Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern

Diskutiere Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Meine Hündin, lieb, stadtfest, gut erzogen, reagiert beim Freilauf aggressiv gegenüber Hundephobikern. Sie geht keine Jogger an, keine sonstigen...
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  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #1
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naulau

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Meine Hündin, lieb, stadtfest, gut erzogen, reagiert beim Freilauf aggressiv gegenüber Hundephobikern. Sie geht keine Jogger an, keine sonstigen Passanten, ist an Trolleys, Rollstühle und Kinderwagen gewöhnt, aber wenn wir jemandem begegnen, der Angst vor Hunden hat, muss sie ganz dicht ran, ist selbst unsicher, schnappt auch mal in die Luft oder verbellt, ist durch lauten Zuruf aber sofort zu stoppen. (Real geschnappt oder gebissen hat sie noch nie, sie ist 6 1/2 Jahre alt.)

Wie gewöhne ich das meinem Hund ab? Es ist schwer simulierbar ... Angstschweiß ...

Bitte keine Empfehlung, den Hund vorsichtshalber zu mir zu rufen und anzuleinen - unser Areal ist ein Stadtwald, da ist zu viel los, das wäre ein ewiges "Komm!" und "Lauf!" ... Und sonst funktioniert ja auch alles ... der Hund jagt nicht, der Hund ist lieb und nachsichtig mit Kleinkindern etc. ...

Ich bin gespannt, was euch dazu einfällt!

naulau
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #2
Hallo naulau und herzlich Willkommen hier im Forum.
Dein Hund kann das halt riechen,wenn von den "ängstlichen Personen" Adrenalien mit Angstschweiß frei gesetzt wird.
Ich schicke das mal weiter,an wen wo sich damit auskennt.
schaue einfach öfters mal rein.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #3
Hallo und herzlich willkommen bei uns im Forum!

Mich würde interessieren, wie verhalten sich die Menschen in so einem Moment!
Und wie verhälst du dich in diesem?
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #4
Meine Hündin, lieb, stadtfest, gut erzogen, reagiert beim Freilauf aggressiv gegenüber Hundephobikern. Sie geht keine Jogger an, keine sonstigen Passanten, ist an Trolleys, Rollstühle und Kinderwagen gewöhnt, aber wenn wir jemandem begegnen, der Angst vor Hunden hat, muss sie ganz dicht ran, ist selbst unsicher, schnappt auch mal in die Luft oder verbellt, ist durch lauten Zuruf aber sofort zu stoppen. (Real geschnappt oder gebissen hat sie noch nie, sie ist 6 1/2 Jahre alt.)

Wie gewöhne ich das meinem Hund ab? Es ist schwer simulierbar ... Angstschweiß ...

Bitte keine Empfehlung, den Hund vorsichtshalber zu mir zu rufen und anzuleinen - unser Areal ist ein Stadtwald, da ist zu viel los, das wäre ein ewiges "Komm!" und "Lauf!" ... Und sonst funktioniert ja auch alles ... der Hund jagt nicht, der Hund ist lieb und nachsichtig mit Kleinkindern etc. ...

Ich bin gespannt, was euch dazu einfällt!

naulau

Sei mir nicht böse , aber mir erscheint Dein Beitrag so gestellt , das Du eine gewisse Antwort nicht hören möchtest .

Ein Hund , der nicht 120 % Abrufbar ist , gehört an die Leine .

Fahr doch einfach ein Stück raus und lass Ihn da frei laufen . So , geht das meiner Meinung nach nicht .

Wir müssen schon ein wenig Rücksicht auf die nehmen , die Angst vor Hunden haben .

Achim&Muffin
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #5
Wir müssen schon ein wenig Rücksicht auf die nehmen , die Angst vor Hunden haben .
:clap: ganz meine meinung!
Allerdings liegt es hier wohl auch an dem Verhalten des Menschen, wenn sie schreibt, sie hat Schweiss ausbrüche, in dem moment wo das passiert, spürt der Hund das!
Und er fühlt sich ebenfalls unsicher und das überträgt!
Hier muss an der Hund Mensch kommunikation gearbeitet werden, wie ich das so grade sehe!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #6
Hejj. ich fragte nicht, ob das Verhalten meines Hundes okay sei, dass ich es nicht okay finde, zeigt doch mein Beitrag hier, oder nicht? Mein Hund hat 1000 Sachen gelernt, da passt noch mehr ins Hundehirn, ich suche nur Rat, wie ich das anstellen kann!


