- Amira und Mineas - unzertrennlich Beitrag #1
blackcat
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Amira, als ich dich zum ersten Mal sah, warst du noch winzig klein. Mit deinem Bruder und deiner Schwester lagst du da im Heu.
Mineas, Amira und Kiara. Mineas, der weiße, der, der von Anfang an so anders war als alle anderen – es stand vom Tag seiner Geburt an fest, dass er zu mir kommen würde.
Amira hat sich dann auf leisen Pfoten in mein Herz geschlichen und ein Plätzchen erobert.
Als sie alt genug waren bekam ich sie schließlich: Mineas und Amira, die Unzertrennlichen.
Denn das waren sie, unzertrennlich. Wo einer war, war der andere nicht weit.
Gemeinsam waren sie stark. Sie haben den Hund vom Futter vertrieben und Nachbars Katzen verjagt. Gemeinsam.
Wobei Mineas, der starke, tapfere Mineas, auf seine kleine, schüchterne Schwester aufgepasst hat. Er war immer zur Stelle, wenn sie ihn brauchte.
Sie waren ein Herz und eine Seele.
Und dann, dann war Mineas plötzlich fort.
Von einem Tag auf den anderen.
Amira hat ihn gesucht.
Ich habe ihn gesucht.
Alle haben wir ihn gesucht.
Dort wo er war blieb ein Loch, ein gähnender Abgrund.
Das Leben ging weiter, Herzschlag für Herzschlag und er kam nicht mehr.
Damals habe ich geschworen, nicht mit der Suche aufzugeben solange Amira lebt.
Sie waren unzertrennlich. Keiner von ihnen würde ohne den anderen diese Welt verlassen.
Den Weg über die Regenbogenbrücke würden sie gemeinsam antreten.
Und so haben wir gewartet auf ihn.
Er kehrte nicht zurück.
Mineas.
Schließlich kamen zwei neue Katzen ins Haus gestolpert, panisch vor Angst und mit weit aufgerissenen Augen. Artemis und Nellie hießen sie. Sie stammten aus dem Tierheim und waren so verschreckt und scheu wie kleine Wildfänge – die sie genau genommen auch waren.
Wir haben sie zusammen gezähmt und auch das hat uns verbunden, hat uns zusammenwachsen lassen, Amira und mich.
Zusammen gespielt und zusammen gelacht haben wir.
Aber dann kam der Tag, an dem ich fort ging. Für ein paar Tage nur, weiter fort als jemals zuvor. Ja, ich war öfters fort, aber diesmal war es anders.
Montagvormittag kam die Stunde, an der du mich gebraucht hättest.
Und ich war nicht da.
Ein Auto hat dich erfasst.
Und ich war nicht da.
Du starbst auf der Straße.
Und ich war nicht da.
Du warst alleine.
Denn ich war nicht da.
Du warst tot.
Und ich war weiter fort als jemals zuvor und doch, ich wusste es. Irgendwie.
Zumindest für einen Augenblick.
Nur Stunden nachdem du starbst rief ich zu Hause an.
Das tat ich sonst nie, ich lebte nach dem Motto: keine Nachrichten sind gute Nachrichten.
Doch diesmal rief ich an. Ich weiß nicht warum.
Ich habe nur gefragt, wie es den Katzen geht.
Gut, haben sie gesagt. Und geschwiegen.
Aber ich habe es geglaubt.
Die nächsten Tage waren schön. Für mich.
Ich habe gelacht, ich war glücklich. Ich bin geflogen und habe auf die Wolken herabgeblickt. Weiße Wattewolke unter leuchtendem Himmel.
Ich kam nach Hause.
Meine Mutter hat mich abgeholt, vom Bus.
Sie hat wenig gesagt, aber ich habe es nicht einmal gemerkt. Ich habe erzählt und ich habe gelacht. Es war schön, habe ich gesagt.
Dann waren wir fast da.
Und ich habe gefragt, wie es meinen Katzen geht.
Ich habe gelacht.
Und sie hat gesagt: Amira ist tot.
Von dieser Sekunde an schlug mein Herz nicht mehr.
Wie gelähmt war ich. Verstummt bin ich.
Nellie kam und strich mir vertrauensvoll um die Füße.
Artemis kam und legte sich leise schnurrend auf meinen Schoß.
Tschecki kam und leckte mir die Tränen von den Wangen.
Amira kam nicht, nie wieder würde sie kommen.
Amira.
Solange Amira lebt werde ich nicht aufhören nach Mineas zu suchen, habe ich geschworen.
Und so habe ich euch irgendwie beide verloren.
Was soll ich glauben? Was soll ich tun?
Vielleicht überquert ihr gerade gemeinsam die Regenbogenbrücke.
Vielleicht habt ihr einander wieder gefunden.
Ich nehme Abschied.
Doch Mineas, wenn du wiederkommst wirst du hier eine offene Tür finden und jemanden, der dich nicht vergessen hat.
Abschied ist nie für immer, Amira.
Ich höre dich auf leisen Pfoten durch das Haus gehen.
