@TanteM:
Nein, es sind nicht alle Hunde "böse" wenn sie gerne mal einen Kommentkampf ausfechten, dieser gehört zum natürlichen Verhalten und liegt den Hunden somit im Blut.
Dennoch sollte man seinen Hund natürlich nicht nach Gutdünken Prügeleien ausfechten lassen.
Dafür leint man den Hund am besten an wenn ein Fremder auf einen zukommt und lässt die beiden nur zusammen laufen wenn ein Kampf unwahrscheinlich ist (mein Hund prügelt sich z.B. ausschließlich mit intakten Rüden, deswegen leine ich wenn uns ein fremder Hund entgegen kommt erst ab, nachdem ich erfragt habe ob es sich um einen Kastraten oder eine Hündin handelt, denn dann sind keine Probleme zu erwarten

).
Hunde die wirklich gar keine Artgenossen mögen gibt es auch und es macht dann auch wenig Sinn einen Kontakt erzwingen zu wollen wenn es höchstwahrscheinlich doch nur in einem Rangkampf endet. Wenn man einen solchen Hund hat ist es schon sinnvoll den Kontakt zu fremden Artgenossen zu unterbinden, denn es würde nur Stress für alle Beteiligten bedeuten.
Auch während des Spiels bellt sie oft damit der andere Hund loslaufen soll. Den andren HF gefällt das Gebel absolut nicht und sie gehen uns aus dem Weg.
Bellen, knurren oder jaulen während des Spielens ist total normal und gehört zur Spielaufforderung dazu, wenn jemand ein freudiges Spielbellen als Aggression abtut dann versteht er offenbar wirklich nicht viel von Hunden.
Dennoch könntest du trainieren das deine Hündin sich nicht so lautstark bemerkbar macht wenn ein anderer Hund vorbeikommt, sondern dir ihre Aufmerksamkeit schenkt, denn du bestimmtst wann und mit wem gespielt wird
@Michelis: Ich denke auch nicht das ein Hund von einem Alpahwurf gleich verhaltensgestört wird, es ist nur als Erziehungsmittel unangebracht und kann bei unsicheren Hunden oder kleinen Welpen das Vertrauen schon ganz schön erschüttern.
Wenn es jetzt schon etwas her ist, dann wird deine Bibi auch keinen Schaden davongetragen haben

Knurren, knuffen und fixieren als Maßregelung sind Hundeverhalten und ich denke es bringt nicht immer was sich wie ein Hund zu verhalten um mit dem Hund zu kommunizieren.
Denn ich glaube ein Hund weiß das ein Mensch kein Hund ist, er sieht uns nicht als "Alphatier".
Denn wir wären verdammt schlechte Rudelführer! Aus der Sicht eines Hundes bekommen wir nämlich gar nichts mit, wir hören nichts, wir riechen die auffälligsten Duftmarken nicht, wir verteidigen oder markieren unser Revier nicht etc...im Grunde müssen wir aus Hundesicht ganz schön lächerlich aussehen
Ich glaube fest das es ganz andere Dynamiken sind die Mensch und Hund aneinander binden, als das es nur wäre das der Hund den Menschen mit einem Artgenossen verwechselt. Insofern sind auch die Regeln für das Verhalten von Hunden unter sich nicht immer gültig und stimmig für den Umgang zwischen Mensch und Hund.
Hunde lesen und verstehen den Menschen als ein ganz eigenes Wesen, kopieren sogar manchmal ihre Verhaltensweisen (wie z.B. das typische Dalmatinergrinsen, unter Hunden wäre das Zähne zeigen eigentlich eine Drohgebärde aber sie lächeln weil sie gelernt haben das es Zähne zeigen für Menschen eine freundliche Geste ist).
Wie und warum Mensch und Hund sich so gut verstehen obwohl sie in ihrer Körpersprache so verschieden sind ist sicher ein Ergebnis jahrtausendelangem Zusammenlebens, das sicher schwer in vollem Umfang zu verstehen ist.
Die enge Beziehung zwischen Mensch und Hund ist einzigartig im Tierreich und auch etwas ganz besonders
