Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern

Diskutiere Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Annika, doch, natürlich haben wir ein Problem, ein handfestes. Wenn auch die Hund- Mensch-Beziehung intakt, fast perfekt scheint. Mir lag nur am...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #21
Annika, doch, natürlich haben wir ein Problem, ein handfestes. Wenn auch die Hund-
Mensch-Beziehung intakt, fast perfekt scheint. Mir lag nur am Herzen, dass ihr das richtig einordnet.

Es funktioniert viel, woran andere verzweifeln.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #22
Hallo Nalau und Herzlich Willkommen hier im Forum.

Das Zauberwort heißt einfach ignorieren. Dein Hund muss lernen solche Menschen zu ignorieren. Das heißt eben, wenn Du siehst, dass sie sich einen "Angsthasen" rausgesucht hat, dann musst Du sie halt zu Dir rufen und zwar, bevor sie bei ihm ist. ....und wenn Du sie "100x in der Minute rufen" musst. Irgendwann wird sie es gerafft haben, dass sie dann nicht mehr hingeht.
Die Menschen bekommt man ja nicht umerzogen, ängstliche Menschen gibt es immer und überall. ;) Die wachsen nach. :lol:
Ansonsten kannst Du natürlich auch zu einer Hundeschule gehen und Dein Problem schildern. Vielleicht bekommst Du da gute Tipps, wie Dein Hund das Ignorieren am Schnellsten lernt.


LG Mikki
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #23
Hallo naulau,

uuups hab ich vergessen, natürlich auch von mir erstmal ein herzliches WIllkommen hier im Forum.

Dein letzter Beitrag zeigt mir das du sehr wohl viel viel Kenntnis zwischen Mensch-Hund-Beziehung hast, und so wie Du es schreibst ist es genau richtig.

Anscheinend wird es wohl so sein, wo du mit dem Hund laufst, das sehr reger Fußgängerbetrieb ist...

aber Du hast es doch gut auf den Punkt gebracht! Wie Du die Situation mit der Katze beschreibst, genauso ist es total korrekt.

Ich glaube nicht das Du speziefisch viel Hilfe benötigst, ich denke Du findest einen geeigneten Weg, um dieses "einzige" Problem noch in den Griff zu kriegen...

wie gesagt vielleicht kannst Du es versuchen, in den wenigen Situationen in denen Deine Hündin eben auf ängstliche Menschen reagiert, sofort einzuschreiten und sie dann zu Dir zu rufen, Du erkennst doch bestimmt früh am Verhalten von deiner Hündin das nun "so" eine Situation kommt! Dann musst du halt handeln, und wenn dir Passanten entgegenkommen bei denen die Hündin eben nicht reagiert "nicht" einschreiten, weil da macht sie ja dann alles richtig!

Mit der Zeit lernt sie dann wenn ich anfang "Raupe stellen" oder sonstiges dann werd ich vom Frauchen gerufen, und muss mich hinlegen, da mach ich ja was falsch... Hunde verknüpfen sehr schnell... und gerade ein Hund der eigentlich gutes Gehorsam hat sowieso!

Ich finde es klasse das Du so eine Beziehung zu Deiner HÜndin hast, dafür mal *Schulterklopf* und mach weiter so, und ich bin mir sicher... DU schaffst das!

Würd mich freuen weiterhin von Dir hier zu lesen auch mit dieser Geschichte, kannst uns ja mal auf dem laufenden halten...

Dann weiterhin ein geruhsames Spazieren gehen und viel Erfolg!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #24
Danke, Briana und allen anderen,

ja, das ist wohl der Punkt, ich muss es noch einen Tick früher erkennen, wann mein Hund "allergisch" reagieren könnte, ich werde mein Augenmerk darauf richten.

Ich verstehe es nur noch nicht ganz, ich habe da ein Loch im Hirn. Warum lässt mein Hund Kinder (okay, artübergreifender Welpenschutz) und Pubertierende generell aus, ICH muss doch die Personenmerkmale erkennen, ehe es heikel wird!

