Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr

Diskutiere Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Unsere Hündin Melissa, 13 Jahre alt, reinrassiger Pikinese hat seit einem halben Jahr ca. Diabetes Insipidius. Kein einziger Arzt und keine...
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #1
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Mandyi

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Unsere Hündin Melissa, 13 Jahre alt, reinrassiger Pikinese hat seit einem halben Jahr ca. Diabetes Insipidius. Kein einziger Arzt und keine einzige Tierklinik hat rausgefunden was sie hat. Uns wurde sogar gesagt ihr Hund lebt nur noch ca. 12 Wochen. 4000 Euro für lauter Fehldiagnosen und einem CT , wo der Arzt schon vorher gesagt hat, sie wird nicht mehr aufwachen. Doch sie hat es überlebt - ein Wunder. Durch Zufall sprach uns eine Frau auf unseren Hund auf der Strasse an. Und sagte uns es deutet alles auf Diabetes Insipidius hin. Wir erzählten das dem Arzt und bekamen Minirin (Augentropfen). Danach war sie wie ausgewechselt. Sie trank wieder normale Mengen, sie machte nicht mehr in die Wohnung. Ihr Urin wurde wieder gelb. Sie konnte nachts wieder schlafen, sie tobte wie ein kleiner Welpe. Und ihr Herz schlug wieder normal. (Ihr Herz war vorher niedriger, als ein Hund der in Narkose liegt) (Sie ist sogar umgefallen dadurch und wir konnten sie nochmal retten. )
Seit ca. 2-3 Wochen ist trotz Minirin leider wieder alles wie vorher. Sie trinkt erheblich viel, muss nur noch pinkeln und liegt nur noch schlapp herum, weil sie nachts nicht schläft. Wir dachten erst es sei eine Blasenentzündung, weil das Urin weiterhin gelb ist. Sie hat ein Antibotikum bekommen, aber leider ist es nicht besser geworden.
Hat vllt jemand eine Idee oder einen Tipp, was wir jetzt machen können? Kann es denn sein, dass der Körper sich an das Medikament gewöhnt und es nicht mehr hilft? Wäre über jeden Rat dankbar.
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #2
Hey

Wart ihr mit ihr jetzt nochmals beim Tierarzt?
Wurde der Urin untersucht?
Denn wenn er weiterhin gelb ist, deutet das ja zuerst einmal darauf hin, dass das Minirin noch wirkt, weil der Urin ja normal nur gelb wird, wenn die Nieren noch Wasser zurückfiltern. Es sei denn, ein anderer Stoff (z.B. Bilirubin) verfärbt den zu flüssigen Urin. Das müsste man aber durch eine Urinuntersuchung raus bekommen.
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #3
Huhu, wir waren nur da, als sie dann das Antibotikum bekommen hat, dass ist seit 2 Tagen beendet. Aber ja, da hast du recht, mit der Farbe des Urins. Kann man nochmal machen eine Urinprobe abgeben. Wir haben schon bestimmt 10 mal in letzter Zeit Urin abgegeben und es war immer in Ordnung. Dann wurde iwann die Dichte immer weniger, aber trotzdem ist kein Arzt drauf gekommen, was es sein kann. Aber ich kann das ja ansprechen, dass sie direkt drauf kontrollieren sollen, ob ein anderer Stoff fehlt.
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #4
Hallo,

Ich habe selbst eine alte Diabetikerhündin - jedoch Altersdiabetes (ihr muss Insulin gespritzt werden seit 2 Jahren). Gerade wenn ihr schon die Diagnose habt, dass mit der Bauchspeicheldrüse mit dem Zuckerstoffwechsel etwas nicht in Ordnung ist, würde ich mir, entweder gebraucht oder von der Apotheke ein Zuckermessgerät besorgen inkl. Teststreifen (kostet gebraucht etwa 10-15 Euro, von der Apotheke etwa 30 Euro) . In der Früh wird nüchtern gemessen, ein kleiner Stich ins Ohr, es tut weh, wird aber akzeptiert und man weiß wie es dem Hund zur Zeit geht. Gerade bei kleinen Hunden ist die Diabetikerhäufigkeit vermehrt da, glück jedoch, dass das Insulin inkl. aller Zusatzkosten knapp unter 50 Euro liegt. (Bei einem Labrador liegen wir da bei 300-400 Euro).

