extreme Sturheit

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  • extreme Sturheit Beitrag #1
namico

namico

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hallo, ich glaube ich brauch mal eure hilfe

zuerzeit reite ich unter anderem einen Ardenner wallach ein , mit dem ich ein erhebliches Problem habe... naja ich erzähl mal vom anfang an, könnte länger werden ^^:roll:

Er kommt aus Hamburg von einem Bauern der in mit 3 jahren eingefahren und eingeritten hat und zwar mit Kandarre, er stand in einem versüfften Stall und kaum auf der Weide....die jetzige Besitzerin hat ihn dann gekauft und er steht jetzt auf ner drei hekar großen offenstallw eide wo es ihm echt gut geht, sie hat mir erzählt das er sich super reiten lies aber leider nur zwei wochen lang, dann hat er angefangen sich auf die zügel zu legen und nicht mehr darauf zu reagieren, si ebat mich als ich neu an dem stall war ob ich ihn nicht weiter ausbilden kann.....

ich habe nicht viel erfahrung mit Kaltblütern aber ich habe es versucht, es ging auch ein Jahr richtig gut im Gelände, ausser das wenn er Wege nicht kennt umdreht und losrennt....das konnte ich eigentlich relativ gut unterbinden dass größere Problem ist der Platz....

Er kannte keinen Reitplatz und am Anfang ist er richtig gut drauf er macht was man will ich arbeite viel mit schenkeldruck und gewichtshilfe und wenig zügel , und meistens auch wassertrense weil ich kandarren einfach nicht toll finde, aber nach zirka 30 min hat er keine lust mehr und rennt gegen den zaun, steigt und buckelt....

ich war eigentlich gut dran ihn da raus zu kriegen und dachte auch ich habe es geschafft aber dann mussteich drei wochen pause machen zu reiten, in der zeit ist die besitzerin ihn geritten....

seitdem fängt er richtig an zu spinnen, ich kann ihn nicht longieren,reiten oder bodenarbeit machen

beim longieren geh ich auf den reitplatz und sobald er die offene seite vom zirkel sieht will er ausbüchsen, bei der bodenarbeit schaffe ich auch nicht alleine mit ihm etwas zu machen.
heute hat mir dann eine gute freundin geholfen die wirklich viel ahnung hat, anfänglich hat er sich wieder aufgebäumt und wollte nicht longiert werden, aber es wurde immer besser, dann wollten wir schluss machen nur noch schritt gehn dann wollt er auf einmal nicht mehr vorwärts, wir wollten nur noch eine runde gehn damit er weiß´das er damit nicht durch kommt aber es ging nur schlecht vorwärts....


ich weiß einfach nicht mehr was ich machen kann zudem hat er ne richtige gertenphobie sodass ich ohne alles reite nur mit satel und wassertrense wobei ich merke dass er auf trense besser reagiert als auf kandarre.....

kann mir jmd helfen? hab etwas wirr geschrieben srx, aber bin grad ein bissel am ende....

lg:(namico
 
  • extreme Sturheit Beitrag #2
also ich kenn mich da jezt ned so ganz aus aber vllt geht es mit sporen...das macht den schenkeldruck ja deutlicher...ansonsten weis ich jezt auch nix:eusa_think:
 
  • extreme Sturheit Beitrag #3
Bei einem sturen, buckelnden und steigenden Pferd Sporen anwenden? Na Mahlzeit... damit macht man es in der Regel nur noch schlimmer! Sporen koennen keine Probleme korrigieren, sondern sind zum Verfeinern der Hilfen in der fortgeschrittenen Ausbildung da!

