Menschen sind ***

Diskutiere Menschen sind *** im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Mahlzeit. Vorweg: Ich verallgemeinere NICHT. Es geht hier nur um Leute, die versuchen, wie Mowgli unter Wölfen zu leben und dabei nicht mit...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Menschen sind *** Beitrag #1
Bratzebretzel

Bratzebretzel

Gesperrt
Beiträge
53
Punkte Reaktionen
0
Mahlzeit.

Vorweg: Ich verallgemeinere NICHT. Es geht hier nur um Leute, die versuchen, wie Mowgli unter Wölfen zu leben und dabei nicht mit ihren tatsächlichen Artgenossen umgehen können...

Mir fällt immer wieder auf, dass manche Leute, insbesondere auf Tierforen, Menschen gegenüber extrem intolerant sind, während sie die wildesten Bestien im Tierreich verteidigen. Ein Hund, der 30 Menschen getötet oder verstümmelt hat, soll ne 2. Chance kriegen, ein Mensch, der einen Hund tritt, soll an den Eiern aufgehängt und lebend gehäutet werden...
Ein Mensch darf einen anderen "Typ" oder "Depp" nennen, aber ein Tier darf mein kein "Vieh" nennen.
In Tierheimen fällt mir auch oft auf, wie seltsam und unfreundlich die Mitarbeiter sind. Wenn ein Interessent dem Tier kein PERFEKTES Leben bieten kann, kriegt er's nicht - wo die wenigsten Menschen ihr Traumleben leben. Egal?
Und dann stolpere ich über eine Signatur, die es zu erklären scheint: "Ich liebe Tiere, weil ich mit Menschen nicht klarkomme".
Erkenntnis ist immer gut. Die kam mir auch irgendwann, als ich mich fragte, warum ich trotz meiner vielen Tiere immer noch unzufrieden war. Ich hatte keine oder sehr wenige, guten menschlichen Kontakte.

Aber ist es dann richtig, sich in seine (metaphorische) Hütte im Wald zurückzuziehen, sich auf Tiere zu fixieren und sich noch weiter vom Menschen zu entfremden und es guten Beziehungen mit Mitmenschen noch schwerer zu machen? Oder sollte man, anstatt die Körpersprache von Pferden zu lernen, vielleicht einige Umgangsformeln mit Menschen üben?
Tiere geben dir keinen Job. Die geben dir keine Kinder. Keine soziale Sicherheit. Keine Kino- oder Reisebegleitung. Die "hören zu", verstehen dabei aber nix und können auch nicht mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Tierliebe ist ja gut und schön, aber muss man deswegen gleich Menschen hassen, bzw. aus seinem Leben verbannen? Nur, weil ein paar Menschen "Bestien" sind, muss man ja noch nicht alle verachten. Der ach so heilige, vom Menschen enttäuschte Tierfreund selbst, ist auch ein Mensch.

Wirklich, ich finde nichts Bewundernswertes daran, sich vom Menschen zu entfremden und sich mit Tieren in seiner eigenen kleinen Welt zu verschanzen. Stattdessen sollte man den Schritt wagen, wieder menschliche Beziehungen einzugehen. Meine Katzen sind schön, aber die helfen nicht beim Umzug, mit denen kann ich keine Witze machen, mich nicht unterhalten, ganz zu schweigen von Sex, nicht zusammen durch Tokio touren, nicht über Männer lästern, und kein Tier der Welt wird mir in der Not helfen, wie ein Mensch es kann. Von Lawinenhunden abgesehen.

Auch finde ich schlimm, wie diese Art von Tierfreunden zwar laut schreit, sobald ein Tier nur einen Klaps auf den Hintern kriegt, aber bei Diskussionen um das Wohl von Menschen mit den Schultern zuckt. Nach dem Motto: Der Mensch kann krepieren, Hauptsache dem Tier geht's gut. Also erstmal sind sehr, sehr viele Tiere direkt und indirekt vom Menschen abhängig, was bedeutet, dass das Wohl des Menschen auch dem Tier zugute kommt. Wenn's mir dreckig geht, bin ich nicht sonderlich motiviert, die Katze zu verwöhnen. Wenn Menschen in Armut leben, haben sie für Tierschutz kein Geld übrig. Auch die Tiere in freier Wildbahn sind von uns und unserer guten Laune abhängig. Menschenwohl ist also auch für Tierwohl von großem Interesse.
Zweitens: Der Mensch ist ja soooooooooooo böse, was? "Ich schäme mich, ein Mensch zu sein", was? Selber Mensch! Dei Mudda isn Mensch! Deine beste Freundin isn Mensch! Heul doch! Nix dran zu ändern!

Ich bin nicht unsensibel oder ignorant gegenüber solchen Tierfanaten, ich rede aus eigener Erfahrung. Ich habe mich, nach vielen schlechten Erfahrungen von Missbrauch über grausame Hänseleien, falsche Freunde und Diskriminierung, von Menschen abgekapselt und auf Tiere fixiert. Und manchmal denke ich, die Zeit, die ich mehr unter Tieren als unter Menschen gelebt hab, hat meine Entwicklung behindert. In meiner Pubertät habe ich mich nicht für Jungs, sondern für Rudelstrukturen bei Ratten interessiert und statt mit Freunden was zu unternehmen, beobachtete ich Kaninchen. Und ich muss schmerzlich zugeben, dass das heute ein Handycap ist. Ich hab diverse Umgangsformeln nicht gelernt, wann ein normaler Mensch sie hätte lernen sollen. Ich hole es jetzt zwar nach, aber manchmal denke ich, ich hole gerade meine ganze Pubertät nach, die ich an Tiere vergeudet hab, anstatt zu lernen, Mensch zu sein. Was wichtiger gewesen wäre.