Ich lebe in einer Großstadt, im Bus habe ich festgestellt, dass sich Männer arabischen Aussehens entsetzt entfernen, wenn man sich mit Hund in ihrer Nähe (erkennbar ohne potentiellen Berührungskontakt) platziert, Hund gälten als unrein im Islam, habe ich gehört.

Ich akzeptiere so etwas, klar. Aber für wie viele Menschen muss ich mitdenken, um einen gesellschaftsfähigen Hund zu haben und zu führen? Das geht mir gerade auf den Senkel. ES, nicht IHR. Es ist mein vierter Hund, alle waren aus meiner Sicht klasse gesellschaftsfähig. Keiner hat jemals einen Menschen gebissen, auch keinen Artgenossen. Alle waren "klug" auf ihre eigene Art, die ich ihnen immer gelassen habe, gingen Konflikten aus dem Weg, verteidigten mich, wenn mir selbst der Angstschweiß auf der Stirn stand, etc. ... Ich bin ein bisserl überrumpelt vom Verhalten meines Hunds ... einem nahenden Passanten gegenüber habe ich gewiss keine Angst, weil, es geht ja fast imer bestens aus, es ist so ein Ausnahmeverhalten ...

Also, ich werde Eure Ratschläge gerne annehmen und den Hund im Zweifelsfall öfter zu mir rufen. IMMER wäre absurd.

Und damit ihr nicht nur Ratgeber sein müsst, sondern auch mal lachen könnt, schildere ich ein Erlebnis von heute:

Wir kommen vom Waldspaziergang zurück in die Siedlung, der Hund hat sich ausgetobt und ist entspannt und bettmüde. Geht an der langen, locker gehaltenen Leine, bleibt stehen, neben einem geparkten Auto, guckt. Ich bleibe auch stehen. Sage aus Erfahrung, "ein Kätzchen, das ist nur eine Katze, das kennst du doch." Wirkt eigentlich immer, normalerweise "zuckt der Hund mit den Schultern" und geht weiter. Heute nicht, der Hund guckt mich lange und intensiv, verständnislos, enttäuscht, empört an. Und glotzt dann weiter unter jenes Auto. Da hab' ich es dann auch gesehen, ein unerschrockenes Eichhörnchen nebst Nuss im Maul. Men Hund setzt sich hin, Fernsehhaltung ("Erdnüsschen oder Kartoffelchips, bitte!") und guckt, was einen Meter weiter geschieht. Irgendwann, ich erzähle ja keine Märchen hier, verschwindet das Eichhörnchen. Der Hund schüttelt sich und geht gen Heimat.

Ja, wir unterscheiden in den Sitten und Maßgaben zwischen "Spazierengehen" und zielorientiertem "Unterwegssein". Eine Unterscheidung, die bestens funktioniert. Hier darf der Hund schnüffeln, warten, gucken ... dort geht es zielstrebig voran, mir hinterher.

Ich hoffe, ihr habt jetzt ein Lächeln auf den Lippen. Ich verstehe es nämlich immer noch nicht. Warum sich mein frei laufender, ortskundiger Hund, gerade und ausschließlich Hundephobiker aussucht, denen er zufällig begegnet. Kleinkinderhorden geht er aus dem Weg, Einzelkindern begegnet er mit allergrößter Sympathie und Langmut, ebenso wie Behinderten oder alten, debilen Menschen. Ein menschenfreundlicher und gutartiger Hund, und der Beschützerinstinkt ist nicht sehr ausgeprägt, da muss ich schon wirklich Blut und Wasser schwitzen, ehe der Hund was merkt, das kenne ich anders (wenngleich auch moderat und nie überschwänglich).

