Hallo,
Stop!!!
Shoppy, was Du hier schreibst widerspricht, allen Verhaltensforschern! Lies dir die Bücher von Heinz Weidt/Dina Berlowitz durch. Ich war dort auf Seminar.
Anhand von Beispielen, die dokumentarisch festgehalten wurden, konnte man sehr wohl sehen, dass genau dieses trösten wollen, grundverkehrt ist.
Sicher ist Angst ein Gefühl, aber dass wird durch gutgemeintes zureden und Streicheln bestätigt und somit verstärkt!!! Das war eindeutig anhand der Konfkliktreaktionen zu erkennen, die sich vermehrten, je mehr auf den Hund eingeredet wurde.
Ich muss meinem Hund Souveränität vermitteln. Und je gelassener ich an solche Situationen herangehe, desto eher vermittelt es dem Hund, dass es nichts wirklich schlimmes ist. Dass bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich ihn in Angstsituationen alleine lasse, davon redet kein Mensch, aber diese Angst darf ich nicht noch forcieren.
Gruss
Bettina
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(Neuer Post des gleichen Users unten angefügt)
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Man sollte immer auf "Übersprungshandlungen" (situationsbedingte Konfliktreaktionen) achten, als da wären: Häufiges Gähnen, Züngeln, Ohren kratzen (Es sind nicht immer Milben oder Flöhe daran schuld), Lefzen aufplustern etc. Um den Hund aus dem Konflikt herauszuholen genügt meist ein leichtes in die Händeklatschen o.ä., also ein aufmuntern, so als wollte man mit ihm spielen. Kurz gesagt, man sollte versuchen ihn abzulenken.
Und nicht alle Situationen, die beim Hund Angst hervorrufen, lassen sich umgehen.
Auf Ausstellungen (z.B. Jugendklasse - erste Ausstellung) kann man sehr gut beobachten, dass Hunde die ständig beruhigend vom Besitzer gekrault werden, nur noch heftiger ängstlich bzw. unsicher reagieren.
Gruss
Bettina
Ich KOMME gerade von einem Seminar bei Dr. Ute Blaschke-Bertholt. Und ich verlasse mich gerne auch auf Forschungsarbeiten von Verhaltensforschern.
Angst ist ein GEFÜHL.
Laufen Bellen, Knurren, meiden, kauen, Zähne putzen, gähnen ist Verhalten.
Verhalten kann verstärkt werden (oder gelöscht).
Klar kannst Du auch Angst steigern, aber doch wohl dadurch, dass Du den AngstAUSLÖSER verstärkst. Oder eben nicht verkleinerst und der Hund, dadurch, dass er immer länger im Angstzustand steckt, immer panischer wird, weil er nicht weg kommt, vom Auslöser.
Was Du oben aufführst (in die Hängdeklatschen) ist im Prinzip genau das, was ich geschrieben habe - Du veränderst die STIMMUNG des Hundes - und dann kann er sich der neuen Stimmung entsprechend verhalten.
Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die Stimmung eines Hundes zu heben. Ist der Hund noch ansprechbar und die Angst hat noch nicht überhand genommen, kann ein Streicheln oder Massieren die Angst des Hundes lindern. Nichts anders macht Frau Tellington mit ihren TTouches.
Das Problem ist, das das auch so entspannende Streicheln oft ein ziemlich aufgeregts rumzuppeln ist. Reiter sagen doch auch Eaaaaaaasy oder Whoooooaa um ein scheuendes Pferd zu beruhigen und natürlich beleiben sie selber ruhig und gelassen. Genau diese Stimmung soll doch auf den Hund (Pferd) übertragen werden - oder nicht?
Futter/Leckerchen tun es auch, aber oft ist der Hund einfach nicht mehr in der Lage, diese anzunehmen, weil die Anspannung zu hoch ist.
Mit anderen Worten, wenn den Hund weder Worte, noch Streicheln noch Futter erreichen können ist es sowieso egal, weil der Hund nur noch in seiner Angstwelt ist - der bekommt gar nicht mehrt mit was um ihn rum passiert.
Liebe Grüße
Martina