- Vorurteile über (Stadt)Tauben Beitrag #1
Cosili
- Beiträge
- 4.107
- Punkte Reaktionen
- 0
(Stadt)tauben sind Krankheitsschleudern
Die wenigsten Tauben sind wirklich mit zoonotischen (auf den Menschen übertragbaren) Erregern infiziert, und die wenigsten Krankheiten der Tauben sind auf Menschen übertragbar. Und um sich mit den wenigen die es sind zu infizieren ist dafür sehr enger Kontakt mit einer erkrankten Taube nötig.
Vom normalen Kontakt mit Stadttauben geht keine besondere Gefahr aus, wie auch das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin bestätigt, Zitat: „Eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und Liebhabertiere.“
Taubenkot ätzt
Taubenkot hat einen pH-Wert von etwa 6,5, das ist sehr nahe am neutralen Wert von 7. Eine ätzende Substanz ist er demnach nicht.
Man sollte sich auch einmal Fragen warum die Gebäudezerstörung erst zu einem Problem wurde als verstärkt Industrie- und Autoabgase produziert wurden, und dadurch saurer Regen entstand (der einen bereits aggressiven pH-Wert von unter 5 aufweist) während Tauben seit tausenden von Jahren auf den Gebäuden sitzen .
Taubenkot kann, wie der Kot aller Lebewesen, ein ästhetisches und hygienisches Problem sein, ist aber nicht für die Gebäudezerstörung verantwortlich.
Stadttauben sind Wildvögel
Nein, Stadttauben sind verwilderte Haustiere. Sie bilden keine eigene Art, sondern sind die domestizierte Version der Felsentaube (Columba livia). Die heutigen Stadttaubenpopulation besteht aus entflogenen Brief-und Haustauben, bei Flugwettbewerben verlorengegangene Brieftauben, und deren Nachkommen. Das „Taubenproblem“ ist also vom Menschen selbst herangezüchtet worden.
Tauben nicht zu füttern löst das Problem der Stadttauben
Das ist ein weitverbreiteter Irrtum, den leider auch viele Stadtverwaltungen propagieren.
Stadttauben sind, wie bereits gesagt, keine Wildvögel, sondern verwilderte Haustiere. Deshalb sind sie nur begrenzt in derLage sich natürliche Futterquellen zu erschliessen. Stadttauben lernen von klein auf sich das Futter von Imbissbuden, Stassencafés und eben Fütterungen zusammenzusuchen. Wobei letzteres mit Glück noch das artgerechteste Futter ist, völlig falsches Futter wie Würstchen, Brot oder andere Imbissbudenabfälle verursachen Durchfall (--> mehr Verschmutzung durch Kot) und Mangelernährung (daraus ergibt sich Immunschwäche, was wiederrum zur Verbreitung von Krankheiten beiträgt).
Im Lebensraum Stadt gibt es kaum andere Futterquellen, und selbst wenn, hat das Haustier Taube nie gelernt diese zu nutzen.
Deshalb verhungern bei einem radikal durchgesetztem Fütterungsverbot viele Tauben. Weniger werden es dadurch trotzdem nicht, da Tauben als domestizierte Tiere ihre Bruthäufigkeit nicht nach dem Futterangebot richten wie Wildvögel, sondern im Gegenteil sogar versuchen Verluste durch vermehrte Bruttätigkeit auszugleichen.
Wenn vorgeschlagen werden würde eine verwilderte Hauskatzengruppe durch aushungern zu „eliminieren“, gäbe es dagegen (zu recht) bestimmt Proteste von Tierschützern. Aber bei den Taben kümmert es kaum jemanden?!
Tauben sind mit Ratten verwandt
Das ist natürlich völliger Unsinn. Auch wenn Tauben aufgrund der verbreiteten Vorurteile gegen sie manchmal als „Ratten der Lüfte“ bezeichnet werden, haben sie mit Ratten nichts zu tun (ausser das beide gegen Vorurteile kämpfen müssen...).
Die nächsten Verwandten der Tauben sind die leider ausgestorbenen Dronten.