WENN ICH NUR WÜSSTE, WARUM, könnte ich das leichterhand abstellen. Wir sind ein gutes Team, mein Hund und ich. Ja, sorry, ein Team, nicht Frauchen und hündischer Hund. Ich habe das Sagen, das ist artgerecht sinnvoll, aber der Hund darf sich entfalten. sich auch mal im Dreck suhlen, wenn es ihn überkommt. Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Aber das hatte ich ja hier irgendwo schon mal dankbar gelesen ...

Was geht im Hundehirn vor, wenn der Hund Passanten angeht, die ihn ob ihrer Verhaltensweise sonst nicht tangieren würden?

Danke, nochmal, für eure Hilfsberetschat und Mühe.
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #25
Warum lässt mein Hund Kinder (okay, artübergreifender Welpenschutz) und Pubertierende generell aus

Sowas jibbet nicht.
Nur im (Hunde) Rudel.
Alles andere ist ein Märchen,bzw man sieht es raus weil man es sehen will.

Schau mal hier,das wird dir beim verstehen deines Hundes helfen :
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #26
Wir kommen vom Waldspaziergang zurück in die Siedlung, der Hund hat sich ausgetobt und ist entspannt und bettmüde. Geht an der langen, locker gehaltenen Leine, bleibt stehen, neben einem geparkten Auto, guckt. Ich bleibe auch stehen. Sage aus Erfahrung, "ein Kätzchen, das ist nur eine Katze, das kennst du doch." Wirkt eigentlich immer, normalerweise "zuckt der Hund mit den Schultern" und geht weiter. Heute nicht, der Hund guckt mich lange und intensiv, verständnislos, enttäuscht, empört an. Und glotzt dann weiter unter jenes Auto. Da hab' ich es dann auch gesehen, ein unerschrockenes Eichhörnchen nebst Nuss im Maul. Men Hund setzt sich hin, Fernsehhaltung ("Erdnüsschen oder Kartoffelchips, bitte!") und guckt, was einen Meter weiter geschieht. Irgendwann, ich erzähle ja keine Märchen hier, verschwindet das Eichhörnchen. Der Hund schüttelt sich und geht gen Heimat.

hihi das Lächeln hab ich grad auf den Lippen, kanns mir grad so bildlich vorstellen *lach*

WENN ICH NUR WÜSSTE, WARUM, könnte ich das leichterhand abstellen.

jaaa. das WARUM, da frag ich mich als auch manchmal, leider können wir in die Köpfe unserer Vierbeiner nicht reinschauen, doch wir können lernen sie zu verstehen, was Du ja eigentlich super hinkriegst...

Ich seh das nach wie vor mit dem "Angstschweiß" zusammen hängend, ich kann das auch gut beobachten, hier bei unserem Rotti, das ist ein Hund der Signale sofort erkennt, kommt zu uns Besuch der den Hund sofort anspricht und ihm fröhlich gegenüber gestellt ist, passiert absolut gar nix, kommt aber jeman die Tür rein, der nur schon etwas verängstigt schaut, dann reagiert der Hund direkt, aber ich seh das schon am Gesichtsausdruck und reagiere eben sofort so wie ich es Dir schon beschrieben habe... und wie gesagt bei uns hat das einwandfrei gewirkt!
Ich nehme mal jetzt so pauschal an, das Du die Situationen nie ganz außer Acht lassen kannst, ein Hund reagiert immer wenn jemand Angst hat, weil die das eben riechen, aber man muss halt direkt einschreiten! Aber wie schon so oft gesagt DU schaffst das, bin ich mir total sicher!

Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund. Aber das hatte ich ja hier irgendwo schon mal dankbar gelesen ...

Das ist Eltons Signatur... *smile*

Weiterhin wünsch ich gutes Gelingen und wie gesagt würd mich freuen mehr von Dir zu hören!

Liebe Grüße
Briana
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #27
Die Geschichte mit dem Eichhörnchen ist echt Klasse! Klar musste auch ich beim Lesen lächeln!

