- Ab wann darf man trauern? Beitrag #1
Keisuke
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Es fühlt sich alles so falsch an.
Du bist jetzt fast zwei Monate nicht nach Hause gekommen. Als hätte es dich nie gegeben.
Ein paar Spuren, die hast du hinterlassen. Haare, Lieblingsplätze, Futternäpfe, Spielzeug.
Wo bist du nur?
Es ist so unfair.
Ich hoffe, dass du wieder kommst.
Oder wenigstens über die Regenbogenbrücke laufen konntest - sicher und gut.
Ab wann darf man Abschied nehmen? Ab wann die Hoffnung aufgeben? Ab wann darf ich um dich trauern und dir eine gute Reise wünschen?
Es fühlt sich so falsch an, wenn ich sage, dass du tot bist. Es fühlt sich an, als würde ich dich aufgeben, dich verraten, dich allein lassen.
Weißt du, dass ich dich sehr lieb habe?
Schon als du als kleines Häufchen Elend bei mir ankamst.
Weißt du, dass ich zwar fertig war wegen dir, wegen deinen nächtlichen "Fütter-mich-und-spiel-mit-mir"-Geschichten, dir aber nie wirklich böse sein konnte?
Weißt du noch, wie ich dich gewärmt habe? Wie du auf mir rumgekletterst bist? Wie stolz du warst, als du das erste Mal geklettert bist?
Weißt du, dass jeder Angst hatte, wir würden dich verlieren - nur ich wusste einfach, dass du überlebst. Dass du groß wirst?
Weißt du noch, wie sehr ich geweint habe, als du verletzt nach Hause kamst? Ich hatte Angst, dass du niemals Schnee sehen wirst.
Doch du warst schon immer ein Kämpfer, hattest nie aufgegeben - und jetzt gebe ich dich auf...
Es ist doch nur ein Tier.
Nein, es ist mehr. Es fühlte sich an wie "Du und ich, gegen den Rest der Welt".
Du und ich, bis ans Ende. Ich hätte dir so gern noch mehr gezeigt. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt. Dir mehr geschenkt.
Ich will dich nicht aufgeben. Immer noch hoffe ich beim Heimkommen, dass du wieder vor der Tür sitzt. Aber es ist anstrengend.
Ab wann darf man trauern?
Ab wann darf man aufgeben? Ab wann darf man sich ausruhen?
Und, verdammt nochmal, wo bist du?!
Wir vermissen dich.
Du bist jetzt fast zwei Monate nicht nach Hause gekommen. Als hätte es dich nie gegeben.
Ein paar Spuren, die hast du hinterlassen. Haare, Lieblingsplätze, Futternäpfe, Spielzeug.
Wo bist du nur?
Es ist so unfair.
Ich hoffe, dass du wieder kommst.
Oder wenigstens über die Regenbogenbrücke laufen konntest - sicher und gut.
Ab wann darf man Abschied nehmen? Ab wann die Hoffnung aufgeben? Ab wann darf ich um dich trauern und dir eine gute Reise wünschen?
Es fühlt sich so falsch an, wenn ich sage, dass du tot bist. Es fühlt sich an, als würde ich dich aufgeben, dich verraten, dich allein lassen.
Weißt du, dass ich dich sehr lieb habe?
Schon als du als kleines Häufchen Elend bei mir ankamst.
Weißt du, dass ich zwar fertig war wegen dir, wegen deinen nächtlichen "Fütter-mich-und-spiel-mit-mir"-Geschichten, dir aber nie wirklich böse sein konnte?
Weißt du noch, wie ich dich gewärmt habe? Wie du auf mir rumgekletterst bist? Wie stolz du warst, als du das erste Mal geklettert bist?
Weißt du, dass jeder Angst hatte, wir würden dich verlieren - nur ich wusste einfach, dass du überlebst. Dass du groß wirst?
Weißt du noch, wie sehr ich geweint habe, als du verletzt nach Hause kamst? Ich hatte Angst, dass du niemals Schnee sehen wirst.
Doch du warst schon immer ein Kämpfer, hattest nie aufgegeben - und jetzt gebe ich dich auf...
Es ist doch nur ein Tier.
Nein, es ist mehr. Es fühlte sich an wie "Du und ich, gegen den Rest der Welt".
Du und ich, bis ans Ende. Ich hätte dir so gern noch mehr gezeigt. Ich hätte gern mehr Zeit gehabt. Dir mehr geschenkt.
Ich will dich nicht aufgeben. Immer noch hoffe ich beim Heimkommen, dass du wieder vor der Tür sitzt. Aber es ist anstrengend.
Ab wann darf man trauern?
Ab wann darf man aufgeben? Ab wann darf man sich ausruhen?
Und, verdammt nochmal, wo bist du?!
Wir vermissen dich.