- Panik vor größeren Hunden Beitrag #1
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Shoppy
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hmm noch eine andere frage, meine kleine hat vor jedem größeren hund angst... er muss nur nen cm größer sein als sie und sie versteckt sich hinter meinen beinen... ist das normal?
am freitag erst, kam uns ein schäferhundWELPE entgegen, ca 4 monate alt, und sie lief sofort hinter mich sprang mich an, und jaulte.... das kann doch nicht normal sein oder?
nie hat sie irgendwer gebissen... wenn dann würde ich es ja verstehen so ist es aber nicht. Mit ihrer Schwester spielt sie als gebe es keinen morgen, aber sobald ein anderer hund kommt, panikattacken... *hmm*
Hallo sa.io,
weil das in den anderen Thread sehr o.t. gewesen wäre, habe ich mal 'nen neuen für dieses Problem eröffnet.
Wahrscheinlich hat sich dieses Verhalten so ähnlich entwickelt, wie Deine nächtlichen Ruhestörungen, aber auch hier kannst Du natürlich mit Training gegenwirken.
Gut an der Sache ist schon mal, dass sie DICH als Fluchtstätte auswählt und nicht ins Irgendwo verschwindet - das gibts nämlich auch und würde zeigen, dass sie keinerlei Vertrauen zu Dir hätte!! So hast Du wirklich einen guten Ausgangspunkt zum trainieren! Denn sie überläßt es Dir, die Situation zu händeln! Viele Hunde nehmen auch die "Angriff ist die beste Verteidigung"s-Methode!
Nachdem Du ja jetzt sowieso clickerst
Falls Du Die Möglichkeit hast, versuch einige größere Hunde als Versuchskaninchen anzuwerben und such Dir ein Trainingsgelände, das weitläufig genug ist, und auf dem ihr nicht durch andere größere Hunde gestört werdet. Dann setzt Du Dich ruhig zu Deinem Hund auf die Erde und läßt den anderen Hund (bzw. den anderen Menshcen mit dem Hund) langsam Millimeterweise näher kommen.
Ganz wichtig: Du achtest nur auf Deinen Hund: solange er ruhig ist und KEINERLEI Angst zeigt, markerst/Leckerchen Du was das Zeug hält (es kann nicht zu lecker sein, Hühnchen, Leber, Fisch, Rosinen, was immer Dein Hund am Liebsten mag!!!!). An dem Punkt, wo sich erst Anzeichen von Angst bei Deinem Hund zeigen muß der andere Hund weiter entfernt werden, bis sich Dein hund wieder beruhigt. Dann macht ihr eine kleine Pause und anschließend kann der andere Hund wieder etwas näher gebracht werden.
Was Du hier machst ist purer Pavlov! Nur, dass keine Glocke den Hund zum Speicheln bringt, sondern der Anblick eines größeren Hundes! Du erreichst Stück für Stück eine Stimmungsänderung Deines Hundes - er wird die anderen Hunde nicht mehr so beängstigend finden, sondern als etwas positives: Sie "öffnen" den "Lecker-Futter"-Automaten. Wenn Dein Hund bei Erscheinen eines großen Hundes DICH ansieht und sein Leckerchen erwartet, weiß Du dass Du auf dem richtigen Weg der Desensibilisierung bist!
Lass Deinem Hund so viel Zeit und soviel Distanz wie er braucht, gehe langsam und umsichtig vor. Zwing ihn nicht zu Hunden, die er beängstigend findet.
Lass ihn auch zukünftig ruhig hinter Dir Schutz suchen, wenn ihm ein anderer zu groß oder zu aufdringlich erscheinen sollte. Du bist für den Schutz Deines Hundes zuständig - und diese Aufgabe hat er schon an Dich weitergegeben, dass ist wirklich ein seeeeehr großer Vertrauensbeweis!!
Wenn es in der Zeit, wo ihr es noch nicht ausreichend trainieren konntet, dazu kommen, dass ein größerer hund auf Euch zu rauscht und Du befürchten mußt, dass er Angst bekommen wird, STELL DICH AKTIV VOR DEINEN HUND!
Sprich ihn nicht an - Du zeigst ihm mit Deiner Körpersprache so aber schon: Ich habe hier alles im Griff und werde Dich auf jeden Fall beschützen!!
Beobachte Deinen Hund wie er reagiert. Wenn er okay zu sein scheint - gut, wenn er Panik bekommt, vergrößere die Distanz zum anderen Hund.
Was würdest Du machen, wenn Dein Hund ein Krabbelkind wäre? Du würdest mit ruhiger Stimme (und ruhiger Körpersprache) Deinem Kind erklären, dass große Hunde auch nicht so gefährlich sind. Du würdest NICHT cool daneben stehen und den "es ist alles gut, ich habe keine Angst, also brauchst Du auch keine Angst zu haben Macho" markieren. Du würdest ruhig stehen bleiben, Dich mit dem Hundehalter unterhalten und den Hund eventuell streicheln, die Hand des Kindes halten und warten, bis der kleine "Mann" hinter Deinen Beinen hervor kommt und neugierig guckt, was Du da mit dem großen Plüschtier machst. Du würdest auch nicht Dein Kind mit beiden Händen Richtung Hund schieben und sagen: "stell Dich nicht an Indianer haben keine Angst vor Hunden"....
Liebe Grüße
Martina