hallo hier ist eine seite bei der du dir die infos holen kannst
http://www.der-beo.de/mainsite/main.htm
hier mal ein auszug aus der seite, unter anschaffung
Beos kommen auch heute noch als "Wildfang" in die Zoohandlungen. Solche "Neuzugaenge" aus Wildbestaenden lehnen wir jedoch konsequent ab. Wir selbst haben uns seit 1991 die Auflage gemacht, nur noch Beos aus Zweiter, Dritter etc. Hand aufzunehmen. Wir verschweigen an dieser Stelle jedoch nicht, dass unsere ersten 3 Beos mit grosser Wahrscheinlichkeit auch noch aus Wildbestaenden stammten und koennen bzw. wollen das nicht entschuldigen.
Beos sind aeusserst gesellige Tiere und benoetigen daher eine entsprechende Zuwendung. Ein Beo, der alleine gehalten wird, ist daher nichts fuer Berufstaetige, die dann nach Feierabend nur wenig Zeit fuer das Tier haben. Nach unserer Auffassung sollte man Beos ohnehin moeglichst mit Artgenossen zusammenhalten. Die Zusammenhaltung mehrerer Beos geht sehr wahrscheinlich auf Kosten der Sprachbegabung und Zutraulichkeit (vermutlich der Hauptgrund, warum sich viele Leute einen Beo anschaffen wollen).
Beos in "Gefangenschaft" haben eine relativ hohe Lebenserwartung von durchschnittlich 15 Jahren. Ein Beo, der im Zoo Amsterdam lebte, soll sogar 28 Jahre alt geworden sein.
Bevor man sich mit dem Gedanken befasst, einen Beo zu halten, sollte man sich weiter darueber im klaren sein, dass das unter Umstaenden tolerante Nachbarn erfordert. Denn ob Beos nun zahm sind oder nicht, aendert nichts an der Tatsache, dass sie sich insbesondere in den Morgenstunden (kurz nach dem Aufwachen) und auch in den Abendstunden (bevor sie sich zum Schlafen zurueckziehen) erstmal lautstark bemerkbar machen. Aber auch tagsueber sind sie nicht die leisesten. Diese Aussage trifft natuerlich nicht fuer jeden Beo gleichermassen zu, sondern ist individuell zu bewerten.
Bedenken sollte man auch, dass Beos, wenn sie daran gewoehnt sind, gerne "Lebendfutter", wie z. B. Mehlwuermer, Grillen etc. zu sich nehmen, was nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Im Handel sind sogenannte Fertigfuttermischungen erhaeltlich, mit denen ein Beo jedoch nicht ausschliesslich zu ernaehren ist! Lebendfutter bietet einen gewissen "Beschäftigungsgrad" fuer den Beo und ist eine wertvolle Eiweissquelle. Es sollte allerdings in Wohnbereichen nur unter Aufsicht gereicht werden, da z. B. Mehlwuermer (die Larve des Mehlkaefers) als "Schaedling" fuer Nahrungsmittel einzustufen sind.
Bevor man sich einen Beo anschafft, sollte man sich bereits im Vorfeld erkundigen, ob der ortsansaessige Tierarzt mit der Behandlung von erkrankten Weichfressern vertraut ist.
Beos haben ein ausgepraegtes Bewegungsbeduerfnis. Daher sollten sie unbedingt die Moeglichkeit haben, entsprechenden Freiflug zu bekommen. In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass Beos als "Weichfresser" entsprechende fluessige Ausscheidungen abgeben. Insbesondere nach der Gabe von Apfelsinen, Bananen und anderen wasserhaltigen Fruechten sind "Ausscheidungstakte" ca. alle 3 bis 5 min. keine Seltenheit. Entsprechend verschmutzt ist dann das Umfeld. Dem Beo ist es natuerlich dabei egal, wo er sich gerade aufhaelt.
