Wenn ein Kaninchen aus einer Zoohandlung gekauft wird, wird ein neues nachrücken. Wo ist das denn eine Lösung? Solange man Geld damit verdienen kann, wird es auch jemand tun, auf Kosten der Ware Tier. Und je mehr gekauft wird, desto größer wird das Angebot. Es wird also immer mehr geben, als gekauft wird. Ein Teil verreckt dann eben und endet als Frostfutter. Ein anderer Teil stirbt schon beim Transport. Der Verlust ist natürlich mit eingerechnet. Sowas will ich nicht unterstützen.
Off-Topic
Die Lösung aus dem Kinderhandel ist ja auch nicht, nichts kaufen, sondern das Richtige kaufen. Aus fairen Handel, wo die Eltern genug verdienen und die Kinder zur Schule schicken können, anstatt zur Arbeit.
Genau so ist es! Wir, die Konsumenten, haben es in der Hand, eine Marktregulierung über die Nachfrage ist die wirksamste Kontrolle, die es geben kann, weitaus wirksamer als gesetzliche Ge- und Verbote. Verbote kann man umgehen, der weltweite Handel mit verbotener Ware beweist das: wo es eine Nachfrage gibt, wird sich auch jemand finden, der diese befriedigt, und sei es illegal.
Wenn aber die Käufer sich verantwortungsvoll verhalten, ist das die weitaus stärkere, wirksamere und nachhaltigere Methode.
Dafür müssen wir aber lernen, verantwortungsvoll zu konsumieren - und das bedeutet eben nicht, billig um jeden Preis. Wir müssen dann auch bereit sein, Preise für Waren zu bezahlen, die es den Herstellern ermöglichen, unter menschenwürdigen Bedingungen zu produzieren.
Ich weiß, das nächste Gegenargument wird sein, daß sich das nicht jeder leisten kann. Das ist richtig, es kann sicher nicht jeder immer darauf achten, daß seine Waren Bio, FairTrade etc. sind. Aber: es gibt aber genügend Leute, die sich das leisten könnten, und dennoch beim Billig-Discounter kaufen ohne irgendein Interesse für die Herkunft der Waren - und das Geld, das man dort spart, landet am Jahresende beim luxuriösen Skiurlaub.
Es macht mich nicht arm, 20-50 Cent mehr für einen Fisch zu bezahlen, der aus kontrolliertem Fischfang stammt. Es macht mich nicht arm, 30 Cent mehr für's Kilo Fairtrade-Biobananen zu bezahlen.
Es macht mich auch nicht arm, 2 € mehr für 10 Kilo Rattenfutter zu bezahlen in einem Zooladen oder online-Shop, der keine Tiere verkauft, sondern nur Zubehör. Mag sein, daß ich mir dann am Wochenende einen Cocktail weniger leisten kann, oder dafür das Geld für einen Kinobesuch draufgeht. Aber das ist es mir wert - und genau das müssen wir, die Konsumenten, alle verstehen: es handelt sich dabei um einen Wert - den Wert von Arbeit, von Leben.