Ich wuerde zuerst mal einen Gesundheitscheck machen (wenn nicht schon passiert): vor allem Ruecken (Wirbel und Muskeln) und Zaehne. Wenn das alles ok ist, Sattel ueberpruefen lassen. Wenn der auch passt, dann kann man weitersehen.
Wie gut reitet die Besitzerin denn? Ist sie konsequent mit dem Pferd oder laesst sie viel durchgehen? Hat sie eine Beziehung zu dem Tier (Bodenarbeit)? Was ist mit Dir, wie ist das Pferd im Umgang mit Dir? Ordnet es sich beim Putzen usw. unter?
Ich denke, wenns nichts koerperliches ist, dann ist hier wahrscheinlich rangordnungsmaessig etwas seeehr im argen. Und gerade bei Kaltis kann man mit Kraft nicht wirklich was machen. Daher: erstmal Rangordnung klaeren und Vertrauen aufbauen. Und DANN wieder in den Sattel (am besten mit Reitunterricht... zB auf den Zuegel legen kann ua auf eine zu starre Hand des Reiters hindeuten!) bzw erstmal durch fachgerechtes (!) Longieren gymnastizieren!

namico auf welchem Niveau reitest Du und wie viel Erfahrung hast Du allgemein mit der Ausbildung von jungen Pferden? Ich denke man macht da leicht sehr viel "kaputt" und sollte auf jeden Fall einen erfahrenen Reitlehrer / Trainer haben, der einen unterstuetzt!
 
  • extreme Sturheit Beitrag #4
Er kannte keinen Reitplatz und am Anfang ist er richtig gut drauf er macht was man will ich arbeite viel mit schenkeldruck und gewichtshilfe und wenig zügel , und meistens auch wassertrense weil ich kandarren einfach nicht toll finde, aber nach zirka 30 min hat er keine lust mehr und rennt gegen den zaun, steigt und buckelt....
Also da muss ich an Überforderung denken... könnte es sein, dass du/ihr/die Besi das Pferd evtl überfodert und dadurch sauer gemacht habt?
Das ist nicht bös' gemeint, sowas geht, gerade bei ruhigen Pferden oftmals schneller als man denkt.

Sollte er gesundheitlich 100% in Ordnung sein bzw. kann man das als Grund ausschließen, dann würde ich es mal so versuchen: schickt ihn mind. 3 Monate auf dei Koppel und fangt dann ganz langsam an mit ihm zu arbeiten.
Erst nur 5 Minuten, dann langsam steigern... bis ihr bei 30 Minuten seid.
30 Minuten arbeiten ist sehr viel! Das solltet man nicht vergessen.
Ich arbeite idR max. 30 Minuten mit meinem Dicken, davor 15 Min aufwäremen und natürlich auch abreiten, so komme ich auf dem Platz meist auf eine knappe Stunde.
Für Bodenarbeit ect gilt das gleiche.
Ausritte sind eine Ausnahme, ansonsten liegt bei 60 Min bei mir das 'Limit', sehr selten geh ich da drüber wenn mein Dicker zB gerad n guten 'Run' hat.
Ist er eher schlecht drauf, verkürze ich und höre nach einer gelungenen Übung auf.

Sporen auf keinen Fall! Sporen sollen zur VERFEINERUNG von Hilfen dienen nicht zu deren verstärkung! (Das geht hauptsächlich an Cindy)
Weder Sporen, Kandare oder Gerte sind ein Mittel um ein Pferd zu etwas zu zwingen, sonder sie dienen lediglich zur Verfeinerung & Minimierung von Hilfen - NIEMALS zur Verstärkung.


LG Lilly
 
  • extreme Sturheit Beitrag #5
Hi

Meine Stute hatte auch panische Angst vor Gerten als ich sie bekommen habe, sie hatte Angst vor allem was aussah wie eine Gerte, egal ob Stock oder sonst was ... das ging so weit das sie mir panisch weg gerannt ist im Gelände wenn sie jemanden gesehen hat mit Wanderstock, oder eine andere Gerte knallen gehört hat .

Ich habe dann intensiv damit verbracht ihr diese Angst zu nehmen, und ich hab es geschafft .
Es ging langsam nur voran, und es hat sich bald über ein Jahr hin gezogen, aber mitlerweile kann ich sie mit Gerte reiten, und sie geht im Gelände nicht mehr laufen .

Leider bekomme ich die panische Angst die sie noch hat, wenn sie eine Gerte knallen hört nicht aus ihr raus, aber sie lässt sich mitlerweile beruhigen und vertraut mir !

Ich denke das ist auch was, wodran ihr arbeiten müsst !
Das er zu euch vertrauen bekommt, denn ohne das geht fast nichts !