Die Behausung fuer den Beo sollte unserer Meinung nach nicht aus einem sogenannten "Original Beokaefig" bestehen, da dieser, ausgehend von den Massen 50 x 30 x 80 cm, eindeutig zu klein ist (als Kaefig, um einen kranken Beo voruebergehend zu isolieren, ist er aber ok). Ebenfalls ungeeignet sind Kaefige fuer Papageien. Insbesondere die runden Varianten, da ein Vogel in so einem Kaefig keinerlei Orientierungsmoeglichkeiten hat. Beos koennen zwar kraeftig "beissen", sind aber nicht in der Lage, z.B. handelsuebliche Drahtgeflechte zu zerstoeren, so dass der Eigenbau einer "Beobehausung" recht einfach ist. Als Material eignet sich dafuer Hartholz, wie z. B. Buche, recht gut. Als Drahtgeflecht hat sich eine Maschenweite ca. 15 x 25 mm und 1,5 mm Durchmesser, Ausfuehrung kunststoffbeschichtet, sehr bewaehrt.
Wenn man die Beobehausung selber bauen moechte, sollte man unbedingt eine Nisthoehle mit den Abmessungen: min. 20 x 20 x 30 cm (B x H x T) und einer Einflugsoeffnung von etwa 80 - 100 mm Durchmesser in seine Ueberlegungen mit einbeziehen. Beos suchen solche Nistkaesten sehr gerne zum Schlafen auf. Grundsaetzlich hat sich fuer den Bau einer Beo-Behausung im Innenbereich ein Kisten-Kaefig-Prinzip bewaehrt. Das heisst, die Rueckwand und Seitenteile sind geschlossen. Diese Art von Kaefig bzw. Voliere haelt auf der einen Seite die Verschmutzung in Grenzen, bietet dem Beo aber auch ein Gefuehl der Geborgenheit. Ausfuehrliche Infos zum Bau einer Beobehausung sind in der Rubrik "Beobehausung" zu finden.
Der Aufstellungsort einer Beo-Behausung ist so zu waehlen, dass genuegend Tageslicht vorhanden ist und ausreichende Belueftung moeglich ist. Bei unzureichender Tageslichteinstrahlung kann eine Lichtquelle mit Tageslichtspectrum und geringer UV-Strahlenabgabe verwendet werden. Soche Leuchtmittel werden im Handel mit den Bezeichnungen "True-Light", "Full Spectrum Light" oder auch "Bio-Licht" angeboten (siehe hierzu auch Rubrik "Beo und Krankheit" Unterrubrik "Beleuchtung").
Wir moechten auch darauf hinweisen, dass Beos erhebliche Mengen an Ausscheidungen abgeben und auch sonst nicht gerade die besten "Tischmanieren" haben. Die taegliche Reinigung muss daher gewaehrleistet werden koennen. Bei Beos, die in "kleineren" Kaefigen gehalten werden, kann das auch mehrmals taeglich erforderlich werden. Leider ein Punkt, der haeufig unterschaetzt wird!
Unerwaehnt sollen auch die Fragen nach den Erwartungen nicht bleiben. Im Klartext; will man einen zahmen und sprechenden Beo haben, was meistens "Einzelhaft" und viel Zeitaufwand bedeutet? Oder will man einen Beo artgerecht halten, sofern das in "Gefangenschaft" ueberhaupt moeglich ist? Was das Sprechen bzw. Nachahmen der menschlichen Sprache angeht, ist das sicherlich nicht als artgerechtes Verhalten seitens des Beos zu bewerten. Diese schwierigen Fragen muss jedoch jeder fuer sich selbst beantworten. Vorzuziehen ist aus unserer Sicht mindestens die paarweise Haltung, was auf jeden Fall geraeumige Zimmer- oder Freivolieren erforderlich macht.
Abschliessend noch der leider oft vergessene Hinweis, dass Vogelfedern im Einzelfall dazu geeignet sein koennen, allergische Hautreaktionen auszuloesen. Im eigenen Interesse sollte sich daher jeder (bevor ein Beo angeschafft wird), bei seinem z. B. Hausarzt entsprechend informieren! Einem potentiellen Beo bleibt damit ein u. U. langwieriges "Hin- u. Hergewandere" erspart.
Wer mit den vorangegangenen Ausfuehrungen keine Probleme hat, wird sicherlich sehr viel Freude an der Beohaltung haben.