doof" und "wenn ich bocke, verschwindet der doofe Reiter".
Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du deinen Trainer auch wirklich mit Bedacht auswählst. Viele wollen einfach ihr Standard-Programm in der Pferdeausbildung durchziehen und gehen zu wenig auf das individuelle Pferd ein. Das kann sich bei einem Pferd, das eh schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, fatal auswirken.
Ich würde auch nicht direkt mit der Reitausbildung beginnen, sondern ganz viel Boden- und Handarbeit zum Vertrauensaufbau machen. Denn ich weiß zwar nicht, was du bisher alles mit ihm gemacht hast, abgesehen von den Reitversuchen, aber die Vermutung liegt nahe, dass er durch die Reitversuche auch nicht unbedingt positive Erfahrungen mit der gemeinsamen Arbeit mit dir verknüpft. Auch das muss er erstmal neu lernen.