Katzen sind von Haus aus Einzelgänger und da lange nicht so heikel wie z.B. Hunde. Außerdem schläft so eine junge Katze auch noch viel. Ich würde es so machen, dass ich gehe wenn sie eingeschlafen ist. Dann brauchst Du Dir gar keine Sorgen zu machen, der kommt schon klar.
LG Schneddel Asyl Pirot
Da muss ich dir aber widersprechen. Katzen sind Einzeljäger, aber keine Einzelgänger, sie werden wenn dazu gemacht. Gerade bei Kitten ist die Einzelhaltung ein absolutes No Go, noch dazu, ist das Kitten auch noch viel zu früh von der Katzenmutter und den Geschwistern getrennt worden.
Kitten entdecken gemeinsam die Welt, kuscheln, spielen, balgen und toben nach Kittenart miteinander, galoppieren gemeinsam mit Katzenbuckel durch die Wohnung, schlecken sich gegenseitig die Öhrchen aus, jagen sich gegenseitig die Kratzbäume rauf und runter und und und, dass kann kein Mensch mit noch soviel Zeit, Liebe und Aufmerksamkeit ersetzen.
Abgesehen davon, machen zwei Kitten meist deutlich weniger Arbeit als ein einzelnes Kitten, weil die sich auch viel miteinander beschäftigen, Sozialkontakt zu Artgenossen haben, einfach ausgeglichener sind. Aber natürlich bedeuten Kitten Arbeit und sind am Anfang schon zeitaufwendig, die brauchen nicht nur viel Zuwendung, sondern müssen auch erzogen werden. Man muss ihnen genügend Alternativen zur Verfügung stellen aber mit einem Artgenossen, genügend Kratz- und Klettermöglichkeiten, lernen sie schnell, was sie dürfen und was nicht, jedenfalls besser und schneller als ein gelangweiltes Kitten allein zuhause.
Manche Katzen entwickeln dann auch Verhaltensstörungen sind übermäßig auf den Katzenhalter fixiert, werden aggressiv, Unsauberkeit, Tapetenkratzen, Schwanz beißen usw. sind öfters Folgen von Einzelhaltung besonders wenn sie schon von klein auf beginnt. Aber viele Katzen resignieren einfach, finden sich damit ab und man merkt es ihnen gar nicht an, im Gegenteil die Besitzer sind der Meinung, dass es ihren Katzen wirklich gut geht, weil die Katze glücklich und zufrieden wirkt und dass sind sie auch, wenn der Besitzer da ist und sie Zuwendung und Aufmerksamkeit erhalten, auch wenn ihnen dennoch immer etwas fehlen wird, der Sozialkontakt zu einem Artgenossen der die gleiche Sprache spricht.
Man muss sich nur mal spielende Kitten im Tierheim anschauen oder eines der vielen Youtube-Videos, da sieht man doch sofort, dass die das wirklich brauchen. Brauchst dir ja nur mal die eigene Kindheit ohne andere Kinder vorstellen.
Danke für Eure Antworten,
Ich werde mal mit 30 min anfangen. Eine zweite Katze kommt für uns nicht in Frage. Es gibt hier 5 Katzen in der Nachbarschaft und alle sind Einzelkatzen, ich denke der Lütte wird es später draußen gut haben. 1500m2 Grundstück in einer Sackgasse.
Wird vermutlich nicht funktionieren, da dass Kitten viel zu früh von der Katzenmutter und den Geschwistern getrennt worden ist. Es hat die Katzensprache und den richtigen Umgang miteinander gar nicht gelernt, da wird es schwer werden draußen Kontakte zu knüpfen.
Die meisten Sozialkontakte draußen werden aber oft überschätzt, richtige Freundschaften oder überhaupt engere und/oder regelmäßige Kontakte kommen da nur sehr selten zustande und nur unter bestimmten Bedingungen, dazu müsste dein Kater dann draußen andere Katzen treffen die gut sozialisiert sind und nicht zu territorial, die vom Wesen und Charakter zu ihm passen, dann müsste dein Kater und die andere Katze/Kater immer zur gleichen Zeit Freigang haben und sich zeitgleich im gleichen Gebiet aufhalten, damit sie öfters aufeinander treffen und und und...................weil sonst beschränken sich Kontakte draußen meist nur auf Revierstreitigkeiten und/oder flüchtigen Begegnungen man sieht den anderen und die eine läuft in die Richtung und die andere in die andere Richtung weiter. Draußen verhalten sich Katzen anders und Katzen sind keine Hunde die auf einander zu gehen und meist offen und freundlich sind, die sind draußen meist territorial und Fremden gegenüber wenn nicht feindlich aber meist doch eher skeptisch gegenüber eingestellt und gehen dem erstmal aus dem Weg und ohne regelmäßige Treffen der gleichen Katzen immer wieder bildet sich da gar keine Beziehung.
Soziale Bindungen draußen entstehen eher bei Streunern, Katzen die im gleichen Revier bzw. in der gleichen Umgebung leben, Tag und Nacht draußen sind und daher ihre Geruchsmarkierungen haben, den anderen regelmäßig begegnen und sich dann auch erkennen.