Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf?

Diskutiere Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Leute, mich würde mal intressieren was ihr darüber denkt; Generell lese und höre ich zur Zeit viel negatives über HB. Das man am besten...
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  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #1
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Candy

Guest
Hallo Leute,

mich würde mal intressieren was ihr darüber denkt;

Generell lese und höre ich zur Zeit viel negatives über HB.
Das man am besten nur noch Geschirre benutzen sollte,
wegen der Entlastung der Wirbelsäule und HWS.
Bei Welpen und Junghunden find ich das auch sehr angebracht,
da sie einfach noch nicht leinenführig sind und teilweise ziehen.
Jedoch bei Hunden die gut an der Leine laufen und nicht ziehen (was ich bei guter Erziehung vorraussetze) halte ich ein HB nicht für schädlich.

Was sagt ihr dazu?
Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrungen gemacht die hier gut rein passen?

LG
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #2
Was soll denn schädlich sein, wenn kein Zug drauf ist?
Im Prinziep kanns ja nicht schädlich sein, weil es kommt ja kein Zug drauf.
Sophie ist auch noch nicht 100% leinenführig. Zum Üben bekommt sie ein Halsband an.
Zum normalen gassi ein Geschirr, auch wenn sie selten in die Leine rasselt, es passiert halt schonmal...
Buddy hat zum normalen gassi gehen eine Moxonleine um. Auch bekannt als Retriever- oder Agilityleine.
Aber er ist zu 100% leinenführig und es kommt niemals Zug drauf.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #3
Beim Richtigen Umgang mit einem Welpen lernt der gar nicht erst das man an einem Halsband auch ziehen kann.
Es ist halt Erziehungssache, und wenn der Hund nicht am Halsband zieht ist es auch nicht schädlicher als ein Geschirr bei dem man ja auch drauf achten muß das es gut sitzt.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #4
Ich habe beides und wechasele nach Lust und Laune, ich denke einen entscheidenden Vorteil hat keins von beidem, es hängt einfach vom Hund und vom Halter hat, welches besser passt.
Halsbänder wirken bei einem ziehenden Hund stark auf den Kehlkopf, was zu verletzungen führen kann. Bei Geschirren habe ich allerdings auch schon gelesen, das der vermehrte Druck auf die Brust beim Leineziehen mit der Wirbelsäule ausgeglichen werden muß und deswegen stark belasten kann.

Am besten man bringt seinem Hund früh genung eine gewisse Leinenführigkeit bei, dann ist der Rest nur noch Geschmackssache, da beides scheinbar so sein für und wieder hat ;)
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #5
Danke für die Antworten.

Das seh ich auch so,
vor allem wie Ricalein sagt es ist Erziehungssachen,
das ist richtig.
Obwohl ich da glaub ich auch zu übervorsichtig bin und deshalb lieber mit Geschirr übe ;)

LG
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #6
Ich habe gelesen, das Geschirre, vor allem wenn der Zug seitlich kommt (der Hund also nicht gerade nach vorne weg zieht) den Brustkorb zu stark eindrücken können und Lunge und Herz komprimiert werden. Ausserdem die Wirbelsäulen Belastung.
Dann kommt noch dazu, dass es schwiriger ist klare Befehle an den Hund zu schicken.

Ich bin mir nicht sicher, was davon stimmt und was davon übertrieben, aber ich denke zum Training und für einen Welpen eignet sich ein gutes gepolsterts Halsband besser als ein Geschirr.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #7
Dann kommt noch dazu, dass es schwiriger ist klare Befehle an den Hund zu schicken.

Warum?
Ziehst und zerrst du an der Leine?
Arbeitest du mit Leinenruck?
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #8
Dann kommt noch dazu, dass es schwiriger ist klare Befehle an den Hund zu schicken

Das versteh ich leider nicht.
Kann mir das bitte jemand erklären?

LG
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #9
Dann kommt noch dazu, dass es schwiriger ist klare Befehle an den Hund zu schicken
Das versteh ich leider nicht.
Kann mir das bitte jemand erklären?
Das ist ein oft gebrachtes Argument von Geschirrgegnern (zu denen ich nicht gehöre, sei hier nochmal gesagt ;)) und ich denke es geht dabei nicht um Leinenruck, sondern vielmehr darum, das die Leine viel auf dem Rücken des Hundes liegt und das Geschirr sich ja auch hin und her bewegt. Wechselt man jetzt die Richtung bekommt der Hund es durch den ständigen Kontakt mit Leine und rutschendem Geschirr nicht so schnell mit, das sich die Leine spannt, taugt also dadurch evtl. weniger zum Anti-Zieh-Training.

