- Mein junger Wilder Beitrag #1
spatziwatz
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Als ich ihn das erste mal gesehen habe. wieherte er mit heller Stimme hinter mir her, es klang wie eine Herausforderung.
Er war noch ganz klein und zierlich, aber ein Pintohengstchen wie aus einem Indianergemälde. Schwarz und weiß und das Schwarz war blau gegen das Licht, kurzum, ich war erstmal hin und weg.
Damals- es ist nun bereits mehr als zehn Jahre her, war ich gerade damit beschäftigt, eine Westernstadt zu bauen, und eigentlich hatte ich gar keine Zeit, mich um ein junges Pferd zu kümmern. Trotzdem, ich kaufte ihn, und taufte ihn auf den alten indianischen Namen WABASH, was ungefähr soviel heißt wie der, der vor dem Winde läuft.
Schon auf dem Transport merkte ich sein unbändiges Temperament, und als ich ihn dann im Stall hatte, waren erstmal alle Helfer froh.
Ein paar Tage ging er mir dann noch aus dem Weg, doch schließlich kam er zu dem Schluß, dass ich gar nicht so übel wäre, und also gab er das Schlagen und Beißen auf und versuchte seinerseits eine Annäherung.
Es dauert dann auch gar nicht lange, und er folgte mir ohne Leine überallhin, wo ich hinging. Das Gebiß spuckte er hunderte Male aus, und später wollte er auch stets beim Longieren seinen Kopf durchsetzen.
Übermütig sprang er über den Yak, der damals auch auf meiner Koppel graste und der kleine Esel war manches Mal fast zu bedauern, denn Übermütig trieb er seine Spielchen auch mit dem geduldigen Langohr.
Ich hatte in meiner Jugend einiges mit Pferden zu tun, und so lehrte ich dem Wabash auch, einen Sattel zu tragen, und als er dann drei Jahre alt war, habe ich ihn ohne Probleme und fast sofort reiten können.
Dieses Pferd ist mein großer Freund geworden, und heute kann ich ihn zwar nicht mehr reiten, da ich schon ein wenig krank bin, aber ich habe ihm zur Zerstreuung noch zwei kleine Shetties, die ich aus schlechter Haltung gerettet habe, dazugesellt, und damit ist er auch schon zufrieden.
Ich habe mit diesem kleinen Hengst (den ich aber, da ich keine geeigneten Stuten habe, legen ließ) viele schöne Dinge erlebt, und wir sind nun alte Freunde, die sich gegenseitigen Respekt zollen.
Ich kann nur hoffen, daß dieses schöne und edle Tier in gute Hände kommt, wenn ich einmal nicht mehr bin.
:clap:
Er war noch ganz klein und zierlich, aber ein Pintohengstchen wie aus einem Indianergemälde. Schwarz und weiß und das Schwarz war blau gegen das Licht, kurzum, ich war erstmal hin und weg.
Damals- es ist nun bereits mehr als zehn Jahre her, war ich gerade damit beschäftigt, eine Westernstadt zu bauen, und eigentlich hatte ich gar keine Zeit, mich um ein junges Pferd zu kümmern. Trotzdem, ich kaufte ihn, und taufte ihn auf den alten indianischen Namen WABASH, was ungefähr soviel heißt wie der, der vor dem Winde läuft.
Schon auf dem Transport merkte ich sein unbändiges Temperament, und als ich ihn dann im Stall hatte, waren erstmal alle Helfer froh.
Ein paar Tage ging er mir dann noch aus dem Weg, doch schließlich kam er zu dem Schluß, dass ich gar nicht so übel wäre, und also gab er das Schlagen und Beißen auf und versuchte seinerseits eine Annäherung.
Es dauert dann auch gar nicht lange, und er folgte mir ohne Leine überallhin, wo ich hinging. Das Gebiß spuckte er hunderte Male aus, und später wollte er auch stets beim Longieren seinen Kopf durchsetzen.
Übermütig sprang er über den Yak, der damals auch auf meiner Koppel graste und der kleine Esel war manches Mal fast zu bedauern, denn Übermütig trieb er seine Spielchen auch mit dem geduldigen Langohr.
Ich hatte in meiner Jugend einiges mit Pferden zu tun, und so lehrte ich dem Wabash auch, einen Sattel zu tragen, und als er dann drei Jahre alt war, habe ich ihn ohne Probleme und fast sofort reiten können.
Dieses Pferd ist mein großer Freund geworden, und heute kann ich ihn zwar nicht mehr reiten, da ich schon ein wenig krank bin, aber ich habe ihm zur Zerstreuung noch zwei kleine Shetties, die ich aus schlechter Haltung gerettet habe, dazugesellt, und damit ist er auch schon zufrieden.
Ich habe mit diesem kleinen Hengst (den ich aber, da ich keine geeigneten Stuten habe, legen ließ) viele schöne Dinge erlebt, und wir sind nun alte Freunde, die sich gegenseitigen Respekt zollen.
Ich kann nur hoffen, daß dieses schöne und edle Tier in gute Hände kommt, wenn ich einmal nicht mehr bin.
:clap: