Tierquälerei

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  • Tierquälerei Beitrag #1
Tierpfote

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Ich bin erst fast fünfzehn und werde deswegen bei den meisten nicht ernst genommen. Ich wohne auf dem Land, in einem fast hundert köpfigen Dorf, was bedeutet, dass jeder jeden kennt. Meine Nachbarn haben im Gegensatz zu uns einen Bauernhof und darauf drei Hunde. Ich kenne die Familie sehr gut und helfe ihnen dann und wann mit der Arbeit.
Es ist aber so, dass es den Hunden richtig dreckig geht. Die älteste, Linda, ist ein Labradorweibchen, dass dick und faul mangelns Liebe ist. Wenn man sie beobachtet, kommt man zum Schluss, dass sie vielleicht hochgerechnet nur einen Kilometer am Tag geht! Ich finde, dass das für einen Hund fiel zu wenig ist. Dazu hat sie immer eine vertrocknete Nase, Haarausfall, Flöhe und (ich weis nicht was das genau ist) Schleim unter den Augen.
Die zweitälteste Tessie besitzt fast keine Haare mehr und fungiert als Wurfmaschiene. Sie alleine hat schon biszu 40 Welpen zur Welt gebracht, einmal sogar durch Inzucht. Inzwischen hat sie schon seit einem halben Jahr ein wiederliches Geschwür am Bein und selbst ich eckel mich manchmal davor, sie zu streicheln, weil ich das nicht mehr sehen kann.
Dem Jüngsten, Jacky, ein Sohn von Tessie, habe ich meine letzten zwei Jahre in ständiger Nähe gewidmet. Jeder, der den Hund früher kannte sagt, dass ich gute Arbeit geleistet habe. Keiner der drei Hunde war wirklich erzogen, inzwischen gehorcht Jacky aufs Wort und die anderen beiden in den aller meisten Fällen. Auch er ist von den Flöhen nicht verschont geblieben, aber er hatte es immer schwerer als die anderen, weil die Kinder meiner Nachbarn an diesem Hund einen Narren gefressen haben, ihn überall mithinnehmen. Das ist zwar im Prinzip nicht schlimm, würden sie ihn nicht anschreien und der ältere ihn nicht mit Steinen bewerfen, wenn ihm gerade danach ist. Er ist dementsprechend immer noch ein verängstigtes Tier, dass sich aber inzwischen viel schneller erholt, wenn keiner der beiden Kinder in der Nähe ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er bei großgewachsenen Männer aus einem Grund, den ich nicht kenne, anfängt, Richtige Furcht zu leben.
Ich denke, dass die Hunde Hilfe benötigen. Der Tierartzt handelt nicht, sondern untersucht nur die Hunde. Meine Nachbarn sagen auf vorsichtigem Nachfragen hin, dass sie kein Geld für die Behandlung haben.
Jetzt weiss ich nicht, was ich tun soll. Als Menschen sind sie ziemlich freundlich, aber als Tierhalter unerträglich. Ich fühle mich ihnen auch verpflichtet, gerade weil wir Nachbarn sind. Dazu kommt noch, dass wir in einem Dorf wohnen und dass durch den Tratsch früher oder später jemand mitbekommen würde, dass ich den Tierschutz verständigt habe. Dann kommt auch noch die Frage, ob dieser einer Minderjährigen Vertrauen schenkt. Alles in allem weiß ich einfach nicht, was ich tun könnte.
 
  • Tierquälerei

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  • Tierquälerei Beitrag #2
Also wenn du überhaupt ne chance haben willst das man dich beachtet musst du warscheinlich Bilder machen.
Dann könnte es wenn das Vetamt wirklich handelt aber immernoch sein das du als einzige(?) verdächtigt wirst ...:eusa_think:
Vieleicht kann es aber jemand fremdes für dich machen der/die nicht aus disem Dorf kommt. Wenn dann jemand dich verdächtigt kannst du mit gutem gwissen sagen das du das nicht warst. Auf diese weise hälst du dich da größtenteils raus.
Die Bilder musst du auch nicht selbst machen, das könnte die Person dann auch für dich übernehmen.
Vieleicht erklärt sich auch ne ältere person dafür bereit falls du angst hast das wegen des alters an der glaubwürdigkeit gezweifelt wird.

(was mich wundert ist -kann man sowas nciht auch anonym abgeben?)

