- Eisprinzessin Beitrag #1
Mike1024
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Eisprinzessin
Wir schreiben Januar 2009.
Ganz Deutschland ist von der Kälte besetzt.
Ganz Deutschland?
Nein!
Ein unerschrockenes Katzentier bietet dem kalten Eindringling erfolgreich Paroli.
Und das Leben ist nicht leicht für die Eindringlinge aus dem Ländern Erfierum, Eiskatltum und Schneeflockum.
*
Ich muss zugeben, im Freien war im Januar eine gewisse Kühle.
Nicht diese Abkühlung, wie man sie abends an heissen Sommertagen sehnsüchtig erwartet.
Die Temperaturen folgen eher der allgemeinen Wirtschaftslage.
Mit anderen Worten, es war arschkalt.
Als Ausgleich offeriert diese Kälte, ich kann das nicht verhehlen, eine gewisse Schönheit.
Zum Beispiel ist der nahegelegene See im Seepark dann vollständig zugefroren.
Da sollte man doch mal schauen, ob das Eis schon trägt.
Miezka soll zuhause bleiben, es ist zu kalt.
Also behänge ich mich mit diversen wärmenden Überzügen in Form von Pullover und Jacke.
Und los geht`s.
Nur geht an der Wohnungstür ein Gemaunze los.
Miezka kann nicht verstehen, warum Dosi alleine rausgeht.
Sie besteht beharrlich auf Begleitung ihrerseits.
Sehr beharrlich.
Sehr, sehr beharrlich.
Na schön, dann kommst du eben mit, wirst schon sehen, wie sich das Nichtvorhandensein von Wärme auswirkt.
Sie bekommt wie üblich ihr Katzengeschirr angelegt.
Über die Strasse wird sie getragen und auf dem Weg zum Seepark geht sie an der Leine.
Aber eben dieser Weg ist anders als sonst.
Wo zum Geier ist das Gras?
Und alles ist weiss.
Es ist jetzt der dritte Winter, den Miezka erlebt, und ob sie sich noch an die vorherigen erinnert weiss ich nicht.
Jedenfalls wird das weisse Zeug erst mal begutachtet.
Ist schon seltsam, manchmal bleibt es an der Pfote hängen.
Und kalt ist es ausserdem.
Da will frau lieber von Dosi getragen werden.
Ha, ich hab’s dir ja gleich gesagt, Winter ist nicht das was eine Fellnase erwartet.
Aber am Seepark wird Miezka erst mal abgeleint.
Jetzt kann sie herumstromern.
Aber das Katzentier begegnet der weissen Pracht erst mal äusserst misstrauisch und bleibt vorerst mal lieber in Dosis Nähe.
Der gedenkt, sich aufs Eis zu begeben.
Der See ist total zugefroren und eine Menge Leute tummeln sich auf dem Eis.
Also stapft Dosi durch den Schnee auf das Eis zu.
Miezka hat mittlerweile ihr Misstrauen gegenüber dem weissen Zeug verloren und fängt ungeachtet der klirrenden Kälte an, damit zu spielen.
Man kann da so interessante Spuren im Schnee hinterlassen.
Und richtig anfassen kann man es auch nicht.
Komisch, nach einiger Zeit wird es nass!
Kalt ist es, aber es ist weich, wenn man sich reinlegt.
Macht nichts, wozu hat man ein wärmendes Fell.
Dosi hat sich derweil in Richtung der Eisfläche begeben.
Nun hatte ich vor langer, langer Zeit mal Schlittschuhe, aber ich bezweifle, dass mir diese noch passen würden, wenn ich sie denn noch hätte.
Denn so wie’s aussieht sind meine Flurschadentreter den Kindergrössen entwachsen.
Aber es geht auch so.
Da sind jetzt Rutschbahnen auf dem Eis und es macht wirklich Spass, auf dem Eis zu schlittern.
Nur bin ich da jetzt ziemlich weit von Miezka weg.
Die hat sich zwar mit der weissen Kälte bestens arrangiert, aber es ist trotzdem etwas unbekanntes.
Daher wird lieber mal nach Dosi geschaut.
Nur ist der weit draussen auf dem Eis.
„Miauuuuu!!!!!!“
Ich will zu Dosi!
Na, dann komm doch her.
Also schnell mal zu ihm gerannt.
So ein Sprint durch den Schnee hat schon etwas!
Nur dass besagter Schnee eben auch endet und eine grosse Eisfläche beginnt.
Und genau diese Eisfläche hat die völlig unerwartete Eigenschaft, glatt und rutschig zu sein.
Miezka, in voller Fahrt, kommt mit dieser Eigenschaft des kalten Elementes nicht so richtig klar.
Total verständlich, sie heisst weder Knut, noch ist sie mit Eisbären in sonst irgend einer Form verwand.
Jedenfalls kommt sie nach zwei Metern auf dem Eis etwas aus dem Gleichgewicht.
In totaler Schieflage schlittert sie einige Meter, sehr zur Erheiterung einiger Leute.
Jetzt versucht sie, wieder auf die Beine zu kommen, aber irgendwie kann man sich an der glatten Oberfläche nicht festhalten.
Der zweite Versuch klappt.
Da steht sie und traut der ganzen Sache nicht über den Weg.
Aber genau dieser Weg führt zu Dosi, der sich mittlerweile auf besagten Weg zu ihr gemacht hat.
Ich hab’s dir gleich gesagt, Hochwinter ist nichts für Katzen.
Vorsichtig wird jetzt das Eis mit der Pfote abgetastet, aber das Misstrauen steht ihr trotzdem ins Gesicht geschrieben.
Dann mal einige Schritte.
Na, bitte, es geht doch.
Endlich bin ich bei ihr und nehme sie auf den Arm.
„Miauuuuu!!!!!!“
Ist ja gut, brauchst nicht mehr aufs Eis.
„Miauuuuu!!!!!!“
Sie will wieder runter, ich glaubs nicht!
Also wird sie wieder abgesetzt, diesmal in den Schnee neben der Rutschbahn, mal sehen, was sie jetzt macht.
Hier ist sie wieder total standsicher.
Aber....
Diese seltsame Oberfläche bedarf dringend einer näheren Inspektion.
Sie ist dunkel und irgendwas bewegt sich darunter.
Es riecht nach nichts.
Daran kratzen kann man.
Wenn man also daran kratzen kann und es wehrt sich nicht, ist’s auch nicht gefährlich.
Erst mal ein Schritt darauf.
Und noch einer.
Aha, so geht das also, man darf nur nicht darauf rennen.
Aber die Bewegung darunter macht noch mehr neugierig.
Dosi sagt was von Luftblasen, keine Ahnung was das sein soll.
Gaaaanz vorsichtig bewegt sich Miezka jetzt auf dem Eis, aber sie wird mit jedem Schritt sicherer.
Wer weis, was mal aus ihr wird, wenn sie weiter so trainiert.
Es kann ja sein dass sie in die Fussstapfen einer Marika Kilius oder Katarina Witt tritt.
Jedenfalls sollte ich diesen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren.
Wir schreiben Januar 2009.
Ganz Deutschland ist von der Kälte besetzt.
Ganz Deutschland?
Nein!
Ein unerschrockenes Katzentier bietet dem kalten Eindringling erfolgreich Paroli.
Und das Leben ist nicht leicht für die Eindringlinge aus dem Ländern Erfierum, Eiskatltum und Schneeflockum.
*
Ich muss zugeben, im Freien war im Januar eine gewisse Kühle.
Nicht diese Abkühlung, wie man sie abends an heissen Sommertagen sehnsüchtig erwartet.
Die Temperaturen folgen eher der allgemeinen Wirtschaftslage.
Mit anderen Worten, es war arschkalt.
Als Ausgleich offeriert diese Kälte, ich kann das nicht verhehlen, eine gewisse Schönheit.
Zum Beispiel ist der nahegelegene See im Seepark dann vollständig zugefroren.
Da sollte man doch mal schauen, ob das Eis schon trägt.
Miezka soll zuhause bleiben, es ist zu kalt.
Also behänge ich mich mit diversen wärmenden Überzügen in Form von Pullover und Jacke.
Und los geht`s.
Nur geht an der Wohnungstür ein Gemaunze los.
Miezka kann nicht verstehen, warum Dosi alleine rausgeht.
Sie besteht beharrlich auf Begleitung ihrerseits.
Sehr beharrlich.
Sehr, sehr beharrlich.
Na schön, dann kommst du eben mit, wirst schon sehen, wie sich das Nichtvorhandensein von Wärme auswirkt.
Sie bekommt wie üblich ihr Katzengeschirr angelegt.
Über die Strasse wird sie getragen und auf dem Weg zum Seepark geht sie an der Leine.
Aber eben dieser Weg ist anders als sonst.
Wo zum Geier ist das Gras?
Und alles ist weiss.
Es ist jetzt der dritte Winter, den Miezka erlebt, und ob sie sich noch an die vorherigen erinnert weiss ich nicht.
Jedenfalls wird das weisse Zeug erst mal begutachtet.
Ist schon seltsam, manchmal bleibt es an der Pfote hängen.
Und kalt ist es ausserdem.
Da will frau lieber von Dosi getragen werden.
Ha, ich hab’s dir ja gleich gesagt, Winter ist nicht das was eine Fellnase erwartet.
