Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt?

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  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #1
JosySady

JosySady

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Mein Hund (5 Monate, Boxer-Mix), rennt wirklich zu jedem und "unterhaelt" sich mit jedem. Vor ein paar Tagen lief eine wirklich seltsame Person bei uns vorbei (mit Hund) und der wollte dann voll mit mir erzaehlen. Natuerlich mein Hund vorher etwas eingelullt (obwohl ich erst nicht dabei war, sondern es vom Fenster sah und dann raus ging). Wann faengt mein Hund an uns zu beschuetzen und nicht zu jedem Fremden zu gehen? Er bellt nicht mal wenn die Tuerklingel geht. Er laesst sich von meiner Freundin ihrem Mini Hund aus seinem Garten vertreiben! Kommt der Beschuetzerinstink noch, kann ich ihm das beibringen? Kann eine Kastra die Entwicklung unterbrechen?
 
  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #2
Hallo,
dein Hund ist ja erst 5 Monate, die meisten Hunde werden erst ab der Geschlechtsreife etwas wachsamer. Beibringen kann man das nicht wirklich. Wie ausgeprägt der Schutzinstinkt ist hängt natürlich von der Rasse und vom Charakter jedes Hunde ab, aber auch Sozialisation spielt eine Rolle.
Einige Hunde sind eben nicht wachsam. Und andere sind es von Natur aus. Mein Hund hat schon mit jungen 10 Wochen jeden Fremden angeknurrt der zur Tür rein kam, da hatte ich sehr viel Mühe das zu unterbinden.
 
  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #3
Bei meinem Hund ist das ähnlich obwohl er schon eineinhalb Jahre alt ist knurrt oder bellt er eigentlich niemanden an außer er will etwas.
Und trotzdem weiß ich dass er mich beschützen würde. Denn einmal sind unsere Verwandten mit ihrem Hund vorbeigekommen der ist dann an mir hochgesprungen und mein Hund hat den sofort angeknurrt.
Oder wenn ich und mein Bruder uns zoffen dann will unser Hund dazwischengehn.
Ich schätze also mal dass auch dein Hund dich in einem ernsteren Fall beschützen würde bisher aber noch keinen Grund dazugesehn hat.
mfG,
crocdylus
 
  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #4
Nils liebt alles und jeden. Er wedelt, möchte gestreichelt werden, boxt usw. Er bellt auch nicht, wenn es klingelt...

Allerdings meldet er, wenn ihm etwas seltsam vorkommt. Bei bestimmten Geräuschen knurrt er, auch nachts. Das machte er ab etwa 6 Monaten. Wenn ich dann nachsehe und ihm sage, dass alles ok ist, hört er auf.
Neulich stand plötzlich mein Mann in Anzug+Krawatte+Hut im dunklen Hausflur. Nils hatte geschlafen und erkannte ihn nicht. Es dauerte eine weile, er knurrte, dann wedelte er und freute sich. So auch nachts, wenn mein Mann kommt.

Anfangs wollte er zu wirklich jedem, der nur mal etwas sagte oder lachte. Besonders schlimm in der Stadt. Das hat sich sehr gelegt, wobei es Unterschiede gibt, ob er an der Leine ist oder nicht.

Ich dachte immer, er ließe sich von jedem anfassen. Aber mittlerweile ignoriert er Leute komplett, die nur Hallo sagen. Wenn ich länger mit jemandem rede, will er gestreichelt werden.
Neulich fuhr ein Mann mit Rad an uns vorbei, der auch einen Hund hatte. Er sagte Hallo, fuhr an mir vorbei und wollte Nils streicheln. Und Nils drehte sich um, ging weg :shock: Er ist sehr verschmust und liebt es, gestreichelt zu werden. Aber der Mann war weiter von mir entfernt, redete nicht mit mir - und Nils kam in flottem Tempo zu mir gelaufen! Das hätte ich nicht gedacht!

Wenn ihn in der Stadt jemand anspricht, wenn er an der Leine ist, reagiert er dagegen freundlich und will gestreichelt werden.

Ob er mich beschützen würde, weiß ich nicht. Hoffe mal, dass er es mir nie beweisen muss.

Manchmal jedenfalls frage ich mich, ob er noch alle hat - wenn irgendein Idiot ihn auch nur anguggt und Nils gleich wedelt/freundlich reagiert, obwohl ich bei der Person kein gutes Gefühl habe.:eusa_doh:

Ich gebe zu, ICH bin bissiger als mein Hund :mrgreen:

Edit: Ich glaube nicht, dass eine Kastra daran etwas ändert!!!
 
