Holzrücker - Tradition mit Pferden

Diskutiere Holzrücker - Tradition mit Pferden im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Dafür ist ne Peitsche ja auch in Ordnung, geht ja nur um die Armverlängerung, wie du schon sagst, und um das Signal, das beim Pferd ankommt. Bei...
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  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #21
Für die Longenarbeit finde ich ne Peitsche gut... je nach Haltung läuft mein Dicker schneller, langsamer ect...

Dafür ist ne Peitsche ja auch in Ordnung, geht ja nur um die Armverlängerung, wie du schon sagst, und um das Signal, das beim Pferd ankommt.

Bei Rückepferden finde ich die "Ausbildung" mit der Peitsche nur noch kritischer als ohnehin schon, da man ja teilweise ohne direkten Kontakt zum Pferd arbeitet... bei einem Pferd das ich reite hab ich noch direkte Einwirkung, aber wenn das Pferd eine Baumlänge weit weg steht... das wäre mir echt zu riskant.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #22
Man hat aber noch die langen Zügel. Und was ich bisher gesehen habe (TV und Literatur) ist man doch sehr nahe bei den Pferden. Gibt den Tieren wohl auch mehr Sicherheit?!?
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #23
Nabend!

Ich muß es einfach noch mal sagen:
Ich finde es toll, dass du Holzrücken lernen willst!

Ich kenne das nur so, dass man ohne Zügel und NUR über Stimme arbeitet, aber da gibt es sicher Varianten.

Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mal meinen Opa ausfragen, der hat Holzrücken früher einige Jahre gemacht.


Dein Foto werde ich mal suchen und anschauen.
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Habe das Foto mal oben eingefügt.

Das Gelände sieht toll aus!

Hast du evt. ein Foto vom Stall?
Alte Kuhställe kenne ich von zu Hause und in meiner Vorstellung sieht dieser Stall dunkel und muffig aus. Daher wäre ein Foto schön, dann spinnt mein Hirn sich nichts zusammen ;-)
Wie groß wäre denn die Box für die Pferde?
 
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  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #24
Naja, ich denke mal es kommt drauf an, wie man einen Kuhstall umbaut... ich kenne umgebaute Scheunen und Kuhställe für Pferde, die ganz gut waren, was man halt oft ohne größeren baulichen Aufwand nicht verwirklichen kann ist bei Boxenhaltung ein Fenster + Ausgang für jedes Pferd.

Am besten hat mir der Stall (?? ich weiß gar nicht was es war, eben ein altes Gebäude auf dem Hof ihres Mannes) gefallen, den die Schwester einer Freundin umgebaut hat, die hat einen großen Laufstall draus gemacht. Der Eingangsbereich war U-förmig abgetrennt, so daß die Pferde nicht direkt ans vordere Tor kommen konnten sondern ein Raum von ca. 3 x 4 Metern blieb, wo man ein Pferd zum Putzen anbinden oder irgendwelche Dinge aufbewahren konnte.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #25
1_Nebengeb_ude.jpg


Hier mal eine Ansicht auf das Nebengebäude/Stallungen. Die offene, rostige Tür ist der Eingang zur Stallung. Grundriß: halbe breite des Gebäudes(Gibelseite) und seitlich links bis dorthin wo oben die Heuluke anfängt - also ca 17 - 20 qm.

Momentan ist das unser Entenstall. Die Tür, eine Standard Feuerschutz-Tür muss eh erneuert weden. Egal ob das nun eine Pferdestall wird oder nicht, es soll eine breite Tür werden, deren Oberteil separat geöffnet werden kann. Momentan realisiern wir das für die Enten so, das unten eine Europalette eingekeilt ist und oben ein Fangnetz den Rest der Tür verschließt - Fuchsgefahr.