Die Leinenruck-Methode kann man auch mit Geschirr anwenden, je nachdem was es für eins ist, stell ich mir das sogar noch schmerzhafter vor, als mit einem Halsband :(

Ich habe übrigens geschrieben, das ich nicht weiß, ob diese Argumentation nicht vielleicht übertrieben ist, ich wollte nur anführen, das es auch viele Argumente gegen Geschirre gibt.
Ich selber denke das sowohl Halsband als auch Geschirr in ordnung sind, wenn man vernünftig damit umgeht ;)
Wenn der Hund viel und stark zieht kann beides Schäden verursachen.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #10
sondern vielmehr darum, das die Leine viel auf dem Rücken des Hundes liegt und das Geschirr sich ja auch hin und her bewegt. Wechselt man jetzt die Richtung bekommt der Hund es durch den ständigen Kontakt mit Leine und rutschendem Geschirr nicht so schnell mit, das sich die Leine spannt, taugt also dadurch evtl. weniger zum Anti-Zieh-Training.

Wenn die Leine beim Gang auf dem Rücken liegt und auch liegen bleibt,dann ist es doch perfekt.
Und wenn ein Geschirr hin und her rutschen sollte,dann ist der Halter zu dusselig es entweder in der richtigen Größe gekauft zu haben oder es richtig ein zu stellen.

Die Leinenruck-Methode kann man auch mit Geschirr anwenden, je nachdem was es für eins ist, stell ich mir das sogar noch schmerzhafter vor, als mit einem Halsband :(

Genau.Aber nur im SM-Bereich:mrgreen:.
Bei einem Hund braucht man keine Leinenruck-Methode.Das ist ja wie Erdbeerkuchen mit Löwensenf.Zum ziehen gibt es hier schon einige Threads.Einfach mal schauen;denn da steht gut beschrieben,wie man das machen kann.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #11
Nicht, das hier Missverständnisse aufkommen: ich bin natürlich nicht für den Leinenruck ;)
Das ist Quatsch und fügt dem Hund nur unnötig Schmerzen zu (egal ob Halsband oder Geschirr)!

..und auch nochmal soll erwähnt werden, das ich nicht gegen Geschirre bin. Ich wollte nur anmerken, das nicht alles "Gold ist was glänz" und es auch viele Gegnargumente gegen Geschirre gibt.
Das man mit dem Geschirr "weniger Kontakt zum Hund" hat wird sehr häufig als Argument angeführt, sicherlich kann man darüber streiten, ob das stimmt. Das ich mir selbst nicht sicher bin, was ich von diesem Argument halten soll, habe ich aber oben auch direkt drunter geschrieben ;)
Ich bin mir nicht sicher, was davon stimmt und was davon übertrieben ist.....

Geschirre werden aber häufig als super, duper, perfektes Hundeanleinsel beschrieben und dabei ausser Acht gelassen, das auch Geschirre bei starken Ziehern die Wirbelsäule belasten.

Wichtig ist eine gute Leinenführigkeit also auf jeden Fall, egal ob man lieber ein Geschirr, oder ein Halsband verwendet, das ist dann nämlich im Endeffekt Geschmackssache.

...so, puh, ich hoffe ich habs jetzt gut ausgedrückt :)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #12
Beim Richtigen Umgang mit einem Welpen lernt der gar nicht erst das man an einem Halsband auch ziehen kann.

Wie willste denn das machen? Einem 8 Wochen alten Welpen beim 1. Spaziergang schon beibringen, dass er nicht ziehen darf? Klar, beginnt man sofort es zu üben, aber ich denke nicht, dass das so klappt, dass niemals Zug drauf ist.

Also ich bin der Meinung, bis der Hund Leinenführig ist Geschirr und dann ist´s egal.

*Edit* Was ist denn genau diese Leinenruckmethode?
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #13
Bei der Leineruckmethode bestraft man den Hund indem man bei Vergehen an der Leine reißt, gerne auch mal so, das der Hund den Boden unter den Füßen verliert.
Das ist zwar eine Methode mit der man den Hund schnell in ein gewünschtes Verhalten pressen kann, aber um den Preis das der Hund sich in Zukunft evtl.mehr vor der Leine fürchtet, als sich zu freuen und im schlimmsten Fall zum Bervenbündel wird, da bei dieser Methode oft kein Alternativverhalten ageboten wird, was aber z.B. besonders für ängstliche, oder angstagressive Hunde sehr wichtig ist.

An dieser Stelle nochmal die Frage: warum ist es soviel besser, wenn sich der Welpe beim Ziehen an der Leine den Brustkorb eindrückt, statt dem Hals?
Beides dürfte für ihn unangenehm sein, aber es lässt sich natürlich nicht komplett verhindern, das er sich mal in die Leine hängt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #14
Wie willste denn das machen? Einem 8 Wochen alten Welpen beim 1. Spaziergang schon beibringen, dass er nicht ziehen darf? Klar, beginnt man sofort es zu üben, aber ich denke nicht, dass das so klappt, dass niemals Zug drauf ist.

Wir haben ja nu seit nicht ganz ner Woche noch nen Lütten.
Und wenn wir raus gehen,dann geht er auf Fußhöhe.So wie es sein soll.Gezogen hat er erst einmal.Sachte ausgebremst und seit dem nicht mehr.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #15
Wie alt ist der eigentlich?