Amira, ich denke an dich.
Ich vergesse euch nicht.
Amira und Mineas.
Gute Reise…!
Mineas, Amira und Kiara. Mineas, der weiße, der, der von Anfang an so anders war als alle anderen – es stand vom Tag seiner Geburt an fest, dass er zu mir kommen würde.
Amira hat sich dann auf leisen Pfoten in mein Herz geschlichen und ein Plätzchen erobert.
Als sie alt genug waren bekam ich sie schließlich: Mineas und Amira, die Unzertrennlichen.
Denn das waren sie, unzertrennlich. Wo einer war, war der andere nicht weit.
Gemeinsam waren sie stark. Sie haben den Hund vom Futter vertrieben und Nachbars Katzen verjagt. Gemeinsam.
Wobei Mineas, der starke, tapfere Mineas, auf seine kleine, schüchterne Schwester aufgepasst hat. Er war immer zur Stelle, wenn sie ihn brauchte.
Sie waren ein Herz und eine Seele.
Und dann, dann war Mineas plötzlich fort.
Von einem Tag auf den anderen.
Amira hat ihn gesucht.
Ich habe ihn gesucht.
Alle haben wir ihn gesucht.
Dort wo er war blieb ein Loch, ein gähnender Abgrund.
Das Leben ging weiter, Herzschlag für Herzschlag und er kam nicht mehr.
Damals habe ich geschworen, nicht mit der Suche aufzugeben solange Amira lebt.
Sie waren unzertrennlich. Keiner von ihnen würde ohne den anderen diese Welt verlassen.
Den Weg über die Regenbogenbrücke würden sie gemeinsam antreten.
Und so haben wir gewartet auf ihn.
Er kehrte nicht zurück.
Mineas.
Schließlich kamen zwei neue Katzen ins Haus gestolpert, panisch vor Angst und mit weit aufgerissenen Augen. Artemis und Nellie hießen sie. Sie stammten aus dem Tierheim und waren so verschreckt und scheu wie kleine Wildfänge – die sie genau genommen auch waren.
Wir haben sie zusammen gezähmt und auch das hat uns verbunden, hat uns zusammenwachsen lassen, Amira und mich.
Zusammen gespielt und zusammen gelacht haben wir.
Aber dann kam der Tag, an dem ich fort ging. Für ein paar Tage nur, weiter fort als jemals zuvor. Ja, ich war öfters fort, aber diesmal war es anders.
Montagvormittag kam die Stunde, an der du mich gebraucht hättest.
Und ich war nicht da.
Ein Auto hat dich erfasst.
Und ich war nicht da.
Du starbst auf der Straße.
Und ich war nicht da.
Du warst alleine.
Denn ich war nicht da.
Du warst tot.
Und ich war weiter fort als jemals zuvor und doch, ich wusste es. Irgendwie.
Zumindest für einen Augenblick.
Nur Stunden nachdem du starbst rief ich zu Hause an.
Das tat ich sonst nie, ich lebte nach dem Motto: keine Nachrichten sind gute Nachrichten.
Doch diesmal rief ich an. Ich weiß nicht warum.
Ich habe nur gefragt, wie es den Katzen geht.
Gut, haben sie gesagt. Und geschwiegen.
Aber ich habe es geglaubt.
Die nächsten Tage waren schön. Für mich.
Ich habe gelacht, ich war glücklich. Ich bin geflogen und habe auf die Wolken herabgeblickt. Weiße Wattewolke unter leuchtendem Himmel.
Ich kam nach Hause.
Meine Mutter hat mich abgeholt, vom Bus.
Sie hat wenig gesagt, aber ich habe es nicht einmal gemerkt. Ich habe erzählt und ich habe gelacht. Es war schön, habe ich gesagt.
Dann waren wir fast da.
Und ich habe gefragt, wie es meinen Katzen geht.
Ich habe gelacht.
Und sie hat gesagt: Amira ist tot.
Von dieser Sekunde an schlug mein Herz nicht mehr.
Wie gelähmt war ich. Verstummt bin ich.
Nellie kam und strich mir vertrauensvoll um die Füße.
Artemis kam und legte sich leise schnurrend auf meinen Schoß.
Tschecki kam und leckte mir die Tränen von den Wangen.
Amira kam nicht, nie wieder würde sie kommen.
Amira.
Solange Amira lebt werde ich nicht aufhören nach Mineas zu suchen, habe ich geschworen.
Und so habe ich euch irgendwie beide verloren.
Was soll ich glauben? Was soll ich tun?
Vielleicht überquert ihr gerade gemeinsam die Regenbogenbrücke.
Vielleicht habt ihr einander wieder gefunden.
Ich nehme Abschied.
Doch Mineas, wenn du wiederkommst wirst du hier eine offene Tür finden und jemanden, der dich nicht vergessen hat.
Abschied ist nie für immer, Amira.
Ich höre dich auf leisen Pfoten durch das Haus gehen.
Amira, ich denke an dich.
Ich vergesse euch nicht.
Amira und Mineas.
Gute Reise…!