Vorm Stall ist alles geteert. und unter der Heuklappe oben ist ein Wasseranschluss. Gegenüber des Wasseranschlußes (innen) ist die Wasserversorgung mit diesen Nasen-Druckventilen angebracht und voll funktionsfähig. Auf der Giebelrückseite ist die Miste.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #26
Finde es echt toll, dass du mit dem Rücken anfangen willst! (und noch dazu so gewissenhaft Informationen einholst etc)
Leider kenne ich mich damit nicht aus, aber es würde mich auch mal intressieren (mein Vater und ich spinnen uns immer Geschichten zusammen, mit unseren 2 kaltis und Holzrücken... allerdings nur zum Spaß ;) Wir haben nämlich weder Wald, der zu bewirtschaften wäre, noch Kaltis :))
Aber eine Frage hätte ich noch: Wenn die Pferde kommen, wo kommen dann die Enten hin?
Liebe Grüße
TonicWater
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #27
Also ich denke/vermute ein Holzrückpferd muss die Kommandos seines Führers sehr präzise befolgen.

Ich war ein paar Mal dabei (mein Dicker stand mal zum Übergang bei besagtem Bauer).

Dessen Pferde reagieren ‚Zentimeter genau’ auf ein ‚links’ ‚rechts’ ‚vor’ ‚zurück’ ect. (dafür gibt’s auch spez. Kommandos .. weiß ich bloß nimmer)
Die Pferde müssen ja nicht nur ‚einfach’ das Holz rausziehen… Präzise Bodenarbeit mit den zukünftigen ‚Rückern’ ist denke ich ein sehr guter Anfang.

Sie müssen ja erstmal lernen absolut gut auf Kommandos zu hören (kennst du ja von deinen Hunden) und man kann einem Pferd durchaus beibringen sich nur ein ‚Hufbreit’ in eine jew. Richtung zu bewegen bzw absolut still zu stehen.

Mit Stämmen zu arbeiten fängt man, denke ich an, wenn die Pferde die Kommandos beherrschen.

Zudem vermute ich, das viele Bodenarbeitselemente (Stangenlabyrinth, Stangensalat, Reifenparcours ect.) eine gute Vorbereitung sind, da ein Holzrückpferd ja darauf achten muss wo es hintritt und es daran gewöhnt sein muss, das ständig was seine Beine berührt (Äste ect…).
Vermutlich nicht nur die Beine, das Pferd wird im Wald ja ständig mit Zweigen, Blättern ect konfrontiert.
An alles das muss man sie gewöhnen ^.^

Bodenarbeit macht man ja eig. von Klein auf so ab 3 Jahren intensiver, ich denke je nach Lerngeschwindigkeit kann ein Pferd bei konsequenter Ausbildung, mit 4-5 Jahren am Boden soweit sein.
Zumindest wenn man es so gründlich am Boden ausbildet wie (ich) (m)ein angehendes Reitpferd ausbilden würde. ^_~

Geht vermutlich auch schneller… aber alles geht schneller wenn man a) Routine hat (dann ist es auch ok) oder b) man gewisse Grundlagen nicht mitlernt.

Im Übrigen finde ich 4-5 Jahre auch ein gutes Alter für ein Pferd um ins ‚Arbeitsleben’ einzutreten…

Hilft dir dieser Roman etwas?

LG Lilly
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #28
Ok, die nächste Tür war eine Art Wirtschaftskammer, ein Runkelhächsler stand darin, ein Monster von Tisch und der Durchbruch nach oben.

Dann die Tür war der Hühnerstall - jetzt unser Brennholzlager.

Die letzte Tür war der Schweinestall, es sind heute noch die beiden Boxen darin, aber keine Schweine. Genug Platz für die Renn-Enten.

Der rechte Teil ist die Remise (so lang wie das Gebäude). Unten drunter ist die Gülle-Wanne.

Oben ist alles Heu- und Strohlager. Die Wasserversorgung ist aus unserem Brunnen.
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Geht vermutlich auch schneller… aber alles geht schneller wenn man a) Routine hat (dann ist es auch ok) oder b) man gewisse Grundlagen nicht mitlernt.

Im Übrigen finde ich 4-5 Jahre auch ein gutes Alter für ein Pferd um ins ‚Arbeitsleben’ einzutreten…

Hilft dir dieser Roman etwas?