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

naulau schrieb nach 1 Minute und 16 Sekunden:

sunnybunny, nicht ich habe Schweißausbrüche, der Phobiker, der uns begegnet, hat sie.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #7
:clap: ganz meine meinung!
Allerdings liegt es hier wohl auch an dem Verhalten des Menschen, wenn sie schreibt, sie hat Schweiss ausbrüche, in dem moment wo das passiert, spürt der Hund das!
Und er fühlt sich ebenfalls unsicher und das überträgt!
Hier muss an der Hund Mensch kommunikation gearbeitet werden, wie ich das so grade sehe!

Das sollte aber dann auf dem Hundeplatz geübt werden , und nicht im reellen Leben .

Das ist alles nicht ganz einfach , und manchmal gibts auch keine Lösung .

Achim&Muffin
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #8
Ja, dann antworte doch bitte auf meine Frage, wie verhälst du dich in dem moment?

Wir müssen hier schon mal nachfragen und dich ein wenig ausquetschen um da etwas raus zufinden;)

Mich würde in dem moment dein Verhalten interessieren!
Wie ELTON schon schrieb, das liegt mit an dem gegenüber, der Hund riecht das!
Aber leider liegt so etwas auch sehr oft am Fehl verhalten von uns Haltern!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #9
Elton, wie ich mich verhalte? Entspannt, ich setze viel Vertrauen in meinen Hund, und allermeistens geht das ja auch perfekt klar, z. B. bei Begegnungen mit fremden Hunden, auch wenn die Tiere einander nicht koscher sind, dann machen sie halt einen Bogen umeinander.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #10
Ich verhalte mich, wie bereits gesagt, entspannt (es passiert ja auch nicht ständig Gräusliches, zu 95 % geht alles gut).

Aber gut, mal eine Erläuterung: Mein Hund ist in einem griechischen Tierheim geboren und bis zum 8. Lebensmonat dort aufgewachsen, im Rudel und gut behütet. Gesundes Sozialverhalten von Anfang an, allgemein gesehen. Menschen, Kindern, Artgenossen und artfremden Tieren gegenüber. Das Joggerjagen hat er gelassen, nachdem ich ihm mehrfach sagte, "das geht uns nichts an." Das war der Schlüssel, Reizüberflutung zu kanalisieren.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

naulau schrieb nach 2 Minuten und 18 Sekunden:

sannibunny, das Üben auf dem Hundeplatz geht eben NICHT. Weil da kein angstschwitzender Hundephobiker dabei ist. Das ist nicht simulierbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #11
Ähm...du verwechselst uns alle...*hust*

ich hab gefragt wie du dich verhälst...
Achim hat das mit dem Hundeplatz gesagt!

*räusper*Warten wir mal auf Eltons quelle...so kommen wir hier garnich weiter!

Ich denke, das da morgen mehr kommen wird;)
Da finden wir schon ne lösung!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #12
Sorry for that, sannibunny. Es hat 6 Jahre Zet gehabz, nun kommt es auif ein paar Tage wahrlich nicht an. Ein Restausrutscher, der nicht okay ist. Ansonsten sind wir sehr froh zusammen.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #13
Ich verhalte mich, wie bereits gesagt, entspannt (es passiert ja auch nicht ständig Gräusliches, zu 95 % geht alles gut).

Aber gut, mal eine Erläuterung: Mein Hund ist in einem griechischen Tierheim geboren und bis zum 8. Lebensmonat dort aufgewachsen, im Rudel und gut behütet. Gesundes Sozialverhalten von Anfang an, allgemein gesehen. Menschen, Kindern, Artgenossen und artfremden Tieren gegenüber. Das Joggerjagen hat er gelassen, nachdem ich ihm mehrfach sagte, "das geht uns nichts an." Das war der Schlüssel, Reizüberflutung zu kanalisieren.


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naulau schrieb nach 2 Minuten und 18 Sekunden:

sannibunny, das Üben auf dem Hundeplatz geht eben NICHT. Weil da kein angstschwitzender Hundephobiker dabei ist. Das ist nicht simulierbar.

95 % reichen nicht .

Ich weiß , das man das nicht provozieren kann , aber bis das Du eine Lösung gefunden hast mußt Du sehr umsichtig sein .

Wie wärs , wenn Du einfach mal probiers den Hund " Platz " üben zu lassen , wenn Du meinst es kommt Dir jemand mit Angst entgegen . Das müßte er ja machen , wenn er gut erzogen ist .

Wir leben hier neu auf dem Dorf und wenn mir jemand fremdes entgegen kommt , laß ich Muffin Platz machen . Das ist erstens eine gute Übung und zweitens kann ich so sehen , ob der Mensch Angst hat .