Wenn ich heute Leute erlebe, die sich verhalten wie oben beschrieben, denke ich mir wirklich: Alter, lebst du im Urwald oder was?
Ich glaube wirklich, dass eine zu starke Fixierung auf Tiere und gleichzeitig ein Vermeiden von Menschen, zu gewaltigen Defiziten führen kann.

Wie seht ihr das?
 
  • Menschen sind *** Beitrag #2
Du hast mir aus der Seele gesprochen. Tierliebe ist was wunderbares, jedes Tier sollte ein liebevolles Zuhause und Zuwendung kriegen, aber KEIN Tier kann einen Menschen ersetzen und ich kann schon gar nich verstehen, wie so viele geradezu stolz drauf sind, mit anderen Menschen nicht klar zu kommen.
Und auch die Geschichten "aber ich bin sooo oft verletzt worden" zählen meiner Meinung nach nicht, da das den meisten von uns schon so gegangen ist und trotzdem fähig sind, dass zu verarbeiten und es neu zu versuchen. Das gehört zum Leben dazu...
Und ja, auch ich liebe meinen Hamster über alles und verwöhne ihn, wo ich kann.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #3
In meiner Pubertät habe ich mich nicht für Jungs, sondern für Rudelstrukturen bei Ratten interessiert und statt mit Freunden was zu unternehmen, beobachtete ich Kaninchen. Und ich muss schmerzlich zugeben, dass das heute ein Handycap ist. Ich hab diverse Umgangsformeln nicht gelernt, wann ein normaler Mensch sie hätte lernen sollen. Ich hole es jetzt zwar nach, aber manchmal denke ich, ich hole gerade meine ganze Pubertät nach, die ich an Tiere vergeudet hab, anstatt zu lernen, Mensch zu sein. Was wichtiger gewesen wäre.

Und doch hast du so gelernt, dass Tiere auch Lebewesen sind. Viele Menschen, um nicht zu sagen ein Großteil, scheren sich einen Dreck darum. Das sage ich nicht weil ich ein Tierfanatiker bin, sondern weil ich das gelernt und erkannt habe, was ein anständiger Mensch wissen sollte: dass Tiere genauso ein Leben verdient haben wie Menschen.
Die eigene Art sollte natürlich immer an oberster Stelle stehen! Reden, lachen, kuscheln, Sex, Unternehmungen....das gehört dazu! Und es kann dazu gehören, auch wenn du deine Zeit dann doch lieber mal mit Tieren verbringst, dich für sie einsetzt, dich gegen Tierquälereien auflehnst!
Oder meinst du dass Tierfanatiker Menschen sind, die nicht "normal" unter Menschen leben können, nur weil sie in Foren wütende Aussagen aussprechen, die oft auch einfach aus dem Affekt heraus entstehen...? Nur weil sie oft wütend und hilflos bei anderen sind, die einfach nicht das in Tieren sehen wie sie, nämlich eine schutzsuchende Seele? Meinst du sie sind dann noch schlechtere Menschen als jene, die Tiere quälen?
Verachten würde ich Vergewaltiger, Mörder, Kinderschänder, wenn es um Menschenhasser geht. Aber auf Tierfanatiker würde ich es nicht beziehen, nur weil sie oftmals ihrer Wut in Foren Ausdruck verleihen.
Wenn du meinst du bräuchtest mehr sozialen Kontakt zu Menschen, weil du etwas verpasst, warum suchst du dir dann nicht Menschen, die so denken wie du? Die auch stundenlang Kaninchen beobachten, Ställe ausmisten, und trotzdem mit dir Lachen und in den Urlaub fahren können?
Es ist ein schwieriges Thema, aber ich finde du ziehst in deinen Bedenken dann doch keine entscheidenden Grenzen. Letzendlich ziehst du irgendwo doch alle über einen Kamm, Tierfanatiker sind Menschenhasser, Mitarbeiter des TH sind gegen Menschen weil sie nicht jedem Tiere vermitteln... :roll:
 
  • Menschen sind *** Beitrag #4
hii

ich bin da nicht so ganz eurer Meinung. Natürlich ist ein Mensch ein Mensch und sollte auch Mensch sein, aber du sagst ja du hast deine Zeit an die Tiere vegeudet. So etwas könnte ich nie sagen.

Meine Freunde kommen manchmal auch zu kurz, weil meine Tiere mir einfach wichtiger sind. Na und was solls. Ich komm ja trotzdem unter Menschen und geh auch manchmal fort und interessiere mich für Jungs.

Natürlich sind die Tiere anghängig vom Menschen, aber....wer ist daran schuld? Der Mensch. Sieh dir mal an was der Mensch mit der Natur und den Tieren angestellt hat. (Natürlich auch mit anderen Menschen).

Aber wenn ich mal zuviel Geld hätte, würden es mit sicherheit die Tiere bekommen und kein Mensch. Die Tiere können sich nicht wehren, die Menschen sind ja schuld an der ganzen Armut die auf der Welt herrscht.

(...) während sie die wildesten Bestien im Tierreich verteidigen. Ein Hund, der 30 Menschen getötet oder verstümmelt hat, soll ne 2. Chance kriegen, ein Mensch, der einen Hund tritt, soll an den Eiern aufgehängt und lebend gehäutet werden...

Ein Hund wird aber nicht als Bestie geboren. Das ist alles (vom Menschen) anerzogenes verhalten. In solch extremen Fällen, hilft vielleicht nur noch einschläfern, aber mir tut da der Hund leid (Die Menschen auch sofern unschuldig)


In Tierheimen fällt mir auch oft auf, wie seltsam und unfreundlich die Mitarbeiter sind. Wenn ein Interessent dem Tier kein PERFEKTES Leben bieten kann, kriegt er's nicht - wo die wenigsten Menschen ihr Traumleben leben. Egal?

Die Tiere haben aber ihr Recht auf ein PERFEKTES Leben. Der Mensch auch - keine Frage, aber wir glauben, ins TH marschieren und uns die hübscheste Katze aussuchen zu können. Und wenn man sie dann nicht bekommt sind die Mitarbeiter seltsam und unfreundlich. Die wollen doch auch nur ein schönes Leben für die Tiere und wer das nicht bieten kann, bekommt kein Tier. Und genau das finde ich richtig. Besser als jedem x-beliebigem ein Tier zu geben.

Bei Tieren reicht einfach mal die bloße Anwesenheit, die tröstet wenn man von einem Menschen verletzt wurde. Menschen können einfach grausam sein, dir sowohl körperlich als auch seelisch weh tun. Aber welches Tier kann DAS schon?

Nich falsch verstehen. Im Prinzip bin ich ja auch deiner Meinung, aber deien Ausführungen find ich jetzt schon ein bisschen arg.

Die Tiere haben das gleiche (jaaa das gleiche) Recht zu leben wie der Mensch. Der Mensch richtet sich mit seinem Egoismus ja selbst zugrunde. Und wer Tiere bei lebendigem Leibe häutet (nenn mich jetzt ruhig assozial) dem sollte man das selbe antun. Bei sowas hätt ich keine Gnade.

Das gleiche ist aber auch bei Kindern. Sie sind unschuldig und wehrlos. Eben wie Tiere.
ICh hasse menschen im allgemeinen nicht, sondern nur solche die sich an unschuldigen Lebewesen vergehen, weil sie denken: "ICh bin groß und 'intelligent', ich kann mit allen anderen machen was ich will"

Was ich jetzt nicht gut finde ist, wenn man die Tiere zu sehr vermenschlicht. Ein Tier bleibt ein Tier. WEnn man ein Tier halten will, sollte man das nicht tun, weil man gesellschaft braucht (dafür gibts ja die Menschen).

lg andie
 
  • Menschen sind *** Beitrag #5
Hallo Bratzebretzel,
mir gefällt dein Text und ich denke ich verstehe was du meinst.

Es kann einem schnell so vor kommen als wären Tierschützer nicht gerade Philanthropen.
Man denkt sowas wenn einem jemand in einem Moment erzählt er wäre Vegetarier/Veganer weil ihm die Tiere so leid tun aber im nächsten Moment bedenkenlos Bananen, Tee oder Kaffee kauft ohne an die Ausbeutung der Plantagenarbeiter zu denken.

Viele sind geneigt Tiere prinzipiell für "unschuldig" Menschen jedoch prinzipiell für "schuldig" zu halten.
Ich denke es unterscheidet uns dabei gar nicht so viel von den Tieren, auch wir sind ein Produkt unserer Gene und unserer Prägung und können unser Schicksal daher sicherlich nicht immer frei wählen.

Ein Hund wird aber nicht als Bestie geboren. Das ist alles (vom Menschen) anerzogenes verhalten.
Ich bin überzeugt, auch ein Mensch der 30 Menschen tötet wurde nicht als Bestie geboren. Auch sein Verhalten ist "anerzogen".

Tiere bereichern unser Leben, keine Frage aber sie sollten kein Ersatz für menschliche Kontakte sein.
Menschen können einen enttäuschen, das stimmt, aber das ist auch nur möglich weil sie uns so nahe stehen können. Wären uns die Menschen egal hätten wir ja keinen Grund enttäuscht zu sein ;)
 
  • Menschen sind *** Beitrag #6
hii

Viele sind geneigt Tiere prinzipiell für "unschuldig" Menschen jedoch prinzipiell für "schuldig" zu halten.

ich hoffe, dass mein Text da jetzt nicht so rüberkam. Natürlich kommt vieles auf die Erziehung an, aber ein Mensch kann doch eher eigene Entscheidungen treffen als ein Tier. Für mich sind Tiere nicht "nur Tiere". Sie haben ein Herz, eine Seele, genau wie ein Mensch. Ich denke nicht: Tiere sind viel besser als Menschen. In gewisser Weise sind sie (für mich) gleich viel wert. In manchen Situationen geh ich zu meinen Tieren, weil ich einfach keinen Bock hab auf Menschen. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich keinen Menschen habe, dem ich voll und ganz vertrauen kann, dem ich alles erzähle. Da hab ich einfach schon schlechte Erfahrungen gemacht, Tiere können nichts weitererzählen, Menschen schon.