Ganz am Anfang hat´s meine auch nicht gemacht, jetzt fängt sie an.
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #16
An dieser Stelle nochmal die Frage: warum ist es soviel besser, wenn sich der Welpe beim Ziehen an der Leine den Brustkorb eindrückt, statt dem Hals?
Beides dürfte für ihn unangenehm sein, aber es lässt sich natürlich nicht komplett verhindern, das er sich mal in die Leine hängt.

Wenn ich jetzt nur mal vom K9 Geschirr ausgehe und mir vorstelle ich bin der ziehende Welpe :)silence:)
dann würde ich den Druck am Brustkorb glaub ich nicht so schlimm empfinden wie den am Hals,
weil mir das ja auch die Luft abschnürt.

Ach nee ist doch eine nicht so einfache Sache :eusa_think:


Obwohl ich als Mensch doch davon ausgeh, was mir weh tut mach ich nicht wieder,
also dürften doch Welpen in beiden Fällen nur einmal, maximal zweimal ziehen und danach gelernt haben; tut weh, mach ich nicht mehr..
Aber das ist wohl auch zu menschlich gedacht schätz ich mal...

LG
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #17
So wars bei Ringo auch, der hat auch erst im Laufe seines ersten Jahres angefangen zu ziehen. Ich bin dan ganz konsequent jedesmal in die andere Richtung weitergegangen, wenn er die Leine stramm gezogen hat. Irgendwann (hat ziemlich lange gedauert bestimmt ein viertel Jahr) hat er's eingesehn, das wir so nicht vorwärts kommen und das Ziehen sein lassen und zum Glück auch nie wieder damit angefangen.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Kompassqualle schrieb nach 12 Minuten und 3 Sekunden:

Ich glaube man muß die unterschiedliche Anatomie von Menschen und Hunden bedenken.
Ein Hund zieht nicht von heute auf morgen volle Pulle, sondern steigert sich langsam, dabei bildet er schnell Muskeln aus, die es ihm erlauben immer döller zu ziehen.
Ein Hund trägt seinen Kopf ausserhalb des Körperschwerpunkts (im Gegensatz zu Menschen) ein Hundehals ist wesentlich muskulöser als der eines Menschen (überleg mal, was ein Hund manchmal für baumstümpfe anschleppt, stell dir mal vor, du solltest mit so einem Zusatzgewicht am Kopf auf allen vieren knien, da würde dein Hals aber ganz schön schnell schlapp machen und die Nackenmuskeln verkrampfen)

Dort wo ein Geschirr aufliegt (unterm Hals auf dem Schultergelenk und seitlich am Brustkorb) hat weder Hund noch Mensch wahnsinnig starke Muskeln (bitte mal jemanden dir auf die Schultern, oder seitlich in die Rippen zu drücken und versuch mal dort Musklen anzuspannen um den Druck abzuwehren...das ist garnicht so leicht), doch auch mit Geschirr lernt Hund irgendwann zu ziehen, was auch daran liegt, das Ziehen eine Selbstbelohnende Handlung ist, wenn man nicht konsequent gegensteuert lernt der Hund nämlich, das er durch ziehen schneller dorthin kommt, wo er hinmöchte und das er die Richtung bestimmen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #18
Wie willste denn das machen? Einem 8 Wochen alten Welpen beim 1. Spaziergang schon beibringen, dass er nicht ziehen darf? Klar, beginnt man sofort es zu üben, aber ich denke nicht, dass das so klappt, dass niemals Zug drauf ist.

Ich habe Sophie die ersten Tage bis zum Weg getragen, wo sie ohne Leine gehen durfte.
An der Leine gehen hat sie zuerst in der Wohnung OHNE Ablenkung gelernt.
Ich habe ihr Lecker oder Spielzeug hingelhalten und sie aufmerksam gemacht.
So lernt sie das bei Fuß gehen.
Es kam so gut wie nie zum Zug auf ihrem Geschirr oder Halsband, denn das sollte sie sich gar nicht erst angewöhnen und das hat sie auch nicht.
Sie hat gelernt, gut an der Leine zu gehen. Über Motivation und ohne Zwang und sie hat es gerlent seit dem sie 7Wochen alt war...
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #19
Meine Kimy zieht eigentlich auch nicht an der Leine, deswegen hat sie ein Halsband. Allerdings vergisst sie leider meine ganze Erziehung, wenn sie z.B in der Stadt ist oder es zum Tierarzt geht, dann zieh ich ihr ein Brustgeschirr an. Das ganze klappt eigentlich ganz gut. Bis auf dass sie es so nie lernen wird in der Stadt zwischen vielen Menschen nicht zu ziehen...
 
  • Halsbänder so schlecht wie ihr Ruf? Beitrag #20
Bis auf dass sie es so nie lernen wird in der Stadt zwischen vielen Menschen nicht zu ziehen...

Dann ist sie immernoch nicht leinenführig;)
Übe es doch mit ihr, das ist nie zu spät!
Richtig leinenführig ist ein Hund, wenn er auch unter Ablenkung ordentlich an der Leine geht.
 
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