Achim&Muffin


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Achim&Muffin schrieb nach 4 Minuten und 50 Sekunden:

Sorry for that, sannibunny. Es hat 6 Jahre Zet gehabz, nun kommt es auif ein paar Tage wahrlich nicht an. Ein Restausrutscher, der nicht okay ist. Ansonsten sind wir sehr froh zusammen.

Na das ist doch fein . Irgendwas bleibt immer *zwinker* ... den perfekten Hund gibts nicht , genauso , wie es den perfekten Mensch nicht gibt .

... un wenn ich meinem kleinen Monster das Jagen abgewöhnen könnte ...... so sind se halt . Aber wir haben halt die Verantwortung für das Tun der Hunde .

Achim&Muffin
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #14
Naulau,ich verstehe schon was du meinst.
Und du hast auch recht,das kann man nicht auf dem Hundeplatz simulieren.
Ich denke mal,das es nur über den Gehorsam geht.Doch wie man das üben kann,keine Ahnung.
Ich habe die Lady angeschrieben und sie wird dir sicher helfen können.
Etwas Geduld.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #15
Achim&Muffin, ja, klar, das kann mein Hund, "Sitz" reicht völlig aus. Aber das ist Unfug im Stadtwald, alle 3 Minuten begegnen einem Unbekannte. Und ich weiß ja, dass meinen Hund Jogger ob des Rennens nicht irritieren, etc. Ich würde das gerne "psychologisch" erfassen und meinem Hund diese Unsicherheit (als solche interpretiere ich das Verhalten) nehmen.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

naulau schrieb nach 3 Minuten und 53 Sekunden:

Danke, Elton. Ich glaube nicht, dass es eine Gehorsamkeitsfrage sein muss - eher eine Vertrauensfrage zwischen Hund und Herr, so haben wir das Andere auch alles hinbekommen. Ich muss begreifen, wann der Hund unsicher wird, und muss ihm grünes Licht signalisieren.


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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

naulau schrieb nach 14 Minuten und 32 Sekunden:

Niederschmetternde Infos an alle: Direktmails kann ich irgendwie nicht lesen, auch nicht bei abgeschaltetem PopUp-Blocker. Zweitens, ich komme wieder. Erst mal schlafen.

Gute Nacht

naulau
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #16
Ich muss begreifen, wann der Hund unsicher wird, und muss ihm grünes Licht signalisieren.

Hast du schon mal was von Beschwichtigungssignalen gehört?
Da gibt es hier einen Thread zu,leider kann ich den nicht finden (wer ihn findet,bitte hier verlinken).
Das hilft einem sehr weiter,das Verhalten und Geesten seines Hundes zu deuten.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #17
Huhu Naulau,

hmm.. schwierig zu beschreiben wie ich das jetzt meine...

Fakt ist, DU darfst Deinen Hund in dem Moment wenn Sie das macht, nicht noch mehr Stärke geben.
Ich muss das jetzt mal mir bildlich vorstellen.

Seh ich es richtig, Du läufst mit deinem Hund... wenn jemand vorbei kommt der absolut nicht auf den Hund reagiert macht er gar nix... kommt aber jemand der sichtlich Angst zeigt dann wird sie diesem gegenüber aggressiv?

Tut mir leid wenn ich das jetzt sagen muss auch wenn Du gesagt hast man soll das nicht schreiben *zwinker* aber Du MUSST dann den Hund natürlich zu Dir rufen und ihn ins Platz bringen. Wie ich ja rauslese muss Dein Hund eine gute Erziehung genossen haben.

Platz ist ein Strafbefehl. In solch Situationen musst Du den Hund zu Dir rufen und ihn wirklich ins Platz rufen, so weiß der Hund Uiiii jetzt hab ich aber wad falsch gemacht, vor allem musst Du ja die Menschen schützen die echt Angst haben vor dem Hund.

Wie Elton schon schrieb, Hunde riechen wenn jemand Angst hat, da kann man gar nicht viel dran ändern, doch wir Halter müssen dem Hund verdeutlichen, egal ob das gegenüber Angst hat oder nicht, er darf nix machen.

Um welche Rasse handelt es sich denn?

Hast Du jemand in deinem Bekanntenkreis der Angst hat vor deinem Hund? Mit dieser Person könntest Du trainieren.