Danke, der Roman ist schon auf der Festplatte gespeichert.

Schnell braucht es nicht gehen - bin ja auch nicht mehr der Jüngste - aber präzise und sicher. Klar, diese Geduld muss ich bei der Ausbildung/Training meiner Hunde schliesslich auch haben - Sonst brauch ich sie gar nicht erst auf einen Tümmerhaufen oder Lawine schicken.

4-5 Jahre ist unter den obigen Aspekten realistisch. Somit lebt auch dieser Thread auch sehr laaaaaaaange.
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Fast vergessen zu fragen. Was meinst Du mit:

b) man gewisse Grundlagen nicht mitlernt.

?????
 
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  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #29
Stall

Zum Stall: Vielleicht kannst du jain eine Art Doppelbox mit Paddock umbauen?
Darüber würden sich die Pferde sicher freuen.

So ähnlich vielleicht:
 

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  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #30
Na ja damit meine ich, dass es sicher Leute gibt die nicht so gründlich sind wie ich... ich denk immer über alles nach was passieren kann und versuch mein Pferd vorher entsprechend auszubilden.

Ich denke wirklich, dass deine arbeit mit den Trümmer- und Lawinenhunden da ein riesen Vorteil ist. Die musst du ja auch auf div. Situationen vorbereiten denk ich mal ... genauso ist es bei Pferden.
Ein zurückschnellender Ast darf das Pferd nicht wirklich erschrecken auch wenn er es trifft, ebenso nicht wenn es auf nen Holzstamm tritt u evtl wegrutsch ...
Da kann man Trockenübungen machen... oder man spart Zeit und läßt es darauf ankommen (was ich davon halte muss ich nicht sagen, oder?)


Ist das verständlich?
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #31
Zum Stall: Vielleicht kannst du jain eine Art Doppelbox mit Paddock umbauen?

Für fundamentale Bauänderungen bekomme ich keine Baugenehmigung. Wir wohnen hier im Wasser- und Naturschutzgebiet (ach wie romantisch) - Ich bin ja auch bei der Berg- und Naturwacht NÖ. Zudem können wir, auch wenn es unser Grundstück ist, nicht die Strasseneinmündung verschmälern. Die Strassen sind nur einspurig und des öfteren muß ein Holztransporter hier abbiegen können.

Zur anderen Seite kann nicht erweitert werden, da ist ein Bach und es geht anschliessend bergan in den Wald.

Übrigens braucht jedes Pferd eine eigene Box? Vertragen sie sich nur bei der Arbeit?

Ein zurückschnellender Ast darf das Pferd nicht wirklich erschrecken auch wenn er es trifft,....

Ein nichtbrutales Argument, warum nicht mit einer Peitsche gearbeitet werden kann.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #32
Ok.. kein Paddock. Aber ne Koppel kriegen/haben sie doch sicher?
Je mehr Zeit ein Pferd sich frei Bewegen kann (also auf ner Koppel), desto ruhiger ist es in der Regel im Umgang.

Nein, sie fühlen sich in der Regel wohler zusammen in einer Box/Stall oder wie auch immer. Sind ja Herdentiere!
Der Stall ist mit 17-20 qm denk ich auch groß genug, vorallem wenn sie zusammen aufwachsen bzw früh zusammen kommen.
(Tipp: Nimm 2 Wallche, Stuten zicken ab u an mal *g* wir Weiber halt - oder hast du die Pferde schon?)

Zur Peitsche: genau - sie müssen es kennen, aber wissen keine Bedrohung geht davon aus
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #33
1_Wiese_Koppel.jpg


Die gleiche Fläche haben wir noch auf der anderen Hausseite entlag des Baches.

An Wallache habe ich auch gedacht - nicht weil sie billiger sind, ich will ja auch nicht züchten.

Vorstellen kann ich mir Haffis aber auch Rh.-D.-Kaltis (aus Warendorf, damits in der Familie bleibt und ein angenehmers Stockmass).
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #34
Hallöchen nochmal!