Ich unternehme auch viel mit meinen Freunden, habe Spass mit ihnen, aber wenn etwas schlimmer passiert, dann geh ich lieber zu meinen Tieren, die stellen keine Fragen, bemitleiden mich nicht sondern sind einfach da und das is sehr viel wert.

Es ist echt schon wenn man Freunde hat, mit denen man über alles reden kann. Die einem nur zuhören, wenn man es gerade braucht, aber ich habe so etwas nicht, dafür sind für mcih die Tiere da.

Ich bin ein Mensch und weiß das auch. Meine "eigene Art" ist mir superwichtig und ich würde sie nie im Leben aufgeben. (nur um das klar zu stellen ;))

lg andie
 
  • Menschen sind *** Beitrag #7
Und doch hast du so gelernt, dass Tiere auch Lebewesen sind.
Das hätte ich auch lernen können, ohne mich völlig von Menschen zurückzuziehen und selbst fast auf allen Vieren zu gehen.

Oder meinst du dass Tierfanatiker Menschen sind, die nicht "normal" unter Menschen leben können, nur weil sie in Foren wütende Aussagen aussprechen, die oft auch einfach aus dem Affekt heraus entstehen...?
Jain. Ich meine die Extremfälle, die echt unfähig sind, sich erfolgreich unter Artgenossen zu gesellen und schon fast so gut quieken, wie ihre Meerschweinchen.

Die auch stundenlang Kaninchen beobachten, Ställe ausmisten, und trotzdem mit dir Lachen und in den Urlaub fahren können?
Weil die oft (nicht alle, aber viele) genauso weltfremd sind, wie ich es war. Es gab diesen Sommer im Dorf einen Selbstmordversuch. Junge Frau, hatte Hunde und Katzen. War immer gut zu ihren Tieren. Hatte auch im Tierheim ausgeholfen. Als die Frau (in äußerst kritischem Zustand) ins Krankenhaus gebracht wurde, kamen die Hunde und die Katze, die die Polizei hatte fangen können, natürlich vorübergehend ins Tierheim. Als die Mutter der Frau die Katze abholen ging (vor den Hunden hatte sie Angst), musste sie sich von den Tierheimleitern anhören, was für ein schlechter Mensch und Tierhalter ihre Tochter doch war, ihren Tieren sowas anzutun. Was eine junge Frau, die ihre Tiere immer geliebt hat, so weit treibt, sich das Leben zu nehmen, daran wurde kein Gedanke vergeudet. Nicht nur für die gerade aus dem Koma erwachte Frau, sondern auch für die Mutter, wohl ein verbaler Schlag in den Magen.
Nein danke, mit solchen Leuten will ich nix zu tun haben. Wie gesagt, ich rede hier nicht von Tierfreunden allgemein, sondern von Extremfällen, die nahezu über Menschenleichen gehen würden, um einem Tier ein Leckerli zu geben.

Letzendlich ziehst du irgendwo doch alle über einen Kamm, Tierfanatiker sind Menschenhasser, Mitarbeiter des TH sind gegen Menschen weil sie nicht jedem Tiere vermitteln...
Eben nicht. Ich rede ausschließlich von jenen Tierfanatikern, die aus irgendeinem Grund "sozial behindert" sind und mit ihren eigenen Artgenossen nicht umgehen können und allgemein Hass auf die pöhse Menschheit schieben.

Ein Hund wird aber nicht als Bestie geboren. Das ist alles (vom Menschen) anerzogenes verhalten. In solch extremen Fällen, hilft vielleicht nur noch einschläfern, aber mir tut da der Hund leid (Die Menschen auch sofern unschuldig)
Zwar ist der Mensch bei seiner Geburt laut Freud ein polymorph-perverses Wesen, dennoch denke ich, dass auch ein Mensch nicht als Bestie geboren wird. Und es gibt Hunde, die nie viel mit Menschen zu tun hatten und trotzdem sch**** in der Birne sind.
Und was "sofern unschuldig" angeht - viele Tierfanaten, die Art, von der ich nämlich rede, meinen ja, ein Mensch habe schon Mitschuld und den armen, armen Hund provoziert, weil er im Sandkasten gespielt und den Hund dadurch irritiert hat. Weil er gejoggt, gelacht, geschrien, den Hund angeguckt hat. Glaub mir, solche Ergüsse musste ich mir schon anhören.