Also ich würd es so probieren wie ich oben beschrieben hab, du erkennst ja ziemlich schnell an der Reaktion von Deinem Hund was nun abgeht, dann muss sofort das Kommando kommen "Hier" und "Platz" dann lässt Du die Person vorbeilaufen, und wenn er ruhig liegen geblieben ist, d.h. auch er hat nicht gebellt oder sonstiges Drohgebärde gemacht dann erst wird er gelobt.

Das ist ein langer Weg und erfordert viel Geduld, doch es ist zu schaffen!
Vor allem musst Du die Situation eben oft genug provozieren, damit er schnell begreift "das darf ich nicht"!
Wenn Du Ihn ja gut erzogen hast, weißt Du ja das Konsequent das A und O in der Hundeerziehung ist, Du darfst ihm nicht ein einziges mal durchgehen lassen nicht einen Knurrer oder Beller... sofort muss dan ein Kommando kommen damit er weiß er darf nicht mal nen Muck machen wenn jemand mit Angst an ihr vorbeiläuft!

Psychologisch gesehen, kann man da glaub ich nicht viel machen, das ist ne Erziehungssache!

Macht der Hund das eigentlich schon immer oder hat er das jetzt erst angefangen?

Bei weiteren Fragen steh ich gern zur Verfügung, es ist immer schwer das niederzuschreiben, wenn Du mir gegenüber stehen würdest könnt ich das viel besser erklären, aber ich hoffe, Du hast verstanden was ich mit meine!
Ich wünsche mal gutes Gelingen und viel Durchhaltevermögen!

Das hilft einem sehr weiter,das Verhalten und Geesten seines Hundes zu deuten.

Darauf kommt es in dieser Situation am meisten an. Sie muss sofort die Gestik des Hundes erkennen und DIREKT handeln, alles andere bringt dann nix mehr!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #18
Hallo Naulau!
Briana hat es sehr gut auf den Punkt gebracht: Es geht darum, die Gesten des Hundes schnell zu erfassen und darauf entsprechend zu reagieren.

Ich kenne die Problematik von meiner Hündin Malka. Sie bellt oft freudig, wenn jemand auf den Hof kommt, den sie kennt und mag. Dabei wedelt sie und hört auch sofort auf zu bellen, wenn sie bei demjenigen angelangt ist. Ich deute das mehr als ein Begrüßungsbellen; sie muss ihrer Freude irgendwie Ausdruck geben.

Aber ab und zu kommt jemand auf den Hof, der vor Hunden Angst hat. Mittlerweile höre ich das regelrecht an der Art ihres Bellens und daran, dass es länger anhält! Sie bellt anders und ich weiß genau: Das ist jener ältere Herr mit dem Fahrrad.

Dann muss ich dafür sorgen, dass sie zu mir kommt und bei mir Platz macht. Zum Glück ist sie sehr gehorsam und kommt gleich zu mir. Ich denke auch, dass dieser Mensch etwas anders riecht oder sich (auf eine für uns Menschen kaum sichtbare Weise) anders verhält als ein Mensch, der keine Angst hat vor Hunden. Weil man Menschen, die Angst vor Hunden haben, kaum klarmachen kann, dass kein Grund zur Angst besteht, oder dass sie sich anders bewegen / woanders hinschauen sollten etc., muss eben der Hund lernen, insgesamt toleranter zu werden und damit gelassener umzugehen.

Menschen mit Angst vor Hunden gibt es immer wieder. Ich (geruchsblind wie Menschen nun mal sind) erkenne sie mittlerweile an der Reaktion meiner Hündin - und reagiere entsprechend. Auf Spaziergängen müssen die Hunde bei mir "Platz" machen, wenn Spaziergänger ohne Hunde uns entgegen kommen. Das ist m.E. das einzige, was den Leuten ganz klar signalisiert, dass man seine Hunde im Griff hat und sie keine Angst zu haben brauchen.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #19
Danke an alle für die aufmerksamen und hilfreichen Beiträge, vor allem aber an Briana!

Ich fasse mal zusammen:

1) Ja, ich kann meinen Hund rufen, Platz machen lassen etc., er macht das freudig und zuverlässig. (Aber, wie schon beschrieben, in meiner Umgebung macht es keinen Sinn, den an und für sich harmlosen Hund jedes Mal, wenn ich in der Ferne einen Passanten entdecke, zu rufen, dann kann ich den Hund gleich an der Leine oder bei Fuß laufen lassen.) Natürlich rufe ich den Hund zu mir in unklaren Situationen, oder wenn ich in der Ferne einen mir bekannten Nachbarn, der Angst vor Hunden hat, erspähe. (Das Verhalten gegenüber echten Hundephobikern taucht ja auch nicht oft auf, einmal im Monat vielleicht, aber es ist eindeutig systematisch, nicht zufällig, wegen schlechter Laune oder so.)