Aber am Seepark wird Miezka erst mal abgeleint.
Jetzt kann sie herumstromern.
Aber das Katzentier begegnet der weissen Pracht erst mal äusserst misstrauisch und bleibt vorerst mal lieber in Dosis Nähe.
Der gedenkt, sich aufs Eis zu begeben.
Der See ist total zugefroren und eine Menge Leute tummeln sich auf dem Eis.
Also stapft Dosi durch den Schnee auf das Eis zu.
Miezka hat mittlerweile ihr Misstrauen gegenüber dem weissen Zeug verloren und fängt ungeachtet der klirrenden Kälte an, damit zu spielen.
Man kann da so interessante Spuren im Schnee hinterlassen.
Und richtig anfassen kann man es auch nicht.
Komisch, nach einiger Zeit wird es nass!
Kalt ist es, aber es ist weich, wenn man sich reinlegt.
Macht nichts, wozu hat man ein wärmendes Fell.
Dosi hat sich derweil in Richtung der Eisfläche begeben.
Nun hatte ich vor langer, langer Zeit mal Schlittschuhe, aber ich bezweifle, dass mir diese noch passen würden, wenn ich sie denn noch hätte.
Denn so wie’s aussieht sind meine Flurschadentreter den Kindergrössen entwachsen.
Aber es geht auch so.
Da sind jetzt Rutschbahnen auf dem Eis und es macht wirklich Spass, auf dem Eis zu schlittern.
Nur bin ich da jetzt ziemlich weit von Miezka weg.
Die hat sich zwar mit der weissen Kälte bestens arrangiert, aber es ist trotzdem etwas unbekanntes.
Daher wird lieber mal nach Dosi geschaut.
Nur ist der weit draussen auf dem Eis.
„Miauuuuu!!!!!!“
Ich will zu Dosi!
Na, dann komm doch her.
Also schnell mal zu ihm gerannt.
So ein Sprint durch den Schnee hat schon etwas!
Nur dass besagter Schnee eben auch endet und eine grosse Eisfläche beginnt.
Und genau diese Eisfläche hat die völlig unerwartete Eigenschaft, glatt und rutschig zu sein.
Miezka, in voller Fahrt, kommt mit dieser Eigenschaft des kalten Elementes nicht so richtig klar.
Total verständlich, sie heisst weder Knut, noch ist sie mit Eisbären in sonst irgend einer Form verwand.
Jedenfalls kommt sie nach zwei Metern auf dem Eis etwas aus dem Gleichgewicht.
In totaler Schieflage schlittert sie einige Meter, sehr zur Erheiterung einiger Leute.
Jetzt versucht sie, wieder auf die Beine zu kommen, aber irgendwie kann man sich an der glatten Oberfläche nicht festhalten.
Der zweite Versuch klappt.
Da steht sie und traut der ganzen Sache nicht über den Weg.
Aber genau dieser Weg führt zu Dosi, der sich mittlerweile auf besagten Weg zu ihr gemacht hat.
Ich hab’s dir gleich gesagt, Hochwinter ist nichts für Katzen.
Vorsichtig wird jetzt das Eis mit der Pfote abgetastet, aber das Misstrauen steht ihr trotzdem ins Gesicht geschrieben.
Dann mal einige Schritte.
Na, bitte, es geht doch.
Endlich bin ich bei ihr und nehme sie auf den Arm.
„Miauuuuu!!!!!!“
Ist ja gut, brauchst nicht mehr aufs Eis.
„Miauuuuu!!!!!!“
Sie will wieder runter, ich glaubs nicht!
Also wird sie wieder abgesetzt, diesmal in den Schnee neben der Rutschbahn, mal sehen, was sie jetzt macht.
Hier ist sie wieder total standsicher.
Aber....
Diese seltsame Oberfläche bedarf dringend einer näheren Inspektion.
Sie ist dunkel und irgendwas bewegt sich darunter.
Es riecht nach nichts.
Daran kratzen kann man.
Wenn man also daran kratzen kann und es wehrt sich nicht, ist’s auch nicht gefährlich.
Erst mal ein Schritt darauf.
Und noch einer.
Aha, so geht das also, man darf nur nicht darauf rennen.
Aber die Bewegung darunter macht noch mehr neugierig.
Dosi sagt was von Luftblasen, keine Ahnung was das sein soll.
Gaaaanz vorsichtig bewegt sich Miezka jetzt auf dem Eis, aber sie wird mit jedem Schritt sicherer.
Wer weis, was mal aus ihr wird, wenn sie weiter so trainiert.
Es kann ja sein dass sie in die Fussstapfen einer Marika Kilius oder Katarina Witt tritt.
Jedenfalls sollte ich diesen Aspekt nicht aus dem Auge verlieren.