Die Tiere haben aber ihr Recht auf ein PERFEKTES Leben.
Haben sie NICHT. KEINER hat ein perfektes Leben. Perfekt gibt es nicht. Die Tiere sind keine Götter, die alles fordern können. Letztenendes müssen wir ALLE fressen, was auf den Teller kommt. Warum sollte es Tieren anders ergehen? Es gibt auch Menschen, die dazu verdammt sind, in Armut zu leben oder im Mittelstand etc. und das ohne Mitschuld. Aber nur, weil etwas nicht perfekt ist, ist es noch lange nicht schlecht. Und vieles ist besser, als im Tierheim zu vergammeln, sorry, aber wenn ich dann höre "Ja, dann haben Sie vielleicht ein Haus mit Garten und genug Geld, aber der Hund wäre ja viereinhalb statt 4 Stunden am Tag allein und bekommt eine zweitklassige Marke zu fressen, tut mir leid, nein", könnte ich kotzen. Wie viele Stunden am Tag gammelt ein Hund im Betonzwinger des Tierheims vor sich hin?

Und wenn man sie dann nicht bekommt sind die Mitarbeiter seltsam und unfreundlich. Die wollen doch auch nur ein schönes Leben für die Tiere und wer das nicht bieten kann, bekommt kein Tier.
Wenn's besser als im Tierheim ist, warum nicht? Klar gibt es Idealbedingungen, aber welcher normale Mensch kann die schon erfüllen? Zwischen "miserabel" und "perfekt" gibt es noch sehr, sehr viel Akzeptables.

Bei Tieren reicht einfach mal die bloße Anwesenheit, die tröstet wenn man von einem Menschen verletzt wurde. Menschen können einfach grausam sein, dir sowohl körperlich als auch seelisch weh tun.
Ja, es hilft mir vollekanne, wenn meine Katze nach Futter schreit, wenn ich gerade vergewaltigt wurde... (hypothetisches Beispiel)
Es gibt Kleinigkeiten, bei denen das Knuddeln meiner Katzen mir hilft. Aber alle Wunden können die nicht heilen.

Die Tiere haben das gleiche (jaaa das gleiche) Recht zu leben wie der Mensch. Der Mensch richtet sich mit seinem Egoismus ja selbst zugrunde. Und wer Tiere bei lebendigem Leibe häutet (nenn mich jetzt ruhig assozial) dem sollte man das selbe antun. Bei sowas hätt ich keine Gnade.
So sind aber längst nicht alle Menschen, man muss also noch lange nicht die ganze Menschheit verachten.

Das gleiche ist aber auch bei Kindern. Sie sind unschuldig und wehrlos.
Bis zu nem gewissen Alter... Insachen Hänseln und Mobbing sind Kinder der grausamste Gegner, den man sich "wünschen" kann. Und das ist nicht anerzogen. Die liebevollsten Eltern können kleine Dämonen haben. Ich glaube weder bei Kindern, noch bei Tieren daran, dass sie wie dumme Computer sind, die nur das können, was ihnen einprogrammiert wurde. Ich habe zB allen meinen Katzen immer gleich viel Liebe gegeben. Alle sind zusammen aufgewachsen. Trotzdem haben sich alle anders entwickelt. Ein kleiner Terrorkater, ein Pazifist, eine Angsthäsin, eine arrogante Ziege, eine Schmusewurst, etc. Manches mag anerzogen sein, aber bei einem Wesen mit mehr als 4 Geihrnzellen gibt es auch noch den eigenmächtigen Teil.

Was ich jetzt nicht gut finde ist, wenn man die Tiere zu sehr vermenschlicht. Ein Tier bleibt ein Tier. WEnn man ein Tier halten will, sollte man das nicht tun, weil man gesellschaft braucht (dafür gibts ja die Menschen).
Das meine ich ja. Nicht Tierfreunde/Tierschützer allgemein, sondern eben die, die nur noch Tiere in ihr Leben lassen.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #8
Off-Topic
Ein kleiner Terrorkater, ein Pazifist, eine Angsthäsin, eine arrogante Ziege, eine Schmusewurst, etc.

Ich lese Deinen Thread mit sehr viel Interesse und muss Dir in vielen Punkten Recht geben. Kannst Du mir nur kurz erklären, wie ein Kater sich pazifistisch verhalten kann? Ich musste gerade kurz schmunzeln.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #9
Haben sie NICHT. KEINER hat ein perfektes Leben. Perfekt gibt es nicht.
Auch wenn es "perfekt" nicht gibt, so gibt es doch immer ein "so gut wie möglich". Und da, wo wir Menschen Verantwortung für das Wohlergehen anderer Lebewesen übernehmen, haben wir auch die Pflicht, dafür zu sorgen, daß es die, die auf uns angewiesen sind, so gut wie nur irgend möglich haben - und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um das Lebewesen, das von unserem Goodwill abhängig ist, nun um ein Kind, einen pflegebedürftigen Menschen oder um ein Tier handelt.

Niemand hat die Pflicht, sich ein Tier anzuschaffen - aber wenn sich jemand ein Tier zulegt, dann muß er auch die entsprechende Verantwortung übernehmen.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #10
Off-Topic


Ich lese Deinen Thread mit sehr viel Interesse und muss Dir in vielen Punkten Recht geben. Kannst Du mir nur kurz erklären, wie ein Kater sich pazifistisch verhalten kann? Ich musste gerade kurz schmunzeln.
Immer nett und friedlich und regelt auch Konflikte mit stillem Imponiergehabe. Er ist 9.5 Jahre alt und hat mich noch NIE gekratzt. Der Sozo ist ein ganz Lieber :mrgreen:
 
  • Menschen sind *** Beitrag #11
Und es gibt Hunde, die nie viel mit Menschen zu tun hatten und trotzdem sch**** in der Birne sind.
Was meinst du denn damit? Ein Hund der nicht viel mit Menschen zu tun hat muss sich nicht dem "Rudel" anpassen und Verhalten lernen und übernehmen. Ein Hund der schlecht behandelt wird der wird auch entsprechend den Rest der Menschheit gegenüber stehen. Denkst du ein Rudel Wölfe sitzt Abends zusammen und lästert über einen in der Gruppe weil er einen an der Klatsche hat? Das Verhalten eines Tieres ist objektiv und kann nicht subjektiv gewertet werden.

