Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz

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  • Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz Beitrag #1
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Hündinpeggy

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Ein Hund aus der Siedlung (sehr großer, junger Schäferhund), den ich kannte und sogar schon gestreichelt habe und der auch schon mit unserem kleineren Hund (20kg) gespielt hat ohne Probleme für unseren Hund (nur für mich, weil der schwere Hund sich nicht unter Kontrolle hat und 20-30m hin und her rast und mir plötzlich unkontrolliert in die Beine sprang wobei es im Knie knackte, was aber zum Glück auch noch gut ging), kam plötzlich beim Gasigehen ohne Leine auf uns zugerast. Unser Hund war natürlich total aufgeregt und ich drehte mich zu ihm (stand dadurch seitlich zum Schäferhund) und sagte energisch: "aus, ruhig" (was natürlich nichts nützte)! In dem Moment hat der Schäferhund mich schon in die Wade gezwickt! Das alles zusammen dauerte nur 1-2 Sekunden! Dann nahm ihn der Besitzer an die Leine und zog ihn zurück.
Die Wunde ist nicht schlimm (drei Einstiche der Vorderzähne) und heilt seit einigen Tagen ohne Komplikationen ab, da sofort mit viel Wasserstoffperoxid behandelt. Auch an der älteren Hose sind nur drei winzige Löcher. Aber warum ist das passiert? Fühlte er sich durch das Schimpfen mit meinem Hund provoziert? Ich habe keine Erklärung.
Sonst gehe oder renne ich mit meinem Hund immer schnell an dem Grundstück vorbei, weil die Hunde dann jedes Mal laut bellen und sich dann ewig nicht mehr einkriegen, wovon die Nachbarn schon genervt sind. Aber das kann ich nun nicht mehr machen! Bei einem anderen Hund ist er sogar schon mal über den Zaun gesprungen und stand plötzlich auf der Straße! Muß ich also künftig einen anderen Weg nehmen. Nur was, wenn ich ihm beim Gasigehen im Wald begegne? Wenn er wieder auf mich zurast und dann sofort richtig zubeißt und es nicht mehr so glimpflich abgeht? Irgendwas stört ihn an mir. Einen anderen Hund hat er auch schon mal gebissen. Für meine Begriffe müssen ihn die Besitzer jetzt immer an die Leine nehmen oder einen Maulkorb tragen lassen.
Es gibt ja engeblich biß- und stichfeste Hemden und Hosen, die leicht und dünn sind - aber hilft das wirklich? Wenn ich z.B. zwischen zwei Finger eine Hautfalte nehme, dort eine Zange ansetzen würde und kräftig zudrücken wie bei einem Hundbiß, hätte ich doch trotz Schutzkleidung eine blutende Quetschung und durch das Gewebe könnte Speichel vom Hund eindringen? Habt Ihr schon Erfahrung mit dieser Kleidung? Ich kann ja nicht künftig im teuren und schweren Schutzanzug für Hundetrainer spazieren gehen.
Was würdet Ihr in dieser Situation machen? Noch mal möchte ich so etwas nämlich nicht erleben. Hatte bisher keine Angst vor Hunden, dachte immer, so lange Du nicht in sein Grundstück gehst, tut er nichts. Irrtum!
 
  • Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz Beitrag #2
Hey

Warum der Hund zugebissen hat, lässt sich nur spekulieren. Wir kennen hier weder den Hund noch den Umgang des Besitzers mit dem Hund.
In jedem Fall wird er in einer hohen Erregungslage gewesen sein und Schäferhunde sind dann leider die Typen, die hoch erregt gern mal in etwas reinbeissen. Das kann man gut auf Spielzeug umlenken, das einige ihren Schäferhunden in solchen Situationen ins Maul schieben, aber das ist nicht das Ende der Erziehung. Schlussendlich muss man dem Hund beibringen, sich gar nicht erst so aufregen zu müssen - das können auch Schäferhunde lernen.