2) Üben mit Bekannten geht nicht, ich habe schon lange darüber nachgedacht, mein lustiger Hund und meine gelassene Ausstrahlung dazu haben die Hundeangsthasen in meinem Umfeld längst überzeugt, dass zumindest dieser Hund keine Gefahr für sie darstellt, sondern eigentlich u. a. ein putziges Knuddeltier ist.

3) Es hängt eindeutig mit den Angstschweißgeruch zusammen. Der Hund wittert aufgeregt, geht näher ran, wie magisch angezogen ... reiner Instinkt, was da abgeht, Verbellen ist selten, das einmalige in die Luft Schnappen und dann sofortige Weiterlaufen häufiger. Ich ziehe mal eine Parallellinie ein, wir haben einen Kater, mit dem sich der Hund verträgt. Treffen wir beim Gassigehen auf den Anblick einer Katze, die die Straße überquert, stellt mein Hund den Kamm, und der Schwanz rotiert. Für ein, zwei Sekunden, ich sage nichts und gucke weg, der Hund beruhigt sich und schämt sich fast, dass er gerade eben eine Katze jagen wollte. Und geht in aller Seelenruhe 50 cm an ihr vorbei oder beschnüffelt sie freundlich per Nasenkuss, so sie es zulässt. Dasselbe mit den Müllabfuhrleuten und dem Postboten. Ein, zwei Sekunden schüttelt es den Hund, der Instinkt kommt durch, danach ist Ruhe, der Hund scheint dann zu erkennen, dass es falscher Alarm war.

4) Insofern glaube ich, das Problemchen ist praktikabel weniger durch Gehorsamkeitsübungen zu lösen, ich muss dem Hund diese Unsicherheit nehmen (und sie rechtzeitig erkennen). Habe ich in vielen Fällen, als der Hund neu bei uns war, auch geschafft, da gibt es meinen Spruch, "das geht uns nichts an, das ist in Ordnung, geh' weiter!", den mein Hund in den Zeiten der anfänglichen Reizüberflutung auch gut verstand, er hilft ihm noch heute. Das Problem ist, ich sehe einem entgegen kommenden Passanten nicht auf 10 Meter an, ober er Hundephobiker ist. Und ich vermute, würde ich ständig präventiv in o. g. Art beruhigend auf meinen Hund einreden, machte ihn das erst recht nervös. Die Rückkopplung, das will ich vermeiden, dass ich unsicher wirke und sich das auf den Hund überträgt.

5) Wie heißt es in der Einleitung von Hundeschulen immer, "Herrchen oder Frauchen sind das Problem, seltenst der Hund". Ich bin da bisher in erstaunlich wenige Fettnäpfe getreten, im konkreten Fall laufe ich Gefahr, es zu tun. BLOSS KEINE NERVOSITÄT am anderen Ende der fiktiven oder realen Leine, so viel weiß ich heute.

Ach, vielleicht mache ich mir einfach zu viele Gedanken, die Nachbarschaft beneidet mich um meinen fröhlichen, unkomplizierten und braven Hund. Aber es stichelt an mir, ich habe ja Mitleid mit den Menschen, die eine tiefe Grundangst vor Hunden haben, zu rufen "die tut nichts!" (voller Inbrunst und Überzeugung) reicht mir da nicht.

So. Und jetzt gehen wir gassi. Problemlos, jetzt sind nur noch Hundebesitzer unterwegs.

Danke, nochmal, für eure Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft!

naulau
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #20
Hm, liebe Naulau, bitte nicht bös sein, aber Dein letzter Beitragt klingt so, als hättet Ihr eigentlich gar kein Problem. :roll: Was für eine Antwort wolltest Du auf Deine Frage?

...
4) Insofern glaube ich, das Problemchen ist praktikabel weniger durch Gehorsamkeitsübungen zu lösen, ich muss dem Hund diese Unsicherheit nehmen (und sie rechtzeitig erkennen).

Ich glaube schon, dass man einem Hund durch Gehorsamsübungen durchaus Sicherheit geben kann, denn diese Übungen können an die Stelle des unsicheren Verhaltens rücken. Der Hund lernt ein Alternativverhalten zum bisherigen. Ist er z.B. unsicher einem ängstlichen Menschen gegenüber, könnte er die (immer wieder durchgeführte) Gehorsamsübung als Halt gebend erleben.
 
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