Haben sie NICHT. KEINER hat ein perfektes Leben. [...]
Und die ganze Aussage lass ich so nicht stehn. (Haus)Tiere sind unsere "Gefangenen". Da braucht man auch nix schön zu reden. Wir halten sie in Abhängingkeit oder haben sie uns so hingezüchtet das sie ohne uns nicht überleben können. Sie haben weder die Möglichkeit mit uns über ihre Haltungsbedingungen zu diskutieren noch können sie ihren Job hinwerfen, vor Gericht gehen, eine neue Regierung wählen, auswandern, Lebensmittel anbauen ...
Es sind Schutzbefohlene, wie auch Kinder es sind. Stelle ich mich hin und sage weil es mir schlecht geht hat das Kind eben gerade Pech? Je schlechter es einem Staat geht umso schlechter geht es seinen Schutzbefohlenen, Strafgefangenen und Pflegeheiminsassen. Und auch dann gibt es den reichen Nachbarn der aufschreien wird und das verurteilt egal wie es der jeweiligen Bevölkerung geht.
Deine Aussagen zu anfang klangen für mich noch vernünftig, jetzt bekomme ich den Eindruck aus dir spricht Verbitterung.
Natürlich geht es nicht jedem Menschen gut, und es ist klar das es auch nicht jedem Tier gut gehen kann. Muss es mir deswegen egal sein? Das höchste Ziel jeder Staatsform ist es doch "Wohlstand" für jeden zu erreichen erreichen. Aber der Weg dorthin darf nicht über Leichen gehen sonst ist es nichts wert. Was wir für eine Gesellschaft sind kann man daran erkennen wie wir mit unseren Schwächsten umgehen.
Mir gehts schlecht darum gehts dir auch bald schlecht ... Das klingt für mich wie Kommunismus der Hoffnungslosen.
Und ich bin sicher nicht der Antichrist wenn ich mal gestehe das ich mit meinem kleinen Leben genug beschäftigt bin. Ich bin einer und unterstelle einem Menschen lediglich das was ich von mir kenne. Er ist berechnend. Das macht uns immerhin zum Menschen. Wir können Vorrausschauend denken und das macht uns voreingenommen gegenüber dem anderen.
Einem Tier traue ich das nicht zu, daher hat es ein Tier mit mir auch immer leichter als ein Fremder.
Ein Tier versteht nicht die Funktion einer Strasse, wenn es totgefahren wird ist der Mensch schuld. Passiert es einem Menschen frage ich mich zuerst ob er selbst Schuld hatte.
Die Tiere die ich "kenne", betrachte ich als meine Freunde. Ich biete ihnen meine Freundschaft an ohne das sie mir etwas entgegenbringen weil sie garnicht könnten.
Ein Mensch ist in erster Linie ein Freund der sich erst noch beweisen muss.
Persönlich halte ich mich für einen Egoisten dem alle die er nicht kennt egal sind. Um mich von dieser Schuld frei zu kaufen war ich im sozialen Dienst und spende brav an Vereine die den Job für mich übernehmen.
Aber ich wäre ein Idiot wenn ich versuchen würde die Welt zu retten oder mir ständig Gedanken um Menschen mache die ich nie gesehen habe.
Ich werde für meine Tiere da sein wie für einen meiner Freunde. Ich werde für den Hund meiner Freundin da sein wie für sie selbst. Aber ihr Nachbar interessiert mich nur soweit, wie sein Befinden Einfluss auf ihres oder das ihres Hundes hat. Man kann mir nun vorwerfen das ich das Leben eines Tieres das zum sterben gezüchtet wurde mit dem Leben eines Menschen gleich aufwiege, aber das wäre auch nicht richtig. Meine Familie und meine Freunde stehen über allen. Und dazu zählen auch die betroffenen Tiere.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #12
Deine Aussagen zu anfang klangen für mich noch vernünftig, jetzt bekomme ich den Eindruck aus dir spricht Verbitterung.
Natürlich geht es nicht jedem Menschen gut, und es ist klar das es auch nicht jedem Tier gut gehen kann. Muss es mir deswegen egal sein?
Wieso Verbitterung, nur weil ich nicht der Meinung bin, Tiere müssen es besser haben als Menschen? Und wann sagte ich, Tiere sollen uns egal sein? Ich sage lediglich, dass man sie nicht wie höherwertige Existenzen behandeln muss, schon gar nicht auf Kosten des (eigenen) Menschseins.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #13
Wenn Menschen so in ein Extrem verfallen, ist das genausowenig sinnvoll oder gut wie jedes andere Extrem. Diese Meinung ist hier im Forum auch mehrheitlich vertreten. Extreme, radikale und fanatische Ansichten können in keinem Kontext eine Lösung für irgendein Problem sein.