Ps: das sollteste aber leiber asl letzte möglichkeit verwenden wenn es irgendwie geht wäre es natürlcih besser wenn deine nachbarn die teire richtig halten. aber wenn die kinder mit steinen nach den hunden werfen...
 
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  • Tierquälerei Beitrag #3
Hallo Tierpfote,

wie deine Nachbarn ihre Hunde Halten ist ja wirklich einfach nur noch traurig.
Ich kann gar nicht verstehen, wie Menschen nur so blind handeln können, gerade noch wenn es so freundliche sind, wie es bei dir der fall ist.
Hast du dich den schon mal mit dem Thema an deine Eltern gewendet? Sie müssten doch eigentlich einen noch besseren Kontakt zu den Nachbarn haben als du, oder?

lg
 
  • Tierquälerei Beitrag #4
Hallo zusammen,
@Sukkubus: Annonymität ist bei uns sehr schwierig. Das liegt nicht daran, dass man im Geheimen irgeneine Aktion machen will, sondern daran, dass auch wenn man nichts sagt, immer ungefähr fünf Personen genau wissen, was du tust. Aber du hast Recht.
Es würde gehen. Ich hätte wahrscheinlich nur schreckliche Gewissensbisse.
@Amber: Ja, meine Eltern haben einen guten Kontakt zu meinen Nachbarn. Die Bäuerin ist Dorfälteste und bei den ganzen Feierlichkeiten reden vorallem die Erwachsenen. Doch das ist auch das Problem.
Mein Vater findet meine Nachbarn auch nett und würde nicht auf die Idee kommen, dass sie so ihre Tiere behandeln. Er ist auch nicht gerade das Musterbeispiel von einem guten Vater, da er im Schnitt (!) jeden vierten Tag auf Dienstreise und jeden zweiten Tag allgemein weg ist. Dementsprechend kann und will er sich nicht die Zeit nehmen. Für ihn stehen die Tiere zwar nicht weit unter dem Menschen, aber weit unter sich.
Meine Mutter hasst jedes Tier, weil es dreck macht und stinkt. Ich habe ein halbes Jahr gebracht, sie davon zu überzeugen, mein kürzlich verstorbenes Streifi anzuschaffen.
Ich habe beide mal darauf angesprochen, doch meine Mutter hat gesagt, dass wäre die Sache meiner Nachbarn, die müssten ja damit leben und mein Vater hat mich nur schräg angesehen und meinte, vielleicht würden meine Nachbarn noch zum Tierarzt gehen und so schlimm könnte es auch nicht sein. Egal was ich noch gesagt habe, er wollte keine Probleme...
lg Tierpfote
 
  • Tierquälerei Beitrag #5
Hy Tierpfote,

da steckst Du ja echt in einem Dilemma. Ich komme selbst ursprünglich aus einem Dorf....puh.
Ich bin ein absoluter Tierfreak und doch weiß ich, daß Du ganz vorsichtig handeln mußt - denn du wirst die nächsten , na mindestens 2 Jahre noch in dieser Gemeinschaft leben müssen - und wir "dörfler" wissen - die Anderen können einem die Hölle auf Erden bereiten - incl. Eltern, die ja eh nur ihre Ruhe und blooooß keine Einmischung wollen.

Zumal in sehr ländlichen Gegenden der Umgang besonders mit Hunden äusserst fragwürdig ist. Ich hatte auch eine Freundin auf dem Bauernhof gegenüber - und wie die ihre Schäferhunde behandelt haben...hm. Ich habe es im Prinzip so wie Du gemacht und mich halt gekümmert. Das war denen nicht mal peinlich!! Dann habe ich meinen eigenen Hund bekommen und die haben mich für total verrückt erklärt, weil ich ihn (bzw. Sie) wie einen Freund behandelt habe. Dem Hofhund konnte ich nur meine Liebe und alle möglichen Leckereien vorbei bringen - die Bauerneltern haben ihre Kinder im Übrigen auch nicht viel besser behandelt!
Vielleicht kannst Du zumindest von Jugendlicher zu Jugendlichen, den Jungs echt Stress machen von wegen Steine werfen...da könnstest Du ansetzen.

Und wenn Du den Kampf echt aufnehmen willst - weder das Veterinärsamt (solange die nicht Dorfvorstnd oder in irgendeinem Verein im Dorf sind) noch die Polizei gibt Namenpreis....wie gesagt solange sie NICHT in der Dorfgemeinschaft eingebettet sind.