Also ich würde mir vom TIerarzt zeigen lassen wie man Blut misst - wenn ihr dann draufkommt, dass der Blutzucker in der Früh nicht in Ordnung ist, kann man lernen zu spritzen, man kann normal füttern (2x täglich, nach dem Fressen wird gespritzt), und schau dir in der Apotheke an, was es für Teststreifen gibt, um den Harn genau anzuschauen (die Nieren gehen durch Zucker sehr schnell kaputt). Es ist übungssache und relativ leicht Harn von einem Hund zu bekommen, eine Kehrschaufeln beim Wasserlassen, und du kannst zu Hause messen (beim Tierarzt kostet das 30 Euro).. Kurzfristige ups und downs sind normal, ist jedoch übermenge Zucker im Harn - fühlen sich dort die Bakterien am wohlsten und der Hund hat einen Harnwegsinfekt, oder in eurem Fall eine Entgleisung des Mineralstoffwechsels - ist auch ungesund .

Wenn du fragen hast - jederzeit gerne, Wichtig wäre jedoch den Harn in Ordnung zu bekommen, denn das vermehrte Trinken - zeigt Blutzucker (oder das Problem mit dem Hormon an) an, sie pinkelt zu viel, da ist auch Zucker im Harn, die Nieren können kaputt gehen. Im Urin und im Blut gemessen reagierst du nämlich bevor der Hund die Symptome zeigt, und dadurch ersparst du ihr sehr viel, sie wird dadurch viel stabiler und kann so leben wie es sich für einen normalen Alten Hund gehört . Die Medikamente bzw. Teststreifen kannst du mittlerweile online im Ausland bestellen - um etwa 30% weniger wie die Apotheke oder der TIerarzt dafür verlangt.
 
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  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #5
Hey

Gerade wenn ihr schon die Diagnose habt, dass mit der Bauchspeicheldrüse mit dem Zuckerstoffwechsel etwas nicht in Ordnung ist,

Du könntest die Diagnose ruhig auch googlen, dann weisst du, dass bei der Hündin kein Zucker-Diabetes diagnostiziert wurde.
Ihr Diabetes sorgt dafür, dass die Nieren das Wasser nicht rückfiltern. Da die Augentropfen wirken, liegt bei ihr schlicht ein Vasopressin-Mangel vor, der durch die Gabe des künstlichen Hormons über die Augentropfen ausgeglichen wurde.

Es kann natürlich jetzt NEU auch ein Zucker-Diabetes mitspielen. Weiss man nicht. Würde über eine Urinprobe aber zu sehen sein. Bevor da aber keine Diagnose vom Tierarzt gestellt wurde, würde ich mich hüten, den Hund zum Blutzuckermessen mit Stichen zu plagen.
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #6
Wichtig wäre zu wissen, welche Werte aus der Norm laufen und vor allem, wie der Wohlfühlwert ermittelt werden kann, das ist leider bei den Hunden ganz unterschiedlich. Bitte nochmals zum Arzt gehen und erklären lassen welche Werte im Harn gemessen werden und ob du einen Schnelltest für zu Hause besorgen kannst.

Zusätzlich würde ich mich bei den Tierärzten umhören. Es gibt gerade in größeren Städten - Tierinternisten die wahre Kapazitäten in ihrem Gebiet sind (ohne so eine wäre mein Hund auch nicht mehr am Leben). Es ist eine chronische Krankheit (ob nun auch altersdiabetes dahintersteckt kann keiner Sagen), und es wird sich gerade bei einem alten Tier niemand eine goldene Nase verdienen wollen. Lass dir erklären was los ist, wie man dem Tier helfen kann und lass es vom Arzt erst einmal stabilisieren. Das dauert ein paar Tage /ein paar Wochen und dann wirst du auf diese Krankheit auch vom Arzt eingeschult. Danach sind die Tierarztbesuche seltener, mitunter gibts auch telefonische Rückfragebereitschaft, aber deinem Tier geht es besser. Wichtig für deinen Hund wäre nun, dass er seinen Kreislauf wieder auf die Reihe bekommt, dass er entspannt schlafen kann, ohne Glucksbauch, ohne 3x in der Nacht rauslaufen, ohne vergrößerte Organe, Risiko für Schlaganfälle etc etc. und dann fühlt sich auch dein Hund wieder wohl (chronische Krankheiten kann man leider nicht heilen, aber man kann dem Hund das Leben erleichtern).