Abgesehen davon finde ich einen Vergleich Mensch-Tier mit dem Zweck, ob oder daß es Tiere "besser" haben sollen als Menschen, ohnehin fragwürdig, weil inhaltlich nicht wirklich stringent. Menschliche Maßstäbe da auf Tiere zu übertragen funktioniert in den wenigsten Fällen, zumindest nicht, wenn tatsächlich die Bedürfnisse eines Tieres im Vordergrund stehen sollen. Menschen sollen so gut wie möglich leben dürfen, und dasselbe gilt für Tiere, wobei "gut leben" für Tiere und Menschen ganz unterschiedliche Inhalte bedeuten kann, vor allem aber schließt es sich nicht gegenseitig aus. Es gibt immer wieder Leute, die dieser Ansicht zu sein scheinen, und zwar von beiden Seiten - es gibt Menschen, die meinen Tiere hätten keinerlei Unterstützung verdient, solange es notleidende Menschen gibt, und es gibt Menschen, die eben die Not anderer Mitmenschen nicht sehen und sich ausschließlich auf Tiere versteifen, als gäbe es da nur eine entweder-oder-Entscheidung. Man kann sich aber prima sowohl für Menschen als auch für Tiere engagieren.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #14
Niemand hat die Pflicht, sich ein Tier anzuschaffen - aber wenn sich jemand ein Tier zulegt, dann muß er auch die entsprechende Verantwortung übernehmen.

:clap:

[...] Es gab diesen Sommer im Dorf einen Selbstmordversuch. Junge Frau, hatte Hunde und Katzen. War immer gut zu ihren Tieren. Hatte auch im Tierheim ausgeholfen. Als die Frau (in äußerst kritischem Zustand) ins Krankenhaus gebracht wurde, kamen die Hunde und die Katze, die die Polizei hatte fangen können, natürlich vorübergehend ins Tierheim. Als die Mutter der Frau die Katze abholen ging (vor den Hunden hatte sie Angst), musste sie sich von den Tierheimleitern anhören, was für ein schlechter Mensch und Tierhalter ihre Tochter doch war, ihren Tieren sowas anzutun. Was eine junge Frau, die ihre Tiere immer geliebt hat, so weit treibt, sich das Leben zu nehmen, daran wurde kein Gedanke vergeudet. Nicht nur für die gerade aus dem Koma erwachte Frau, sondern auch für die Mutter, wohl ein verbaler Schlag in den Magen.

Was genau hat der Selbstmordversuch dieser Frau mit der Tierhaltung zu tun? Sorry, aber das vestehe ich jetzt nicht.

dennoch denke ich, dass auch ein Mensch nicht als Bestie geboren wird. Und es gibt Hunde, die nie viel mit Menschen zu tun hatten und trotzdem sch**** in der Birne sind.
Und was "sofern unschuldig" angeht

Natürlich wird auch kein Mensch als bestie geboren - das habe ich nie behauptet. Auch hier kommt es auch die Erziehung der Eltern an, aber auch in der Schule und über die Medien erfährt man, was recht ist und was nicht. Also kann sich ein erwachsener Mensch schlecht ausreden mit: "So habe ich das aber gelernt". Was kann ein Hund schon machen, der zu einer Killermaschine erzogen wird. Und es gibt wohl kaum einen Hund, der aus reiner Bösartigkeit beißt. Entweder er hat schlecht Erfahrungen mit Menschen gemacht oder beißt einfach aus Angst (weil er den Menschen nicht kennt).
Mit unschuldig mein ich auch nur, dass mir natürlich das Kind leid tut, dass am Spielplatz von einem Hund angegriffen wird, aber nciht der Besitzer der den Hund so erzogen hat.

Haben sie NICHT. KEINER hat ein perfektes Leben.

Die Tiere haben eben DOCH ein recht auf das Bestmögliche Leben. Ohen Mensch gäbe es keinen, der die Tiere einsperrt, mästet und dann schlachtet. In der Natur gibt es keine Grausamkeit, sondern nur den natürlichen Lauf des Lebens. Fressen oder gefressen werden. Aber nicht aus Spass quälen, weil das kann wirklcih nur der Mensch.

So sind aber längst nicht alle Menschen, man muss also noch lange nicht die ganze Menschheit verachten.

Das habe ich auch nie behauptet.

lg andie
 
  • Menschen sind *** Beitrag #15
Was genau hat der Selbstmordversuch dieser Frau mit der Tierhaltung zu tun? Sorry, aber das vestehe ich jetzt nicht.
Es geht um die unmögliche Reaktion des Tierheims, als Beispiel für "Pfeif doch auf Menschen, Hauptsache, dem Tier geht's gut".

Aber nicht aus Spass quälen, weil das kann wirklcih nur der Mensch.
Delfine und Schimpansen (unter anderem) haben da anderes bewiesen...
 