So wie sich das anhört was das leben des Kaltis ja noicht besonders schön vor eurer Zeit, und dies muss er erstmal überwinden, und lernen das es nun anders ist !

Die ist verbunden mit hochs und tiefs, es ist oft so, das wenn es 5 schritte voran geht, ein Pferd bei dem kleinsten ding was irgendwie schief geht, gleich 10 schritte zurück macht, aber das gehört dazu .

Nur nicht aufgeben ! Denn du hast ja selbst schon gemerkt das es besser geht !

Viel glück

sammy
 
  • extreme Sturheit Beitrag #6
danke für eure antworten.

Das Pferd ist 100% gesund und der Sattel und trense passt auch ganz gut, wir haben sogar einen neuen sattel zugelegt...an die probleme dachte ich auch anfänglich...

Ich kann das ganze etwas schwer erklären, tut mir echt leid wenn es oft so umständlich erklärt wird...

also sporen benutze ich i.d.r nur wenn ich die Hilfen verfeinern möchte und auch nicht bei dem Pferd sondern bei einem anderen, mit dem ich aber auch turniere geh...ich finde solang man weiß wie man die dinger benutzt sind sie ganz i.O.

Beim Putzen ist er super und auch so wenn ich am Stall bin und mich sieht läuft er zu mir...also er ist extrem verschmust ich habe sowas noch nie gesehen, wenn er kommt schmusen wir und dann mach ich meistens führtraining das heißt stehn, paar schritte zurück und dann ohne strick, das klappt wirklich alles perfekt.
Sein problem ist einfach sobald er merkt das er auf dem Platz ist wird er unruhig, dann haben wir dort auch schon mal versucht ihn zu führen und auch ohne strick das geht auch noch. Doch longieren geht jetzt einigermaßen er stürmt immer ein bisschen an der offenen seite vom zirkel....
doch wenn ich mich draufsetzte versucht er immer schon sich auf den zügel zu legen ich geb dann nach und nehm wieder an damit hab ich eig. gute erfahrungen aber das wirkt bei ihm nicht so wirklich...

mhm mit der Länge der trainingsstd. weiß ich auch nicht so recht ich war ja gestern bei meiner freundin mit ihm die kennt sich gut damit aus und hat auch zwei Pferde...
aber er macht ja am anfang schon diese spinnereien, und wir haben nach 40 min aufhören wollen da hatte er aber noch so seine spinereien und dann haben wir ihn fünf runden noch gehn lassen ohne spinnerei und haben dann aufgehört....

Die Besi reitet ihn eigentlich nicht oft ausser in der zeit wo ich nicht konnte (3 wochen) und auch nicht sehr gut, hat es halt nie so richtig gelernt. Wie ich reite weiß ich nicht genau, ich lob mich ungern selber oder mach mir ein urteil über mich aber vllt. hilft es ja also turniere in L bin ich geritten und 4 geworden...und so in userem dorf werd ich auch oft um hilfe gefragt...bloß hier bin ich echt mit meinem latein am ende und ich möchte ihn nicht aufgeben weil ich ihn wirklich lieb hab...ich verlang auch nicht viel von ihm bloß das er auf dem platz anständig schritt trab und galopp kann und die ganze gehorsamkeit dass wir endlich ins gelände gehn können.....

wir versuchen im moment auch das wenn er wieder gegen den zaun rennt ihn nicht zu schimpfen sondern einfach ignorieren udn sobald er was gut macht loben, damit kommen wir eig. gut mit.....


hab etwas viel geschrieben:?aber ich weiß wirklich nimmer weiter......

lg namico
 
  • extreme Sturheit Beitrag #7
Und diese Probleme gibt es wirklich nur auf dem Platz und sonst nicht?
Dann hat er vielleicht schlechte Erfahrungen auf dem Platz gemacht.