Ich finde den Vergleich Pferd - Hund absolut passend!
Da gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten was Erziehung und Ausbildung angeht!

Du könntest die Pferde auch den Sommer über komplett draußen halten (die Weidefläche auf dem Foto bietet ja genügend Bäume als Schattenspender und Regenschutz) und nur über den Winter nachts einstallen. So halten wir übrigens auch unsere eigenen Pferde und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.


PS: Traumhaft schön dein Zuhause!!!
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #35
PS: Traumhaft schön dein Zuhause!!!

Da schließ ich mich an - ich glaub wir müssen unbedingt mal vorbeikommen und deine Rückepferde begutachten :eusa_whistle:

Die Koppel ist prima, je mehr du die Pferde draußen hältst, desto trittsicherer werden sie. Wenn du dir Pferde holst, die das bereits gewöhnt sind (und Haflinger oder Kaltblüter werden ja öfter mal robuster gehalten), hast du auch Pferde, die bereits von klein auf daran gewöhnt sind, daß sie selbst schauen müssen wo sie hintreten.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #36
Uiii, der Thread macht ja ganz schön Fortschritte. Wollte heute Mittag nur einen kurzen Zwischenbericht geben und habe so viel Neues gelernt.

Natürlich ist der Stall nur für die sprichwörtlichen Hundstage gedacht oder Vorbereitungs-/Patientenzimmer für TA-Besuche. Selbst im Winter sollen die Stampfer nach draussen - und nicht nur wenns Arbeit gibt.

Ach so, die andere Wiese grenzt an einen Schuppen. Wenn dort eine Wand geöffnet wird, könnte das als Unterstand zusätzlich genutzt werden.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #37
Wenn der Schuppen auch noch nach Westen zu ist (oder sonst durch den Hang oder so geschützt) würde ich sagen ideal!
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #38
Da stimme ich zu!
"Wohlbehütete" Pferde sind da unzweckmäßig!

Als Rasse schlage ich noch das Dülmener Wildpferd vor.
Die sind absolut robust, gelehrig, ausgeglichen, ruhig und zugstark. Außerdem ein klein wenig ehrgeiziger und "pfiffiger" als Haffis (das soll jetzt keine Abwertung der Haffis sein! Bitte nicht falsch verstehen!).
Da sie sozusagen naturbelassen sind, sind die sehr trittsicher und geländetauglich.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #39
Die Dülmer kenne ich - gab früher bei uns in der Schule immer regelmäßig Ausflüge in den Dülmer Sumpf und wir Pimpfe waren immer so restlos darüber aufgelöst, das die jährigen Junghengste "final" aus der Herde ausgefiltert wurden.... So könnte man zwei das Leben verlängern!

Aber nach meiner Erinnerung sind die von der Masse her etwas weniger als ein Haffi - und ich denke ein Haffi ist bereits die unterste Grenze im Arbeitseinsatz.

Am Schuppen kann ich nur die Süd-Ost-Seite öffnen. Der Rest grenzt an Strasse und Garten.
 
  • Holzrücker - Tradition mit Pferden Beitrag #40
Off-Topic

Bist also ein Münsterländer ;)
Naja, ein "Wilder" direkt aus der Herde wäre sicher nicht das richtige. Wir haben zwei und es hat doch etwas gedauert das Vertrauen zu gewinnen.
Aber es gibt ja auch "inoffizielle" Dülmener, die unter der Hand verkauft wurden und nicht-anerkannten-Nachwuchs hervor bringen (wie auf dem Hof meiner Eltern ;) ).
Ja, die sind in der Tat etwas leichter als Haffis, aber nicht weniger stark.
Ach, ich versuche schon wieder die Dülmener an den Mann zu bringen. Bin ein absoluter Fan und diesen Pferden total verfallen.
*seufz*

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Off-Topic

Äh, final gefiltert??
Das hatte ich erst überlesen?
Heißt es das, was ich denke? :shock:
Dass nicht alle Jährlinge bei dieser Mai-Veranstaltung versteigert werden, war mir klar, aber final filtern wäre schon hart...
 
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