- Wellensittiche aus dem Bad fernhalten, Entwicklung von Federrupfen im Threadverlauf Beitrag #41
Amber
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Glaub mir, solche "Schlauberger" von Tierärzten gibt es immer noch.Damals hab ich mir da vom Tierarzt nur böse Blicke eingefangen und mir wurde unterstellt, ich würde die Vögel miserabel halten...die Medizin war da glaub ich noch nicht so weit und alles wurde grundsätzlich immer auf die Psyche geschoben
Ich war mal mit eine Henne bei einer Tierärztin, weil Funny immer quitschte, wenn sie sich putzen oder sich beugte um zu fressen.
Da meinte die Ärztin, dass das bettel laute seien um ein Männchen anzulocken, weil sie brüten wolle und ich ihr doch einen Brutkasten in den Käfig hängen solle.
War natürlich totaler Quatsch.
Sie quitschte, weil ihre Schilddrüse nicht mehr in Ordnung war, mit zugabe von Jod erledigte sich das quitschen für einige Jahre.
Zwar bekam sie es einige Jahre später noch einmal, aber mit zugabe von dem damaligen Medikament war dann auch diesesmal wieder alles gut mit der Zeit.
Vögel wird im Studium leider kaum durchgenommen. Da können die Tierärzte eigentlich nichts für, dass ihr Wissen da eher ungenügend ist, aber dann wäre es eigentlich das mindeste auf einen Kollegen zu verweisen, der nach seinem Studium noch 2 weitere Jahre sich auf Zier,- Zoo- und Wildvögel spezialisiert hatte, denn durch diese Zusatzqualifikation lernt der Tierarzt alles, was es zur Vogelmedizin zu lernen gibt.
Machen nur leider viele normale Kleintierärzte nicht, auf ihre spezialisierten Kollegen verweisen, zum Leidwesen unserer erkrankten Vögel.
Rupfen entsteht halt leider aber auch oft psychisch. Streng gesehen rupft Holger sich derzeit ja auch nur, weil er psychisch mit dem Stress nicht zurecht kommt, dass ihm sein Instikt permanent vorgibt zu brüten.
Er hat damit also auch ein psychisches Problem.
Nur, aufgrund von psychischen Problemen ist rupfen nicht die meiste Folge dessen.
Viel häufiger entsteht rupfen, weil Organische Probleme vorliegen, meist halt Leber oder Nieren, wovon Papageie, und auch Wellensittiche, sehr oft betroffen sind, besonders was Leberprobleme angeht sind Wellensittiche da leider super anfällig für.
Daher kann man Rupfen weiß Gott nicht mehr nur auf psychische Probleme schieben, das Symptom ist dafür einfach zu unspezifisch und spricht nicht nur für eine einzige Ursache, sondern können mehrere verschiedene Ursachen zugrunde haben, dass sich ein Tier beginnt sich selbst zu zerstümmeln in dem es seine Federn heraus zieht.
Wichtig ist da nur, dass man möglichst schnell die wahre Ursache findet und behandelt, denn wenn man zu lange braucht und erst spät die Ursache behandelt bekommt, hören die meisten Papageie mit der selbstverstümmelung einfach nicht mehr auf, obwohl die Ursache erfolgreich behandelt und komplett abgestellt wurde.
Es wird dann einfach weiter gerupft, auch wenn sie dann noch meist dabei aufschreien, weil es weh tut, bis hin zu, dass sie sich regelrecht richtig übelst blutig beißen im ganz ganz schlimmsten Fall.
Konnte der Tierarzt denn sagen, wann diese Hormonspritze beginnt zu wirken und wann das rupfen damit aufhören sollte?
Genauso wäre der Plan.Oh Mann...Ja, jetzt verstanden.
Also im Prinzip Haltungsbedingungen "verschlechtern", um ihn aus der Brutlaune zu bringen.
Puh. Ich bewege das mal in meinem Hirn und HerzDanke!
Du versetzt ihn in gewisser Hinsicht mit voller Absicht in den Winter-Modus, in dem es kein Grünfutter mehr gibt, kein baden oder duschen, es kühl und dunkel ist und es einfach so richtig volle Kanne total dumm und dämlich wäre unter solch Bedingung sich fortzupflanzen.
Normalerweise sollte das klappen.
Es gibt Ausnahmen. Meist sind davon aber eigentlich Hennen betroffen, weniger die Hähne.
In solch Ausnahmen klappt dieses Vorgehen dann nicht, die Tiere sind dann einfach nicht aus diesem Bruttrieb heraus zu bekommen, obwohl man den Tieren Wochenlang in diesen Winter- oder auch Wüstenmodus hält.
In solchen exgremst fällen ist dann natürlich so eine Hormonspritze als versuch sinnvoll, um ggf. dann später operativ alle 3 oder 4 Monate einen Hormon-Chip einsetzen zu lassen, damit die Tiere nicht so oft für eine Spritze zum vk Tierarzt kutschiert werden müssen.
Aber meist liegt diese extreme Brutlaune auch einfach nur an zu guten Absichten des Halters, der die Tiere mit brutfördernden Dingen verwöhnt, wobei es durchaus auch sehr viele Tiere gibt, die jeden Tag baden und frischkost bekommen können und die kein Stück in so starker brutlaune verfallen, dass es sie ins negative Stress stresst und sie krank werden oder sich gar selbstverstümmeln wie dein Holger.
Liebe Grüße
Amber
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