Tessa war auch nach jeder Läufigkeit knapp 2,5 Monate (oder so) später scheinträchtig.
Sie hatte immer viel Milch, war besonders liebebedürftig und wollte dann ständig betreut sein... Plüschtiere hab ich schon auf Anraten meines TA immer bei Seite getan, weil er meinte, die "Adoption" von Plüschtieren könne den Zustand noch verschlimmern. Sie bekam dann regelmäßig Tropfen mit ner aufgelösten Tablette dagegen.
Mein TA warnte mich damals noch davor und meinte, es wäre besser, wenn ich sie kastrieren lassen würde, weil es irgendwann richtig Probleme geben könne. Ich wollte nicht hören. Aus falscher Liebe zu Ihr wollte ich ihr keine weiteren Schmerzen "künstlich" zufügen lassen, das hat ihr fast das Leben gekostet. :-(
Sie war gerade knapp 8 und ich bemerkte, wie sie immer langsamer und träger wurde. Im ersten Moment dachte ich noch.. nagut... nun wird sie wohl langsam alt... aber ich konnte mich damit nicht abfinden. Dass sie inzwischen schon täglich massenweise Wasser zu sich nahm fiel mir nicht auf, im Gegenteil, ich schimpfte mit meinem Sohn, weil ihr Wassernapf immer öfter leer war und ich dachte mein Sohn habe es schlichtweg vergessen. (Ich hab mich natürlich später bei ihm entschuldigt - klar)
Es war ein so schleichender Prozess, dass mir das gar nicht auffiel, dass ich ihr mindestens 8x am Tag den Wassernapf erneuerte, er war aber nicht jedes mal leer. Ein Ritual hatte sich bei mir eingeschlichen. Immer wenn ich nach einer Weile in die Küche ging, nahm ich schon automatisch ihren Wassernapf und wechselte bzw. erneuerte das Wasser da drin.
Irgendwann unterhielt ich mich mit meinem Schwager (auch TA), dass Tessa wohl langsam alt sei, weil sie ziemlich langsam geworden sei. Er meinte nur lapidar.. ach Quatsch, mach mal ein bisschen Diät mit ihr und Du wirst sehen, sie flitzt wieder schneller rum. Ein kleiner Hund kann locker 16 bis 18 Jahre werden....
Mich ließ der Gedanke natürlich nicht mehr los, also FDH für Tessa. Nur sie wurde nicht schneller, sondern nur gieriger... weil sie halt Hunger hatte.
Jedenfalls kam mir das Ganze langsam komisch vor, weil sie mir sehr schlaffi vorkam und ich beschloss vorsichtshalber zum TA mit ihr zu gehen. Damals, an einem Freitag Morgen, im November frühstückte ich noch kurz, Tessa gab ich vorsichtshalber nichts und wollte dann zum Duschen und mit ihr los zum TA. Tessa saß die ganze Zeit neben mir auf dem Sessel und war "beleidigt" weil sie nichts bekam... so dachte ich jedenfalls...
Als ich aufstand bemerkte ich das Malheur, alles war voll mit grau-braunem Schleim vollgeschmaddert. Voll Panik guckte ich mir Tessa an und sah es dann. Es kam alles aus ihrer Hundeschnecke. Gebärmutterentzündung!!! durchfuhr es mich gleich, mein TA hatte mich ja oft genug gewarnt. Ich glaube so schnell wie ich da geduscht hab, mich angezogen hab, Tessa in ein kochfestes Laken gepackt und im Auto saß, so schnell hab ich es noch nie geschafft. Dort angekommen, war der TA auch gleich besorgt, er kannte Tessa ja schon zur Genüge und wunderte sich über das Laken, in das ich Tessa eingewickelt hatte. Ich durfte gleich rein zu ihm und er meinte gleich nach kurzem untersuchen Gebärmuttervereiterung. Sie hatte auch Fieber und war echt schlapp.
Boah, ich war gleich zu Tode bestürzt. Aber er beruhigte mich und meinte nur, sie hatte sehr viel Glück, weil es von alleine rauskam. Ich sagte nur jnoch zu ihm, dass ich sowieso heute zu ihm kommen wollte, nur halt in Ruhe und nicht panikartig. Ihre Chancen standen damit gar nicht soooo schlecht. Sie bekam eine Antibiothikaspritze und gleich für den nächsten Morgen wurde die OP angesetzt.
Die OP hat sie sehr gut überstanden und ich war überglücklich, dass ich meine Tessa noch hatte, denn zur selben Zeit, wurde eine andere Hündin deswegen eingeschläfert und eine weitere Hundmaus ist daran gestorben.
Die wichtigsten Mekmale dafür sind: sehr viel Wasser trinken, evtl. Fieber und Mattigkeit, Antriebslosigkeit. Der Hündin hat damit wohl keine Schmerzen während dessen. (sagt der TA) Ja und verfressen war Tessa trotzdem.
LG Mikki