  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #5
Hallo JosySadi,
meine war früher auch so, alles und jeder wurde begrüßt, dass änderte sich schlagartig, als ich anfing sie mit auf kurzen Einkäufen mitzunehmen. Weil Tessa anfänglich relativ ängstlich war, band ich sie immer so an, dass nicht jeder an sie rangehen konnte, also bei unserem Supermarkt, war ein halbhoher Zaun neben dem Eingang und ich band sie auf der anderen Seite vom Zaun, auf der Wiese an einen kleinen Baum, sie konnte aber bis zum Zaun gehen und gucken, ob und wo ich wieder rauskam. (Ich nahm sie nur auf ganz kleinen Einkäufen mit, was immer schnell ging.)

Eines Tages, ich stand noch an der Kasse und war kurz vor em abkassieren, da hörte ich Tessa ganz verzweifelt bellen, ich guckte durch das Schaufenster und sah eine größere dicke Frau mit einem großen Hund an der Leine. Der große Hund bellte meine ziemlich an und meine wusste vor Angst nicht was sie machen sollte. Ich hab nur der Kassiererin kurz Bescheid gesagt und bin gleich raus und hab die Dame zur Rede gestellt, warum sie das zulässt, dass ihr Hund dem kleinen Hund Angst einjagen darf. Man sah Tessa die Panik regelrecht an. Sie meinte nur, dass das ja wohl kein Hund sei und das sie es lustig findet, "wie der kleine Köter sich aufrege"... Sowas würde ihrer ja zum Frühstück fressen... dass ist wnenigstens ein Hund...bla bla bla..
Boah ich bin fast geplatzt vor Wut. Ich hab sie angebrüllt und ihr deutlich mitgeteilt, dass genau solche Leute wie sie es sei, Schuld daran sind, dass Hunde gequält werden und so verängstigt sind wie "der kleine Köter". Wobei ich ihr dann noch deutlich mitteilte, dass es nicht die Größe oder die Schönheit eines Tieres ausmachen, sondern der Charakter, aber davon habe sie ja so wie so keine Ahnung.. und ich sagte ihr, dass deser "kleine Köter" zufällig mein Hund ist... ich war wirklich stinksauer... Sie war über mich sichtlich erschrocken und erbost zugleich und wollte noch etwas zurückschreien.. aber da bin ich ihr ins Wort gefallen und hab ihr mit einer Anzeige gedroht, wenn sie mich und meinen Hund nicht in Ruhe lassen würde, weil ich es nicht verstehen kann, dass sowas wie sie einen Hund überhaupt halten darf.
... naja sie blubberte noch irgend was und ging dann glücklicher Weise...

Die Folge davon war, ein paar Tage später meckerte mich ein Mann an, weil mein Hund auf "seine" Wiese gepullert hat. Ich hatte einen Moment nicht aufgepasst und Tessa pieselte auf einem Grünstreifen, vor dem Zaun, des Grundstückes eines Einfamilienghauses. Also nicht mal auf seinem...
ja und als der losmeckerte.. drehte sich Tessa blitzschnell zu dem Mann um und bellte ihn richtig grimmig an.
Seit dem weiß ich, dass sie mich immer beschützen würde, wenn etwas sein sollte. Glücklicher Weise brauchte sie das nie machen.

.... und zum Einkaufen nahm ich sie nicht mehr mit, weil sie nicht mal mehr bekannte Leute an sich ran lies, während sie vor dem Laden dort angebunden war, sie fletschte dann ganz schrecklich die Zähne und knurrte extrem. Außerdem fand sie es da eh nicht schön.

LG Mikki
 
  • Wann entwickelt der Hund einen Beschützerinstinkt? Beitrag #6
Ja meine Sorgen war, da die Amerikaner (mein Mann ist Soldat) die Hunde ja so frueh kastrieren, das er es nie entwickelt. Ich sag den Kastra Termin wieder ab und lass den Hund sich richtig entwickeln! Weil wenn er immer ein Welpe bleibt (vom verstand) wird er nie aufhoeren zu Fremden zu gehn! Denke ich zumindest!

Mal sehen, heute gehn wir zum Hundeverein, was die dazu sagen!
 
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