Und sie zeigt mir, dass Eure Kommunikation wirklich gut funktioniert. Ihr "redet" miteinander, der Hund fühlt sich verstanden (oder er zeigt, dass Du da was falsch interpretiert hast: nicht Katze, anderes Tierchen! :mrgreen: ), jedenfalls seid Ihr bestimmt ein echt gutes Team! :clap:

Das Problem mit Menschen mit Hundeangst ist eben, dass das, wie Du ja richtig erkannt hast, mit dem Geruch zusammenhängt. Und wir Menschen sind geruchsblind! Du kannst das gar nicht vor Deinem Hund erkennen! Du musst es Dir also von ihm zeigen lassen. Genau so wie bei der Geschichte mit dem Eichhörnchen! Er hat Dir gezeigt, dass da was anderes war als eine Katze. Bei Menschen mit Angst vor Hunden wird er es auch irgendwie zeigen. Und irgendwann wird er es Dir sagen, wenn Du gelernt hast, es zu interpretieren und darauf in einer bestimmten Weise reagierst (mit Heranrufen z.B.). Es sind vielleicht sehr feine Signale, aber Du wirst bestimmt lernen sie zu "lesen", da bin ich sicher.

Ein Beispiel aus unserem Alltag: Wir begenen i.d.Regel nicht vielen Spaziergängern. Aber am Kanal sind am Wochenende mehr Leute unterwegs. Weil meine Hunde fremde Leute gern wedelnd begrüßen, aber nicht alle Leute das mögen, rufe ich sie immer heran, wenn uns Menschen ohne Hunde entgegenkommen, lasse sie Platz machen und belohne sie. Ich kann die Leute begrüßen, mal gibt`s auch das eine oder andere kurze Pläuschchen, und dann geht's weiter. Nachdem wir das einige Male so praktiziert hatten, sah ich, dass meine Hunde anfingen sich nach mir umzudrehen, wenn uns Leute entgegen kamen. Sie haben mich also gefragt: "Sollen wir jetzt wieder zu dir kommen?" Dann bejahe ich die Frage, rufe sie heran - und die Welt ist in Ordnung. Es ist eine liebgewordene Übung geworden, und dieses Alternativverhalten zu dem vorherigen unerwünschten Begrüßen der Leute gefällt ihnen genauso. Vor allem gefällt ihnen die Sicherheit durch den vertrauten Ablauf.

Was ich sagen will, ist: Irgendwann wirst Du an bestimmten Regungen Deines Hundes sehen, dass da wieder ein Hundephobiker ist. Du kannst den Hund heranrufen oder ihn Platz machen lassen - was immer Dir und auch dem ängstlichen Menschen Sicherheit gibt. Wenn Du jedes Mal auf eine bestimmte Weise reagierst, wird Dein Hund Dir irgendwann das neue Verhalten "anbieten", sobald ein Mensch mit jenem spezifischen Geruch auftaucht. Es beginnt jedoch alles damit, dass Du Dir vom Hund das sagen lassen musst, denn nur er erkennt diese Menschen an ihrem Geruch!
 
  • Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern Beitrag #28
Liebe Annika, das war eine wunderschöne Mail.

Der Schlüsselreiz, und warum ich so beratungsresistent bin und trotzdem nachfragte. ist: Ja, mein Hund und ich sind ein gutes Team. Der Hund ist sehr gehorsam, und wir verstehen einander sehr gut. Wir haben Vertrauen ineinander, und ich vermute, die ganze Sache beruht auf einem Missverständnis, das ich ausräumen könnte, wenn ich es denn verstehen würde. Beschützerinstinkt, was auch immer, ich suche noch.

Ich danke dir.

naulau
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern

Unsicherheit und Aggressivität bei Begegnungen mit Hundephobikern - Ähnliche Themen

Unsicherheit?: Hallo zusammen, ich sag's gleich 'mal vorweg: das hier wird länger dauern. Ich hoffe also, Ihr habt etwas Zeit mitgebracht. ;) Worum geht es...

Neueste Beiträge

Oben