  • Menschen sind *** Beitrag #16
Es geht um die unmögliche Reaktion des Tierheims, als Beispiel für "Pfeif doch auf Menschen, Hauptsache, dem Tier geht's gut".

aha, aber bist du sicher, dass dieser TH-Mitarbeiter auch genau weiß, was mit der eigentlichen Besitzerin passiert ist?
 
  • Menschen sind *** Beitrag #17
@ Andie : Der Selbstmordversuch der jungen Frau hat insofern etwas mit ihrer Tierhaltung zu tun, als der Mutter ja von der Tierheimleitung Vorwürfe gemacht wurden, ihre Tochter sei eine schlechte Tierhalterin, weil sie in diesem ( bestimmt sehr verzweifelten )Moment nicht an ihre Tiere gedacht hat. Das steht da aber auch. ;)

Natürlich sind auch Tierschützer manchmal fanatisch und wenig sensibel, was ihre Mitmenschen betrifft - die meisten haben sehr unschöne Erfahrungen gemacht, wie viele Menschen mit Tieren umgehen, mit denen sie ganze Bücher füllen könnten. Trotzdem muss aber auch ein Tierschützer da differenzieren, der Meinung bin ich ganz klar ebenfalls.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #18
@ Andie : Der Selbstmordversuch der jungen Frau hat insofern etwas mit ihrer Tierhaltung zu tun, als der Mutter ja von der Tierheimleitung Vorwürfe gemacht wurden, ihre Tochter sei eine schlechte Tierhalterin, weil sie in diesem ( bestimmt sehr verzweifelten )Moment nicht an ihre Tiere gedacht hat. Das steht da aber auch. ;) .

okey, dann sorry hab das anscheinend irgendwie falsch verstanden :uups:
 
  • Menschen sind *** Beitrag #19
Delfine und Schimpansen (unter anderem) haben da anderes bewiesen...

Genau das habe ich, allerdings nur auf Schimpansen bezogen, letztens in einem ähnlichen Thread schon geschrieben.

Schimpansen sind so hochentwickelt, dass sie sich durchaus gegenseitig "linken" ,aus Berechnung Jungtiere von Gruppenmitgliedern entführen oder gar töten, auf die Jagd nach kleineren Affenarten gehen und sogar regelrechte Kriege gegen benachbarte Schimpansengruppen führen, die mit Toten und Verletzten oder gar der Ausrottung dieser Gruppe enden - da kommen zwangsläufig Vergleiche hoch, oder ? ;)

In Schimpansengruppen wird regelrecht Politik betrieben
, kein Wunder, ist die DNA doch zu mindestens 94 %, wahrscheinlich sogar zu 99 % und mehr mit der des Menschen identisch.

edit : Damit will ich natürlich keineswegs die Schimpansen schlechtmachen, sondern aufzeigen, dass auch der Mensch zum Tierreich gehört. Biologisch gesehen gehört er zu den Primaten, ist also ein hoch entwickeltes, sehr intelligentes Säugetier. Und darum haben auch Menschen ihre ganz speziellen Instinkte und tief verwurzelte Verhaltensweisen, die nur durch die jeweilige Kultur, meist oberflächlich genug, "unterdrückt" werden.

Sicher, der Mensch ist das einzige Tier, das Zukunft und Vergangenheit sowie seine Handlungen bewusst reflektieren kann, im Widerstreit mit den Millionen von Jahren alten , immer noch aktiven Verhaltensmustern reicht das aber oft nicht. Zumal der Mensch sich selbst eine Umwelt aufgebaut hat, für die er gar nicht geschaffen ist.
 
  • Menschen sind *** Beitrag #20
Yep, ich hab sogar - auch bei Delfinen übrigens - von Vergewaltigung etc. gehört. Aber auch bei meinen Ratten habe ich mal eine Art von Mobbing beobachtet. Ein Bock hat immer wieder den Kleinsten tyrannisiert und kein anderer Bock griff ein, bis der größte Bock Rudelführer wurde und einschritt - und als der Tyrann sich erneut an dem Kleinen vergriff, gingen alle auf den Tyrannen los. Zahltag. Ab dem Tag backte er ganz kleine Brötchen. Bis der Rudelführer starb. Dann ging's wieder los, ich trennte das Untier vom Rest.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Menschen sind ***

Menschen sind *** - Ähnliche Themen

Zweifel...: Hallo zusammen, ich wälze hier seit Tagen meine Gedanken hin und her, aber komme nicht weiter. Daher muss ich mich jetzt mal ausheulen und hoffe...
Farbratten zähmen: Artgerecht gehaltene Ratten sind sehr in der Regel sehr Menschen bezogen. Hier einige Tipps und Tricks, damit Ratten lernen, Vertrauen zu ihren...
Vergesellschaftung erfolglos?: Hallo liebe leute, mein alter account ist mir abhanden gekommen, doch vor einiger zeit wurde mir hier bereits super geholfen, deshalb wende ich...
Passt ein Hund zu uns? + Anfängerfragen: Hallo, mein freund und ich wünschen uns schon seit jahren einen hund. Dieses Jahr könnte es endlich so weit sein.:mrgreen: Ich möchte den Faden...
Integration von Farbratten: Ratten sind sehr soziale, aber leider auch recht kurzlebige Nagetiere. Früher oder später steht jeder Halter, der nicht nach der ersten Generation...
Oben