- Die Kinder von gestern Nacht Beitrag #1
Flammennacht
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Erstmal möchte ich sagen, dass es sich hier um eine Kurzgeschichte handelt, die ich gestern wirklich geträumt habe. Es ist selbst für mich sehr verwirrend, doch irgendwie lässt es mich nicht mehr los.
~*~
Ichstarrte die mir unbekannten Gebäude an. Eine halb zerfallene Kircheund ein alter Bauernhof. Ich sah den kleinen Menschen zu, die dortherum liefen. Ich wollte dort auch hin. Also rannte ich den kleinenHügel, auf dem ich war, hinab und ging langsam den Grasstreifen inder Mitte des Weges entlang. Das Gras war weich und federte meineSchritte. Als ich den kleinen Jungen bemerkte, der ebenfalls Richtungdes Hofes rannte. Ich stürmte ebenfalls los und ehe mich der Jungebemerkte, hatte ich mich auf ihn geworfen und verdeckte mit meinerHand seinen Mund. Weil er nicht schreien sollte oder weil ich eseinfach cool fand. Schließlich lies ich ihn wieder los und sah ihnan. Wir befanden uns in der Nähe des Bauernhofes und die Kinderkamen auf uns zu. Die ganzen Jungs hatten braune Haare, in allenStufen. „Willst du bei uns dabei sein?“, fragte ein stämmigererJunge. Ich überlegte einen Augenblick und nickte. „Dann bist duunser zweites Mädchen.“, rief ein anderer begeistert. Wie auf einKommando schlängelte sich ein molliges Mädchen durch die Kinder undstrahlte mich an. Rotz lief ihr von der Nase, doch dies schien sienicht zu stören. Im allgemeinen kam ich mir neben den Kindern sehrgepflegt vor. Sie waren alle dreckig und hatten fettige Haare. ImAllgemeinen ziemlich verwahrlost. Außerdem waren sie alle ungefährzwischen vier und acht Jahre alt. Die Kinder lachten und zeigten mirfröhlich den alten Hof, ihr Zuhause.
Eswar Winter und der Schnee stürmte draußen. „Musst du wirklichgehen?“, fragte das kleine Mädchen. Ich nickte ernst. Irgendwonieste eines der Kinder. Sie waren mir in dem halben Jahr, in dem ichhier wohnte, ziemlich ans Herz gewachsen. Ich habe ihnen allesmögliche aus der Schule beigebracht, aber nun wollte ich wieder nachHause. Besonders den Vierjährigen hatte ich sehr in mein Herzgeschlossen. „Ich komme wieder!“, versprach ich, während ich denHeimweg antrat. Betrübt winkte die Schar mir nach.
Einpaar Wochen sind nun vergangen. Trotz den Warnungen meiner Mutterwollte ich die Kinder wieder besuchen. Sie seien gefährlich, lautMama. Dabei wollte sie mir nicht einmal sagen, wieso. Fröhlich bogich auf die kaum benutzte Straße ein. Ich konnte meine Freude nichtmehr zügeln und rannte los. Am Hof angekommen erwarteten mich vieleerstaunte Gesichter. Der stämmige Junge meinte: „Er hat heuteseine Reifeprüfung. Möchtest du zusehen?“ Dabei zeigte er auf denVierjährigen. „Bitte schau zu!“, rief daraufhin das kleine Kindund warf einen Schneeball in meine Richtung, den ich geschicktauffing. Darauf warf er noch einen, der ziemlich weit an mir vorbeiging und ich schoss den gefangenen Ball zurück.
Alsich am Morgen aufwachte, hatte ich den Drang, zurück nach Hause zugehen. Ich machte die Tür auf und ging nach draußen. „Es sindnoch nicht genug Ranghöchste wach, um die Zeremonie zu beenden.“,rief das Mädchen hinter mir. Ich konnte zur Zeremonie des kleinenJungen einfach nicht bleiben. „Du musst aber bleiben!“ Die sonstso lieben Gesichter der Kinder trugen eine zornige Maske. Sieklammerten sich an meine Kleidung und ich hatte Mühe michloszureißen. Als ich es schließlich doch geschafft hatte, schriensie wütend hinter mir oder warfen Steine. Doch ich wollte nur nochso schnell wie möglich weg.
„Siehat uns verraten!“, rief der stämmige Junge seinen Freunden zu.Schließlich öffnete er vor allen Augen eine Dose. „Schicken wirden Virus in die Welt hinaus!“ Die Kinder jubelten und johlten.
