Hallo Sabi!
Ich habe auch zwei Hündinnen, Altersunterschied 4,5 Jahre. Malka sorgt immer mal wieder (halb spielerisch, halb ernst) dafür, dass sich Pünktchen unterordnet, was diese auch tut, und ernsthafte Rangeleien gab es nie. Die zwei spielen miteinander, und Malka putzt Pünktchen auch, wenn deren Fell nass ist.
Zurzeit habe ich sogar noch eine dritte Hündin hier, eine Pflegehündin, und es klappt so gut, dass ich überlege, sie zu behalten.
Ich genieße die "Rudelhaltung" sehr - und ich glaube, die Hunde auch! :mrgreen:
Beachten solltest Du, wenn Du einen Welpen dazu nimmst, dass Du auch Zeit einplanst, um mit dem Welpen alleine Spaziergänge zu machen. Der Welpe lernt sonst nicht, auch auf Dich als Menschen zu achten, sondern er richtet sich nur nach dem älteren Hund. Auch trainieren musst Du eine ganze Zeitlang mit beiden Hunden einzeln, es ist also schon etwas zeitaufwendiger, zwei Hunde zu halten.
Inzwischen kann ich auch gut mit beiden gemeinsam üben, aber sie mussten erst lernen, dass manchmal nur die jeweils andere "dran ist" und man selbst ein Weilchen warten muss.
Mit der Fütterung hatte ich nie Probleme. Sie bekommen gleichzeitig ihr Futter an jeweils ihren Plätzen. Silvie, meine Pflegehündin, hat sich zuerst natürlich auf jedes Futter gestürzt. Ihr habe ich ihren Napf dann zuerst gegeben - mit etwas Abstand zu den anderen.
Ich glaube, wenn man mehr als einen Hund hat, muss man auch ein wenig mehr Rudelchef sein. Zwei Hunde stecken sich eher mal gegenseitig an: zum Jagen, zum Bellen, zu was auch immer. Sie sprechen die gleiche Sprache und sind sich daher irgendwie näher. Also muss man selbst ein bisschen mehr Hundesprache sprechen und beiden das Gefühl geben, dass man alles gut im Griff hat! Ein Welpe wird ganz stark darauf schauen, was der erwachsene Hund macht, wenn Du etwas sagst!
Hündin oder Rüde? Ich hab auch gehört, dass ein "Pärchen" (Rüde und Hündin) sich selbst genügt und weniger Bedarf sieht, noch mit anderen Hunden zu spielen. Und der Rüde wird "sein Mädchen" eher mal gegenüber anderen Rüden verteidigen. Wenn Deine ältere Hündin nicht kastriert ist, hättest Du auch ein Problem, sobald ein kleiner Rüde in die Pubertät kommt, denn ein Rüde sollte ja auch erstmal erwachsen werden dürfen, ehe er kastriert wird.
Sicher, unter Hunden, die in einer Gruppe leben, gibt es vielleicht eher mal Zankereien, aber das gehört ja irgendwie zum Leben dazu, oder? Dafür haben Rudelhunde viel mehr soziale Interaktionen. Ihr Leben ist sicherlich spannender und reicher!
Also: Wenn Du es Dir zutraust und Faktoren wie: mehr Kosten, mehr Dreck, mehr Arbeit/Zeitaufwand Dich nicht schrecken - dann mach es! Für die Hunde ist es wunderbar! Und für uns Menschen auch. Ich jedenfalls habe es nie bereut!
@Leonie Löwenherz: Meine Hündinnen sind nicht kastriert. Warum würdest Du zwei unkastrierte Hündinnen nicht empfehlen? (#8 )