Glaub mir Deine Zeit kommt - auch wenn Du denkst niemand nimmt dich recht ernst - das stimmt eigendlich nicht - die sind nur alle in ihrem Trott und haben Angst vor Veränderungen. Kopf hoch und streichle die armen Hunde deines Nachbarn von mir.

Gruss SUNO
 
  • Tierquälerei Beitrag #6
Danke schön^^ das baut auf.

Aber mit den Jungen kann ich absolut nicht reden. Sie leben in einer ewigen Feindschaft zu mir, weil die Hunde sich ewig darüber freuen, wenn ich komme und sich von mir auch nicht abschütteln lassen, dabei schmücken die beiden sich immer damit, dass sie Hunde haben.

Wir sind ein eher älteres Dorf, von denen die Erwachsenen nicht im Tierheim oder im Tierschutz arbeiten. Könnt ihr mir einen Tipp geben, wo ich am besten hingehe? Was ist am Effektivsten?

Dazu habe ich auch noch das Problem, dass ich zu Jacky eine sehr emotionale Beziehung habe. Das wird bestimmt auch meine Entscheidung einschränken. Allein dadurch, dass ich ihn auch weiterhin sehen will und er mich zu einer Art 'Rudelführer' gewählt hat.
Aber im Prinzip helfe ich ihm mehr, wenn ich wohin gehe, oder? Also: Wohin?
 
  • Tierquälerei Beitrag #7
Warum halten sie sich denn ueberhaupt die Hunde ?
Hast du die Eltern mal gefragt, ob sie vllt alle bis auf einen abgeben, wenn sie sich die Tierarztkosten nicht leisten und die Tiere auch nicht ausreichend beschaeftigen koennen ? Besser waere es zwar, dass alle Tiere abgegeben werden, aber auf so einen Kompromis gehen die Leute eher ein und ein Hund kostet auch weniger .. Und bitte die Eltern mal, mit ihren Soehnen zu reden, dass sie die Tiere quaelen, geht einfach nicht.

Am effektivsten waere sicher eine Anzeige samt Fotos beim Veterinaeramt, die koennen schliesslich die Tiere da raus holen ..
 
  • Tierquälerei Beitrag #8
@nienor
...soweit ich Tierpfote verstanden habe und wie gesagt ursprünglich selbst aus einem Dorf komme (das liegt GOTT SEI DANK hinter mir), kann sie weder mit ihren Eltern und schon überhaupt nicht mit ihren Nachbarn (Erwachsene und Kinder) sprechen.Mit Vernunft und guten Argumenten geht da leider gar nichts....ich kenn das willkommen im Mittelalter!!!


@Tierpfote
Veterinärsamt (schau im Internet) oder Ordungsamt......

O.K. und hier mal ein Gedanke:
Die Jungs von neben an ergötzen sich an deinen Gefühlen. Je mehr du ihnen zeigst, daß sie dir wehtun (durch die Hunde) je mehr finden sie gefallen daran.
Daß die einen Psycho Hau ab haben ist klar (Tierquäler sind meiner Meinung nach Psychopathen, und werden laut so einer Statistik auch gern mal Menschen gegenüber kriminell...)

Also ignorier die Typen und zeige Ihnen so wenig wie möglich,daß dir nicht gefällt was sie da treiben.

Gehst du in eine Schule, ausserhalb des Dorfes? Dann sprich mal mit einem netten Lehrer (Vertrauenslehrer) vielleicht hat der ja auch einen Tip (vielleicht sogar einer, der selbst Hunde hat?!)

Gruss SUNO
 
  • Tierquälerei Beitrag #9
@suno
Danke schön^^
Wir sind ja nur hundert Leute und demnach haben wir eine Schule in einem kleinen Nebenbezirk von der riesen Stadt. Ich kenne nur einen Lehrer, bei dem ich soetwas ansprechen könnte, und ich glaube, er hat sogar selbst Hunde. Er müsste mich auch verstehen, da er selbst auch aus einem Dorf kommt und ich halte ihn nicht für einen Tierquäler.

Das Veterinäramt habe ich gefunden und werde diesem mal einen Besuch abstatten. Danke. Ihr habt mir sehr geholfen...
Danke an alle,
Tierpfote
 
  • Tierquälerei Beitrag #10
Klasse und Kopf hoch........
Suno
 
  • Tierquälerei Beitrag #11
ich find das auch super Tierpfote du schaffst das schon.:D

lg
 
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