DasMädchen betrat langsam den Raum des Jungen. Schweiß stand ihm aufder Stirn und sein Atem ging flach. Das Mädchen legte ein nassesTuch auf die Stirn des Kranken. „Du hast dich beim öffnen der Doseangesteckt.“, stellte sie betrübt fest. „Ich weiß.“, murmelteer mit schmerzverzerrter Miene. Sein Atem roch faulig. Vorsichtig zogdas Mädchen den Pullover des Jungen hoch und tastete sanft über dieglühende Haut. Der Bauchraum war rot, und wahrscheinlich verfaultenim inneren gerade die Organe. „Das wird die Menschen eine Zeit langbeschäftigen.“, dachte sie sich. „Der Virus kann jahrelang ineinem stecken und wenn er ausbricht ist man innerhalb von vierStunden tot.“
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Ichstarrte die mir unbekannten Gebäude an. Eine halb zerfallene Kircheund ein alter Bauernhof. Ich sah den kleinen Menschen zu, die dortherum liefen. Ich wollte dort auch hin. Also rannte ich den kleinenHügel, auf dem ich war, hinab und ging langsam den Grasstreifen inder Mitte des Weges entlang. Das Gras war weich und federte meineSchritte. Als ich den kleinen Jungen bemerkte, der ebenfalls Richtungdes Hofes rannte. Ich stürmte ebenfalls los und ehe mich der Jungebemerkte, hatte ich mich auf ihn geworfen und verdeckte mit meinerHand seinen Mund. Weil er nicht schreien sollte oder weil ich eseinfach cool fand. Schließlich lies ich ihn wieder los und sah ihnan. Wir befanden uns in der Nähe des Bauernhofes und die Kinderkamen auf uns zu. Die ganzen Jungs hatten braune Haare, in allenStufen. „Willst du bei uns dabei sein?“, fragte ein stämmigererJunge. Ich überlegte einen Augenblick und nickte. „Dann bist duunser zweites Mädchen.“, rief ein anderer begeistert. Wie auf einKommando schlängelte sich ein molliges Mädchen durch die Kinder undstrahlte mich an. Rotz lief ihr von der Nase, doch dies schien sienicht zu stören. Im allgemeinen kam ich mir neben den Kindern sehrgepflegt vor. Sie waren alle dreckig und hatten fettige Haare. ImAllgemeinen ziemlich verwahrlost. Außerdem waren sie alle ungefährzwischen vier und acht Jahre alt. Die Kinder lachten und zeigten mirfröhlich den alten Hof, ihr Zuhause.
Eswar Winter und der Schnee stürmte draußen. „Musst du wirklichgehen?“, fragte das kleine Mädchen. Ich nickte ernst. Irgendwonieste eines der Kinder. Sie waren mir in dem halben Jahr, in dem ichhier wohnte, ziemlich ans Herz gewachsen. Ich habe ihnen allesmögliche aus der Schule beigebracht, aber nun wollte ich wieder nachHause. Besonders den Vierjährigen hatte ich sehr in mein Herzgeschlossen. „Ich komme wieder!“, versprach ich, während ich denHeimweg antrat. Betrübt winkte die Schar mir nach.
Einpaar Wochen sind nun vergangen. Trotz den Warnungen meiner Mutterwollte ich die Kinder wieder besuchen. Sie seien gefährlich, lautMama. Dabei wollte sie mir nicht einmal sagen, wieso. Fröhlich bogich auf die kaum benutzte Straße ein. Ich konnte meine Freude nichtmehr zügeln und rannte los. Am Hof angekommen erwarteten mich vieleerstaunte Gesichter. Der stämmige Junge meinte: „Er hat heuteseine Reifeprüfung. Möchtest du zusehen?“ Dabei zeigte er auf denVierjährigen. „Bitte schau zu!“, rief daraufhin das kleine Kindund warf einen Schneeball in meine Richtung, den ich geschicktauffing. Darauf warf er noch einen, der ziemlich weit an mir vorbeiging und ich schoss den gefangenen Ball zurück.
Alsich am Morgen aufwachte, hatte ich den Drang, zurück nach Hause zugehen. Ich machte die Tür auf und ging nach draußen. „Es sindnoch nicht genug Ranghöchste wach, um die Zeremonie zu beenden.“,rief das Mädchen hinter mir. Ich konnte zur Zeremonie des kleinenJungen einfach nicht bleiben. „Du musst aber bleiben!“ Die sonstso lieben Gesichter der Kinder trugen eine zornige Maske. Sieklammerten sich an meine Kleidung und ich hatte Mühe michloszureißen. Als ich es schließlich doch geschafft hatte, schriensie wütend hinter mir oder warfen Steine. Doch ich wollte nur nochso schnell wie möglich weg.
„Siehat uns verraten!“, rief der stämmige Junge seinen Freunden zu.Schließlich öffnete er vor allen Augen eine Dose. „Schicken wirden Virus in die Welt hinaus!“ Die Kinder jubelten und johlten.
DasMädchen betrat langsam den Raum des Jungen. Schweiß stand ihm aufder Stirn und sein Atem ging flach. Das Mädchen legte ein nassesTuch auf die Stirn des Kranken. „Du hast dich beim öffnen der Doseangesteckt.“, stellte sie betrübt fest. „Ich weiß.“, murmelteer mit schmerzverzerrter Miene. Sein Atem roch faulig. Vorsichtig zogdas Mädchen den Pullover des Jungen hoch und tastete sanft über dieglühende Haut. Der Bauchraum war rot, und wahrscheinlich verfaultenim inneren gerade die Organe. „Das wird die Menschen eine Zeit langbeschäftigen.“, dachte sie sich. „Der Virus kann jahrelang ineinem stecken und wenn er ausbricht ist man innerhalb von vierStunden tot.“