Ich würde wirklich nochmal ganz von vorne anfangen.
Also einfach mal nur mit Halfter ein paar Runden über den Platz führen, loben und dann wieder aufhören. Wenn das gut klappt und er entspannt ist, kannst du ganz langsam mit Übungen wie rückwärts und seitwärts gehen anfangen und immer länger üben. Wenn er nervös wird oder Angst bekommt, musst du eben einen Schritt zurück machen und etwas leichteres machen.
Irgendwann merkt er dann, dass ihm auf dem Platz wirklich nichts schlimmes passiert.
 
  • extreme Sturheit Beitrag #8
Wenn das Pferd einmal überfordert wurde, dann spielt es keine Rolle ob ihr 10 Minuten oder 40 Minuten mit ihm arbeitet.
Ich würde sagen, er verweigert sich jetzt total.

Wie gesagt, ob ein Pferd überfordert wurde ist immer schwer zu sagen.
Vor allem da jedes Pferd auch einen anderen Charakter hat.

LG Lilly
 
  • extreme Sturheit Beitrag #9
Hey,

Und diese Probleme gibt es wirklich nur auf dem Platz und sonst nicht?
Dann hat er vielleicht schlechte Erfahrungen auf dem Platz gemacht.

Ich würde wirklich nochmal ganz von vorne anfangen.
Also einfach mal nur mit Halfter ein paar Runden über den Platz führen, loben und dann wieder aufhören. Wenn das gut klappt und er entspannt ist, kannst du ganz langsam mit Übungen wie rückwärts und seitwärts gehen anfangen und immer länger üben. Wenn er nervös wird oder Angst bekommt, musst du eben einen Schritt zurück machen und etwas leichteres machen.
Irgendwann merkt er dann, dass ihm auf dem Platz wirklich nichts schlimmes passiert.

kann mich nur anschließen,
wenn er nach einer halben std so abgeht, dann mach nur 15 min Training und beende es im Guten. Lobe ihn.
Am nächsten Tag geht es weiter, und so steigerst du dich.

Mach erst ein Paar Übungen vom Boden aus, bevor du reitest.

je besser es klappt, desto mehr steigerst du...

Fang von vorne an, ich glaub an dich und drück die daumen,


smile
 
  • extreme Sturheit Beitrag #10
hy leute...danke für eure hilfe

ich werd jetzt mal versuchen langsamer anzufangen...ich konnte das i-wie nicht verstehn / begreifen dass er überfordert sein könnte....

mal sehn wie er sich die nächsten tage/wochen macht......

was haltet ihr eigentlich von dreieckszügel in seinem fall??? da hat mcih heute jmd drauf gebracht, aber ich fand es nicht überzeugend....


also vielen dank euch....:D
 
  • extreme Sturheit Beitrag #11
Ob Dreieckszügel für ihn geeignet sind, hängt davon ab wie gut er ausgebidet ist und welche Schwächen er dressurmäßig hat. Das hat nichts mit seinem Verhalten auf dem Platz zu tun.

Aber wie gesagt, ich würde jetzt erstmal garnicht mehr longieren, sondern mit Bodenarbeit anfangen.
 
  • extreme Sturheit Beitrag #12
Also generell mag ich Dreieckszügel um nach unten zu führen und den RÜcken aufzubauen.

Warum speziell wurden sie dir empfohlen?

LG Lilly
 
  • extreme Sturheit Beitrag #13
sie wurden mir empfohlen weil er seinen kopf zu weit oben hat und sich verkrampft im rücken, dass merkt man im trab....desweiteren schaut er zu viel durch die gegend, und konzentriert sich nicht richtig....

lg namico
 
  • extreme Sturheit Beitrag #14
Also gegen das Kopf hoch kann es bedingt helfen, im Rücken entspannt er sich damit nicht automatisch - das muss vom Reiter kommen ;)

Zum "umhergucken": da helfen Hilfszügel auch nichts, konzentration muss langsam aufgebaut werden, stell es dir vor wie bei einem Kind, dem muss man das lernen/mitarbeiten auch spielerisch beibringen.

LG Lilly
 
  • extreme Sturheit Beitrag #15
mhm, ja stimmt....ich finde oder glaube das ich ihn damit versauen würde, ich weiß zwar wie man damit umgeht, aber ich denke gerade für ihn ist es nichts..

lg namico
 
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