- Wenn die Seele leidet Beitrag #1
Barcelos
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Eine Woche ist es nun her. Eine Woche seit Bella tot ist. Uns Zweibeinern geht es schon richtig mies, denn sie fehlt uns sehr, aber auch Marley leidet.
Ich weiß nicht inwiefern er leidet. Ich weiß nicht, ob er weiß, dass sie nie wieder kommen wird. Wir haben ihn zwar ca. 1 bis 2 Stunden nach ihrem Tod an ihr schnuppern lassen, aber ich glaube, er hat es nicht verstanden, dass sie tot ist, dass sie nie wieder zu uns kommen wird. Andererseits war er schon ein wenig aufgeregt, dass da irgendwas anders ist, das hatte er wohl doch verstanden.
Und nun ist eine Woche rum und er schnuppert immer noch täglich am Auto (sie lag im Kofferraum (Kombi) als er sich verabschieden sollte/musste/durfte). Er sitzt den ganzen Tag am Fenster und schaut raus und wartet. Auf den Spaziergängen dreht er sich um und schaut ob sie kommt. Er versteht nicht, dass sie nie wieder kommt.
Er frisst, er trinkt, er lässt sich animieren, aber er wartet.
Als wir mal ein wenig Knatsch mit den Besitzern von Bella hatten, da hat er sie 3 Wochen nicht gesehen (wir auch nicht). Er hat die ganzen 3 Wochen auf sie gewartet und nach ihr geschaut, aber doch anders als jetzt. Damals hatte er sie ja wenigstens zwischendurch gehört (sie wohnte nicht weit von uns weg). Und jetzt wartet er, aber nicht aufgeregt und freudig wie sonst, jetzt wartet er traurig. Ich glaub, ich hab hier grad den unglücklichsten Hund der Welt sitzen.
Ich weiß nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Natürlich animieren wir ihn zwischendurch zum Spielen und lenken ihn ab, aber das fällt uns verdammt schwer, denn wir leiden ja selber wie Sau und ich denke, dass er schon merkt, dass unsere Fröhlichkeit nur aufgesetzt ist. Wir sind miese Schauspieler, zumindest für einen Hund, der in unsere Seele schauen kann.
Wir lassen ihn ans Auto, wann immer er möchte. Wir haben sogar die Decke drin liegen gelassen, obwohl ich sie am Liebsten in 1000 Stücke reißen würde und meine Wut und Verzweiflung wenigstens an dieser gottverdammten Decke auslassen möchte. Ich lasse ihn aus dem Fenster schauen und warten. Ich lasse ihn sich ständig unterwegs nach ihr umdrehen.
Ich denke mir einfach, jeder trauert anders, jeder geht anders mit Verlusten um, jeder muss es anders verstehen. Das gilt doch sicherlich auch für einen Hund oder nicht? Oder sollte ich sein Verhalten unterbinden?
Aber es ist ja erst eine Woche her. Wie kann ich von ihm verlangen, dass er so tut als wäre alles in Ordnung, wenn auch für uns nichts in Ordnung ist?
Es geht im schlecht, sehr schlecht. Er leidet und wartet und hat Sehnsucht. Er sitzt da und schaut aus dem Fenster und wartet. Manchmal fallen ihm im Sitzen die Augen zu und er schläft kurz im Sitzen ein, manchmal rutscht er dann sogar runter und schläft kurz im Liegen, aber schnell schreckt er auf und setzt sich wieder hin, schaut raus und wartet.
Es ist die Seele, denn körperlich geht es ihm eigentlich gut. Nun ja, zumindest glauben wir das, obwohl wir gestern beim TA waren und er am Fr eine klitzekleine OP vor sich hat. Wie soll ich unterscheiden, ob seine Schmerzen rein seelisch sind oder ob da auch körperlich was im Argen liegt?
Und wie soll ich mit meinem eigenen Schmerz ihm helfen? Ich komm doch selbst kaum klar.
Ich weiß nicht inwiefern er leidet. Ich weiß nicht, ob er weiß, dass sie nie wieder kommen wird. Wir haben ihn zwar ca. 1 bis 2 Stunden nach ihrem Tod an ihr schnuppern lassen, aber ich glaube, er hat es nicht verstanden, dass sie tot ist, dass sie nie wieder zu uns kommen wird. Andererseits war er schon ein wenig aufgeregt, dass da irgendwas anders ist, das hatte er wohl doch verstanden.
Und nun ist eine Woche rum und er schnuppert immer noch täglich am Auto (sie lag im Kofferraum (Kombi) als er sich verabschieden sollte/musste/durfte). Er sitzt den ganzen Tag am Fenster und schaut raus und wartet. Auf den Spaziergängen dreht er sich um und schaut ob sie kommt. Er versteht nicht, dass sie nie wieder kommt.
Er frisst, er trinkt, er lässt sich animieren, aber er wartet.
Als wir mal ein wenig Knatsch mit den Besitzern von Bella hatten, da hat er sie 3 Wochen nicht gesehen (wir auch nicht). Er hat die ganzen 3 Wochen auf sie gewartet und nach ihr geschaut, aber doch anders als jetzt. Damals hatte er sie ja wenigstens zwischendurch gehört (sie wohnte nicht weit von uns weg). Und jetzt wartet er, aber nicht aufgeregt und freudig wie sonst, jetzt wartet er traurig. Ich glaub, ich hab hier grad den unglücklichsten Hund der Welt sitzen.
Ich weiß nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Natürlich animieren wir ihn zwischendurch zum Spielen und lenken ihn ab, aber das fällt uns verdammt schwer, denn wir leiden ja selber wie Sau und ich denke, dass er schon merkt, dass unsere Fröhlichkeit nur aufgesetzt ist. Wir sind miese Schauspieler, zumindest für einen Hund, der in unsere Seele schauen kann.
Wir lassen ihn ans Auto, wann immer er möchte. Wir haben sogar die Decke drin liegen gelassen, obwohl ich sie am Liebsten in 1000 Stücke reißen würde und meine Wut und Verzweiflung wenigstens an dieser gottverdammten Decke auslassen möchte. Ich lasse ihn aus dem Fenster schauen und warten. Ich lasse ihn sich ständig unterwegs nach ihr umdrehen.
Ich denke mir einfach, jeder trauert anders, jeder geht anders mit Verlusten um, jeder muss es anders verstehen. Das gilt doch sicherlich auch für einen Hund oder nicht? Oder sollte ich sein Verhalten unterbinden?
Aber es ist ja erst eine Woche her. Wie kann ich von ihm verlangen, dass er so tut als wäre alles in Ordnung, wenn auch für uns nichts in Ordnung ist?
Es geht im schlecht, sehr schlecht. Er leidet und wartet und hat Sehnsucht. Er sitzt da und schaut aus dem Fenster und wartet. Manchmal fallen ihm im Sitzen die Augen zu und er schläft kurz im Sitzen ein, manchmal rutscht er dann sogar runter und schläft kurz im Liegen, aber schnell schreckt er auf und setzt sich wieder hin, schaut raus und wartet.
Es ist die Seele, denn körperlich geht es ihm eigentlich gut. Nun ja, zumindest glauben wir das, obwohl wir gestern beim TA waren und er am Fr eine klitzekleine OP vor sich hat. Wie soll ich unterscheiden, ob seine Schmerzen rein seelisch sind oder ob da auch körperlich was im Argen liegt?
Und wie soll ich mit meinem eigenen Schmerz ihm helfen? Ich komm doch selbst kaum klar.