Ich war mit meinem Diabetikerhund bei 5 Tierärzten, bis ich in meiner Verzweifelung eine sehr renomierte Tierklinik angerufen habe, bei der zufälligerweise an dem Tag eine Tierinternistin dienst hatte. Nach 3-4 Monaten herumprobieren der anderen Ärzte, hatte die Tierinternistin den Hund binnen 3 Tagen auf sein Insulin eingestellt. Ich ging dann noch alle 2 Tage zur Kontrolle mit ihr (blutwerte, Nieren waren angegriffen, Harnwegsinfekt, und die Leber war so vergrössert dass die Tierärztin mir schonend erklären musste - dass die wohl demnächst ihren Dienst versagen wird. Das war vor 2 Jahren, und der Hund ist heute agil, belastbar und darf sein Hundeleben geniessen (die Leber macht mitunter Probleme, aber das liegt noch im Rahmen von 1-2 Tagen übelkeit im Monat). Nach 2 Wochen habe ich die Behandlung dann selbstständig übernommen, die Ärztin darf ich jederzeit anrufen, sie ist in verschiedenen Kliniken. Bei bedarf fahre ich vorbei (das war bis jetzt 2x in 2 Jahren der Fall, wo es dem Hund schlecht ging und ich Anstand. bei einem Magen-Darm virus wo der Hund mal 1 Tag durchgekotzt hat, und die Insulinwerte begonnen haben zu pendeln).
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #7
Hallo,

Ich habe selbst eine alte Diabetikerhündin - jedoch Altersdiabetes (ihr muss Insulin gespritzt werden seit 2 Jahren). Gerade wenn ihr schon die Diagnose habt, dass mit der Bauchspeicheldrüse mit dem Zuckerstoffwechsel etwas nicht in Ordnung ist, würde ich mir, entweder gebraucht oder von der Apotheke ein Zuckermessgerät besorgen inkl. Teststreifen (kostet gebraucht etwa 10-15 Euro, von der etwa 30 Euro) . In der Früh wird nüchtern gemessen, ein kleiner Stich ins Ohr, es tut weh, wird aber akzeptiert und man weiß wie es dem Hund zur Zeit geht. Gerade bei kleinen Hunden ist die Diabetikerhäufigkeit vermehrt da, glück jedoch, dass das Insulin inkl. aller Zusatzkosten knapp unter 50 Euro liegt. (Bei einem Labrador liegen wir da bei 300-400 Euro).

Also ich würde mir vom TIerarzt zeigen lassen wie man Blut misst - wenn ihr dann draufkommt, dass der Blutzucker in der Früh nicht in Ordnung ist, kann man lernen zu spritzen, man kann normal füttern (2x täglich, nach dem Fressen wird gespritzt), und schau dir in der Apotheke an, was es für Teststreifen gibt, um den Harn genau anzuschauen (die Nieren gehen durch Zucker sehr schnell kaputt). Es ist übungssache und relativ leicht Harn von einem Hund zu bekommen, eine Kehrschaufeln beim Wasserlassen, und du kannst zu Hause messen (beim Tierarzt kostet das 30 Euro).. Kurzfristige ups und downs sind normal, ist jedoch übermenge Zucker im Harn - fühlen sich dort die Bakterien am wohlsten und der Hund hat einen Harnwegsinfekt, oder in eurem Fall eine Entgleisung des Mineralstoffwechsels - ist auch ungesund .

Wenn du fragen hast - jederzeit gerne, Wichtig wäre jedoch den Harn in Ordnung zu bekommen, denn das vermehrte Trinken - zeigt Blutzucker (oder das Problem mit dem Hormon an) an, sie pinkelt zu viel, da ist auch Zucker im Harn, die Nieren können kaputt gehen. Im Urin und im Blut gemessen reagierst du nämlich bevor der Hund die Symptome zeigt, und dadurch ersparst du ihr sehr viel, sie wird dadurch viel stabiler und kann so leben wie es sich für einen normalen Alten Hund gehört . Die Medikamente bzw. Teststreifen kannst du mittlerweile online im Ausland bestellen - um etwa 30% weniger wie die Apotheke oder der TIerarzt dafür verlangt.

Danke sehr, Ihre Antwort ist sehr informativ
 
  • Diabetes Insipidius - Minirin hilft plötzlich nicht mehr Beitrag #8
Bitte gerne, bei Diabetes kenne ich mich mittlerweile gut aus. Also wenn Fragen da sind - gerne an mich.
 
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