Wie sieht es denn aus, kannst du mal mit dem Besitzer reden? Vielleicht auch nur, um einen Burgfrieden auszuhandeln. Hundehalter haben so ihre Routinen und wenn du zum Beispiel weisst, zu welchen Zeiten er mit dem Hund unterwegs ist, kannst du die Zeit meiden oder eben die Strecken, die der Herr immer mit dem Hund geht. Genauso kannst du auch erfragen, ob es Zeiten gibt, in denen der Hund nicht frei auf dem Grundstück lang läuft und über den Zaun hüpfen kann.
Alternativ ist er bereit, den Hund stets einen Maulkorb anzulegen, wenn er frei ist (auf dem Spaziergang, aber auch auf dem Grundstück, sofern dieses nicht ausbruchssicher gemacht wird).
Grundsätzlich kann der Herr ja froh sein, wenn du ihn wegen des Vorfalls nicht anzeigst. Ein wenig Entgegenkommen seinerseits wäre da schon angebracht, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.
 
  • Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz Beitrag #3
Was ich aus deinen bisherigen Erfahrungen herauslesen kann:
1. Es gab schon vorher Beißvorfälle.
2. Der Hund ist auf seinem Grundstück nicht ausreichend gesichert.
3. Der Hund ist im Freigang nicht gesichert.

Für mich wären das ausreichend Gründe, um eine Anzeige zu erstatten, damit die zuständigen Stellen da mal ganz genau hinschauen. Du kannst dich womöglich noch schützen, beim nächsten Vorfall kommt eventuell ein Kind zu Schaden?

Vielleicht ist es für dich vorläufig eine Option, ein Hundeabwehrspray mitzuführen. Hatte ich meinerzeit auch, als ein Schäferhund sich auf unsere Hündin eingeschossen und sie letztendlich schwer verletzt hat, und trotzdem weiterhin von einem 6jährigen Mädchen (!) Gassi geführt wurde.
 
  • Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz Beitrag #4
Danke für die Hinweise! Das ein Schäferhund schnell mal zuschnappt, wußte ich noch nicht. Das wäre eine Erklärung. Aber ob Tierabwehrspray hilft? In dem Fall hätte ich gar nicht so schnell reagieren können. Und ob der Hund mir dann in Zukunft aus dem Wege gehen würde oder mich zum Feind erklärt und dann jedes Mal auf mich losgeht weiß man nicht genau? Es würde ja reichen, wenn er in Zukunft an der Leine bleibt und der Zaun erhöht wird. Mit einer bißsicheren Hose würde ich mich sicher fühlen, aber ob die dünnen Hosen und Hemden wirklich den Schutz bieten, den man erwartet wäre ich mir nicht so sicher. Dan besser eine weite Hose anziehen und vielleicht ein paar Stulpen zum Schutz drunter?
 
  • Hundebiß - Ursache und zukünftiger Schutz Beitrag #5
Aber ob Tierabwehrspray hilft? In dem Fall hätte ich gar nicht so schnell reagieren können. Und ob der Hund mir dann in Zukunft aus dem Wege gehen würde oder mich zum Feind erklärt und dann jedes Mal auf mich losgeht weiß man nicht genau?
Wir mussten das Spray genau 1x anwenden. Danach haben die Besitzer Zeter und Mordio geschrien, wurden aber nach Androhung einer Anzeige wegen des Beißvorfalls sehr schnell sehr zahm. Genau wie der Hund, der sich nur dieses eine Mal eine volle Nase Pfefferspray abgeholt hat und danach nie wieder Anstalten machte, unsere Hündin totzuschütteln.

Ich würde nicht einsehen, wieso du (das Opfer) als Geschädigte solchen Aufwand betreiben solltest. Der Besitzer ist in der Pflicht, seinen Hund zu sichern. Zwei Beißvorfälle, von denen einer dich geschädigt hat, wären für mich allerhöchste Eisenbahn für eine Anzeige.
 
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