Die Tatsache, daß man schlicht mit Gebiss reitet, verhindert das sicher nicht - ein Gebiss ist kein Garant für ausreichende Versammlung eines Pferdes, es gibt genug Reiter, deren Pferde auch mit Gebiss auf der Vorhand hängen.
Mit Gebiss ist eine korrekte Haltung des Pferdes aber meist leichter zu erreichen, schon allein deshalb, weil die meisten Reitschüler zunächst auf diese Art Unterricht erhalten.
Dieselbe Haltung vom Pferd auch ohne Gebiss zu erreichen, erfordert schon entsprechendes Training von Reiter und Pferd. Und warum das ganze? Nun, das ergibt sich schlicht aus der Tatsache, daß der Pferd ja das eigene Gewicht plus das Gewicht des Reiters zu tragen hat.
Zum Thema Gebiss grundsätzlich: ich bin fast immer mit Gebiss geritten. Eine weiche Reiterhand, die die erforderlichen Hilfen präzise gibt, schadet dem Pferdemaul damit sicher nicht. Daß man mit Gebiss reitet bedeutet ja nicht, daß man sich in der Kommunikation mit dem Pferd nur darauf beschränkt und Gewicht, Bein etc. plötzlich außen vor lässt.
Beim Thema Gelände gibt es aber noch zu beachten, daß manche Versicherungen Schäden dann nicht abdecken, wenn man gebisslos unterwegs ist - das hat meine ich Lilly 79 an anderer Stelle schon mal erwähnt. Das liegt eben daran, daß Versicherungen sich an den gängigsten Reitweisen orientieren und "Pferd ohne Gebiss" nicht als "Reiten" im Sinne der Versicherungsbedingungen interpretiert wird.