Die Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes) umfasst übrigens über 300 Arten.
Die wenigsten Tauben sind wirklich mit zoonotischen (auf den Menschen übertragbaren) Erregern infiziert, und die wenigsten Krankheiten der Tauben sind auf Menschen übertragbar. Und um sich mit den wenigen die es sind zu infizieren ist dafür sehr enger Kontakt mit einer erkrankten Taube nötig.
Vom normalen Kontakt mit Stadttauben geht keine besondere Gefahr aus, wie auch das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin bestätigt, Zitat: „Eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben ist nicht größer als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und Liebhabertiere.“
Taubenkot ätzt
Taubenkot hat einen pH-Wert von etwa 6,5, das ist sehr nahe am neutralen Wert von 7. Eine ätzende Substanz ist er demnach nicht.
Man sollte sich auch einmal Fragen warum die Gebäudezerstörung erst zu einem Problem wurde als verstärkt Industrie- und Autoabgase produziert wurden, und dadurch saurer Regen entstand (der einen bereits aggressiven pH-Wert von unter 5 aufweist) während Tauben seit tausenden von Jahren auf den Gebäuden sitzen .
Taubenkot kann, wie der Kot aller Lebewesen, ein ästhetisches und hygienisches Problem sein, ist aber nicht für die Gebäudezerstörung verantwortlich.
Stadttauben sind Wildvögel
Nein, Stadttauben sind verwilderte Haustiere. Sie bilden keine eigene Art, sondern sind die domestizierte Version der Felsentaube (Columba livia). Die heutigen Stadttaubenpopulation besteht aus entflogenen Brief-und Haustauben, bei Flugwettbewerben verlorengegangene Brieftauben, und deren Nachkommen. Das „Taubenproblem“ ist also vom Menschen selbst herangezüchtet worden.
Tauben nicht zu füttern löst das Problem der Stadttauben
Das ist ein weitverbreiteter Irrtum, den leider auch viele Stadtverwaltungen propagieren.
Stadttauben sind, wie bereits gesagt, keine Wildvögel, sondern verwilderte Haustiere. Deshalb sind sie nur begrenzt in derLage sich natürliche Futterquellen zu erschliessen. Stadttauben lernen von klein auf sich das Futter von Imbissbuden, Stassencafés und eben Fütterungen zusammenzusuchen. Wobei letzteres mit Glück noch das artgerechteste Futter ist, völlig falsches Futter wie Würstchen, Brot oder andere Imbissbudenabfälle verursachen Durchfall (--> mehr Verschmutzung durch Kot) und Mangelernährung (daraus ergibt sich Immunschwäche, was wiederrum zur Verbreitung von Krankheiten beiträgt).
Im Lebensraum Stadt gibt es kaum andere Futterquellen, und selbst wenn, hat das Haustier Taube nie gelernt diese zu nutzen.
Deshalb verhungern bei einem radikal durchgesetztem Fütterungsverbot viele Tauben. Weniger werden es dadurch trotzdem nicht, da Tauben als domestizierte Tiere ihre Bruthäufigkeit nicht nach dem Futterangebot richten wie Wildvögel, sondern im Gegenteil sogar versuchen Verluste durch vermehrte Bruttätigkeit auszugleichen.
Wenn vorgeschlagen werden würde eine verwilderte Hauskatzengruppe durch aushungern zu „eliminieren“, gäbe es dagegen (zu recht) bestimmt Proteste von Tierschützern. Aber bei den Taben kümmert es kaum jemanden?!
Tauben sind mit Ratten verwandt
Das ist natürlich völliger Unsinn. Auch wenn Tauben aufgrund der verbreiteten Vorurteile gegen sie manchmal als „Ratten der Lüfte“ bezeichnet werden, haben sie mit Ratten nichts zu tun (ausser das beide gegen Vorurteile kämpfen müssen...).
Die nächsten Verwandten der Tauben sind die leider ausgestorbenen Dronten.
Die Ordnung der Taubenvögel (Columbiformes) umfasst übrigens über 300 Arten.